Nicht, dass es nicht seit längerem angesagt wurde, aber dieser Tage bestätigen sich viele Gerüchte der letzten Monate und das Wort "Speicherkrise" steht nicht ganz unerwartet im Raum.
So soll sich mittlerweile die Lieferzeit von größeren HDD-Bestellungen auf 2 Jahre verlängert haben. Die nächste preisliche Alternative für Rechenzentren sind deswegen QLC-SSDs geworden, was wiederum die Preise und Nachfrage für NAND-Speicher massiv erhöht.

Doch natürlich brauchen die geplanten KI-Burgen auch jede Menge RAM. Und zwar nicht nur mehr HBM-Speicher, dessen Produktionskapazitäten laut Herstellern ebenfalls schon bis Ende 2026 verkauft sind. Auch "normale" DDR5- und GDDR7-Speicherchips werden gerade zur Mangelware, bzw. steigen bei den Einkaufspreisen spürbar an.
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Grund hierfür ist wiederum, dass man in den Fertigungsanlagen die teureren Speichertechnologien für Rechenzentren bevorzugt bedient, weil hier die Margen in der Regel deutlich größer sind. Zugleich kommen in den Rechenzentren nun neben HBM auch vermehrt DDR5 und GDDR7 zum Einsatz.
Ein Ende dieses Preisanstiegs ist darum erst abzusehen, wenn die weltweiten Investitionsausgaben für den Bau von Rechenzentren nachlassen - allerdings sieht es momentan noch nicht danach aus. Eher werden diese extremen Ausbau-Ziele von anderen Ressourcen wie Stromverfügbarkeit vor Ort gebremst, jedoch scheinen die größten IT-Unternehmen aktuell davon auszugehen, dass diese Probleme kurzfristig lösbar sind und alle heute bestellten KI-Beschleuniger auch in einem Jahr genutzt werden können. Mal sehen, ob die Welt für ihre KI-Ansprüche letztlich wirklich so viel "compute" benötigen wird, wie aktuell zugebaut werden soll.
Für die eigene IT-Ausstattung bedeutet dies dann wohl, sich eher heute als morgen mit Speicher einzudecken, den man irgendwann in nächster Zeit anschaffen wollte.


















