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Meike 35mm T2.1 vorgestellt -- zweite Cine-Festbrennweite für Vollformat



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Newsmeldung von slashCAM:



Ende Januar soll das zweite Vollformat-Cine-Objektiv von Meike erscheinen. Das 35mm T2.1 deckt wie das bereits verfügbare 50mm T2.1 einen Bildkreis von 45mm ab und soll h...

Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Meike 35mm T2.1 vorgestellt -- zweite Cine-Festbrennweite für Vollformat




Antwort von iasi:

Solche manuellen Eimer sind schlicht nicht mehr zeitgemäß.

Ein eher lichtschwaches 35mm, das mehr wiegt als die Kamera.

Focus-Ringe statt moderne, laut-und stufenlose, präzise, interne Focus-Motoren.

Dirket ins Museum mit dem Meike!



Antwort von roki100:

.LOL ;)








Antwort von egmontbadini:


Solche manuellen Eimer sind schlicht nicht mehr zeitgemäß.

Ein eher lichtschwaches 35mm, das mehr wiegt als die Kamera.

Focus-Ringe statt moderne, laut-und stufenlose, präzise, interne Focus-Motoren.

Dirket ins Museum mit dem Meike!

Ähem, ist keene DSLR-Scherbe, sondern ein Prime-Plagiat - nix mit internen Focusmotor, ansonsten gibt es Tränen beim Assi



Antwort von MrMeeseeks:



Solche manuellen Eimer sind schlicht nicht mehr zeitgemäß.

Ein eher lichtschwaches 35mm, das mehr wiegt als die Kamera.

Focus-Ringe statt moderne, laut-und stufenlose, präzise, interne Focus-Motoren.

Dirket ins Museum mit dem Meike!

Ähem, ist keene DSLR-Scherbe, sondern ein Prime-Plagiat - nix mit internen Focusmotor, ansonsten gibt es Tränen beim Assi

Iasi ist ein Techniknarr der sich mehr für die aktuelle Technik der Kameras interessiert. Gefilmt wurde noch nie. Deshalb sollte man nicht annehmen dass er irgendeine logische Verwendung für die Linse sehen könnte.



Antwort von Pianist:

Besteht dafür wirklich ein zusätzlicher Markt? Ich meine: Wenn jemand heute noch Cine-Festbrennweiten haben möchte, aber eben nicht das Geld für Zeiss/Schneider/Canon/Arri usw. ausgeben will, dann ist er ja mit den Xeen-Objektiven von Samyang gut bedient. Und im ganz unteren Segment gibt es die Walimex/Samyang. Scheint eher ein politisch motiviertes Produkt zu sein, weil die Chinesen nicht den Koreanern dieses Marktsegment überlassen wollen, oder?

Matthias



Antwort von cantsin:

Das Meike kostet zwei Drittel des vergleichbaren Xeens und könnte optisch besser sein, da es (wie auch die bisherigen MFT/APS C-Cine Meikes) von dem ehemaligen Mastermind von Veydra entworfen wurde.



Antwort von rush:

Kann man das irgendwo nachlesen? Immerhin handelt es sich ja um eine eher gemäßigte 35er BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt mit in der Tat zudem moderater Lichtstärke...

Meike schafft damit zumindest auch einiges an Verwirrung - denn es gibt ja scheinbar schon ein 35er T2.1 welches aber optisch eine andere Grundlage zu haben scheint? (Bspw. anderer Filterdurchmesser)
Hiervon ist offenbar schon eine EF Variante lieferbar... Mal wieder etwas verwirrend bei unseren Freunden aus Fernost :-)

https://cvp.com/product/meike-35mm-t2.1-s35-ef /



Antwort von Pianist:


Das Meike kostet zwei Drittel des vergleichbaren Xeens und könnte optisch besser sein, da es (wie auch die bisherigen MFT/APS C-Cine Meikes) von dem ehemaligen Mastermind von Veydra entworfen wurde.

Was wurde denn eigentlich aus Veydra? Nie wieder was davon gehört...

Matthias



Antwort von cantsin:


Was wurde denn eigentlich aus Veydra? Nie wieder was davon gehört...

Aus Veydra wurde eben Cine Meike:

https://www.youtube.com/watch?v=G0Tve4bhwkQ



Antwort von pillepalle:

@ rush

Das ist eine S35 Optik. Die neuen sind für's Vollformat. Gar nicht so uninteressant, weil nicht viel teurer als vergleichbare Photo-Optiken. Allerdings mit knapp 1,2kg auch ziemliche Klopper.

VG

PS: Der Text auf der Meike Seite ist original aus dem Chinesischen übersetzt 😂

Canon C700
Sony VENEDIG
Alexa LF
Z Nocke E2-F6



Antwort von Pianist:

Wie kommen die Chinesen eigentlich immer auf ihre Firmennamen? Bei "Meike" denke ich an unseren weiblichen Vornamen in Deutschland, oder an "Emm wie Meikel" mit einem Katzengreis vom NDR Ende der 70er Jahre.

Matthias








Antwort von rush:

Stimmt - hatte den riesigen S35 Schriftzug im Titel bei cvp überlesen - my fault ;-)



Antwort von Sammy D:


Wie kommen die Chinesen eigentlich immer auf ihre Firmennamen? Bei "Meike" denke ich an unseren weiblichen Vornamen in Deutschland, oder an "Emm wie Meikel" mit einem Katzengreis vom NDR Ende der 70er Jahre.

Matthias

"Meike" ist nicht einer dieser verballhornten Namen (wie z.B. "Neewer" etc.), sondern kommt vom Wort ??; "schöne Wissenschaft/ Technik" mêikè , gesprochen: mei (ei wie in "Hey"; also kein deutscher Diphtong) und ? (gibts im Deutschen nicht; ein mittlerer, ungerundeter Zentralvokal).

Aber du hast recht. Besonders die Chinesen machen sich keine Gedanken, wie das in anderen Sprachen klingt oder gar ein seltsame Bedeutung haben könnte.

Zwei Beispiele fallen mir auf Anhieb dazu ein: Renault Mégane mutet den Japanern seltsam an, da megane "Brille" auf Japanisch heißt.
Andersherum das japanische Kaffee-Molkepulver Creap sorgt bei English Natives für Schmunzeln.

Und noch ein allgemeines, belustigendes Beispiel im Alltag: Das deutsche "Tschüss" klingt für Chinesen ähnlich wie qúsî "Fick dich!" (wrtl. "Geh sterben!").



Antwort von iasi:



Solche manuellen Eimer sind schlicht nicht mehr zeitgemäß.

Ein eher lichtschwaches 35mm, das mehr wiegt als die Kamera.

Focus-Ringe statt moderne, laut-und stufenlose, präzise, interne Focus-Motoren.

Dirket ins Museum mit dem Meike!

Ähem, ist keene DSLR-Scherbe, sondern ein Prime-Plagiat - nix mit internen Focusmotor, ansonsten gibt es Tränen beim Assi

Ja - wie einst bei den Kutschern, als dann eben doch die guten alten Zugpferde dem Fortschritt weichen mussten. :)

Für Nostalgiker mag das schmerzlich gewesen sein, aber u.a. die Städter konnten sich freuen, denn ihre Straßen wurden nicht mehr vollgeschissen. :)



Antwort von Sammy D:


...
Für Nostalgiker mag das schmerzlich gewesen sein, aber u.a. die Städter konnten sich freuen, denn ihre Straßen wurden nicht mehr vollgeschissen. :)

Nenn doch mal bitte ein paar Optiken mit internen Motoren, mit denen sich die Schärfe genauso gut und gleichmäßig ziehen lässt wie mit einem manuellen Objektiv. Und vor allem wie?



Antwort von Pianist:

Auch wenn das für echte Schärfeassistenten schmerzlich ist: Anno 2021 macht man wohl die Schärfe, in dem man auf dem Monitor auf den Punkt tippt, wo die Schärfe sitzen soll. Oder man bewegt mit einem Mini-Joystick den Punkt an die gewünschte Stelle.

Und eine Schärfenverlagerung macht man vermutlich, in dem man besagte Markierung mit dem Mini-Joystick von A nach B bewegt, oder auf dem Monitor an eine andere Stelle tippt.

Das ist etwa so schmerzlich wie die Erfindung des Gimbals für Steadycam-Operatoren oder Dollyfahrer.

Matthias



Antwort von iasi:



...
Für Nostalgiker mag das schmerzlich gewesen sein, aber u.a. die Städter konnten sich freuen, denn ihre Straßen wurden nicht mehr vollgeschissen. :)

Nenn doch mal bitte ein paar Optiken mit internen Motoren, mit denen sich die Schärfe genauso gut und gleichmäßig ziehen lässt wie mit einem manuellen Objektiv. Und vor allem wie?

Die internen AF-Motoren der aktuellen Generation arbeiten sehr viel exakter als die mechanisch angedockten FF.
Es ist nur eine Frage der Ansteuerung. Die FF-Motoren werden schließlich mittlerweile auch per Funk gesteuert.



Antwort von Sammy D:



Nenn doch mal bitte ein paar Optiken mit internen Motoren, mit denen sich die Schärfe genauso gut und gleichmäßig ziehen lässt wie mit einem manuellen Objektiv. Und vor allem wie?

Die internen AF-Motoren der aktuellen Generation arbeiten sehr viel exakter als die mechanisch angedockten FF.
Es ist nur eine Frage der Ansteuerung. Die FF-Motoren werden schließlich mittlerweile auch per Funk gesteuert.

Beispiele bitte für Objektive und deren Ansteuerung.



Antwort von Funless:


"Emm wie Meikel" mit einem Katzengreis vom NDR Ende der 70er Jahre.

Auf "Emm wie Meikel" lasse ich nichts kommen! ?? Diese Sendung hat meine Kindheit ungemein bereichert und auch heute noch denke ich desöfteren mit einem Schmunzeln daran.



Antwort von rush:



Die internen AF-Motoren der aktuellen Generation arbeiten sehr viel exakter als die mechanisch angedockten FF.
Es ist nur eine Frage der Ansteuerung. Die FF-Motoren werden schließlich mittlerweile auch per Funk gesteuert.

Beispiele bitte für Objektive und deren Ansteuerung.

Die fehlen tatsachlich noch - aber eigentlich müsste DAS wirklich eine der kommenden größeren Sprünge werden wenn man 1 und 1 zusammenzählt.
Und das könnte den Cine-Bereich - neben dem ganzen AF-Trend durchaus bereichern.

Oder aber es ist doch aufwändiger und komplexer als es scheint - immerhin braut jeder Hersteller auch bei der Fokus-Ansteuerung gefühlt sein eigenes Süppchen. Spannend wäre es aber...

Ansonsten sieht das Meike 35er für FF aber doch recht nett aus - somit bekommen die DSLR-Samyangs und höherwertigen Samyangs aka Xeens ja etwas Konkurrenz.. nicht ganz so lichtstark, dafür etwas leichter.
Auf dem Papier klingen die 330° Fokus-Thow aber ziemlich lang, täuscht vielleicht.
Wird interessant die in Hinblick auf's Atmen mal zu sehen...








Antwort von iasi:



Die internen AF-Motoren der aktuellen Generation arbeiten sehr viel exakter als die mechanisch angedockten FF.
Es ist nur eine Frage der Ansteuerung. Die FF-Motoren werden schließlich mittlerweile auch per Funk gesteuert.

Beispiele bitte für Objektive und deren Ansteuerung.

Viele AF-Objektive werden bei manueller Fokusierung am Ring mittlerweile elektronisch angesteuert.
Canon wirbt z.B. für sein RF85/f2 mit
STM-Motor
Gleichmäßige Fokussierung bei Videos, schnelle Fokussierung bei Fotos


Ansteuern lassen sich AF-Objektive ja schon lange per Computer oder Handy.
Eine ordentliche Lösung mit Controller wäre technisch kein Problem.

Beim RF85/1.2 liest man im Test hier:
Manual focusing works "by wire". The focus action is very precise.
Und die optische Qualität ist sehr beeindruckend.
https://www.opticallimits.com/canon_eos ... 12?start=2

Red schraubt ja noch an der Komodo-Firmware und es kann durchaus sein, dass es auch für dieses 85/1.2 irgendwann eine Fokus-Funk-Lösung geben wird.



Antwort von mash_gh4:


Ansteuern lassen sich AF-Objektive ja schon lange per Computer oder Handy.

ja -- für die bekannten systeme (canon, MFT) gibt's wirklich schon seit jahren beschreibungen der elektr. ansteuerung aus reverse engineering bemühungen und entsprechende praktische umsetzungen für einfache micro-controller. und auch was die steuerung der kameras über WLAN u. co. angeht, schaut es ganz ähnlich aus. technisch ist das alles keine große hexerei. in der praxis ist trotzdem fast alles, was man zu sehen bekommt, reichlich unbefriedigend bis unbrauchbar. ich glaub auch, dass das nicht unbedingt so sein müsste, aber im augenblick ist die kluft zwischen haptisch/ergonomisch befriediegenden mechanischen lösungen und den gängigen focus-by-wire-lösungen zumindest im erschwinglichen consumer-bereich noch immer unüberwindbar groß.



