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Tonqualität vs. Preis - 5 Mikros im DSLM-Setup Vergleich (Teil 2, 500 bis 1000 Euro)



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Newsmeldung von slashCAM:





Willkommen zu Teil 2 unserer kleinen Mikrofon-Übersicht nach Preisklassen: Weiter geht es mit der 500,- Euro Preisklasse, für die man bereits recht viel für sein Geld bekommt ...



Hier geht es zum slashCAM Artikel:
Test: Tonqualität vs. Preis - 5 Mikros im DSLM-Setup Vergleich (Teil 2, 500 bis 1000 Euro)




Antwort von Rick SSon:

Wir nutzen eigentlich immer das Sennheiser MKH 8060. Ich liebe dieses Mic. Es ist relativ kompakt gebaut, klingt einfach out of the box geil und du kannst es eigentlich direkt auf fast jede kamera stecken ohne störenden noisefloor zu erhalten. Wenn du es noch über nen halbwegs guten mischer ziehst (bei uns F8), dann rauscht es praktisch null.



Antwort von pillepalle:

Das 8060 nutze ich auch, allerdings mehr an der Angel und dann mit zusätzlichem Filter-Modul. Ist quasi der moderne Nachfolger des 416 mit etwas weicherem Roll-Off (nicht so fokussiert). An der Kamera ist es je nach Setup, ebenso wie das Rode NTG-5, allerdings ein wenig sperrig. Kommt ja noch ein Windschutz dazu. Indoors sind mir Supernieren ohne Interferenzrohr lieber.

VG








Antwort von Drushba:

Ich denke bei Mikros ist es wie bei Kameras: Die Liga unterhalb von 1000 Euro ist irgendwie uninteressant. Mit die besten Mics gibt es IMHO in der Liga 1000 - 2000 Euro. Sei es das 416er, das oben diskutierte 8060er, diverse Neumanns, das Sanken CS3e oder eben das Schoeps CMIT. Ich habe mit zwei gebrauchten 416ern aus der Bucht angefangen (waren vor 12 Jahren normalerweise dort für ca. 250 Euro/Stück vertreten) und dann bei Erscheinen das MiniCMIT gekauft. Es ist als Allrounder von Film- bis Instrumentenaufnahme (!) so gut, dass ich überlege, ein zweites zu kaufen, um endlich ein Stereopaar bilden zu können. Komischerweise drücken sich die meisten bei Ton immer drumrum, etwas Gutes zu kaufen, während bei Kameras die Preise von 2000+ Euro zum akzeptierten Standard gehören und eher das Einstiegslevel bilden. Das ist auch deswegen seltsam, weil bei etwas über 2000 Euro eigentlich schon das obere Qualitätslimit für Filmmikros erreicht ist. Und noch absurder: Mikros veralten nicht, wie das seit über 40 Jahren unverändert gebaute 416er zeigt. Die zwei Schoeps werde ich wohl noch meinen Enkeln als aktuelle Highender überlassen können, wenn die dann dereinst auf dem Flohmarkt eine uralte Canon R1 Mark VI fürs Taschengeld erstehen, die sie direkt neben einer grässlichen Lötskulptur aus ehemaligen Rode-Mics entdecken. ;-)



Antwort von rush:

Ich denke das liegt auch eher daran das man als "Einzelfilmer", Hobbyist oder wie auch immer sowieso nicht alles perfekt und gleichzeitig machen kann... solch preisintensiven Shotguns machen ja eigentlich auch nur Sinn wenn sie von einer zweiten Person entsprechend geführt werden... als On-Camera Mic ist ein 2000€ Mic jedenfalls ziemlich fehl am Platz in meinen Augen. Und nur um es mal für ein Interview am Galgen zu befestigen muss man sich das eben auch überlegen - etwas eingeschränkt ist man damit gegenüber Lavalieren dann schon - ganz zu schweigen das die akustischen Voraussetzungen on Location oft eben weit davon entfernt sind ideal zu sein.

Im "Team" sieht die Sache dann natürlich wieder ganz anders aus, und genau das ist der Punkt. Tools die täglich benutzt werden dürfen natürlich auch in der Anschaffung höher liegen wenn dafür Qualität und Haltbarkeit entsprechend auf dem zu erwartenden hohen Niveau liegen.

