Starke Videofunktionen Nikon Z6III vorgestellt: Partially Stacked 24.5 MP Sensor, internes 6K RAW 60p, 5.7 MP EVF...

// 13:57 Mo, 17. Jun 2024von

Mit der Nikon Z6III baut Nikon sein Vollformat-DSLM Portfolio mit spannenden neuen Funktionen – insbesondere auch für Filmer - aus und spendiert der „Neuen“ nebenbei das aktuell hochauflösendste Suchersystem aller Nikon-DSLMs. Herzstück der neuen Nikon Z6III stellt ihr 24,5 MP Sensor dar, der erstmalig in einer „Partially Stacked“ Konstruktion entwickelt wurde.


Nikon Z6III and new MB-N14
Nikon Z6III und neuer MB-N14 Akkugriff


Partially Stacked Sensor



Wir hatten vorab bereits ein kurzes Hands-On mit der neuen Nikon Z6III und haben Nikon natürlich auch nach der neuen Sensorbauweise gefragt. Viele Infos zum neuen Sensor gibt es zwar noch nicht, aber wir haben ein Konstruktionsbild gesehen, auf dem man gestackte Bereiche oben und unten am Sensor erkennt.


Nikon Z6III with partially stacked sensor
Nikon Z6III mit partially stacked Sensor

Die teilweise gestackte Bauweise soll gegenüber nicht gestackten Sensoren ebenfalls Geschwindigkeitsvorteile bei der Auslesung ermöglichen, ohne die Kosten wie bei vollständig gestacketen Sensoren (Nikon Z8/Z9) in die Höhe zu treiben. Entsprechend sind wir schon sehr auf unsere Testlaborauswertung der Nikon Z6III gespannt …



Interne 6K 50/60p N-RAW Aufnahme



Eines der Highlights für Filmer dürfte die interne 6K 50/60p Nikon 12 Bit N-RAW Aufnahme sein. Damit schreibt Nikon die bemerkenswerte RAW-Performance der Nikon Z8/Z9 auf dem 24,5 MP Sensor der neuen Nikon Z6III fort und schafft ein neues Alleinstellungsmerkmal in der DSLM-Mittelklasse für Filmer. Aktuell ist uns keine andere Mittelklasse Vollformat-DSLM bekannt, die in der Lage wäre, intern 12Bit 6K RAW mit 50/60p aufzuzeichnen.



Für die Datenrate-intensiveren Formate stellt die Nikon Z6III einen CFexpress-Cardslot zur Verfügung. Und die Optionen an hochwertigen Videoformaten sind auch bei der Nikon Z6III zahlreich:



Videocodecs: N-RAW, ProRes RAW, ProRes 422 HQ, H.265, H.264



So bietet die Nikon Z6III neben dem internem 12 Bit N-RAW Recording auch 12 Bit ProRes RAW (4K), 10 Bit ProRes 422 HQ (4K) sowie 10/8Bit H.265 und H.264 Aufnahme an. Die 4K Formate sollen – wenn wir es richtig verstanden haben – als 6K Vollsensorauslesungen auf 4K downgesampelt werden.



Darüber hinaus bietet die Nikon Z6III auch eine interne 5,4K/60P (YUV) Aufzeichnung. Die maximale Zeitlupe liegt bei 240p (Full HD).



5.7MP Sucher und Klappdisplay



Mit der Nikon Z6III führt Nikon auch einen neuen OLED-Sucher ein, der mit 5,76 Millionen Bildpunkten (UXGA) den derzeit hochauflösendsten Sucher aller NIKON DSLMs darstellt.


Nikon Z6III vorgestellt: Partially Stacked 24.5 MP Sensor, internes 6K RAW 60p, 5.7 MP EVF...



Der 0.5“ Sucher (1,27-cm) bietet zudem auch erstmalig eine DCI P3 Farbraumabdeckung bei einer Helligkeit von 4.000 cd/m². Nikon verweist in diesem Zusammenhang auf eine verbesserte Monitoringfunktion mit der sich anspruchsvolle Bilddetails und Farben besser beurteilen lassen sollen.



Zum Vergleich: Die Suchersysteme der Nikon Z8/Z9 lösen beide mit 3.69 MP auf. Damit überflügelt die Nikon Z6III die Nikon Vollformat-Boliden. Die Bildwiederholrate des Z6III-Suchers liegt 60 B/s.



Für Videofilmer ebenfalls wichtig: Die Nikon Z6III verfügt jetzt über einen neig- und drehbaren Monitor (Touchscreen) mit 8cm Bilddiagonale und einer Auflösung von 2.1 MP und damit technisch über den gleichen Klappmonitor wie die Nikon Z8. Der seitlich ausklappbare Monitor dürfte vor allem Videofilmern entgegenkommen – eine aus unserer Sicht durchaus begrüßenswerte Neuerung im Z6-Lineup...



Dual Cardslots CFexpress, SD-Card



Wie bei der Nikon Z8 stehen bei der Nikon Z6III zwei Steckkartenplätze zur Verfügung. 1 CFexpress Cardslot (inkl. XQD Kompatibilität) sowie 1 UHS-II SD Cardslot. Die datenraten-intensiven RAW- und ProRes-Formate dürften damit vor allem dem CFexpress-Slot vorbehalten sein.


