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DJI Zenmuse X7 - S35 Gimbal 6K RAW Cinekamera für 3.000 Euro

[10:41 Do,12.Oktober 2017 [e]  von ]    

DJI -in erster Linie bekannt als großer Drohnen-Hersteller- stellte heute die Zenmuse X7 vor, die tatsächlich das Zeug hat, den Cinema-Kameramarkt umzukrempeln. Offiziell soll sie die weltweit erste Super 35 digitale Filmkamera sein, die für professionelle Filmaufnahmen aus der Luft optimiert wurde. Doch die gebotene Technik (6K RAW Aufzeichung mit einer stabilsierten S35-Kamera) weckt auch Begehrlichkeiten auf der Erde, besonders wenn man den Preis von 2.999 Euro inkl. MwSt. hört.

Zenmuse_x7
Die DJI Zenmuse X7 kann bis zu 6K RAW aufzeichnen.





Der Super 35 Kamerasensor (23,5 x 12,5mm) soll über einen Dynamikumfang von 14 Blendenstufen verfügen und das präsentierte Xyla Charts lässt an dieser Angabe wenig Zweifel:

xyla_X7
Xyla Chart und Blendenstufen der DJI Zenmuse X7.


Dies ist unter anderem bemerkenswert, da die Pixelgröße des 6K-Sensors gerade einmal 3,91 µm erreicht. Zur Auslesezeit des Rolling ShutterShutter im Glossar erklärt verliert DJI allerdings kein Wort in den Spezifikationen.

Die X7 ist in der Lage 6K CinemaDNG RAW oder 5,2K Apple ProResProRes im Glossar erklärt mit bis zu 30 fps aufzunehmen, sowie 3,9K CinemaDNG RAW oder 2,7K ProResProRes im Glossar erklärt mit bis zu 59,94 fps.

Formate_X7
Die unterstützten Recording-Formate der Zenmuse X7


Wie man sehen kann sind niemals mehr als 60 fps drin. Allerdings gibt es auch bei der Konkurrenz in diesem Preisbereich weit und breit keine 4K Slow-Motion mit voller Sensorauslesung. Dennoch: Eine 2K Slow-Motion steht sicherlich auf der Wunschliste potentieller Käufer ganz oben. Die präsentierte Color Science mit spezifizierten LUTs und einem sehr großen D-Gamut RGB-FarbraumRGB-Farbraum im Glossar erklärt zeigt, dass DJI das Thema Cinema-Kamera ernst nehmen.

Sagen wir einmal “interessant” ist, welchen Mount-Weg DJI mit der Kamera einschlägt. Man hat sich nämlich dazu entschlossen eine eigene Mount (die DL-Mount) mit der X7 einzuführen. Diese besticht durch ein sehr kurzes Auflagemaß (16,84mm) und eigene DJI-Wechselobjektive gibt es auch dazu. Zu Beginn sind das vier Primes (16, 24, 35, und 50mm, alle mit F2.8). Das 16 mm Objektiv ist zusätzlich mit einem integrierten ND 4 Filter ausgestattet. Besonderheit ist, dass das Gehäuse der Objektive aus Karbonfaser ist, um sie besonders leicht zu machen.

zenmuse_objektive


Wer genauer hinsieht kann im Kleingedruckten bereits lesen, dass es sogar zwei Objektiv-Sorten gibt: DL und DL-S. Der Unterschied? Der maximale Bildkreis des DL-S Objektivs ist Super 35 mm, während die anderen DL-Objektive Vollformatsensoren unterstützen. Alle Objektive sind in der Lage eine Auflösung von bis zu 8K zu erreichen. Das deutet also schon klar darauf hin, dass DJI mit der DL-Mount auch Kleinbild/Vollformat-Sensoren unterstützen kann. Auch der Wink mit der 8K-Fähigkeit deuten sehr deutlich darauf hin, dass DJI hier noch ein größeres Zenmuse X-Modell mit einem 8K-Vollformat-Sensor folgen lassen will. Alle Objektive bis auf das 16mm sind übrigens DL-Modelle, also 8K-Vollformat-tauglich. Einzig das 16mm ist ein DL-S-Typ für S35. Und die Objektive haben ihren Preis: Pro Stück ungefähr 1.500 Euro, aktuell bekommt man jedoch nur das Prime-Set im 4er-Pack für knapp 5.000 Euro.

Und wie siehts aus? Hier kann man sich schon einmal ein Bild von den ersten Zenmuse X7 Aufnahmen machen:



Also: 2.999 Euro inkl. MwSt. für die Zenmuse X7 klingt schon ziemlich verlockend für eine S35-6K RAW Kamera. Doch mit dem Objektivset ist man schon bei 8.000 Euro, dazu braucht man auch noch einen Träger für X7. Aktuell funktioniert die X7 lediglich mit der Inspire 2, die weitere 3.400 Euro kostet. In Zukunft werden jedoch mehr Produkte von DJI (also wohl auch Handgimbals) mit der X7 kompatibel sein. Das verspricht zumindest das FAQ. Ach ja, und eine proprietäre CINESSD von DJI braucht man natürlich auch noch. Die günstigste Variante (120GB) kostet nochmal 350 Euro, 240 GB gibts für 569 Euro und 480 GB für 999 Euro. Wie immer wird der Spaß also nach hinten heraus doch spürbar teurer…

Link mehr Informationen bei www.dji.com

    
[28 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Roland Schulz    11:57 am 14.10.2017
Waveform am Lukilink fände ich toll, bisher aber wohl nur "geplant"... Korrektes DR Chart und 14 oder 15 stops hin- oder her, was DJI da auf die Beine stellt sieht beeindruckend...weiterlesen
klusterdegenerierung    11:23 am 14.10.2017
@rush Da hast Du sicherlich nicht unrecht, aber sogesehen ist das genauso wie bei all meinen anderen Geräten auch, bis auf den Shogun. Ich gehe damit eh nur über den HDMI all...weiterlesen
rush    10:49 am 14.10.2017
@kluster.. ich bin da weiterhin erstmal semi skeptisch in Hinblick auf diese lukilinks... Latenz und die unterstützen import-formate sehe ich momentan noch kritisch... Was,...weiterlesen
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