In dem Zusammenhang Mikrofone direkt an DSLM's anzuschließen wurde der Aspekt der Tonabhöre meines Erachtens in diesem Test leider gar nicht angetastet - und das ist eigentlich viel wichtiger als das genutzte Mikrofon an sich! Denn nur wer auch möglichst sauber während der Aufnahme abhört wird am Ende einen guten Take im Kasten haben - und da trennt sich schnell die Spreu vom Weizen um zu hören wieviel Vorverstärker der Adapter liefert oder ob man lieber ein PAD oder PUSH am Mikro nutzt wenn vorhanden...

Andererseits gibt es eben auch teures Audio-Equipment das nicht frei von Fehl und Tadel ist wenn ich da bspw. an einige moderne SoundDevices Mixer denke die blöderweise in den ungünstigsten Situationen meinen abstürzen zu müssen oder sich einfach mal komplett resetten. Das sind dann in erster Linie sicherlich Software-Fehler oder andere Macken - aber sowas nervt ganz einfach im produktiven Alltag, selbst wenn es nur sporadisch vorkommt. Was es dann aber auch nicht besser macht da man solche Fehler kaum eingrenzen / reproduzieren kann.



Antwort von pillepalle:

Stimmt natürlich beides irgendwie. Zum einen wird am Ton gerne gespart, obwohl der mindestens genau so wichtig ist wie das Bild. Zum anderen sind das ja auch meist die One-Man-Bands die sich auf 'Krücken' wie ein Kameramikro verlassen. Gilt für's Licht aber genauso. Da kann's den meisten auch nicht billig genug sein, oder man Filmt am besten gleich alles ohne zusätzliches Licht, weil der Kamerasensor ja so gut ist das man alles in der Post hinbiegen kann :) Selbst wenn ich alleine unterwegs bin verlasse ich mich nie nur auf ein Mikro. Eben weil das auch mal schnell in die Hose gehen kann.

Jemand der etwas von seinem Handwerk versteht, kann auch mit mittelmäßiger Kamera, Mikro und Licht zu einem guten Ergebnis kommen. Genauso wie umgekehrt niemand bei einer großen Produktion mit einer DSLM, einem Budget-Mikro und Baumarkt-LEDs filmen wird. Die Produktionsgröße bestimmt bis zu einem gewissen Punkt eben auch die Qualität. Als One-Man-Band stößt man zwangsläufig an seine Grenzen und kann die Aufgaben die normalerweise eine ganze Crew übernimmt nicht mehr alleine bewältigen. Zumindest nicht in einer gewissen Qualität. Da spielt dann irgendwann auch das Equipment keine Rolle mehr, denn auch das beste Mikro klingt, an der falschen Stelle platziert, nicht mehr gut. Insofern sollte man sich vielleicht eher fragen, ob ein zusätzliches Crew-Mitglied, das sich gezielt einer Aufgabe widmet, nicht einen viel größeren Nutzen bringt als ein Upgrade des Equipments.

VG



Antwort von Drushba:

rush hat geschrieben:
als On-Camera Mic ist ein 2000€ Mic jedenfalls ziemlich fehl am Platz in meinen Augen.
Ich sehe das anders. Gerade als On-camera Mic brauche ich den Ton so wertig wie möglich und manchmal habe ich auch nur diesen Ton - und hier spielen die teuren Mics auch ihre Stärken aus. Klar, als Hobbyfilmer braucht man das alles nicht. Aber ganz ehrlich: Mittlerweile braucht ein Hobbyfilmer auch keine Kamera mehr, die teurer als 1000 Euro ist - und sei es ein Smartphone oder eine Gebrauchte aus der Bucht. Die Bilder sind ausreichend gut für die Schulaufführung und den obligatorischen Imagefilm für den Blumenladen nebenan, womit dann der Kamerakauf gerechtfertigt wird.) Sobald das Filmen professionell betrieben wird, bzw. das gefilmte Material auf einem bestimmten Level verkauft werden soll, sieht die Sache anders aus. Komischerweise haben alle (Hobbyisten wie Profis) schnell das Geld für Blackmagics übrig und viele auch genügend Reserven, um sich Cams bis hin zur Sony A7SIII zu leisten, ohne dabei mit der Wimper zu zucken. Aber das ist die halbe Miete. Ton macht 50% des Gesamteindrucks aus und ist letztlich ein technisches Verkaufsargument (gerade bei Dokfilm), deshalb wären gerade Mikros für mich der letzte Punkt, an welchem ich sparen würde. Die Dinger sind zu billig im Vergleich, um sich darum einen Kopf zu machen. Es ist wie immer alles eine Frage der Perspektive und auch der Wertschätzung, finde ich. ;-)



