Die Zeiten ändern sich - und das deutlich schneller als erwartet. Während ARRI mit seinem ALEXA ALEV3-Sensor die letzten 12 Jahre praktisch unverändert DEN Hollywood Cinema Look definierte (und den letztlich jeder andere Kamerahersteller einzuholen versuchte) werden die nächsten 12 Jahre sicherlich nicht mehr so ruhig verlaufen.
Ähnlich wie sich die Filmtechnik ab 2010 mit der Vorstellung der ALEXA dann doch schneller als erwartet vom analogen Film trennte, stehen wir heute und hier wieder vor großen Veränderungen. Wahrscheinlich ist es nicht übertrieben, in diesem Zusammenhang von einem cinematischen Paradigmenwechsel der Filmtechnik zu sprechen.
Aufgrund der sich rasend schnell entwickelnden KI Technologien sehen wir im Monatsrhythmus neue Verfahren, um die Qualität von Bewegtbildern markant zu verbessern. Am treffendsten lassen sich diese Verbesserungen unter dem Begriff "Computational Cinematography" zusammenfassen.
Hierunter fallen nicht nur klassische Bereiche wie beispielsweise Denoising oder Color Correction. Stattdessen rückt durch die Möglichkeiten des Deep Learnings das kreative "Ergänzen" von fehlenden Bildinformationen in den Vordergrund. Dies ermöglicht nicht nur die synthetische Erhöhung der Frameraten oder der Auflösung durch Supersampling, sondern wird letztlich auch in einer synthetischen Erweiterung der Dynamik resultieren. Und auch wenn es noch für viele illusorisch klingt: Mittelfristig wird wahrscheinlich überhaupt keine "richtige" Kamera mehr vonnöten sein, um sich von einer KI hochqualitative Filmsequenzen nach persönlichen Vorgaben erstellen zu lassen.
Doch bis dies soweit ist, werden noch ein paar Jahre vergehen - währenddessen man mit KI-Modellen das aufgezeichnete Kamerabild über "Computational Filter" immer weiter optimieren kann. Und diese Zeit ist bereits angebrochen. Was uns zum eigentlichen Thema dieses Artikels führt: Wie kann ich bereits heute bestmöglich für eine Postproduktion filmen, die aktuelle (KI-)Methoden zur Bildoptimierung nutzt?
Egal, wie atemberaubend Deep Learning Ergebnisse auch ausfallen, es gilt noch mindestens bis ins nächste Jahrzehnt die Old School Regel: "Je besser der Input desto besser der Output." Weshalb wir die folgenden Input-Regeln für gute Ergebnisse beim Einsatz von "Computational Cinematography" näher erklären wollen:
Frank, bei der Gelegenheit mal eine Frage:
Es wird ja oft gesagt, dass man bei Kunstlichtaufnahmen mit 25 Bildern und 1/50 drehen soll wegen der Wechselspannungsfrequenzen in...weiterlesen
andieymi 12:20 am 8.2.2023
Ich würde ja behaupten ETTR hat nichts mit Gain verstärken zu tun, sondern immer mit adäquat Belichten - so wie man es mit Film ohne Gain getan hätte. Blende auf, ND-Filter...weiterlesen
dosaris 11:45 am 8.2.2023
Dies wird immer wieder so zitiert, bedarf aber wohl einer differenzierteren Betrachtung:
dunkle Szenen mit geringer SignalDynamik (zB keine Lichtquelle im Bild) nutzen den...weiterlesen
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