Nikon Z6III vorgestellt: Partially Stacked 24.5 MP Sensor, internes 6K RAW 60p, 5.7 MP EVF...

H.265 und H.264 sollten auf der SD-Karte unterkommen. Ob die Nikon Z6III wie ihre großen Schwestern auch Proxy-Aufnahmen unterstützt, haben wir noch nicht herausfinden können.



Abgedichtetes Gehäuse (ohne Lüfter)



Das Gehäusedesign der Nikon Z6 III besteht in gewisser Weise aus einer Mischung aus Nikon Z6II und Nikon Z8. Größentechnisch liegt es zwischen Nikon Z6II und Nikon Z8. Beim Schalter- und Monitorlayout auf der Rückseite folgt es deutlich der moderneren Nikon Z8. So findet sich auf der Rückseite quasi die gleiche Schalteranordnung wie bei der Nikon Z8 inkl. dem Playbutton rechts unten.


Nikon Z6III vorgestellt: Partially Stacked 24.5 MP Sensor, internes 6K RAW 60p, 5.7 MP EVF...

Der Moduswahlschalter auf der Oberseite ähnelt hingegen eher dem Nikon Z6II Wahlrad. Die Gehäuseabmessungen der Nikon Z6III betragen 138,5 x 101,5 x 74 mm bei einem Gewicht von 670g (760 g mit Akku und Speicherkarte).



Zugelegt hat die Nikon Z6III bei den Betriebsbedingungen. So ist sie nun von Nikon wie die Z8/Z9 auch für einen Temperaturbereich von -10 Grad Celcius ausgelegt und bringt ein vielfach gedichtetes, lüfterloses Gehäuse mit. In wieweit sich dies auf das thermische Verhalten auswirkt, dürften erste Tests zeigen.



Line-In Audio



Erstmalig lässt sich die Audio-Miniklinke der Nikon Z6III auch als Line-In schalten. Wer also Line-In Pegel bsp. von einem Mischer oder anderen externen Zuspielern erhält, soll diese jetzt auch problemlos in der Nikon Z6III verarbeiten können.



Sensorstabilisierung



Bis zu 8 Blendenstufen an Stabilisierungsleistung gibt Nikon bei der Z6III durch den Verbund von 5-Achsen Sensor und E-VR Stabilisierung an. Das ist deutlich mehr als bei der Nikon Z8/Z9.



Damit dürfte die Nikon Z6III die neuen Stabilisierungsalgorithmen der Nikon Zf nutzen, die ebenfalls auf 8 Stufen kommt. Ebenfalls von der Nikon Zf bekannt ist die sog. Fokusmessfeld-VR, bei dem die Bildinhalte um das jeweilig aktive Fokusmessfeld herum stabilisiert werden.



Wir sind hier sehr gespannt auf erste Tests.



Autofokus bis -10 LW



Auch bei der Lowlight-Performance scheint das Autofokussystem der Nikon Z6III gegenüber der Nikon Z8/Z9 nochmal zugelegt zu haben. Nikon gibt hier einen Wert von bis zu -10 LW an.



Der Phasen-Hybrid AF der Nikon Z6III verfügt über 273 AF-Messfelder wieder Vorgänger (und damit weniger als die AF Systeme der Nikon Z8/Z9 (493 Messfelder)).



Timecode Sync via Ultrasync BLUE



Ebenfalls eine interessante Funktion für Filmer: Wie schon die Nikon Z8/Z9 unterstützt auch die Nikon Z6III die ATOMOS AirGlu BT Technologie, womit sich via UltraSync BLUE Transmitter Timecode in das jeweilige Mediafile embedden lässt.





Wer also vor allem extern Audio aufzeichnet oder mit Multikamera-Setups unterwegs ist, findet hier eine kostengünstige Timecode-Sync Lösung.



Fullsize HDMI und weitere In/Outs



Neben der bereits erwähnten 3,5mm Mini-Klinke für Mikro und Line-in verfügt die Nikon Z6III jetzt auch über einen Fullsize HDMI-Output (Typ A) – für viele Filmer sicherlich die bessere Option als der bislang verbaute HDMI Typ C Anschluss.


Nikon Z6III vorgestellt: Partially Stacked 24.5 MP Sensor, internes 6K RAW 60p, 5.7 MP EVF...

Darüber hinaus findet sich eine USB-C Schnittstelle die unseren Infos auch das Laden des Akkus (EN-EL15c) zulässt, ein Kopfhöreranschluss sowie ein Nikon Zubehöranschluss (bsp. für MC-DC2 und andere Komponenten).



Preis und Verfügbarkeit



Die Nikon Z6III ist voraussichtlich Ende Juni 2024 im Handel erhältlich.



Nikon Z6III Gehäuse = 2.999,00 Euro (UVP.)


Nikon Z6III Kit Z 24-70 mm f/4 S = 3.629,00 Euro (UVP.)


Nikon Z6III Kit Z 24-120 mm f/4 S = 3.949,00 Euro (UVP.)


Nikon Z6III Kit Z 24-200 mm f/4-6.3 VR = 3.839,00 Euro (UVP.)




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