REDs Hydrogen One Holo-Smartphone im ersten Hands-On

RED hat verschiedene Prototypen des für Anfang nächsten Jahres angekündigten RED Hydrogen One holographischen Smartphones erstmals demonstriert. Der Tech Video Blogger Marques Brownlee und der Kameramann Phil Holland hatten auf Einladung von RED Gründer Jim Jannard die Gelegenheit, sich das Modell näher anzuschauen und darüber zu berichten.


Allerdings dürfen die Prototypen des Hydrogen One noch nicht in Aktion gezeigt werden, wir sind also auf die Beschreibungen der Tester angewiesen (das Holo-Display scheint auch noch nicht ganz fehlerlos zu funktionieren). Das Design des 5.7" großen RED Hydrogen One ist ganz anders als das Minimaldesign aktueller Smartphones - ein riesiges Kameraobjektiv sitzt auf der Rückseite und griffige Stellen an den Seitenrändern verleihen ihm mehr das Aussehen eines Kamerautensils als eines Handys.


RED Hydrogen One im Größenvergleich
RED Hydrogen One im Größenvergleich

Das Hydrogen One besitzt mehrere physische Knöpfe: einen Power-Button mit Fingerabdruckscanner sowie zwei Knöpfe für die Lautstärke und eine eigene Taste für die Aufnahme von Video und Photos. Das Objektiv ist bezeichnet als "Super Triplet 28mm F4" - mehr dazu hier. Phil Holland konnte sowohl holographische H4V Videos als auch Spieleinhalte anschauen - sein Seheindruck fällt sehr positiv aus: die Inhalte scheinen ihm zufolge sowohl aus dem Bildschirm zu springen als sich auch dahinter zu befinden.



Der 3D-Effekt soll jedoch viel besser sein, als der von bisherigen autostereoskopischen, lentikularen Displays. Holland hat auch gesehen, wie neue H4V Inhalte produziert werden, er darf allerdings dazu noch nichts sagen, außer daß es leichter als erwartet funktioniert. Er sieht auch ein großes Potential für die Anwendung von H4V in Spielen oder Apps.


RED Hydrogen One mit speziellem Kameramodul
RED Hydrogen One mit speziellem Kameramodul

REDs Marketing Strategie scheint darauf abzuzielen, den Vorhang vor dem RED Hydrogen One nur Stück um Stück zu lüften, um die Erwartungen der (potentiellen) Käufer hochzuschrauben, ohne sie (durch noch nicht funktionierende, fehlende oder mangelhafte Funktionalitäten) zu enttäuschen.



Hier die Eindrücke des Tech-Vloggers Marques Brownlee, der drei verschiedene, funktionierende Prototypen zur Verfügung hatte:




Der Star Trek Regisseur JJ Abrams hat den Prototypen ebenfalls bestaunen können, sein Kommentar: "Ground-breaking, barrier-smashing, bar-raising and badass."



Laut Jannard -- "Major world carrier signed to carry HYDROGEN in all stores… will announce soon" -- scheint es große Pläne für den Verkauf zu geben, was bedeuten würde, daß das Hydrogen One nicht nur ein Nischenprodukt bzw Accessoire für RED Filmer werden soll. RED allerdings müßte erhebliche Produktionskapazitäten zur Verfügung haben, um die Nachfrage für ein Telekommunikationsunternehmen mit weltweitem Betrieb zu befriedigen. Vielleicht wird RED aber ohnehin, um H4V wirklich zu etablieren, das Format an andere Firmen lizenzieren.





RED setzt gleich auf mehrere Pferde mit dem Hydrogen ONE: einmal ist es eine schöne funktionale Ergänzung (Mini-Display, Fernsteuerung) für die (kleine) Gruppe der RED Kamerabesitzer, dann soll das ONE ein modulares, hochqualitatives Smartphone-/Kamera-System werden und (vor allem) soll es "holographisches" 3D (samt neuem Format) für einen Massenmarkt etablieren und dafür ebenso Sichtgerät sein wie Produktionsmittel ("Holographic Media Machine").



Interessant wird, ob RED die Erwartungen aller verschiedenen Kundenkreise befriedigen kann und in welchem Zeitraum die Kameramodule lieferbar sein werden. Und natürlich auch ob H4V sich etablieren kann bzw. ob auch genügend Inhalte via RED Channel zum Holo-Sehen produziert werden, um das System attraktiv zu machen. Bei Preisen von rund 1.200 Dollar für die Aluminium bzw. 1.600 Dollar für die Titanium Version sind die Erwartungen entsprechend hoch.




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