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Frage von scrooge:
Juli 2026

Hallo zusammen,

ich habe gerade spektrafilm OFX entdeckt, eine Filmemulation als OFX Plugin, inklusive Grain, Halation, etc.

Hab es in Resolve getestet und bin sehr angetan.
Erst war es nur auf GitHub und nur für Mac verfügbar. Jetzt hat es eine eigene Website:
https://spektrafilm.114c.de/
Bisher ist es kostenlos, bzw. Donationware.

Ich bin kein Colorgrading Profi, deswegen würde mich mal interessieren, wie die erfahreneren von euch es bewerten.

Viele Grüße
Hartmuit

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Antwort von freezer:

Bei Dehancer drehen die völlig durch - ich hab für die Perpetual License noch 299,- bezahlt, mittlerweile wollen sie von einer Einzelperson 999,- und von Unternehmen 1999,- dafür.

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Antwort von Saint.Manuel:

freezer hat geschrieben:
Bei Dehancer drehen die völlig durch - ich hab für die Perpetual License noch 299,- bezahlt, mittlerweile wollen sie von einer Einzelperson 999,- und von Unternehmen 1999,- dafür.
Das großflächige Influencer-Marketing muss schließlich finanziert werden. Aber die Entwicklung hin zu den aktuellen Preisen ist schon wuchtig.

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Antwort von scrooge:

Saint.Manuel hat geschrieben:
freezer hat geschrieben:
Bei Dehancer drehen die völlig durch - ich hab für die Perpetual License noch 299,- bezahlt, mittlerweile wollen sie von einer Einzelperson 999,- und von Unternehmen 1999,- dafür.
Das großflächige Influencer-Marketing muss schließlich finanziert werden. Aber die Entwicklung hin zu den aktuellen Preisen ist schon wuchtig.
Dann werden die vielleicht auch bald den Adobe-Effekt erleben:
Dass die Konkurrenz immer besser wird und dabei viel günstiger ist - ohne Abo. :-)

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Antwort von freezer:

Ich habe jetzt ein bisschen damit herumgespielt, das Manual quergelesen.
Viele interessante Dinge sind dabei - aber das Tool leidet unter massiven Usability-Problemen.
Man hat ewig viele Parameter zur Verfügung - aber wenn Du nicht gerade ein Experte in Analogfilmentwicklung bist, stehst Du vor der Vielzahl an Reglern und denkst Dir - ok? Du drehst an einem Regler und versucht herauszufinden, was ändert sich, wie beeinflusst der Parameter - aber oft genug passiert fast gar nichts.

Es fängt schon damit an, dass man es auf ein gut entwickeltes RAW legt - und dann sieht das Defaultergebnis wie Grütze aus - und man weiß nicht warum.

Man kann Stocks in der Printer Simulation auswählen - da ist das Bild plötzlich negativ, aber man weiß nicht genau wieso, sind ja alle Stocks in der selben Liste.

Dann gibt es flächige Schwarzwerte - da kann man dann an Reglern drehen, bis es halbwegs passt.

Aber warum bekomme ich nicht Out of the Box ein gefälliges Bild und kann es dann iterativ verhunzen?

Dehancer hat ja auch bei einigen Stellen ein ähnliches Problem, bestimmte Inputspaces haben für mich zB überhaupt nie wie vorgesehen funktioniert.

Mir fällt das deswegen so stark auf, weil ich seit Wochen selbst an einem Plugin dieser Art feile - FARBKLANGRAUM. Allerdings kein OFX, sondern eine DCTL. Und da gibt es auch viele Parameter (derzeit 45) - aber OOTB kommt das gleiche Bild raus, wie man reinschickt.
Mein Konzept ist ein virtuelles Filmnegativ - keine Nachahmung von Filmstocks. Es gibt keine parametrisierten Analogfilm-Simulationspresets. Es gibt kein Haliation, kein Diffuse und kein Grain - das war alles nicht das Ziel.