Antwort von Sammy D:



Beispiele bitte für Objektive und deren Ansteuerung.

Viele AF-Objektive werden bei manueller Fokusierung am Ring mittlerweile elektronisch angesteuert.
Canon wirbt z.B. für sein RF85/f2 mit
STM-Motor
Gleichmäßige Fokussierung bei Videos, schnelle Fokussierung bei Fotos


Ansteuern lassen sich AF-Objektive ja schon lange per Computer oder Handy.
Eine ordentliche Lösung mit Controller wäre technisch kein Problem.

Beim RF85/1.2 liest man im Test hier:
Manual focusing works "by wire". The focus action is very precise.
Und die optische Qualität ist sehr beeindruckend.
https://www.opticallimits.com/canon_eos ... 12?start=2

Red schraubt ja noch an der Komodo-Firmware und es kann durchaus sein, dass es auch für dieses 85/1.2 irgendwann eine Fokus-Funk-Lösung geben wird.

Ich lese hier nur einen Konjunktiv und vage Hoffnungen, aber kein konkretes Beispiel, mit welchem System JETZT (in der Gegenwart) ein internes Fokussystem besser und präziser ist als ein herkömmliches mit externen Motoren.
Was morgen sein könnte, interessiert mich nicht, wenn ich heute filmen will.



Antwort von srone:


Was morgen sein könnte, interessiert mich nicht, wenn ich heute filmen will.

auch das noch, heute drehen ist hoffnungslos überbewertet...;-)))

ohne die technik von morgen wird das nichts.

lg

srone



Antwort von iasi:



Ich lese hier nur einen Konjunktiv und vage Hoffnungen, aber kein konkretes Beispiel, mit welchem System JETZT (in der Gegenwart) ein internes Fokussystem besser und präziser ist als ein herkömmliches mit externen Motoren.
Was morgen sein könnte, interessiert mich nicht, wenn ich heute filmen will.

Vielleicht gibt es schon eine entsprechende Lösung mit den üblichen Controllern. Ich hab noch nicht wirklich danach gesucht.

Dass es mit den internen Fokussystemen sehr gut funktioniert, zeigen die neuen AF-Kameras. Die Kameraelektronik steuert mittlerweile in den meisten Situationen die AF-Objektive so gut wie ein Schärfeassistent.
Wenn bei einer BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt von 85mm und f1.2 eine Person, die sich auf die Kamera zubewegt, sicher im Fokus gehalten wird, dann finde ich das schon sehr überzeugend.

Rein technisch gesehen, sind die speziell auf die Objektive abgestimmten internen Fokussysteme sicherlich besser, als angeflanschte Lösungen.

Und ich will heute eigentlich nicht mehr mit Anhängseln filmen müssen. Es mag zwar noch einige Aspekte bei Objektiven geben, die das Filmen vom Fotografieren unterscheiden, aber Cine-Primes mit solchen Daten und so einer Bildqualität muss man auch erstmal suchen, bezahlen und "herumtragen":
https://youtu.be/Qdt7uAyGCJw?t=471



Antwort von pillepalle:

@ iasi

Du siehst das aber auch immer nur aus der Sicht des Hobbyfilmers, der mit Kameras ohne solides Bajonett und wackeligen Bastellösungen meist noch als Soloshooter arbeitet. Im Moment gibt es noch genug gute Gründe nicht mit internen Fokusmotoren zu arbeiten. Präziser sind die AF Systeme auch nicht, die Kameralektronik kann nur schneller und wiederholbarer als ein Mensch reagieren. Das ist aber etwas anderes, als von höherer Präzision zu sprechen.

AF-Objektive sind völlig anders gebaut als manuelle Optiken. Zum einen, weil die AF-Motörchen nicht kräftig genug sind um größere Linsenelemente zu bewegen, zum anderen weil die Fokuswege möglichst kurz gehalten werden müssen, um schnell fokussieren zu können. Es wird schon bei der Objektiventwicklung berücksichtigt, ob das Objektiv ein AF-Objektiv, oder ein manuelles Objektiv werden soll. Zudem sind die Bewegungen in einigen hochwertigen Cinemaoptiken so komplex das mehrere Motoren in unterschiedliche Richtungen und mit unterschiedlichen Übersetzungen arbeiten müssten. Der Grund, warum es bei vielen Optiken im Fotobereich nie einen AF gab, ist der, dass die Optik damit viel zu groß und schwer werden würde. Wie im Beispiel des neuen 0,95/58 Noct von Nikon. Wenn Du wegen Deiner AF Motoren nochmal 1 Kilo Zusatzgewicht in Kauf nehmen möchtest, dann hätten sie dort vielleicht auch AF-Motoren hinein packen können. Das möchte aber niemand. Viele Cine-Optiken sind auch wegen der komplexen Mechanik viel größer und schwerer als Fotooptiken und wiegen teilweise über 10kg. Da bräuchte es einfach einen enormen Aufwand die zu motorisieren. Es gibt auch kein Einheitliches AF-System. Wenn z.B. RED einen AF von Canon benutzen würde und die Sony Venice einen Sony AF, kämen auch noch Kompatibilitätsprobleme dazu. Baut Cooke dann zukünftig seine Cine Optiken in 5 Versionen? Das löst man mit externen Motoren deutlich einfacher, kostengünstiger und zuverlässiger.

Und der letzte Punkt (die Zuverlässigkeit) ist im professionellen Bereich sehr wichtig. Jede Elektronik gibt irgendwann den Geist auf und macht das ganze System empfindlicher. Deshalb haben auch moderne Optiken eine kürzere Halbwertszeit als klassische, rein mechanische Objektive. Wer möchte eine 30.0000,-€ Optik kaufen, bei der die Elektronik nach 10 Jahren den Geist aufgibt? Und womöglich aufgrund mangelnder Bauteile die Platinen nicht mehr repariert werden. Und was macht man am Set, wenn der AF dann mal doch nicht so funktioniert wie gewünscht? Bucht man dann schnell mal einen Fokuspuller mit Optik?

Bei allen Fortschritten die der Autofokus in den letzten Jahren gemacht hat sind die Systeme noch nicht so gut, dass sie Menschen wirklich ersetzen könnten. Es gibt viele Situationen wo sie extrem nützlich sind und auch sinnvoll eingesetzt werden können, aber genau so viele wo es eben doch noch manuelle Arbeit braucht. Selbst im Fotobereich wird der AF nur dort eingesetzt, wo er wirklich gebraucht wird (da wo es schnell gehen muss). Und auch da gibt es immer die Option des manuellen Overrides, um ggf. manuell eingreifen zu können. Ist höchste Qualität gefordert, wird fast immer Manuell gearbeitet (zumal auch die besten Optiken meist rein manuelle sind). Wenn Du für Uschis Pudelparadies einen Imagefilm drehst, ist es egal wenn Du eine Szene 5 Mal wiederholen musst weil der AF nicht richtig reagiert. Uschi kennt es auch nicht anders. Mit einem bekannten Schauspieler und einer großen Crew am Set möchtest Du aber nicht so arbeiten. Jedes Werkzeug/Hilfsmittel hat einen bestimmten Einsatzzweck. Bis der AF bei szenischen Kinoproduktionen regelmäßig eingesetzt wird, dauert es noch eine ganze Weile.

VG



Antwort von Darth Schneider:

Was ich bei den modernen Objektiven grundsätzlich schon mal sehr doof finde, die aller meisten haben keinen manuellen Blendenring.
Warum nicht ?
Ich denke gerade bei professionellen Linsen die dann tausend oder zweitausend € kosten, sollte ein zusätzlicher manueller Blendenring am Objektiv eigentlich selbstverständlich sein.
Früher war an jedem Objektiv so ein Ring...Heute wird alles über Rädchen an der Kamera gesteuert, schon cool, aber ohne Blendenring um am Objektiv einstellen zu können, sind das, für mich, zwei Schritte vor und einer zurück...
Gerade bei sensiblen Dingen wie Stop MotionStop Motion im Glossar erklärt und so ähnlichem, sind solide manuelle Ringe schon viel, viel besser.

Gruss Boris



Antwort von rush:

Müsste es aber nicht sein sofern auch diese Ansteuerung der BlendeBlende im Glossar erklärt elektronisch fein und stufenlos justierbar wäre... Zumal man innerhalb eines Shots doch eh selten an der BlendeBlende im Glossar erklärt drehen wird, eher am variablen ND. Sony zeigt seit Jahren wie schön elektronisch man sowas lösen kann.

Ich benötige die Blendenräder nicht zwingend, Rädchen geht etwa im Fotobetrieb für mich persönlich immer schneller. Bei den Fujis bin ich manchmal versehentlich beim herausnehmen der Kamera an die BlendeBlende im Glossar erklärt gekommen und hatte dann irgendwas unbewusst verstellt - kann auch nerven wenns schnell gehen soll.



Antwort von Darth Schneider:

Kommt auf die Kamera an. Die 4K Pocket hat hinten genau dort wo der Daumen gerne sitzt eine Kleine Taste für Auto Belichtung.
Das ist dann sehr nervig wenn du 50 oder 100 Einzelbilder für eine Slow Motion Sequenz geschossen hast, um dann mit dem Daumen an den Auto Knopf zu kommen und es weitere 50:Frames lang nichts zu bemerken..;)
Beim Rächen vorne ist das auch gut möglich.
Seither fasse ich die Kamera nie mehr an, ausgelöst wir bei Slow Motion nur noch mit dem iPad.
Sonst hast du recht, es braucht keine Blendenringe mehr, es ist aber praktisch wenn einer da ist ;)
Gruss Boris








Antwort von iasi:


@ iasi

Du siehst das aber auch immer nur aus der Sicht des Hobbyfilmers, der mit Kameras ohne solides Bajonett und wackeligen Bastellösungen meist noch als Soloshooter arbeitet. Im Moment gibt es noch genug gute Gründe nicht mit internen Fokusmotoren zu arbeiten. Präziser sind die AF Systeme auch nicht, die Kameralektronik kann nur schneller und wiederholbarer als ein Mensch reagieren. Das ist aber etwas anderes, als von höherer Präzision zu sprechen.
Allein schon, dass ein FF abnehmbar sein muss, bringt Toleranzen ins Spiel, die man bei einer integrierten Lösung nicht hat.
Zudem reden wir von professionellem Werkzeug, mit dem Fotografen schon seit langem arbeiten, also lass mal den "Hobbyfilmer" stecken.
Die Monster-Bajonette von Cine-Cams resultieren doch gerade aus der Größe und dem Gewicht der Cine-Objektive sowie den Kräften durch den FF.

AF-Objektive sind völlig anders gebaut als manuelle Optiken. Zum einen, weil die AF-Motörchen nicht kräftig genug sind um größere Linsenelemente zu bewegen, zum anderen weil die Fokuswege möglichst kurz gehalten werden müssen, um schnell fokussieren zu können. Es wird schon bei der Objektiventwicklung berücksichtigt, ob das Objektiv ein AF-Objektiv, oder ein manuelles Objektiv werden soll. Zudem sind die Bewegungen in einigen hochwertigen Cinemaoptiken so komplex das mehrere Motoren in unterschiedliche Richtungen und mit unterschiedlichen Übersetzungen arbeiten müssten. Der Grund, warum es bei vielen Optiken im Fotobereich nie einen AF gab, ist der, dass die Optik damit viel zu groß und schwer werden würde. Wie im Beispiel des neuen 0,95/58 Noct von Nikon. Wenn Du wegen Deiner AF Motoren nochmal 1 Kilo Zusatzgewicht in Kauf nehmen möchtest, dann hätten sie dort vielleicht auch AF-Motoren hinein packen können. Das möchte aber niemand. Viele Cine-Optiken sind auch wegen der komplexen Mechanik viel größer und schwerer als Fotooptiken und wiegen teilweise über 10kg. Da bräuchte es einfach einen enormen Aufwand die zu motorisieren. Es gibt auch kein Einheitliches AF-System. Wenn z.B. RED einen AF von Canon benutzen würde und die Sony Venice einen Sony AF, kämen auch noch Kompatibilitätsprobleme dazu. Baut Cooke dann zukünftig seine Cine Optiken in 5 Versionen? Das löst man mit externen Motoren deutlich einfacher, kostengünstiger und zuverlässiger.
Es gibt auch AF-Objektive, die man manuell fokussieren kann. Wenn die aufwendige Mechanik jedoch wegfallen kann, da der AF so gut funktioniert, spart dies Platz und Gewicht.
Ultrasonic-Motoren sollte man zudem auch nicht mit Micro-Motoren verwechseln. Kraft und Fokusweg sind hier auch nicht stärker limitiert, als bei mechanischen Objektiven.

