Wir stellen uns eine Frage, die sich scheinbar niemand mehr stellt: Grundsätzlich sollen drei Bildwandler besser sein als einer? Doch warum eigentlich?
Der Unterschied
Noch einmal kurz für alle, die die Problematik nicht kennen: Professionelle Camcorder arbeiten mit drei Bildwandlern, während günstige Consumer-Modelle nur mit einem Bildwandler auskommen „müssen“. Bei drei Bildwandlern wird das Licht zuerst durch ein Prisma in drei Grundfarben gesplittet (in der Regel RGB). Und diese drei Grundfarben treffen dann auf separate Chips.

Die Hersteller begründen diese etwas umständliche Technik mit deutlich besserer Farbwiedergabe.
Bei Einchip-Modellen trifft dagegen das gesamte Bild auf einen einzigen Chip, der vor seinen Pixeln mikroskopisch kleine Farbfilter montiert hat, die jeweils eine Farbe herausfiltern. So kann ein Pixel -vereinfacht gesagt- nur die Rottöne eines Bildes aufnehmen, sein Nachbar nur Grüntöne und ein drittes Pixel nur Blautöne. (In der Realität wird hier auch CMY-Tönen und verschiedenen Farbhäufigkeiten gearbeitet, aber das Prinzip bleibt ähnlich). Diese „Filtertechnik per Pixel“ nennt man auch Bayer-Filter.