Ziel war es, ein Tool zu erschaffen bei dem man an den Reglern herumspielt und in kurzer Zeit tolle Ergebnisse bekommt - eine Farbstimmung erschafft, nicht einen existierenden Analogfilmstock nachahmt.

Alle Parameter wirken in diesem Dichtefarbraum und man kann das Bild weder clippen noch crushen. Man kann die Farbsättigung voll reindrücken bis es weh tut - aber das Ziel war immer ein gefälliges Bild zu erzeugen ohne es zu brechen (- gut es gibt Kombinationen an Parameter da gelingt das, aber das würde eh niemand als gefälliges Bild mehr ansehen).

Dafür kann man in kurzer Zeit echt schöne, analogfilmhafte Ergebnisse erzielen.

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Antwort von scrooge:

freezer hat geschrieben:
Ziel war es, ein Tool zu erschaffen bei dem man an den Reglern herumspielt und in kurzer Zeit tolle Ergebnisse bekommt - eine Farbstimmung erschafft, nicht einen existierenden Analogfilmstock nachahmt.
Alle Parameter wirken in diesem Dichtefarbraum und man kann das Bild weder clippen noch crushen. Man kann die Farbsättigung voll reindrücken bis es weh tut - aber das Ziel war immer ein gefälliges Bild zu erzeugen ohne es zu brechen (- gut es gibt Kombinationen an Parameter da gelingt das, aber das würde eh niemand als gefälliges Bild mehr ansehen).
Dafür kann man in kurzer Zeit echt schöne, analogfilmhafte Ergebnisse erzielen .
Das klingt sehr cool. :-)

Zu spektrafilm OFX:
Ich habe es im Davinci YRGB Farbraum auf einige Apple LOG 2 ProRes Clips angewendet und hatte gleich ein vernünftiges Bild als Grundlage.
Gut finde ich, dass man in der Film Stock Emulation z.B. Kodak Vision3 50D einstellen kann und direkt darunter dazu passend in der Print Stock Emulation Kodak Vision 2383.
Wenn ich es mit meinen bisherigen Grades vergleiche (mit Phantom LUT, JVKE und anderen) spricht es mich sehr an.
Aber es stimmt schon, dass es viele Einstellungen gibt, für die man noch weitere Infos bräuchte.
Es ist aber auch gerade erst "auf den Markt" gekommen.

Viele Grüße
Hartmut

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Antwort von tom:

freezer hat geschrieben:
Ich habe jetzt ein bisschen damit herumgespielt, das Manual quergelesen.
Viele interessante Dinge sind dabei - aber das Tool leidet unter massiven Usability-Problemen.
Man hat ewig viele Parameter zur Verfügung - aber wenn Du nicht gerade ein Experte in Analogfilmentwicklung bist, stehst Du vor der Vielzahl an Reglern und denkst Dir - ok? Du drehst an einem Regler und versucht herauszufinden, was ändert sich, wie beeinflusst der Parameter - aber oft genug passiert fast gar nichts.

Es fängt schon damit an, dass man es auf ein gut entwickeltes RAW legt - und dann sieht das Defaultergebnis wie Grütze aus - und man weiß nicht warum.

Man kann Stocks in der Printer Simulation auswählen - da ist das Bild plötzlich negativ, aber man weiß nicht genau wieso, sind ja alle Stocks in der selben Liste.

Dann gibt es flächige Schwarzwerte - da kann man dann an Reglern drehen, bis es halbwegs passt.

Aber warum bekomme ich nicht Out of the Box ein gefälliges Bild und kann es dann iterativ verhunzen?