Und der letzte Punkt (die Zuverlässigkeit) ist im professionellen Bereich sehr wichtig. Jede Elektronik gibt irgendwann den Geist auf und macht das ganze System empfindlicher. Deshalb haben auch moderne Optiken eine kürzere Halbwertszeit als klassische, rein mechanische Objektive. Wer möchte eine 30.0000,-€ Optik kaufen, bei der die Elektronik nach 10 Jahren den Geist aufgibt? Und womöglich aufgrund mangelnder Bauteile die Platinen nicht mehr repariert werden. Und was macht man am Set, wenn der AF dann mal doch nicht so funktioniert wie gewünscht? Bucht man dann schnell mal einen Fokuspuller mit Optik?
Warum sollte ein Ultrasonic-Motor im Innern eines Objektivs empfindlicher sein, als mechanische Bauteile, die zum Teil ungeschützt sind?
Fotografen arbeiten nun schon Jahrzehnte mit AF-Objektiven unter härtesten Bedingungen. Von Ausfällen des AF hab ich noch nichts gehört.
Ein Sigma AF 200-500mm 2.8 DG Asp APO kostet übrigens auch 20.000€ und hat dennoch einen AF.
Und auch ein Mittelformatobjektiv wie das Phase One Schneider Kreuznach LS 40-80mm f/4.0-5.6 hat einen AF-Motor. 10.000€ sind dafür auch fällig.

Bei allen Fortschritten die der Autofokus in den letzten Jahren gemacht hat sind die Systeme noch nicht so gut, dass sie Menschen wirklich ersetzen könnten. Es gibt viele Situationen wo sie extrem nützlich sind und auch sinnvoll eingesetzt werden können, aber genau so viele wo es eben doch noch manuelle Arbeit braucht. Selbst im Fotobereich wird der AF nur dort eingesetzt, wo er wirklich gebraucht wird (da wo es schnell gehen muss). Und auch da gibt es immer die Option des manuellen Overrides, um ggf. manuell eingreifen zu können. Ist höchste Qualität gefordert, wird fast immer Manuell gearbeitet (zumal auch die besten Optiken meist rein manuelle sind). Wenn Du für Uschis Pudelparadies einen Imagefilm drehst, ist es egal wenn Du eine Szene 5 Mal wiederholen musst weil der AF nicht richtig reagiert. Uschi kennt es auch nicht anders. Mit einem bekannten Schauspieler und einer großen Crew am Set möchtest Du aber nicht so arbeiten. Jedes Werkzeug/Hilfsmittel hat einen bestimmten Einsatzzweck. Bis der AF bei szenischen Kinoproduktionen regelmäßig eingesetzt wird, dauert es noch eine ganze Weile.

VG

Zuverlässig?
Ich hab mal wieder einige Folgen von Two and a Half Men gesehen. Recht teure Produktionen. Und doch sitzt der Fokus oft nicht. Wie z.B. bei einer Folge mit Gaststar Martin Sheen.

Zudem kann man AF-Motoren auch manuell ansteuern und muss die Kontrolle über den Fokus nicht der Kamera überlassen.

Höchste Qualität?
Es gibt nicht viele Cine-Objektive, die bei Vollformat und f1.2 die Abbildungsleistung des Canon RF 85mm 1.2 L USM DS bieten.



Antwort von cantsin:

Elektronische Fokus- und Blendenregelung hat im Kinokamerasektor IMHO keinen Sinn, solange es da keine herstellerunabhängigen und -übergreifenden Standards gibt (wie z.B. den PL-Mount als faktischen Standardmount für Kinokameras und -objektive).

Weder Objektivhersteller, noch Verleiher, noch Privatbesitzer wollen doch ein Objektiv in einem halben dutzend verschiedenen Mounts mit proprietären und dann z.T. unzuverlässig über reverse engineering implementierten Fokus- und Blendensteuerungen auf dem Markt.



Antwort von cantsin:


Elektronische Fokus- und Blendenregelung hat im Kinokamerasektor IMHO keinen Sinn, solange es da keine herstellerunabhängigen und -übergreifenden Standards gibt (wie z.B. den PL-Mount als faktischen Standardmount für Kinokameras und -objektive).

Weder Objektivhersteller, noch Verleiher, noch Privatbesitzer wollen doch ein Objektiv in einem halben dutzend verschiedenen Mounts mit proprietären und dann z.T. unzuverlässig über reverse engineering implementierten Fokus- und Blendensteuerungen auf dem Markt.




Antwort von Darth Schneider:

Wer dreht Kinofilme mit Cine Meikes...? ;)
Nicht das man das wahrscheinlich nicht durchaus schon könnte...
Dürfte sich aber trotzdem um eine sehr, sehr kleine Minderheit handeln.
Also warum braucht es eigentlich diese "Cinema" Meike Gläser ?
Ganz einfach, Marketing, um möchte gern cinematische Kunden (wie ich) davon abzuhalten sich Consumer/Prosumer Sony, Canon, Nikon, Fuji oder Olympus Objektive zu kaufen ;)))
Gruss Boris



Antwort von Jott:

Im Profibereich wird niemand auf den manuellen Fallback verzichten wollen, selbst wenn internes Cine-AF in vielen Fällen gut genug funktionieren könnte.
Das Grundproblem sind die verschiedenen Bauprinzipien: für feinfühlige manuelle Bedienung braucht man große Fokussierwege, für AF-Objektive müssen sie dagegen möglichst klein sein. Das verhindert die "Doppelnutzung".



Antwort von Darth Schneider:

Darum mag ich mein neues Olympus 12-100mm, da kann man auf Wunsch am Ring ganz einfach auf komplett manuell umschalten, mit harten Stops, das funktioniert...
Ich denke, mir, ein Follow Fokus könnte man da höchst wahrscheinlich auch problemlos daran hängen...Muss mich aber noch schlau machen diesbezüglich damit ich kein falsches Modell bestelle. Hat jemand zufälligerweise eine Ahnung welcher Follow Focus zum Olympus passen könnte ?
Sorry etwas Off Topic.;)
Gruss Boris



Antwort von roki100:


Muss mich aber noch schlau machen diesbezüglich damit ich kein falsches Modell bestelle. Hat jemand zufälligerweise eine Ahnung welcher Follow Focus zum Olympus passen könnte ?

Ohne Zahnringe? Das kostet doch nicht viel: viewtopic.php?f=5&t=148642&start=560#p1073405



Antwort von cantsin:


Also warum braucht es eigentlich diese "Cinema" Meike Gläser ?
Ganz einfach, Marketing, um möchte gern cinematische Kunden (wie ich) davon abzuhalten sich Consumer/Prosumer Sony, Canon, Nikon, Fuji oder Olympus Objektive zu kaufen ;)))

Les Dir mal die Grundlagenartikel von Slashcam zu dem Thema durch:

https://www.slashcam.de/artikel/Grundla ... lende.html
https://www.slashcam.de/artikel/Grundla ... Stop-.html
https://www.slashcam.de/artikel/Grundla ... aenze.html
https://www.slashcam.de/artikel/Grundla ... pfung.html
https://www.slashcam.de/artikel/Grundla ... -wem-.html
https://www.slashcam.de/artikel/Grundla ... tiken.html

Wichtigster Unterschied sind focus breathing, Fokuswege, klickfreier Blendenring sowie einheitliche Baugröße und Filtermaße innerhalb einer Objektivserie (bei Cine Meike gegeben, bei Xeen AFAIK nicht).



Antwort von pillepalle:

@ iasi

Ich weiß nicht woher Du das hast, dass man bei einem externen FF-System Tolleranzen hat? Das berühmte 'Wackeln' entsteht entweder, wenn man am Bajonett zu große Tolleranzen hat (siehe MFT und Speedbooster), oder durch den Follow Focus der die komplette Kamera bewegt. Das hatte ich z.B. bei meiner Nikon, als ich noch keinen Cage benutzt habe, weil die Tilta Nucleus M-Motoren extrem stark sind. Selbst der F-Mount, der eigentlich für so etwas gar nicht ausgelegt ist hat mit einem Follow Focus null Tolleranzen. Weil die Kamera aber nur eine geringe Auflagefläche hatte und nur mit einer Schraube fixiert war, hat der Motor die komplette Kamera hoch oder runter bewegt. Mit einem Cage war das 'Problem' dann erledigt, weil man damit die Kamera wahlweise an zwei oder drei Punkten befestigt kann. Und das bei einem System das eigentlich nicht dafür ausgelegt ist. Eine Cinecam hat ein stabileres Bajonett und eine größere Auflagefläche. Da gibt es dann auch keine Probleme mit Tolleranzen. Die hat man nur, wenn man mit Systemen die eigentlich nicht dafür gemacht sind arbeitet. Im Cinebereich hat niemand Probleme mit Deinen berüchtigten Tolleranzen und schon gar nicht mit dem Gewicht eines Follow Focus.

Und natürlich sind die internen AF Motoren limitiert. Da werden nur die Linsenelemente bewegt, die man damit auch bewegen kann. Es liegt doch in der Natur der Sache das Objektive immer empfindlicher werden, je mehr Technik in ihnen steckt und auch elektronische Bauteile haben eine begrenzte Lebensdauer. Spätestens seit Einführung der SMD Technik vor 40 Jahren kann man eine Elektronik nicht mehr so leicht reparieren wie anno dazumal. Da hilft meist nur noch komplette Platinen auszutauschen, falls sie beim Hersteller noch erhältlich sind. Der Einsatz von Mikroeletronik und Kunststoffen hat viele Vorteile in der Produktion und macht die Produkte auch kleiner und leichter, haltbarer aber sicher nicht. Selbst innerhalb der letzen 20 Jahre konnte ich bei Nikon beobachten, dass die Objektive zwar immer leistungsfähiger wurden, aber gleichzeitig auch immer günstiger gebaut werden. Nur noch bei den sehr hochwertigen betreibt man einen höheren Aufwand. Ich habe keine Statistik dazu gelesen, aber Du kannst davon ausgehen, dass es einen guten Teil an AF-Optiken gibt, bei denen der AF nicht mehr richtig funktioniert. Ich hatte in den letzten 20 Jahren glücklicherweise nur ein AF-Objektiv, bei denen der AF den Geist aufgegeben hat, aber ich habe auch nur ein knappes Dutzend an AF Optiken und viele Manuelle. Ein AF ist einfach eine zusätzlich mögliche Fehlerquelle.

Es sind einfach praktische Überlegungen die einem AF im Cinebereich im Weg stehen und kein Verleiher möchte sein komplettes Arsenal an Objektiven umstellen und möglicherweise noch zig Varianten der gleichen Objektivsätze haben, damit für jeden das passende AF-System dabei ist. Da wo sich der AF durchsetzen wird, ist bei den kleinen und mittleren Produktionen. Überall da wo es Sinn macht und wirklich Vorteile bringt. Weil man eben keinen Focuspuller hat, oder eine kleine Crew.

Und das die Abbildungsleistung besser wird, liegt ja nicht am AF, sondern dass Objektivhersteller für spiegellose Kameras mit großem Bajonett bessere Objektive konstruieren können. Das gibt es im professionellem Fotobereich schon lange (z.B. bei technischen Kameras). Im Filmbereich kann man nun zwar auch mit kürzeren Auflagenmaßen arbeiten, aber man sieht ja auch die Folgen. Plötzlich muss man sich entscheiden, entweder Vari ND, oder Stabi. Beides passt nicht mehr zwischen Optik und Sensor. Bei den 'alten' Mounts war das kein Problem, weil man viel Platz hatte. Dafür waren die Objektive größer und oft weniger Leistungsfähig.

Den meisten Filmemachern geht es aber nicht um Auflösung und technische Qualität (Perfektion), sondern um ein ansprechendes Bild. Niemand möchte die Hautunreinheiten der Protagonistin in 8k sehen :) Dafür fehlt Dir eben das künstlerische Gespür, weil Du nur nach Zahlen und Specs gehst.

