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Als der Film digital wurde...

[10:08 Sa,21.Januar 2017 [e]  von ]    

bildEine sehr aufschlussreiche Analyse über den digitalen Wandel in der Filmindustrie liefert der Blog-Eintrag “When and how the film business went digital” von Stephen Follows. Denn so lange und selbstverständlich, wie es vielen slashCAM-Lesern vorkommt, gibt es die digitale Cinematografie noch gar nicht.

So kann man dort lernen, dass erst 2013 mehr Big Budget-Filme mit digitalen Kameras produziert wurden, als auf analogem Film. Wenig überraschend war mit fast 50 Prozent Marktanteil die ARRI Alexa im Jahre 2015 DIE Kamera für Kinoproduktion. Überraschender sind jedoch die Zahlen vom Raindance Festival, wo (nach den Statistiken) die volldigitale Akquisition erst 2015 überhand nahm. Allerdings wurden die Zahlen dort auch in drei Klassen erhoben (Tape, Digital, Film), wobei dann auch beispielsweise HDVHDV im Glossar erklärt und AVCHDAVCHD im Glossar erklärt als eben nicht digitale Erfassung gelten. Doch auch hier ist der Trend mittlerweile klar zu sehen: Die rein digitale Aufnahme auf Wechselfestspeicher verdrängt spätestens 2016 nun das Tape bei den Raindance Produktionen.



Auch die Digitalisierung der Kinosäle scheint faktisch abgeschlossen. Die analoge Projektion fristet in 2016 nur noch ein Schattendasein. Und dass StreamingStreaming im Glossar erklärt den Kauf von Silberscheiben jetzt ebenfalls überholt hat, dürfte da kaum noch wen überraschen. Ein Anhang klärt noch darüber auf, dass natürlich auch viele andere Stationen der Produktion mittlerweile voll digital funktionieren. Von der Drehbucherstellung bis zur Postproduktion passiert ohne Computer heute praktisch nichts mehr.

Die Kernaussage sehen wir jedoch vor allem darin, dass die durchgehende digitale Filmproduktion gerade erst angekommen ist. Die Preise für szenische Kameras dürften mit der nun stattfindenden Marktsättigung noch weiter deutlich fallen. Ebenso wie die Verleihpreise. Und in der Realität scheitert schon heute kein Filmprojekt mehr am vormals hohen Preis der Kamera oder den Kosten für Filmmaterial. Zwar sind die Kosten für die Produktion eines Filmes insgesamt deswegen kaum günstiger geworden. Doch die Low-Budget-Möglichkeiten für Talente sind dessen ungeachtet deutlich gestiegen...

Link mehr Informationen bei stephenfollows.com

    
[4 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
TheGadgetFilms    14:03 am 21.1.2017
Casablanca, denkt denn niemand an Casablanka!! Hehe
beiti    13:57 am 21.1.2017
Dass viele Laien nicht unterscheiden können, ob Bandformate analog oder digital sind, kennen wir ja aus diesem Forum ("ich möchte meine DV-Kassetten digitalisieren"). Aber die...weiterlesen
WoWu    11:16 am 21.1.2017
Auch D1, D3, D5 usw. Er wurde schon digital gearbeitet, als der Blogger vermutlich noch zur Schule ging. Es zeigt sich eben immer wieder, dass das Internet nur dem nutzt, der...weiterlesen
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