Dehancer hat ja auch bei einigen Stellen ein ähnliches Problem, bestimmte Inputspaces haben für mich zB überhaupt nie wie vorgesehen funktioniert.
Hast Du auch die spektrafilm-flow Version ausprobiert? Sie soll wenigr Parameterund Funktoinen in der UI zeigen und so einfacher zu bedienen sein - aber mir ist nicht klar, ob sie so auch schneller per Defaulteinstellungen vorzeigbare Ergebnsse bringt....(schreibe gerade ne News zu spectrafilm und erwähne da auch Deine Kritik ;-)

Thomas

PS
Bin gespannt auf FARBKLANGRAUM :)

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Antwort von freezer:

scrooge hat geschrieben:

Das klingt sehr cool. :-)

Zu spektrafilm OFX:
Ich habe es im Davinci YRGB Farbraum auf einige Apple LOG 2 ProRes Clips angewendet und hatte gleich ein vernünftiges Bild als Grundlage.
Gut finde ich, dass man in der Film Stock Emulation z.B. Kodak Vision3 50D einstellen kann und direkt darunter dazu passend in der Print Stock Emulation Kodak Vision 2383.
Wenn ich es mit meinen bisherigen Grades vergleiche (mit Phantom LUT, JVKE und anderen) spricht es mich sehr an.
Aber es stimmt schon, dass es viele Einstellungen gibt, für die man noch weitere Infos bräuchte.
Es ist aber auch gerade erst "auf den Markt" gekommen.
Versuch mal bitte diese LUT von mir - stammt direkt aus FARBKLANGRAUM:

https://we.tl/t-GGYFpVh3Tn7OyfjD

Node Flow:

Exposure --> CST (Color Space Transform) --> LUT

Exposure kann optional mit Primaries / Shadow +20 / Highlights -50 bis -80 bestückt werden, falls der Output zu extrem wird. Gilt für Normalbelichtung. Sonst zuerst Exposure normalisieren mit den üblichen Tools.

Die CST mit folgenden Einstellungen:

Input Color Space = von Deinem Footage (Apple Wide Gamut)
Input Gamma = von Deinem Footage (Apple Log oder Apple Log 2)
Output Color Space = Blackmagic Design Wide Gamut Gen4/5
Output Gamma = Blackmagic Film Gen 5

Tone & Gamut Mapping = NONE
Apply Inverse OOTF = aktiviert
Use White Point Adaption = aktiviert

Würde mich interessieren, wie es sich bei Deinem Material verhält.

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Antwort von Sicki:

Habe deine LUT eben mal auf RED Raw Material ausprobiert. Im Anhang einmal vs. Standard-Rec.709-Conversion. Finde als Startpunkt um dann dran zu drehen okay, aber nicht unbedingt ein Mehrwert zur Rec.709-Conversion.
Außerdem einfach zum Vergleich einmal spektrafilm OFX und Filmbox Pro jeweils mit Kodak Vision3 250D auf 2383 geprinted. Alles so OOTB wie möglich.

EDIT: Und als kleines Extra noch das was Dehancer einem OOTB als "Kodak Vision 3" anbietet.

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Antwort von freezer:

Sicki hat geschrieben:
Habe deine LUT eben mal auf RED Raw Material ausprobiert. Im Anhang einmal vs. Standard-Rec.709-Conversion. Finde als Startpunkt um dann dran zu drehen, greift es schon relativ stark in die Farben ein.
Außerdem einfach zum Vergleich einmal spektralfilm OFX und Filmbox Pro jeweils mit Kodak Vision3 250D auf 2383 geprinted. Alles so OOTB wie möglich.
Klar, die LUT ist ja nur eine Parameter-eingebackene Version dessen, was ich im FARBKLANGRAUM eingestellt habe. Ich habe das an einen Kodak Vision 3 Filmstock per Auge angenähert - basierend auf ein paar Beispielbildern aus dem Netz, ohne irgendeine Messungen.
Die LUT ist mehr ein Experiment und hat keine Aussagekraft über die Möglichkeiten der FARBKLANGRAUM DCTL - wäre ja auch widersinnig :-)

Bei RED Raw Material könntest Du auch versuchsweise die Inverse OOTF ausschalten, das ergibt sattere Farben und Tiefen.