VG








Antwort von mash_gh4:

ich galube, man sollte das ganze nicht voreilig mit AF in verbindung bringen! -- den braucht nämlich im professionellen umfeld wirklich kaum jemand beim filmen.

möglichst präzise und perfekt kontrollierbare manuelle/ergonomische einstellungsmöglichkeiten dagegen -- durchaus auch in formen, die sich im voraus programmieren bzw. automatisieren lassen --, machen dagegen weit mehr sinn, wo werkzeug von leuten genutzt wird, die ihr handwerk verstehen.

genauso wie im falle der relativ langen einstellungswegen derartiger objektive, der verzögerungsfreien wirkung mechanischer system, u.ä., geht's hier eher darum, ein paar aspekte zu optimieren bzw. weiter zu perfektionieren, die zwar für freizeit- und hobbyfilmer nicht besonders bedeutsam erscheinen mögen, aber eben im anderen anwendungszenarien völlig unverzichtbar sind.

gerade im tatsächlichen high-end bereich ist der einsatz von elektronik in den objektiven längst eine selbstverständlichkeit -- siehe z.b. ZEISS eXtended Data. dabei geht's zum teil "nur" um eine mitloggen von einstellungsdaten parallel zur kamera, aber eben auch um komplizierte motorische justierungs- und synchronisationsaufgaben, die heute oft nicht mehr immer nur von hand live abgewickelt, sondern eben durchaus auch automationsunterstützt bzw. tlw. vorprogrammiert abgewickelt werden -- wenn auch kaum in jener zweifelhaften weise, wie wir sie von vorgeblich "idiotensicheren" AF-lösungen aus dem consumer-umfeld kennen.

wenn man derartiges noch immer mit externem krempel und martialisch wirkenden zahnrädern abwickelt, ist das wirklich nur diversen kompromissen und zugeständnssen an unveränderbare äußere vorgaben geschuldet. wirklich ideal dürfte es aus technischer sicht kaum sein.

in dem bereich, wo wir uns mit unseren produktionsmitteln bewegen, spielt das aber ohnehin kaum eine rolle. hier geht's meist eher darum, welches einsparungspotential elektro-mechanische umsetzungen für die hersteller bieten. fast immer ist das mit abstrichen der bedienungsmöglichkeiten und freiheiten auf seiten der benutzer verbunden. das gegenteil also von dem, was man im professionellen rahmen anstrebt.

es muss aber nicht immer zu unserem nachteil ausfallen. es gibt durchaus eine ganze menge probleme der objektivkonsruktion, die sich weder optisch noch mechnisch ausreichend einfach und sauber lösen lassen, aber mit ein bisserl mathematik und steuerungstechnik verdammt gut optimieren bzw. in den griff bekommen lassen. so etwas wie das parafokale nachjustieren in zoom-objektiven lässt sich auf diesem weg bspw. ausgesprochen einfach umsetzten, während es bekanntlich in rein mechanischer weise nur mit völlig unverhältnismäßigem aufwand realisiert werden konnte. ähnliches gilt auch für div. optische abbildungsfehler, die man heute mit mitteln der elektr. bildverabeitung oft noch perfekter bzw. kompromissloser als mit glas korrigieren kann.

längerfristig geh ich also schon davon aus, dass zumindest ein teil dieser möglichkeiten und zugänge auch irgendwann bis in unserer gefielde durchdringt. allerdings fürchte ich, dass es nicht unbedingt jene hersteller sind, die sich mehr auf die möglichst günstige massenhafte fertigung bestehender lösungen verstehen, die solche innovationen vorantreiben, sondern vielmehr immer ein paar wenige aussenseiter, die immer an der grenze des finaziellen ruins dahin balancieren. das hat ja in meinen augen auch das besondere von veydra ausgemacht, wie es nun bei meike eben leider nicht mehr im gleichen maß gegeben ist.



Antwort von pillepalle:

@ mash_gh4

Bin da völlig Deiner Meinung. Nur im Punkt der Korrektur gibt es natürliche Grenzen.

ähnliches gilt auch für div. optische abbildungsfehler, die man heute mit mitteln der elektr. bildverabeitung oft noch perfekter bzw. kompromissloser als mit glas korrigieren kann.

Bei modernen Optiken werden ja meist schon Verzeichnung, Vignettierung, oder Cromatische Abberationen in der Software korrigiert. Das macht einige Optiken in der Entwicklung und Herstellung auch bedeutend günstiger. Wirklich gut funktioniert das bisher aber nur im Still Bereich, weil dort die Software auch bei RAW Dateien die Metadaten liest und die Bilder entsprechend korrigieren kann. Im Filmbereich klappt das in der Regel noch nicht, oder es braucht relativ teure Upgrades (wie bei Zeiss) und spezielle Software, die die Daten dann auch lesen und korrigieren kann. Die Daten, werden bisher auch hauptsächlich im VFX Bereich eingesetzt und weniger um die Bildfehler aus rein ästhetischer Sicht zu korrigieren.

Bei der Vignettierung z.B. hilft eine nachträgliche Korrektur auch nur bedingt, denn der Bildrand ist dann schon bei der Aufnahme 2 Blenden unterbelichtet und wird auch nach der Korrektur ein höheres Bildrauschen aufweisen als in der Bildmitte. Das hat eben alles seine Grenzen und momentan ist man im zumindest Filmbereich noch auf mehr oder weniger gute Optiken angewiesen, wenn man nicht nachträglich alles mühevoll manuell korrigieren möchte.

Das Statement das Objektive ohne AF obsolet und überholt sind ist einfach Quatsch. Selbst wenn man nur kleinere Produktionen in Betracht zieht. Es sind ja auch praktische Überlegungen, die externe Motoren sinnvoll machen. Raucht ein Motor während des Drehs ab, tausche ich ihn einfach aus. Fällt mir der AF einer Optik aus, ist möglicherweise die ganze Optik unbrauchbar und ich muss sie austauschen. Wenn ich dagegen als Soloshooter mit einem Gimbal durch die Gegend renne und alles verfolge was mir gerade unvorhersehbar vor die Flinte kommt, dann kann ein AF sehr hilfreich sein. Es kommt einfach auf die Anwendung an.

VG



Antwort von iasi:

Wenn man mit einem FF einen Fokusring am Objektiv betätigen muss, dessen Drehbewegung dann wieder in eine Längsbewegung übersetzt werden muss, dann sind dies viele bewegliche Teile die im Zusammenwirken Toleranzen mit sich bringen. Moderne AF-Technik arbeitet viel direkter.
Es ist eben wie beim Verbrennungsmotor und den E-Motoren direkt an den Rädern.

Ein Drehrad an einem Controller für die manuelle Steuerung der AF-Motoren lässt sich in seinem Ansprechverhalten variieren - bei FF mit E-Motoren ist es doch nicht anders.

Gerade im professionellen Bereich sollten effizientere Lösungen eigentlich wichtig sein, aber es ist schwierig eingespielte Abläufe und Gewohnheiten zu ändern.

Übrigens weiß ein Maler auch sehr gut, welchen Pinsel er nutzen muss, um die gewünschte Bildwirkung zu erzielen. Kreativität hat nichts mit Aktionismus und Bauchgefühl zu tun. Es geht um die Nutzung der Gestaltungsmittel.
Was bietet mir wohl mehr Gestaltungsspielraum: Ein dickes Fass, an dem ein FF angebracht werden muss, oder ein leichtes und kompaktes Objektiv, von dem nichts absteht und das sich auf unterschiedliche Weise fokussieren lässt?



Antwort von iasi:



Das Statement das Objektive ohne AF obsolet und überholt sind ist einfach Quatsch. Selbst wenn man nur kleinere Produktionen in Betracht zieht. Es sind ja auch praktische Überlegungen, die externe Motoren sinnvoll machen. Raucht ein Motor während des Drehs ab, tausche ich ihn einfach aus. Fällt mir der AF einer Optik aus, ist möglicherweise die ganze Optik unbrauchbar und ich muss sie austauschen. Wenn ich dagegen als Soloshooter mit einem Gimbal durch die Gegend renne und alles verfolge was mir gerade unvorhersehbar vor die Flinte kommt, dann kann ein AF sehr hilfreich sein. Es kommt einfach auf die Anwendung an.

VG

Du wiederholtst ständig diese Ausfallgefahr. Wenn du eh alles doppelt dabei hast, dann hast du doch auch ein Ersatzobjektiv.

Gerade bei Produktionen mit reichlich Personal am Set spielt Zeit eine erhebliche Rolle. Großes und schweres Objektiv mit FF bedeutet in engen Verhältnissen einen erheblichen Aufwand. Auch die ganze andere Technik muss darauf angepasst sein, was wieder mehr Aufwand bedeutet. Es macht eben schon einen Unterschied, was da an einem Kamerakran hängen soll, wenn es um die Wahl des Krans geht.



Antwort von pillepalle:

Es ist aber ein Unterschied, ob ich einen Ersatzmotor dabei habe, den ich an jeder Optik verwenden kann, oder ob ich alle Optiken doppelt dabei haben muss. Und dem Kamerakran ist ein Kilogramm Gewicht mehr oder weniger auch egal. Das wovon Du sprichst ist der Filmer, der schon ein Problem damit hat ein solides Stativ mitzunehmen, weil es ihm zu schwer ist und dessen Kamera ins Handschuhfach passen muss ;)

VG



Antwort von Jott:

Irgendwann werden wir mal etwas Cinematisches auf höchstem Niveau von Iasi sehen, mit ausführlichem Making of und somit Einblick in die 8K-raw-One Man Show-Produktionstechnik der Zukunft. Wird spannend.



Antwort von iasi:


Irgendwann werden wir mal etwas Cinematisches auf höchstem Niveau von Iasi sehen, mit ausführlichem Making of und somit Einblick in die 8K-raw-One Man Show-Produktionstechnik der Zukunft. Wird spannend.

cinematisch :)
ja, das musste ja kommen

Und natürlich
Making of

Beides juckt mich nicht.
Das dürfen weiterhin gern die youtube-Filmer anstreben.



Antwort von iasi:


Es ist aber ein Unterschied, ob ich einen Ersatzmotor dabei habe, den ich an jeder Optik verwenden kann, oder ob ich alle Optiken doppelt dabei haben muss. Und dem Kamerakran ist ein Kilogramm Gewicht mehr oder weniger auch egal. Das wovon Du sprichst ist der Filmer, der schon ein Problem damit hat ein solides Stativ mitzunehmen, weil es ihm zu schwer ist und dessen Kamera ins Handschuhfach passen muss ;)

VG

Wie steuerst du denn den Fokus, wenn deine Kamera am Kran hängt?

Knallt dein Cine-Objektiv auf den Steinboden, dann ist es auch hin. Was machst du dann?
Es gibt Fotografen, die ihre AF-Objektive unter härtesten Bedingungen nutzen und die Dinger gehen nicht über den Jordan. Warum nur hast du immer nur die billigen Plastik-Kit-Scherben im Sinn?



Antwort von pillepalle:



Wie steuerst du denn den Fokus, wenn deine Kamera am Kran hängt?

Der Nucleus M funktioniert bis zu 300m Entfernung... das sollte für die meisten Kräne reichen ;)

VG








Antwort von iasi:



Wie steuerst du denn den Fokus, wenn deine Kamera am Kran hängt?

Der Nucleus M funktioniert bis zu 300m Entfernung... das sollte für die meisten Kräne reichen ;)

VG

Und warum sollte der nicht auch mit internen Fokus-Motoren funktionieren, die vor den Unbill des Wetters und der Umwelt geschützt, ihre Dienste verrichten?



Antwort von pillepalle:

Weil ich dann auch noch einen Funksender und eine Antenne verbauen müsste und der Motor viel stärker ist als interne Fokusmotoren. Der braucht auch mehr Strom. Aber wenn ich die Funktionen nicht brauche, nehme ich ihn einfach ab. Wie gesagt, ich brauche das System nur einmal haben und muss es doch nicht in jede Optik bauen.

VG



Antwort von roki100:

Die klugen da draußen sollten lieber in externe AF Systeme wie ToF investieren. DJI hat gezeigt dass das gut funktioniert, leider nur mit DJI Gimbal.



Antwort von iasi:


Weil ich dann auch noch einen Funksender und eine Antenne verbauen müsste und der Motor viel stärker ist als interne Fokusmotoren. Der braucht auch mehr Strom. Aber wenn ich die Funktionen nicht brauche, nehme ich ihn einfach ab. Wie gesagt, ich brauche das System nur einmal haben und muss es doch nicht in jede Optik bauen.

VG

Die Kamera übernimmt das Funken und die Stromversorgung.
Ob nun im Objektiv eine aufwändige Mechanik oder ein AF-Motor verbaut ist, macht in der Herstellung keinen Unterschied.



Antwort von mash_gh4:

ich fürchte, ein ganz wesentlicher grund, warum die paar bekannten high-end cine-optik-hersteller von derartigen experimenten und überschwänglicher innovationswut lieber die finger lassen, hat sicher auch damit zu tun, dass derart wertvolles glas ja gewissermaßen immer für die ewigkeit konstruiert wird, während elektronische lösungen bekanntermaßen ausgesprochen schnell altern bzw. meist schon wieder überholt sind, wenn sie endlich in einem fertigen produkt vorgestellt werden.

das ist zwar natürlich schade, weil damit sicher auch einige vorteile verspielt werden, die derartige lösungen mit sich bringen könnten, aber eben durchaus auch nachvollziehbar -- jedenfalls für mich einleuchtender als manches, das hier an argumenten ins feld geführt wird.



