DJI hat gerade die neueste Generation seines kompakten Funkmikrosystems Mic Mini herausgebracht - das Mic Mini 2. Die größten Neuerungen betreffen das Aussehen - es gibt jetzt verschiedene wechselbare farbige Gehäuse - sowie verbesserte Ladezeiten und Klang-Presets. Insgesamt gesehen ist das Upgrade eher klein ausgefallen, aber DJI teasert schon jetzt ein neues Modell, das noch interessanter sein könnte als das gerade vorgestellte Mic Mini 2.

Was ist neu?
Die auffälligste Neuerung ist rein optischer Natur. Die Sender des neuen Mic Mini 2 sind nämlich jetzt mit magnetischen Frontabdeckungen ausgestattet, die ausgewechselt werden können. Im Lieferumfang des Zweier-Sets stecken Obsidianschwarz und Glanzweiß; acht weitere Farbtöne, darunter Orange-, Blau- und Grüntöne, sind separat erhältlich. Damit lässt sich das Mikrofon farblich an Outfits oder Produktionskonzepte anpassen, was bei sichtbarer Platzierung des Mikros auf der Kleidung hilfreich sein kann.

Das ist zwar schön, bleibt aber weit zurück hinter den Möglichkeiten des von Insta360 zur NAB 2026 geteaserten Mic Pros, dem mittels eines farbigen E-Ink Displays in Sekundenschnelle jedes beliebige Aussehen verpasst werden kann - und ganz ohne den Herstellernamen des Mikros groß bei jedem Einsatz zu präsentieren.

Ebenfalls neu sind drei wählbare Klangvoreinstellungen, die aus dem professionelleren DJI Mic 3 übernommen wurden. „Regulär" liefert neutralen, ausgewogenen Klang, „Kräftig" betont die Bässe für einen volleren Sound, und „Hell" hebt die Höhen hervor – für Stimmen, die in der Aufnahme etwas mehr Brillanz vertragen können. Die Modi lassen sich über die DJI Mimo App umschalten, stehen aber nicht bei direkter Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone zur Verfügung.

Auf der technischen Seite hat DJI die Ladezeit des Senders um rund 22 Prozent verkürzt – das Funkmikro ist jetzt in etwa 70 Minuten vollgeladen, 20 Minuten schneller als das Vorgängermodell. Außerdem unterstützt der DJI Mic Mini 2 Empfänger nun gemischte Verbindungen: Wer noch Sender des ersten Mic Mini besitzt, kann diese zusammen mit Mic Mini 2-Sendern am selben Empfänger betreiben. Diese Abwärtskompatibilität ist praktisch, wenn man noch Sender des alten Mic Mini besitzt und zusammen mit dem neuen einsetzen will.

Was unverändert geblieben ist
// Top-News auf einen Blick:
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Lohnt sich ein Upgrade vom Mic Mini?
Wer bereits ein DJI Mic Mini besitzt, muss das Mic Mini 2 nicht kaufen. Die klanglichen Unterschiede sind marginal – erste Testberichte bescheinigen, dass die Klangvoreinstellungen in der Praxis so subtil sind, dass sie kaum als Kaufargument taugen. Die etwas schnellere Ladezeit ist nett, aber ebenfalls kein zwingender Grund zum Wechsel.
Wer hingegen erstmals in die Funkmikrofon-Welt einsteigt oder einen zusätzlichen Sender sucht, aber nicht die professionellen Features des deutlich teureren Mic 3 (wie internen Speicher, 32-Bit Float Aufnahme, Timecode-Synchronisation, Unterstützung für vier Mikros an einem Empfänger, Dualband-Funk und adaptive Gain-Steuerung) benötigt, ist mit dem Mic Mini 2 gut bedient.

Nachfolgemodell Mic Mini 2S kommt schon bald
Wer den Kauf des Mic Mini 2 allerdings erwägt, sollte wissen, dass DJI mit dem Mic Mini 2S schon ein neues und besseres Modell für den Sommer 2026 angekündigt hat. Dieses kommt dann mit einigen der Features des Mic 3 wie einem internen Speicher sowie Unterstützung von bis zu vier Sendern gleichzeitig. Wer diese Features braucht, sollte also noch etwas warten.
Logischerweise wird es dann aber auch teurer sein und preislich zwischen dem Mic Mini 2 und dem Mic 3 liegen, welches 259 Euro im Set (2 Sender, 1 Empfänger plus Ladeschale) kostet. Unklar ist, warum DJI das kommende Mic Mini 2S schon jetzt zum Start des Mic Mini 2 anpreist, denn vermutlich wird die Aussicht auf ein besseres Modell einige Kunden vom Kauf abhalten.

Preise und Verfügbarkeit
DJI bietet das Mic Mini 2 ab 59 Euro für ein Set aus einem Sender und einem Empfänger an, das Komplettset mit zwei Sendern, einem Handy-Empfänger und Ladeschale kostet 79 Euro und mit einem normalen statt dem Handy-Empfänger 114 Euro.



