Ich bin ehrlich gesagt erstaunt, wie nahe ich da an der Spektrafilm Version mit den Farben liege - dafür dass ich die Parameter nur schnell mit dem Auge an den Look des 250D/2383 hingeschätzt habe.

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Antwort von Sicki:

Ja Inverse OOTF hab ich in beiden Varianten getestet, wäre auch eher bei deaktiviert.
Klar, der Vergleich mit der LUT ist natürlich nicht ganz fair, im Gegensatz zu den Tools mit allen Parametern.
Finde spektrafilm nach dem ersten Testen nicht schlecht, auch wenn es etwas unnötig kleinteilig ist. Wirkt auf jeden Fall deutlich ausgeglichener als die extremen Kurve die Dehancer anlegt. Für mich bleibt aber Filmbox der Goldstandard was Analogfilm Emulation angeht.
Bin gespannt auf deine DCTL.

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Antwort von slashCAM:


Digital gefilmtes Material nachträglich durch eine Emulation von analogem Filmmaterial einen Filmlook zu verpassen, ist eine der klassischen Aufgaben im Color Grading - e...



Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
spektrafilm OFX - kostenlose Filmemulation für DaVinci Resolve


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Antwort von stip:

Ich nutze es seit einiger Zeit und finde es sehr gut. Der Entwickler, der übrigens in Karlsruhe wohnt, updated Spektrafilm regelmäßig, features wie Bleach Bypass u.ä. sollen noch kommen.

Das Grain ist fantastisch. Halation könnte besser sein, da fehlt m.M. ein Frequenzfilter um es nur auf helle Bereiche zu begrenzen. Die Kodak Vision Modelle sind sehr gut zu gebrauchen. Es gibt zudem coole features die kommerzielle Produkte nicht haben. Ich würde mir noch mehr Kontrolle über Saturation und Density wünschen.

Ich war nie ein Fan von Dehancer (gegenüber Filmbox oder Genesis stieht es m.M. regelrecht schlecht aus), zumindest die bisher implementierten Kodak Vision Modelle machen Spektrafilm nicht nur zur Dehancer Alternative sondern Letzteres quasi obsolet, nicht erst seit der neuen Preispolitik.

Spektrafilm ist jetzt schon fantastisch und wird wohl noch besser, ich hoffe dass User einen kleinen Betrag spenden, besonders wenn es kommerziell genutzt wird.

EDIT: die Nutzung empfinde ich nicht als zu kompliziert. Die meisten Parameter braucht man einfach nicht anzufassen. Kodak Vision als Negativ und Printfilm wählen, das ist schon ein guter Ausgangspunkt. Mit Push/Pull im Print kann man dann den Kontrast steuern, Shadow Shape und Highlight Shape bieten auch kreative Kontrolle. Ich vergleiche dann noch gerne die 4 Algorithmen, da gibt es vor allem bei Hauttönen und dem Rendern von Grenzwerte (Neonschilder ect) Unterschiede.

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Antwort von medienonkel:

freezer hat geschrieben:
Ich habe jetzt ein bisschen damit herumgespielt, das Manual quergelesen.
Viele interessante Dinge sind dabei - aber das Tool leidet unter massiven Usability-Problemen.
Man hat ewig viele Parameter zur Verfügung - aber wenn Du nicht gerade ein Experte in Analogfilmentwicklung bist, stehst Du vor der Vielzahl an Reglern und denkst Dir - ok? Du drehst an einem Regler und versucht herauszufinden, was ändert sich, wie beeinflusst der Parameter - aber oft genug passiert fast gar nichts.

Es fängt schon damit an, dass man es auf ein gut entwickeltes RAW legt - und dann sieht das Defaultergebnis wie Grütze aus - und man weiß nicht warum.

Man kann Stocks in der Printer Simulation auswählen - da ist das Bild plötzlich negativ, aber man weiß nicht genau wieso, sind ja alle Stocks in der selben Liste.