Antwort von pillepalle:

@ iasi

Das macht schon einen Unterschied. Der Punkt ist einfach der das Du sowohl eine manuelle Optik als auch eine AF Optik extern motorisieren und fernsteuern kannst. Und das unabhängig vom Hersteller. Wogegen Deine Kamera nur mit den Optiken des eigenen Systems harmoniert. Sobald Du eine z.B. ältere manuelle Optik dran schraubst fokussiert da auch nichts mehr. Und die Features die Du irgendwo einbaust, musst Du als Kunde auch bezahlen. Egal ob Du sie brauchst, oder nicht. Das System externe Motoren zu verwenden hat sich einfach über die Jahre bewährt. Das hat nichts damit zu tun, dass AF Optiken nicht auch mal nützlich sein können.

Die neusten Sony Cinema Optiken sind genau nach dem Prinzip gebaut. Sie sind wie manuelle Optiken gebaut die eine abnehmbare ZoomZoom im Glossar erklärt Servo Einheit haben. So kann man einerseits vom Sony AF profitieren und andererseits auch manuell Fokussieren.

https://www.youtube.com/watch?v=rll3upOnIMw

VG



Antwort von Sammy D:



Der Nucleus M funktioniert bis zu 300m Entfernung... das sollte für die meisten Kräne reichen ;)

VG

Und warum sollte der nicht auch mit internen Fokus-Motoren funktionieren, die vor den Unbill des Wetters und der Umwelt geschützt, ihre Dienste verrichten?

Weil es dafür kein System gibt! Was ist daran so schwierig zu verstehen?! Das ist Zukunftsgeschwafel.



Antwort von iasi:



Und warum sollte der nicht auch mit internen Fokus-Motoren funktionieren, die vor den Unbill des Wetters und der Umwelt geschützt, ihre Dienste verrichten?

Weil es dafür kein System gibt! Was ist daran so schwierig zu verstehen?! Das ist Zukunftsgeschwafel.

Ist das so?
Also schon meine BMCC war in der Lage, den Focusmotor meiner EF-Objektive zu bewegen.
Die Canon R5 kann das 85/1.2 (welches wie die Kamera dem Wetter trotzen soll) problemlos fokussieren.

Und Red (das ist diese Cine-Cam-Bude) verpasst auch der Komodo einen AF.

Ums mal kurz zu sagen: Technisch kein Problem.
Und ganz so, wie es einst hieß, Digitalkameras seien nichts für prof.Filmproduktionen, ist nun eben mit AF.



Antwort von Sammy D:

Ja, das ist so! Die Schärfe kann ich mit einem AF-Objektiv auf viele verschiedene Arten ziehen. Keine davon funktioniert so präzise wie ein externer Motor; wie auch schon mash angemerkt hatte. Das gibt es irgendwann mal, aber im Moment jedenfalls nicht.








Antwort von pillepalle:

Es gibt doch die Canon RF 1.2/85er Optik mit AF. Wenn Du lieber mit Fotooptiken arbeiten möchtest, hält Dich doch niemand davon ab. Und Sony bringt jetzt sogar Cine-Optiken mit AF heraus, eigentlich genau das wovon Du träumst. Musst eben nur eine FX6/FX9 benutzen, die allerdings beide völlig unbrauchbar für Dich sind ;) Aber Du siehst eben immer nur Deine persönlichen Anforderungen und schreibst zu klassischen Cine-Optiken ohne AF, sie seien total veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Eben ein klassischer 'iasi' Ausspruch, dem alles nicht gut genug ist.

VG



Antwort von mash_gh4:


Und ganz so, wie es einst hieß, Digitalkameras seien nichts für prof.Filmproduktionen, ist nun eben mit AF.

nein, das sind wirklich zwei paar schuhe!

all meine kameras haben zwar auch diverse belichtungsautomatiken, aber ich bin totzdem heil froh, wenn ich sie nicht benutzen muss!

AF würde ich wirklich nicht als fortschitt od. wünschenswerte errungenschaft im professionellerem filmgeschehen sehen. eine vernünftige steuerung der elektronischen justiermöglichkeiten, halte ich dagegen für eine durchaus vernünftige erweiterung des gestaltungsspektrums, mit der man tatsächlich etwas anfangen kann.

aber, so wie du ohnehin bereits geschrieben hast, sind diese möglichkeiten bereits jetzt in verschiedenen formen verfügbar. dort wo man derartiges tatsächlich braucht, sollten sich dafür also auch lösungen finden lassen.

was allerdings als unleugenbarer missstand nicht ganz verschwiegen werden sollte, ist der geradezu unzumutbare zustand der meisten focus-by-wire lösungen im gegenwärtigen consumer-umfeld hinsichtlich ihrer eignung für die manuelle benutzung!
wenn man nur derartiges zeug kennt, kann ich gut verstehen, dass man sich nicht unbedingt noch mehr davon bzw. entspreche ableger im professionelleren umfeld wünscht.

ich seh das ganze halt ungefähr so, wie auch bei vielen anderen werkzeugen und berufen:
die ganzen dreher, fräser, die ich meinem bekanntenkreis kenne, kurbeln heute auch kaum mehr händisch an ihren maschinen herum, sondern programmieren in CAM-umgebungen ihre CNC-maschinen. trotzdem bringen sie auch in dieser form des arbeitens noch immer unglaublich viel wissen und erfahrung in die bedienung dieser apparaturen ein, wie es jeden von uns außenstehenden heillos überfordern würde.

nix also im sinne von: "you press the button, we do the rest" , wie es sich viele von "Amateur Focus"-lösungen erwarten bzw. wünschen, um ihre großen träume bunter ausmalen zu können.



Antwort von iasi:


Ja, das ist so! Die Schärfe kann ich mit einem AF-Objektiv auf viele verschiedene Arten ziehen. Keine davon funktioniert so präzise wie ein externer Motor; wie auch schon mash angemerkt hatte. Das gibt es irgendwann mal, aber im Moment jedenfalls nicht.

So mal auf die Schnelle bin ich als erstes auf dieses Teil gestoßen:

https://www.amazon.de/cinematics-Focus- ... B00DOPFMTC

und dann dieses:
https://www.amazon.de/Aputure-v-Control ... B00QTMT9RS

Das sind jetzt nicht unbedingt Profi-Teile, aber sie zeigen, dass es prinzipiell geht.
Mit der Komodo werden wohl auch besser Lösungen kommen.



Antwort von Sammy D:



Ja, das ist so! Die Schärfe kann ich mit einem AF-Objektiv auf viele verschiedene Arten ziehen. Keine davon funktioniert so präzise wie ein externer Motor; wie auch schon mash angemerkt hatte. Das gibt es irgendwann mal, aber im Moment jedenfalls nicht.

So mal auf die Schnelle bin ich als erstes auf dieses Teil gestoßen:

...

und dann dieses:
...

Das sind jetzt nicht unbedingt Profi-Teile, aber sie zeigen, dass es prinzipiell geht.
Mit der Komodo werden wohl auch besser Lösungen kommen.

Sag mal, bist du schwer von Begriff? Dass es sowas gibt, hat nie jemand bestritten. Das Aputure-Teil gibts seit mehr als sechs Jahren.

Genau wie alle anderen Lösungen kann man damit praktisch nichts anfangen. Genauso wenig wie mit dem "modernen" Focus Wheel im Ronin-S. Du sprachst davon, dass manuelle Objektive mit externen Motor obsolet seien, weil es bessere Lösungen gibt. Nur gibt es keine...



Antwort von rush:

Hatte Mal solch eine vergleichbare Aputure Lösung als FF Ersatz... Die Idee war an sich cool, die Umsetzung aber eher so lala und nicht wirklich brauchbar um ehrlich zu sein.
Das reichte nicht einmal für ambitionierte Hobbyzwecke.

Da ist also noch einiges an Entwicklungsarbeit nötig - und ohne ein Zusammenspiel der verschiedenen Hersteller und Offenlegung von Objektivprotokollen etc wird das nicht eben einfacher.



Antwort von iasi:



Sag mal, bist du schwer von Begriff? Dass es sowas gibt, hat nie jemand bestritten. Das Aputure-Teil gibts seit mehr als sechs Jahren.

Genau wie alle anderen Lösungen kann man damit praktisch nichts anfangen. Genauso wenig wie mit dem "modernen" Focus Wheel im Ronin-S. Du sprachst davon, dass manuelle Objektive mit externen Motor obsolet seien, weil es bessere Lösungen gibt. Nur gibt es keine...

Schwer von Begriff bist ja wohl eher du.

Red Komodo hat einen RF-Mount.
Red arbeitet am AF.
Was denkst du wohl, wird sich ergeben, wenn an einer Cine-Cam AF-Objektive hängen.

Manuelle Objektive werden obsulet. Mechanische Lösungen - zumal mit angeflanschten E-Motoren - sind schlicht schlechter, als interne Ultrasonic-Lösungen. Weniger bewegte Teile und geringeres Spiel.
Wie immer dauert es im Filmbereich länger, bis sich neue Techniken durchsetzen, aber sie kommen.



Antwort von iasi:


Hatte Mal solch eine vergleichbare Aputure Lösung als FF Ersatz... Die Idee war an sich cool, die Umsetzung aber eher so lala und nicht wirklich brauchbar um ehrlich zu sein.
Das reichte nicht einmal für ambitionierte Hobbyzwecke.

Da ist also noch einiges an Entwicklungsarbeit nötig - und ohne ein Zusammenspiel der verschiedenen Hersteller und Offenlegung von Objektivprotokollen etc wird das nicht eben einfacher.

Ging mir auch so - ein Mount-Adapter mit FF-Ersatz. Das Teil taugte nichts.
Aber damals taugten auch die AF-System noch nichts.
Heute sehe ich eine Aufnahme mit einem 85mm Objektiv bei f1.2, bei dem eine Person auf die Kamera zuläuft - und der AF hält perfekt die Schärfe auf den Augen.



Antwort von Darth Schneider:

Also für Profis finde ich externen Fokus Motoren sinnvoll, da die Motoren ja mit verschiedenstem Equipment zusammen passen und extrem zuverlässig funktionieren müssen.
Was mich als Hobbyfimer betrifft ? Niemals werde ich Zeit mit irgend welchen Motörchen und Krims Krams mit Kabelsalat, verschwenden die ich eigentlich nicht brauche und die am Schluss ja eh nicht befriedigend funktionieren.
Und das 90% von diesen Gimbal Motörchen ganz sicher nicht richtig funktionieren, sieht man ihnen doch schon auf den Fotos an...

Was mir viel lieber und irgendwie auch heute mal wirklich zeitgemässer wäre, ist wenn Black Magic Design endlich mal den Touch Autofokus in der 4K/6K Pocket in einen echten Autofokus umwandeln würde, oder/und ein Livebild auf einem iPhone, mit Touch Autofokus, das wäre sinnvoll und toll.
Das kann doch technisch auch nicht so schwer sein.;)

Dann ab und sofort auf einen Gimbal damit, mit echtem Autofokus, einfacher Bildkontrolle, ganz ohne externes Motörchen und Kabel Gefummel, wie sich das 2021 eigentlich auch gehört.

Solange das nicht so ist fokussiere ich für meinen Teil nur manuell, und meide den Gimbal....hab eh noch keinen eigenen...
Gruss Boris



Antwort von rush:

@Darth: Brauchbaren AF wird die vorhandene P4K/P6K Generation sicherlich nicht mehr bekommen, vielleicht aber eines Tages nachfolgende Geräte.

Deswegen die Pocket auf dem Gimbal meiden? Nö... Entweder halt per Bastellösung aka Nucleus Nano, bei gleichbleibenden Abständen zum Objekt/Protagonisten oder eben via Hyperfokaldistanz bei entsprechender Blende.

@iasi: in der Realität hat man aber eben nicht immer nur einfach zu trackende Gesichter die auf eine Kamera zulaufen... Das dies möglich geworden ist verdanken wir primär hoher Rechenleistungen der Prozessoren innerhalb der Kameras nebst entsprechender Software-Implementierung.
AF ist für solche Situationen heute tatsächlich an einigen Kameras als brauchbar einzustufen, aber sobald das Bewegungsmuster vom trainierten Ablauf abweicht ist die Ausfallquote noch immer recht hoch - eine KI kann aktuell noch nicht in jeder Situationen erahnen was ich möchte bzw worauf ich den Fokus legen möchte. Man darf nicht vergessen das es sich hierbei um Hilfstools handelt, also vergleichbar mit einer Belichtungsautomatik - die auch je ja Kamera und Bildinhalt teils sehr gut, teils aber auch noch immer arg daneben greifen kann wenn man sie mit bspw. Gegenlicht konfrontiert.

