Praxis  Digitales Video für Einsteiger – Teil 2: Digitaler Videoschnitt

Digitales Video für Einsteiger – Teil 2: Digitaler Videoschnitt

Im zweiten Teil unserer Einführungs-Serie widmen wir uns dem Videoschnitt. Geliebtes Kind hat wie bekannt viele Namen: statt vom Schnitt wird auch von Nachbearbeitung, Postproduktion, (non-lineares) Editing oder sogar Montage gesprochen, wobei letzteres vor allem den kreativen Prozess bezeichnet: das Zusammenbauen der Einzelteile zu einem sinnvollen Ganzen.

// 03:04 Di, 27. Jun 2006von

Mit dem Dreh ist der erste Schritt in Richtung eigener Film abgeschlossen (siehe den ersten Teil dieser Einführung für Anfänger). Jetzt müssen die angefertigten Bausteine in die richtige Größe und Reihenfolge gebracht, sowie meistens auch poliert werden. Die Rede ist vom Schneiden des Materials. Geliebtes Kind hat wie bekannt viele Namen: statt vom Schnitt wird auch von Nachbearbeitung, Postproduktion, (non-lineares) Editing oder sogar Montage gesprochen, wobei letzteres vor allem den kreativen Prozess bezeichnet: das Zusammenbauen der Einzelteile zu einem sinnvollen Ganzen.




a) Datenübertragung / Capturing

Zunächst stellt sich die Frage: wie kommen die aufgenommenen Videodaten von der Kamera bzw. dem DV-Band in den Computer, wo sie bearbeitet werden sollen? Nun, die Videokamera wird mit einem Firewire-Kabel mit dem Computer verbunden. Die Voraussetzung: beide verfügen über eine sogenannte Firewireschnittstelle.



 Digitales Video für Einsteiger – Teil 2: Digitaler Videoschnitt : firewire


Dann werden die Videodaten kopiert (engl. Fachbegriff: gecaptured), was sich am einfachsten mit einem Schnittprogramm machen läßt. In der Regel wird der Camcorder, sofern er eingeschaltet ist (im Wiedergabe-Modus!), vom Programm gleich erkannt und kann von dort aus gesteuert werden. Einfach an die Stelle spulen, von wo aus aufgenommen werden soll, die Aufnahme starten, und laufen lassen. Nach dem Stoppen das gecapturete Quellmaterial unter möglichst eindeutigen Namen abspeichern, und fertig. Viele Programme bieten auch eine Szenenerkennung, d.h. das Quellmaterial wird automatisch szenenweise auf die Festplatte kopiert, was sehr handlich ist.


Neue Camcorder-Modelle sind oft auch mit einer USB 2.0-Schnittstelle ausgestattet, über die ebenfalls Daten kopiert werden können (allerdings scheint es dabei häufig Probleme zu geben). Bei Kameras, die auf DVD aufzeichnen, muß natürlich nur die DVD in den Computer eingelegt und die Daten kopiert werden – ein schlagendes Verkaufsargument. Nur handelt es sich dabei eben nicht um DV-Daten, sondern um MPEG-2, ein Format, daß sich (bis dato zumindest) nicht besonders gut für Videoschnitt eignet, und schlechtere Qualität aufweist.



(Probleme beim Capturen? Hilfe gibt es in diesem FAQ-Eintrag)




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