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Avatar: keine Oscar Nominierung für die Schauspieler

[09:14 Di,2.März 2010 [e]  von ]    

Avatar wurde am Sonntag zwar für neun Oscars nominiert (darunter die prestigeträchtigen "Bester Film" und "Beste Regie") aber nicht für einen Oscar für die Darstellung. James Camerons hatte in den vergangenen Wochen eifrig die Trommel gerührt, um die per Performance Capturing - das Steuern von Bewegung und Mimik animierter Figuren durch echte Schauspiler - eingefangene schauspielerische Leistung seiner Darsteller als gleichwertig mit normalem Schauspiel zu etablieren - doch scheinbar erfolglos.



Zu ahnen war die kritische Einstellung des Hollywood Establishments gegenüber dem schauspielerischen Wert von Performance CapturingCapturing im Glossar erklärt schon: keiner der im Vorfeld der Oscarverleihung vergebenen Fulm-Kritikerpreise ging an die Schauspieler von Avatar. Die Frage, ob in Avatar mehr die Schauspieler oder die Computer-Animateure für die darstellerische Leistung der Figuren verantwortlichsind, wurde zu Ungunsten der Schauspier und deren Oscar Chancen beantwortet.

Doch wird die Frage in Zukunft mit dem garantiert stark zunehmenden Einsatz von Performance CapturingCapturing im Glossar erklärt immer drängender. Und der Schauspieler Jeff Bridges ist der Meinung, dass es jetzt schon technologisch möglich wäre, einen virtuellen Schauspieler zusammenzuwürfeln, der zu "60 Prozent aus Clooney, 10% aus Bridges und etwas Charles Bronson" besteht. Würde die Performance Capturing-Technik zu einer ewigen Wiederkehr des immer gleichen (virtuelle Schauspieler mit den kombinierten Mimiken und Gesten der berühmtesten Darsteller) führen? Oder auch tollen Schauspielern eine Möglichkeit geben, die nicht so gut wie Clooney aussehen?

Cameron jedenfalls glaubt an die Zukunft von Performance CapturingCapturing im Glossar erklärt und setzt alles daran, die Schauspielergemeinschaft davon zu überzeugen, darin eine Chance und keine Gefahr für ihren Beruf zu sehen - und daß die Darstellungskraft eines Schauspielers mit jeder Nuance ganz transparent im virtuellen Charakter zu sehen und deswegen Oscar-würdig ist. Oder vielleicht wird für die neue Technologie die eigentlich Schauspiel und animation beinhaltet demnächst eine neue Oscar-Kategorie eingeführt? Können die Animateure wirklich die Bewegungen aller Gesichtsmuskeln, jede kleinste Verengung der Pupillen oder Rötung der Haut einfangen und reproduzieren?

Weniger begeistert dürften von den neuen technischen Möglichkeiten animierte Filme zu produzieren aber die in den klassischen Film-Berufen Beschäftigten sein: Berufe wie Make-up-Artists, Beleuchter, Kamermänner und Filmausstatter fallen dann einfach weg und werden durch Computer-Animateure ersetzt.

Link mehr Informationen bei www.washingtonpost.com



  
[9 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Axel    00:26 am 9.3.2010
Der Director Of Photography, kurz DOP, ist in jedem Fall der Licht setzende Kameramann. Er fasst für gewöhnlich keinen Scheinwerfer an, das tun die Beleuchter, aber er...weiterlesen
Zizi    22:22 am 8.3.2010
So doof es klingt .. aber meines wissens hat der Kameramann/frau kaum mehr was mit der Führung der Kamera selbst zu tun sondern spezialisiert sich viel mehr fürs Licht...weiterlesen
Jan    19:44 am 8.3.2010
Hätte ich auch nicht gedacht, dass Avatar fast leer ausgeht. Aber wie auch immer, die Kameramänner & frauen werden unterschätzt. Hier aber nicht, Kameramann Mauro Fiore...weiterlesen
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