Automatiken sind gut und können vieles erleichtern - solang sie sich komplett abschalten lassen nehme ich sie aber durchaus auch gern mit an Board.








Antwort von roki100:


Und das 90% von diesen Gimbal Motörchen ganz sicher nicht richtig funktionieren, sieht man ihnen doch schon auf den Fotos an...

90% ? :) Vielleicht eher umgekehrt...
Bei mir funktioniert Zhiyun FW Motor mit dem Crane 2 Gimbal perfekt. Das ganze Ding ist zuverlässig, stabil usw.

Solange das nicht so ist fokussiere ich für meinen Teil nur manuell, und meide den Gimbal....hab eh noch keinen eigenen...

z.B. auf solche Aufnahmen verzichten? Ne ne...

https://youtu.be/rDlBWPCtB44?t=9

geht nur mit Gimbal.



Antwort von Darth Schneider:

Hm, wahrscheinlich hast du schon recht, muss mich mal schlauer machen, was Gimbals und so betrifft....
Schöne Bilder, nur wenn sich die Kamera immer bewegt....Schade, nervig, muss nicht sein.
Zu viel unmotivierte Kamera Bewegung lenkt eigentlich nur von den schönen Locations ab.;)
Gruss Boris



Antwort von rush:

Das ist eben wie mit vielen Dingen die aufkommen und dann inflationär eingesetzt werden weil es "en vogue" ist. So wie der 5D Matsch-Look ja Anfangs gehyped wurde - es dem Zuschauer aber kaum einen Mehrwert bringt wenn er die Pflanzen in einer Halle nicht mehr sieht weil die Schärfe nur bis zur Nasenspitze des Protagonisten reicht. Könnte jetzt mit der FX6/A7s erneut aufflammen und uns blühen weil nun nach S35 gefühlt alle Vollformat "geil" finden und meinen auch noch möglichst lichtstarke Tröten davor schrauben zu müssen.
Es gibt Szenarien in denen eine deutliche Unschärfe im Hintergrund hilfreich sein kann - aus rein bildgestalterischer Sicht ist das aber auch nur der Weg des geringsten Widerstandes und dem geschuldet das man weniger Zeit/Lust/Geld mehr in Licht/Ausstattung investiert.

Ich nutze den Gimbal bisher tatsächlich auch weiterhin eher gezielt für Bewegungen - nicht um damit sinnlos und dauerhaft umherzuspringen. Diese Nutzer gibt es auch - einige bekommen es gut hin und nutzen es eher im Stile eines Einbeins - also um leichte Verwacklungen zu verringern - andere meinen damit ständig umhertanzen zu müssen - häufig des fehlenden Inhaltes wegen. Damit kaschiert die "hübsche Hülle" aber leider oftmals auch nur den eher schwachen Content.



Antwort von srone:

selbiges kann man auch zu dronen sagen...;-)

lg

srone



Antwort von cantsin:

Diese ganze Diskussion hier ist IMHO hochgradig absurd. Da bringt ein Hersteller eine neue Objektivreihe auf den Markt, die die Lücke zwischen Prosumer-VDSLR- und professionellen Kinoobjektiven noch weiter schließt, und zu Preisen von ca. einem Zehntel dessen, was man vor wenigen Jahren noch für ein vergleichbares Objektiv bezahlt hätte.

Stattdessen wird hier eine völlig sinnfreie Diskussion über vermeintlich fehlende interne Fokussteuerung losgebrochen - als wenn das ein Diskussionspunkt wäre, wenn hier z.B. ein Cine-Objektiv von Zeiss, Schneider oder Cooke vorgestellt worden wäre...



Antwort von rush:

Naja ich denke schon das man das durchaus auch hochskaliert betrachten kann - also die fehlende Entwicklung dahingehend die iasi "anprangert".

Bei den günstigen Preisen des Meike würde man das sogar noch eher verschmerzen - aber im Hochpreis-Segment bleiben jene Innovationen ja auch irgendwie aus. Und das wäre doch eigentlich genau ein Punkt wo jene Hersteller Mal wieder Innovationen setzen könnten um sich von der "billig-Konkurrenz" aus Fernost abzusetzen...

Ob das jetzt in den Meike-Vorstellungsthread passt ist eine andere Baustelle ;-)



Antwort von iasi:


Naja ich denke schon das man das durchaus auch hochskaliert betrachten kann - also die fehlende Entwicklung dahingehend die iasi "anprangert".

Bei den günstigen Preisen des Meike würde man das sogar noch eher verschmerzen - aber im Hochpreis-Segment bleiben jene Innovationen ja auch irgendwie aus. Und das wäre doch eigentlich genau ein Punkt wo jene Hersteller Mal wieder Innovationen setzen könnten um sich von der "billig-Konkurrenz" aus Fernost abzusetzen...

Ob das jetzt in den Meike-Vorstellungsthread passt ist eine andere Baustelle ;-)

Innovationen kommen meist von Außenseitern und Newcomern.

Das Meike wirkt wie ein typisches chinesisches Plagiat.



Antwort von roki100:

https://www.youtube.com/watch?v=BnTEW_QPhSc

https://www.youtube.com/watch?v=eyBkhmdbzIM



Antwort von cantsin:


Das Meike wirkt wie ein typisches chinesisches Plagiat.

Die Meike Cines sind von dem in Kalifornien beheimateten Veydra-Objektivkonstrukteur entworfen. Die Veydras schlugen sich damals wie folgt:

zum Bild https://www.eoshd.com/comments/uploads/ ... 3c0d55.png








Antwort von iasi:



Das Meike wirkt wie ein typisches chinesisches Plagiat.

Die Meike Cines sind von dem in Kalifornien beheimateten Veydra-Objektivkonstrukteur entworfen. Die Veydras schlugen sich damals wie folgt:

zum Bild https://www.eoshd.com/comments/uploads/ ... 3c0d55.png

Genau - eben ein Plagiat.



Antwort von andieymi:

Krass wie hier Welten aufeinanderprallen.

Von "Nicht an der BlendeBlende im Glossar erklärt sondern am Vari-ND"-Drehen ist eigentlich das beste Beispiel, wie wenig Verständnis auf der einen (wie auch auf der anderen Seite) da ist. Gedankenfutter: Es gibt sie mittlerweile, elektronische-variable NDs. Sony hat das, Panavision die Steckvariante.
Aber um nichts in der Welt sieht man in der einen Welt das, was in der anderen gang und gäbe ist - polarisierende Vari-NDs. Wenn dann noch als Rota-Pola, nicht als ND. Warum? Weil es einfach Qualitätsmängel gibt. Das ist so und jeder Spektrometer wird das aufzeigen.
Es finden auch Entwicklungen statt und die NDs von heute sind (egal von wem: Tiffen, Schneider, Arri) nicht vergleichbar mit jenen aus dem vorigen Jahrhundert.
Nur sind die Resultate immer noch besser als Pola-Vari-ND. Deswegen: Findet keine Verwendung, obwohl technisch vielleicht das fortschrittlichere Prinzip als den Mat-Assi zum Filterkoffer rennen zu lassen. Da hängt dann 1min am Drehtag ran, aber das ist noch günstiger als den Drehtag (oder den Drehblock?) wegen schlechtem Vari-ND-Filter wiederholen zu lassen.

Was ich sagen will: Nicht jedes scheinbar bessere Prinzip ist für andere Sichtweisen der Materie besser.

Das es einem antiquiert vorkommen muss ist das eine, wie wenig homogen der Bewegtbildbereich trotz aller Demokratisierung scheinbar ist, das andere. Man könnte vermutlich sagen je mehr Demokratisierung desto weniger Homogenisierung. Technokratie prallt hier auf Historie, Vergleichbarkeit ist quasi nicht mehr herstellbar. Wie sollen jemand der gimbalbedingt-minutiöse Stabilität bis in die mechanische Kameraführung hinein und jemand der atmen (die "Gegenseite" würde sagen: Gewackel) der SteadicamSteadicam im Glossar erklärt besser findet übereinkommen finden? Beide sagen sie machen Bewegtbild und handeln richtig.

Ich glaube dass es bei Optiken ganz einfach ist: Jene, die wirklich High-End herstellen, wissen, dass sie keine Optiken bauen können, die nach 10-30 Jahren quasi obsolet sind. Und das ist beim Vorhandensein von hardwareumgesetzten AF-Softwareprotokollen meist der Fall. Canon-EF überholt sich gerade auch wieder (zwar durch Änderungen an Kameras) selbst. Wieso sollte jemand ein 25 Jahre altes Canon EF anstecken wollen (das vielleicht mal 2000€ kostet aber keine 30.000€) wenn RF das einzige ist, was Kameras mit heutigem Featureset nativ-sinnvoll verwenden können. So, dass wir nicht mit Adaptern anfangen, die dann AF theoretisch erlauben, sondern so wie gefordert: Das was Autofokus heute so genial macht, leading-edge, Zeitgeist?

Die Historie hat im Bewegtbildbereich gezeigt, das visuelle Looks nie aus der Mode kommen. Irgendwann kommt alles wieder. Egal ob Master Primes an 8K oder spät 60er Jahre C-Series, oder sollte man sagen technisch horrende 50er Jahre Super-Baltare? Für alles gibt's Verwendung. Das einzige was Equipment wirklich aus dem Rennen nimmt, ist technische Obsoleszenz. So wie dass EF nicht mehr nativ an RF funktioniert. Ok, vielleicht funktioniert er, aber "was ist mit dem Silent-AF was diese neuen Optiken haben, meiner Knartscht noch", ich will das, mit dem tollsten, neuesten, schnellsten Face-Tracking-KI-gestützten Automatismus.

Was sich glaube ich, Vari-ND-benutztendende-AF-Verfechter einfach nicht vorstellen können ist, wie viel Geld da überall drinsteckt. Letztendlich ist es keine Kunst-Entscheidung sondern knallhartes Geschäft. Ist der halbe Fuhrpark von einem Rental obsolet weil zufälligerweise ein Kamerahersteller sein Protokoll ändert wäre das ein Grund, dass halt einfach gewisse Kameras nicht geholt werden. Würde sich nie durchsetzen. Und da nimmt man lieber Einzelstärken-ND-Filter, und holt sich im Zweifelsfall am 3. Drehtag einen neuen Focus-Puller, als das der AF-versagt wo im Zweifelsfall nicht mal der Chefdesigner aus Japan mehr weiter weiß, weil das ein in sich gebackenes System ist, das halt an die Grenzen stößt. Je einfacher Systeme gestrickt sind, desto einfacher finden einige Leute, die wissen was sie tun eine Lösung dafür und desto schneller läuft das Werk wieder - und das spart Geld.

Die Gegenfrage muss lauten: Wenn Autofokus das Allheilmittel wäre, würde nicht jeder sagen: Das ist das, was ich verwenden will! Da gäbe es keine Diskussion, da gäbe es keine Gegenargument, jeder hätte das und gut ist. Als Beispiel könnte man vielleicht sagen: Computer haben sich als so etwas durchgesetzt. Egal ob Smartphone, Laptop oder Desktop, egal ob Industriebetrieb oder Handwerkstischler oder Supermarkt oder Hobbyfotograf. Jeder hat irgendwo so ein Ding stehen. Ausnahmen bestätigen wie so oft die Regel. Aber da könnte man sagen ist Technik so universell von Vorteilen behaftet, dass es wenige gibt, die Argumente finden so etwas nicht zu verwenden.

Ich fürchte, bei Automatik-Behilfen im Bewegtbildsektor sieht es oft anders aus.
PS: Das geht eigentlich am Thema vorbei. Aber zurück zu Meike, es ist wahrlich Absurd, dass chinesische 0815 Optiken mechanisches Verhalten das Cine-Herstellern vorbehalten war kopieren. Aber die Antwort ist oft einfach: Die hätten nicht die Kapazitäten für ein leading-edge-AF-System und umgekehrt ist im Moment alles was Käufer finden will "Cine". Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen diesen beiden Eckpunkten.