Antwort von rush:

Drushba hat geschrieben:

deshalb wären gerade Mikros für mich der letzte Punkt, an welchem ich sparen würde. Die Dinger sind zu billig im Vergleich, um sich darum einen Kopf zu machen.
Nur geht es hier eben um Mikros die primär direkt in die Kamera gestöpselt werden sollen über entsprechende Eingänge und Adapter. Und da finde ich muss man eben genau abwägen was man damit anstellt und wie oft sie genutzt werden. Als on-camera Mic landet doch meist sowieso mehr Dreck vom Tastendrücken oder sonstiges auf der Tonspur - da würde ich bei weiten kein 2000€ Mic nutzen sondern ein passables im mittleren Preisbereich oder gar im unteren Bereich nutzen.

Als Einzelkämpfer würde ich tatsächlich viel eher in ein gutes Lavalier-Set investieren sowie einen zusätzlichen Audiorekorder um bei Bedarf an bestimmten Punkten Audioquellen/Atmos/O-Töne durchgehend aufzuzeichnen um Futter für den Schnitt zu haben. Dort kann dann bei Bedarf ein qualitativ gutes Mikro ran was entsprechend positioniert wird.
Vielleicht kam das auch falsch rüber - mir ist Ton schon auch sehr wichtig, aber ich kann neben der Kameraführung nicht auch noch die Angel sauber führen - da kommt man an Grenzen :-D
Wer dagegen nur gesetzte Interviews in entsprechend akustischen Umgebungen macht kann natürlich auch ein gutes Mic an einen Galgen hängen - aber das ist genauso eben vom Nutzerprofil abhängig.



Antwort von pillepalle:

@ Drushba

Da hast'e völlig Recht. Nur kann ich mich z.B. selber nicht ganz davon frei Sprechen an der ein oder anderen Stelle zu sparen. Einfach weil es zu Beginn natürlich an allem fehlt (Kamera, Licht, Ton) und man aufgrund des begrenzten Budgets auch irgendwo Kompromisse machen muss. Hätte mir auch lieber einen Cinela Blimp für 1000,-€ zum Mikro geholt, als den Rycote für 400,-€, aber man kann eben nicht mit allem gleich auf Hollywood Niveau anfangen. Da muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen.

Wenn man das nicht beruflich macht, dann reicht auch ein 500,-€ Mikro, statt eines das knapp 2000,- € kostet. Die Unterschiede im Handling (der Richtige Einsatz) macht mehr von der Qualität der Aufnahme aus, als die Qualität des Mikros selber je machen kann. Das gilt genaugenommen aber genauso für das Bild. Prinzipiell bin ich aber bei Dir. Der Ton, das Licht und Set-Design/Location ist super wichtig und das übersehen eben viele und kaprizieren sich hauptsächlich auf die Kamera.

@ rush

Ein Lavaliermikro ist ein gutes Backup, aber eigentlich klingt der Ton von der Angel/Richtrohr schon deutlich besser. Außerdem hat man dann auch eher mal eine passende Tonperspektive. Wenn die Aufnahme z.B. in einer Kirche trocken und nah klingt, passt das eigentlich nicht zum Bild. Wenn ich keine zusätzlichen Lavalier Mikros einsetzten kann, behelfe ich mir oft mit Plant-Mics (versteckten Mikros im Raum).

VG



Antwort von Rick SSon:

Gerade wenn du alleine arbeitest solltest du nicht am mic sparen. Wie gesagt, das 8060 kannste auch an den miesesten preamp stecken, weil es so empfindlich is und es hat noch eine recht kompakte Bauform. Die ganzen NTGs klingen komplett mulmig gegen das 8060 und die vergleichbaren Varianten sind deutlich größer.




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