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Buchkritiken : Das große Buch Premiere 6.5

von Mo, 16.Juni 2003


BildMark-Steffen Göwecke
Das große Buch Adobe Premiere 6.5
Data Becker November 2002
491 Seiten
ISBN: 3815822602
39,95 Euro - bei Amazon kaufen




Es gibt viele Bücher, die den Umgang mit bestimmten Softwareprodukten zu vermitteln suchen, und sie sind sich alle insofern gleich, als ihnen die Struktur der Inhalte vorgeschrieben ist: bei einem Buch zu Premiere würde es wenig Sinn machen, auf die Exportfunktionen einzugehen, bevor man nicht den Import von Rohmaterial oder die Schnittwerkzeuge behandelt hat. Natürlich ist „Das große Buch Premiere 6.5“ da keine Ausnahme. Schritt für Schritt wird der Leser durch die logisch aufeinander folgenden Stationen geführt. Also lautet die Frage: Wie gut werden diese Grundlagen der Bedienung, die Funktionen und die Funktionsweise von Premiere erklärt und was wird sonst noch so geboten?

Zum ersten Punkt: die Arbeitsschritte und Funktionsweisen werden sehr schön beschrieben, garniert sind diese Erklärungen mit vielen Tips und Tricks aus der Praxis. Diese Prüfung besteht „Das große Buch Premiere 6.5“ also problemlos – zwar hätte man hier und da etwas ausführlicher sein und z.B. das Konzept „Keyframes“ einmal in Ruhe vorstellen können, aber da sämtliche Schritte mit Screenshots verdeutlicht werden, versteht man den Gebrauch von Keyframes auch so. Der „Pflichtteil“ umfasst alle wichtigen Videoschnitt-Arbeitsschritte und Premiere-Funktionen, angefangen mit den Projekteinstellungen, dem Premiere-Storyboard, der Arbeit im Schnittfenster, den Trick-Blenden und ausführlichen Kapiteln zu den Themen (animierte) Titel und Audio.

Ausserdem findet der Leserhier noch jede Menge Zusatzinformationen nicht-technischer Art, wie beispielsweise im Audiokapitel, wo Mikrofontypen und ihre Charakteristiken kurz erläutert werden. Solchem Bonuswissen begegnet man nicht oft in Büchern wie diesen, großes Lob an den Autor dafür. In der Einleitung werden für Schnittanfänger die Voraussetzungen erläutert, denen ein Computer für den Videoschnitt (mit Premiere) genügen muss.

Sehr gut hat uns auch gefallen, daß für viele Techniken und Herangehensweisen Beispiele aus „großen“ Filmen herangezogen werden. So wird man verwöhnt mit Stills aus Filmen von „Apokalypse Now“ bis „Wallace and Gromit“. Der eine oder andere Ausflug in die Filmgeschichte, wie etwa in der Einführung zu Filmtiteln, zeigt, wie man sich von Profis inspirieren lassen kann.

Zur „Kür“: Den ungefähr 200 Seiten Grundlagen folgen sehr ausführliche (ca. 170 Seiten) Kapitel über Filmtricks bzw. Visual Effects, wo u.a. Bildretusche, der Filmlook, Zeitrafferaufnahmen und Stoppbild-Animationsaufnahmen, die Arbeit mit Masken, Bluescreen-Aufnahmen, das Einfügen von 3-D Objekten in das Video und mehr vorgeführt werden. Immer gibt es auch viele Praxis Tips und Tricks. Am Ende wird noch der Video-Export in MPEG für SVCDs/DVDs und nach DivX erklärt und die verschiedenen jeweiligen Enkodierungs-Optionen.

Fazit: Wer den Umgang mit Premiere 6.5 von den Grundfunktionen bis hin zu den professionelleren Tricks erlernen möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient. Wer noch mehr über Spezialeffekte lernen will, sollte sich das vom gleichen Autor erschienene „Special Effects mit Premiere“ mal ansehen.


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