Antwort von srone:



Die Meike Cines sind von dem in Kalifornien beheimateten Veydra-Objektivkonstrukteur entworfen. Die Veydras schlugen sich damals wie folgt:

zum Bild https://www.eoshd.com/comments/uploads/ ... 3c0d55.png

Genau - eben ein Plagiat.

ist es noch ein plagiat, wenn es erheblich besser performt?

lg

srone



Antwort von mash_gh4:


ist es noch ein plagiat, wenn es erheblich besser performt?

das entscheidende an den veydras war die tatsache, dass sie wirklich die ersten brauchbaren mechanischen objektive waren, die tatsächlich von grund auf für das MFT-bildfenster in zeitgemäßer weise gerechnet und produziert wurden (obwohl die meisten letztlich auch s35 einigermaßen abgedeckt haben), und nicht nicht einfach nur bereits bestehende konstruktionen dafür adaptiert haben.

im übrigen sind sie das in einer weise angegangen, die von anfang an auch die bedeutsamkeit eines zummengehörigen sets von aufeinander abgestimmten optiken mitberücksichtigt und unterstrichen hat -- nicht also, wie bspw. im falle der noktons od. sigmas, nur irgendwelche einzelnen highlights für liebhaber einer eklektizistischen arbeitsweise geboten haben.

wenn jetzt meike an diese bemerkenswerte bemühung anzuschließen versucht, ist das natürlich erfreulich. damit es aufgeht, müssen sie halt noch beweisen, dass sie tatsächlich genauso radikal und visionär dieser urspünglichen idee treu bleiben, statt einfach nur billige optiken zu liefern, die irgendwelche cine-glas typischen merkmale oder eben die äußere veydra-erscheinung oberflächlich nachahmen.



Antwort von roki100:

also beim vergleich zwischen Meike und Veydra (Bilder gibt es irgendwo im netz) produziert Veydra ein bisschen weichere Bilder, fast so, als wäre da noch zusätzlich Diffusion Glas.

EDIT
Hier sieht man das auch:

Bildschirmfoto 2021-01-06 um 13.06.20.png
Bildschirmfoto 2021-01-06 um 13.06.47.png

https://www.youtube.com/watch?v=-ZosMUgYyZo



Antwort von Frank Glencairn:



Genau - eben ein Plagiat.

Wo siehst du denn da ein angebliches "Plagiat", und vor allem, Plagiat von was?



Antwort von Frank Glencairn:


Warum? Weil es einfach Qualitätsmängel gibt. Das ist so und jeder Spektrometer wird das aufzeigen.

Wenn du ein Spectrometer dazu brauchst, dann spielt es in der Praxis keine Rolle.

Es finden auch Entwicklungen statt und die NDs von heute sind (egal von wem: Tiffen, Schneider, Arri) nicht vergleichbar mit jenen aus dem vorigen Jahrhundert.

Nope - NDs sind längst ausentwickelt, da kommen nur noch Varianten mit neuen Namen (oft von no-name Firmen) - der letzte Schrei waren vor ein paar Jahren die ARRI FSND Mattebox-Filter, die aber auch nur eine größere Variante der älteren hinteren FSND Einsteckfilter sind - neu ist daran gar nix.



Antwort von iasi:


Krass wie hier Welten aufeinanderprallen.

Von "Nicht an der BlendeBlende im Glossar erklärt sondern am Vari-ND"-Drehen ist eigentlich das beste Beispiel, wie wenig Verständnis auf der einen (wie auch auf der anderen Seite) da ist.

Was willst du denn mit dem Beispiel sagen?
Du schreibst zwar viel, aber der eigentlich Punkt ist zumindest so versteckt, dass ich ihn nicht finden kann:

ND-Filter - ob Vari oder nicht - dienen zur Belichtsungssteuerung.

Die BlendeBlende im Glossar erklärt ist ein Gestaltungsmittel.



Antwort von iasi:



Genau - eben ein Plagiat.

Wo siehst du denn da ein angebliches "Plagiat", und vor allem, Plagiat von was?

Da wird das Veydra nachgebaut. Also die Übernahme fremder geistiger Leistungen - Plagiat.

Von eigenen geistigen Leistungen oder gar Innovationen kann ich bei diesem Meike nichts erkennen.








Antwort von srone:



Wo siehst du denn da ein angebliches "Plagiat", und vor allem, Plagiat von was?

Da wird das Veydra nachgebaut. Also die Übernahme fremder geistiger Leistungen - Plagiat.

veydra hat die produktion offiziell an meike übergeben, mach dich kundig bevor du so einen quatsch behauptest...;-)

lg

srone



Antwort von iasi:



Da wird das Veydra nachgebaut. Also die Übernahme fremder geistiger Leistungen - Plagiat.

veydra hat die produktion offiziell an meike übergeben, mach dich kundig bevor du so einen quatsch behauptest...;-)

lg

srone

Muss ich dir eigentlich die Definition von Übernahme liefern?
Aber vielleicht kommst du ja selbst darauf, wenn du mal überlegst:
Veydra hat die Produktion übergeben, dann hat also Meike die Produktion ________.



Antwort von srone:

muss ich dir offiziell erklären?

lg

srone



Antwort von mash_gh4:



Da wird das Veydra nachgebaut. Also die Übernahme fremder geistiger Leistungen - Plagiat.

veydra hat die produktion offiziell an meike übergeben, mach dich kundig bevor du so einen quatsch behauptest...;-)

eine lesenswerte und sachkundige zusammenfassung der ganze geschichte und ihres nicht besonders harmonischen endes aus der feder von Matthew Duclos findet sich hier:

https://thecinelens.com/2020/04/18/rip- ... 2014-2019/



Antwort von Frank Glencairn:



Da wird das Veydra nachgebaut. Also die Übernahme fremder geistiger Leistungen - Plagiat.

Von eigenen geistigen Leistungen oder gar Innovationen kann ich bei diesem Meike nichts erkennen.

Veydra haben ihre Optiken schon immer von Zhang fertigen lassen (die womöglich wieder eine andere Fabrik beauftragt haben), weil Veydra gar keine Optiken fertigen kann, von denen (und von Matthew) stammt nur das Design (so wie Apple selbst keine iPhones fertigen kann, sondern das bei Foxcon machen lassen muß).

Ich kann beim besten Willen kein Problem darin sehen, daß Zhang die Dinger - wie bisher auch - weiter unter dem Label Meike fertigt.
Kann mir doch völlig wurscht sein, welcher Markenaufkleber da drauf pappt, solange die Performance der Linse stimmt.
Und die stimmt nicht nur, sondern wurde sogar deutlich verbessert, plus die FF Versionen. Vonwegen "keine eigene Leistung".

Und selbst wenn Zhang die alten Veydras nur 1:1 weiterhin fertigen würden - who cares? Dadurch werden sie ja nicht schlechter.



Antwort von Jörg:

Natürlich sind die nicht schlechter.
Eine typische iasi Luftschlacht.
Einfach nur dagegen sein, auch wenn man die Gegebenheiten gar nicht kennt.



Antwort von roki100:

https://www.youtube.com/watch?v=OfH39l6gRPY



Antwort von Frank Glencairn:


Natürlich sind die nicht schlechter.

Im Gegenteil - IMHO sind die Meikes ganz ausgezeichnete Optiken mit einem - bisher nie erreichten - Preis-Leistungs Verhältnis.
Was will man mehr?

Ich weiß - irgendwelche eingebauten AE Motörchen.... ;-)



Antwort von iasi:


Natürlich sind die nicht schlechter.
Eine typische iasi Luftschlacht.
Einfach nur dagegen sein, auch wenn man die Gegebenheiten gar nicht kennt.

Mal wieder ein typisches jörgsches Aufbauschen.

Das Wort "Plagiat" impliziert nicht "schlechter".
Warum muss ich hier eigentlich die Bedeutung von Wörtern erklären?

Die Luftschlacht vollziehen ja wohl eher diejenigen, die plötzlich alles mögliche in eine Aussage rein interpretieren.



Antwort von srone:


Das Wort "Plagiat" impliziert nicht "schlechter".
Warum muss ich hier eigentlich die Bedeutung von Wörtern erklären?

ein plagiat impliziert aber den diebstahl von geistigem eigentum, sei es design oder technik, was hier definitiv nicht der fall ist.

lg

srone



Antwort von iasi:



Da wird das Veydra nachgebaut. Also die Übernahme fremder geistiger Leistungen - Plagiat.

Von eigenen geistigen Leistungen oder gar Innovationen kann ich bei diesem Meike nichts erkennen.

Veydra haben ihre Optiken schon immer von Zhang fertigen lassen (die womöglich wieder eine andere Fabrik beauftragt haben), weil Veydra gar keine Optiken fertigen kann, von denen (und von Matthew) stammt nur das Design (so wie Apple selbst keine iPhones fertigen kann, sondern das bei Foxcon machen lassen muß).

Ich kann beim besten Willen kein Problem darin sehen, daß Zhang die Dinger - wie bisher auch - weiter unter dem Label Meike fertigt.
Kann mir doch völlig wurscht sein, welcher Markenaufkleber da drauf pappt, solange die Performance der Linse stimmt.
Und die stimmt nicht nur, sondern wurde sogar deutlich verbessert, plus die FF Versionen. Vonwegen "keine eigene Leistung".

Und selbst wenn Zhang die alten Veydras nur 1:1 weiterhin fertigen würden - who cares? Dadurch werden sie ja nicht schlechter.

Lies mal den von mash verlinkten Artikel:
Quality control standards had to be reasonable, but not too tight in order to keep yields decent. Anything that the Veydra brand lacked in quality control tolerance was made up for in customer support.
...
a curious new lens began popping up around the web in 2018: Meike. These lenses looked nearly identical to Veydra Mini Primes but at a fraction of the price tag.



Antwort von iasi:



Das Wort "Plagiat" impliziert nicht "schlechter".
Warum muss ich hier eigentlich die Bedeutung von Wörtern erklären?

ein plagiat impliziert aber den diebstahl von geistigem eigentum, sei es design oder technik, was hier definitiv nicht der fall ist.

lg

srone

Plagiate können, müssen aber nicht, gegen ein Gesetz verstoßen

„plagiieren“: fälschen, imitieren, kopieren, leihen, übernehmen;

a curious new lens began popping up around the web in 2018: Meike. These lenses looked nearly identical to Veydra Mini Primes but at a fraction of the price tag.

https://thecinelens.com/2020/04/18/rip- ... 2014-2019/



Antwort von srone:

wenn ich die reihenfolge deiner synonym liste, als bedeutungshäufigkeit betrachte, ist es dass was ich meinte.

und das ist hier nicht der fall.

lg

srone



Antwort von iasi:


wenn ich die reihenfolge deiner synonym liste, als bedeutungshäufigkeit betrachte, ist es dass was ich meinte.

und das ist hier nicht der fall.

lg

srone

falsch gedeutet - die Reihenfolge ist alphabetisch.

Aber es ist eigentlich auch egal.
Die MFT-Linsen hatte Meike nachgebaut.



Antwort von Frank Glencairn:



Lies mal den von mash verlinkten Artikel:
Quality control standards had to be reasonable, but not too tight in order to keep yields decent. Anything that the Veydra brand lacked in quality control tolerance was made up for in customer support.
...
a curious new lens began popping up around the web in 2018: Meike. These lenses looked nearly identical to Veydra Mini Primes but at a fraction of the price tag.

Und jezt? Da steht genau das was ich gesagt hatte.



Antwort von iasi:



Lies mal den von mash verlinkten Artikel:
Quality control standards had to be reasonable, but not too tight in order to keep yields decent. Anything that the Veydra brand lacked in quality control tolerance was made up for in customer support.
...
a curious new lens began popping up around the web in 2018: Meike. These lenses looked nearly identical to Veydra Mini Primes but at a fraction of the price tag.

Und jezt? Da steht genau das was ich gesagt hatte.

Da steht auch, dass der neue Hersteller wohl höhere Stückzahlen fährt und geringere Toleranzen bei der Fertigung erreicht.

Vernünftige Tests zum 50mm T2.1 FF hab ich nicht gefunden.
Also etwas in der Art:
https://www.youtube.com/watch?v=_eRmqYzJVfU
Worauf fußt denn das Lob für die Meike-Vollformat-Linsen?
Was mir ausffällt:
- Keine elektronische Übertragung
- nur T2.1

Ein Rokinon 50mm T1.5 AS UMC Cine DS Lens kostet halb soviel und bietet dabei T1.5 bei geringerem Gewicht. ;) :)
Der Preis kann"s also nicht sein. ;)



Antwort von mash_gh4:

hier wären noch ein paar vergleichsmöglichkeiten, die evtl. besser ins gesamtbild passen könnten als die von dir genannten rokkinons... (zitat: "I’m only including lenses that are considered serious cinema lenses, not pseudo-cine lenses.")

https://wolfcrow.com/a-comparison-of-ci ... e-cameras/

womit ich allerdings keineswegs behaupten möchte, dass man die meike FF optiken voreilig überschätzen und tatsächlich in dieses umfeld einordnen sollte.



Antwort von Frank Glencairn:



Worauf fußt denn das Lob für die Meike-Vollformat-Linsen?
Was mir ausffällt:
- Keine elektronische Übertragung
- nur T2.1

Beides spielt im Cine-Bereich nur eine völlig untergeordnete Rolle, wenn überhaupt.
Wie auch das Gewicht, sind das hauptsächlich Hobbyfilmer/Einzelkämpfer Themen.

Die durchschnittliche Cine-Prime ist meistens so um T2 - T 2.3 rum angesiedelt - gedreht wird sowieso meistens mit mindestens T4.
Schnelle Optiken wie die Super Speeds, oder die Cooke 5/i gelten für gewöhnlich als Spezialoptiken für Spezialfälle.



Antwort von rush:



Worauf fußt denn das Lob für die Meike-Vollformat-Linsen?

Wo wird die Linse denn so sehr gelobt? Es gibt einige die positiver Hoffnung sind da sie u.U. von ehemaligen Veydra Leuten mitentwickelt wurde - was das konkret bedeutet muss man sehen und abwarten.
Es gab seinerzeit auch erste Batches an Veydras die damals für Sony nicht allzu gut abgeschnitten hatten an der FS7.



Antwort von Darth Schneider:

Ich denke mir wenn die günstigen MFT Cine Meikes doch schon so gut abschneiden bei den Testern, wird das deutlich teurere Vollformat Glas sicher eher noch besser sein müssen....Sonst verkaufen die das doch nie..
Also wird’s doch auch so sein. Rein von den Fotos her spielt das neue Objektiv jetzt für meine Augen eher in der Liga der Xeens als in der günstigen Samjangs und Co Liga.
Gruss Boris



Antwort von iasi:



Worauf fußt denn das Lob für die Meike-Vollformat-Linsen?

Wo wird die Linse denn so sehr gelobt? Es gibt einige die positiver Hoffnung sind da sie u.U. von ehemaligen Veydra Leuten mitentwickelt wurde - was das konkret bedeutet muss man sehen und abwarten.
Es gab seinerzeit auch erste Batches an Veydras die damals für Sony nicht allzu gut abgeschnitten hatten an der FS7.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann basieren die S35-Meike auch nur auf den MFT-Veydras-Konstruktionen.
Mir fällt es schwer zu glauben, dass man aus diesen Konstruktionen mal eben ein FF-Bildkreis rausziehen kann.

Zum 50mm T2.1 FF sollte es doch mittlerweile aussagekräftige Tests geben.
Irgendwelche youtube-aus-der-Handfilmereien sind ja nun mal wenig tauglich.
Vielleicht kennt ja jemand einen Test und kann ihn verlinken.



Antwort von pillepalle:



Wenn ich das richtig verstanden habe, dann basieren die S35-Meike auch nur auf den MFT-Veydras-Konstruktionen.
Mir fällt es schwer zu glauben, dass man aus diesen Konstruktionen mal eben ein FF-Bildkreis rausziehen kann.

Man kann Optiken skalieren und das haben viele Hersteller in der Vergangenheit auch so gemacht. Also eine Optik einfach eine Nummer größer bauen damit sie einen größeren Bildkreis ausleuchten.

VG



Antwort von iasi:


hier wären noch ein paar vergleichsmöglichkeiten, die evtl. besser ins gesamtbild passen könnten als die von dir genannten rokkinons... (zitat: "I’m only including lenses that are considered serious cinema lenses, not pseudo-cine lenses.")

https://wolfcrow.com/a-comparison-of-ci ... e-cameras/

womit ich allerdings keineswegs behaupten möchte, dass man die meike FF optiken voreilig überschätzen und tatsächlich in dieses umfeld einordnen sollte.

Interessanter Test.

Wobei es aber eben doch auch die Xeen-Reihe von Rokinon gibt und die Sigma- und Canon-Reihe auch eine Verwandschaft zu Fotolinsen haben. Ich weiß sowieso nicht, was serious cinema lenses ausmachen soll. Ist es vielleicht der "Anzug", der sie besser macht?
Ich finde, das Otus 55mm schlägt sich im Vergleich zu den Cine-Linsen hier sehr gut:
https://youtu.be/_eRmqYzJVfU?t=7353

Will ich mehr als 135mm muss ich zu einer Prime-Serie greifen, bei der der Preis für jede Linse im 5-stelligen Bereich liegt.

Genausowenig, wie ich heute noch während einer Aufnahme an der BlendeBlende im Glossar erklärt herumdrehe, will ich, dass jemand am FF während der Aufnahme herumfummelt. Motoren müssen also sowieso sein.
Filterlösungen in der Kamera oder im Mount sind zudem eh besser.
Ergo muss eigentlich die Bauform einer Objektivserie nicht mehr gleich sein.



Antwort von mash_gh4:

es verbietet dir ja niemand typische foto-optiken bzw. deren umgebaute od. adaptierte varianten für die bewegtbildaufzeichnung zu verwenden. in einigen punkten -- und sei es nur der stückzahlbedingten preisgestaltung -- fährt man damit besser.

das ändert aber nichts daran, dass es eben auch diese andere schiene der spezialisierten cine-optiken mit ihren ganz spezifischen ansprüchen und qualitäten gibt. sinnvollerweise vergleicht man entsprechende produkte also auch besser innerhalb dieses felds. frank hat die entsprechenden konventionen und erwartungen ohnehin ziemlich treffend zusammengefasst.

ich persönlich glaube übrigens nicht, dass es ganz so einfach ist, objektive zu "skalieren".
natürlich geht das mit gewissen abstrichen an qualität sehr einfach -- siehe: speedbooster u.co. dort aber, wo man es wirklich sauber und optimal hinzubekommen versucht, stellen sich halt leider in beide richtungen der größenveränderung ganz andere knifflige probleme. das macht eben die qualität von lösungen aus, die kompromisslos auf einen ziel hin maßgeschneidert werden.

ersthaft aussagekräftige tests von cine-festbrennweiten machen übrigens auch erst dann wirklich sinn, wenn es bereits ein einigermaßen vollständiges set davon gibt, weil eben das zusammenspiel -- also die einheitliche farbwiedergabe und anderer optischer eigenschaften -- durchgängig stimmen müssen, und das nicht nur für eine mittlere "normal"-brennweite.

genau diese durchgängigkeit der abbildungseigenschaften, beschränkt zwar auch einzelne eigenschaften, die selbst bei relativ billigen foto-optiken oft deutlich beeindruckender ausfallen, ermöglicht aber letztlich ein vernünftiges arbeiten bzw. vorausschauendes einschätzen und gestalten der optischen resultate, wie es mit einer bunten mischung aus gläsern mit völlig unterschiedlich gelagerten stärken und schwächen kaum möglich ist.



Antwort von pillepalle:


Ich weiß sowieso nicht, was serious cinema lenses ausmachen soll. Ist es vielleicht der "Anzug", der sie besser macht?

Wurde doch schon etliche Male erwähnt. Z.B. die aufwendige Mechanik. Um das Breathing gering zu halten müssen meist unterschiedliche Linsenelemente in verschiedene Richtungen bewegt werden. Bei Fotooptiken spielt das Breathing keine Rolle, da geht man immer den einfachsten Weg und bewegt nur Linsenelemente die zum Fokussieren nötig sind. Der große Drehwinkel für präzises Arbeiten, meist einheitliche Größen der Optik und Positionen der Zahnringe, farblich aufeinander abgestimmte Optiken um unnötige Arbeit/Farbkorrekturen in der Post zu vermeiden (bei Stills auch ziemlich unwichtig) usw.

Ich finde man muss hier eh unterschieden, zwischen den Optiken die sich ein Owner/Operator auch selber zulegen kann (so 5000,- bis 6000,-€ pro Optik), und den hochpreisigen Optionen die man nur mietet. Im Fullframe Bereich gibt es da nicht so viel Auswahl. Deshalb arbeiten ja auch viele mit Fotooptiken und nehmen deren Nachteile in Kauf. Aber mittlerweile sind sich auch die Hersteller dieser Problematik bewußt. In dem Punkt ist z.B. Nikon mit den neuen Z-Mount Optiken echt vorbildlich, weil sie auch mehr auf die Bedürfnisse von Videonutzern achten. Wie z.B. geringes Breathing (selbst bei der recht preiswerten 1.8/50mm).

https://youtu.be/DmJe_L8rJs4

Gut, die haben es mit der linearen Bewegung beim focus by wire noch nicht gerallt, aber ansonsten haben die fast alles richtig gemacht. Auch Sonys neuer 16-35er Cinema ZoomZoom im Glossar erklärt ist erstaunlich günstig und könnte sich fast so gut schlagen wie eine klassische Cinema Optik. Da wird in den nächsten Jahren noch viel passieren und mit der Zeit wird es auch immer mehr interessante Optionen geben. Nur billiger wird das (bei immer größeren Sensoren) wohl kaum werden.

@ mash_gh4

Doch. Das hat man früher häufig gemacht. Da wurden bei Zeiss die gleichen Rechnungen einer KB Optik z.B. für die WW-Objektive im Mittelformat verwendet. War dann im größeren FormatFormat im Glossar erklärt eben eine längere BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt die entsprechend lichtschwächer war, hatte aber den gleichen Bildwinkel. Heute ist es natürlich viel einfacher (durch die zuhilfenahme von Computern) Objektive zu konstruieren.

VG



Antwort von andieymi:



Krass wie hier Welten aufeinanderprallen.

Von "Nicht an der BlendeBlende im Glossar erklärt sondern am Vari-ND"-Drehen ist eigentlich das beste Beispiel, wie wenig Verständnis auf der einen (wie auch auf der anderen Seite) da ist.

Was willst du denn mit dem Beispiel sagen?
Du schreibst zwar viel, aber der eigentlich Punkt ist zumindest so versteckt, dass ich ihn nicht finden kann:

ND-Filter - ob Vari oder nicht - dienen zur Belichtsungssteuerung.

Die BlendeBlende im Glossar erklärt ist ein Gestaltungsmittel.

Touche, ich gebe zu gedanklich gesprungen zu sein, könnte man als "Abblenden statt ND" verstehen, so war es nicht gemeint.

Der Punkt müsste lauten: Ich wüsste nicht, wenn ich zwischen 2 seperaten Einstellungen bei gleicher BlendeBlende im Glossar erklärt ND wechseln muss, einen Vari ND brauche. Das geht ja dann mit Einzelstufenfiltern.
Anders sieht es im Fall der Änderung während des Takes aus - zu diesem Fall bin ich gedanklich gesprungen, weil das eigentlich das einzige ist, wo der Vari wirklich punkten könnte. Brauche ich das in einer Einstellung (Wechsel von drinnen draußen, Lichtwechsel im Take) wird es trotzdem in 99% aller Fälle auf 99% aller Sets auf denen ich bisher war über die BlendeBlende im Glossar erklärt realisiert. Gestaltungsmittel hin- oder her, wieso wollen denn alle stufenlose Blenden? Könnte ich doch sonst auch elektronsich über EF lösen. Da klickts dann schön bei jedem Drittel. Dafür ist üblicherweise der 2. Kanal an jeder Funkschärfe da, und in seltensten Spezialfällen wird auf Vari ND gegangen (Cinefade wäre ein Beispiel, da funktioniert das mit der BlendeBlende im Glossar erklärt prinzipbedingt nicht mehr, der VariND korrigiert ja nur die Blendenänderung), ansonsten auf halbwegs gleiches Level leuchten (drinnen & draußen) und beim Wechsel die 1-2 Blendenstufen von drinnen nach draußen abblenden, was sich lichtmäßig vielleicht nicht mehr ausging.

Alles was ich sagen wollte: Da bewegen wir uns im Idealbereich des Einsatzes eines Vari-NDs - und trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es trotz gestaltungstechnischer Kompromisse mehr über die BlendeBlende im Glossar erklärt gelöst wird.

Ganz umfangreich ausformuliert:
Im Normalfall: Fix-ND auf Arbeitsblende (99%)
Im besonderen Fall des Lichtwechsels: Fix-ND auf BlendeBlende im Glossar erklärt der Wahl, Änderungen über stufenlose BlendeBlende im Glossar erklärt (0,99%)
Im seltensten Spezialfall, bei gleichzeitiger Änderung von BlendeBlende im Glossar erklärt + ND bei gleicher Belichtung: Vari ND (0,01%)

Würde mich interessieren, wer schon mal Cinefades in Live-Verwendung gesehen hat. Nicht auf Messen, sondern am Set. Selbst den angebotenenen Vari ND, also nicht das Blenden + Vari System.



Antwort von iasi:

Auch wenn wir abschweifen ...

Ich sehe 3 ND-Filter-Lösungen:
1. Die Steckvariante
2. Vari-Filter
3. Revolverlösungen

Das Gefrickel bei Nr.1 ist eben nicht nur umständlich, sondern provoziert Probleme mit Verschmutzung und Staub ect.
Vari-Filter können 2 Probleme hervorrufen: Verlust an Bildqualität/Farbverschiebung und eben Lichtverlust, denn ganz klar sind sie nie.
Die Revolverlösung kostet Platz und die Mechanik kann zicken.



Antwort von iasi:

Nun hab ich doch einen Test zum 50mm gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=mly-atWcQPE




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