Dann gibt es flächige Schwarzwerte - da kann man dann an Reglern drehen, bis es halbwegs passt.

Aber warum bekomme ich nicht Out of the Box ein gefälliges Bild und kann es dann iterativ verhunzen?

Dehancer hat ja auch bei einigen Stellen ein ähnliches Problem, bestimmte Inputspaces haben für mich zB überhaupt nie wie vorgesehen funktioniert.

Mir fällt das deswegen so stark auf, weil ich seit Wochen selbst an einem Plugin dieser Art feile - FARBKLANGRAUM. Allerdings kein OFX, sondern eine DCTL. Und da gibt es auch viele Parameter (derzeit 45) - aber OOTB kommt das gleiche Bild raus, wie man reinschickt.
Mein Konzept ist ein virtuelles Filmnegativ - keine Nachahmung von Filmstocks. Es gibt keine parametrisierten Analogfilm-Simulationspresets. Es gibt kein Haliation, kein Diffuse und kein Grain - das war alles nicht das Ziel.

Ziel war es, ein Tool zu erschaffen bei dem man an den Reglern herumspielt und in kurzer Zeit tolle Ergebnisse bekommt - eine Farbstimmung erschafft, nicht einen existierenden Analogfilmstock nachahmt.

Alle Parameter wirken in diesem Dichtefarbraum und man kann das Bild weder clippen noch crushen. Man kann die Farbsättigung voll reindrücken bis es weh tut - aber das Ziel war immer ein gefälliges Bild zu erzeugen ohne es zu brechen (- gut es gibt Kombinationen an Parameter da gelingt das, aber das würde eh niemand als gefälliges Bild mehr ansehen).

Dafür kann man in kurzer Zeit echt schöne, analogfilmhafte Ergebnisse erzielen.
Programmierst du da richtig selbst von Hand oder läuft da Vibe-Coding?

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Antwort von cantsin:

Im Prinzip kann man Spektrafilm als alternative DRT (z.B. zu Resolves CST oder 3rd-Party DRTs wie OpenDRT) einsetzen, nur mit einem Workflow und Einstellungs-Parametern, die ein analoges Filmlabor modellieren. Sehr schön!

Ich bin sehr angetan, nachdem ich mal gerade ein Projekt damit probehalber gegradet habe. Man kann damit im Prinzip einen kompletten Look auf einer End-Node bauen und darunter korrigieren/graden. Hab hier leicht nostalgische Erinnerungen an "Magic Bullet Looks" von vor knapp 20 Jahren, nur dass dieses Plugin viel, viel besser ist und wirklich "vertraut", wenn man schon mal in einem Filmlabor entwickelt + contact printing gemacht hat.

Gegenüber Resolves Davinci-Tonemapper in CST kriege ich mit Spektrafilm allerdings out-of-the-box (bzw. ohne vorgeschaltete Korrekturnodes) keinen ganz so guten Highlight-Rolloff hin - siehe die Zeichnung im Haar oben in der Mitte:

2.1_2.1.1-crop.png CST

1.31_1.31.1-crop.png Spektrafilm

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Antwort von stip:

Ich finde das Rolloff schon filmischer, es werden ja mehr Infos in den Highlights komprimiert, das wirkt zwar wie weniger Information aber eben auch sanfter oder "cremiger", durchaus eine Filmeigenschaft.

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Antwort von rush:

Habe es heute auch mal ausprobiert und muss sagen: Gefällt!
Ja - es gibt sehr viel einzustellen, aber wenn man bereits mit Dehancer oder dergleichen gearbeitet hat kommt einem doch vieles nicht gänzlich unbekannt vor und man kann sich gut an ein Ergebnis herantasten.

Besonders lobenswert finde ich auch die Preset Verwaltung innerhalb des Plugins - keine Selbstverständlichkeit und hat Dehancer meines Wissens nach so in der Form nicht direkt bzw. "nur" als Lut Export wie auch spektralfilm.
Seit dem letzten Resolve Update verschwinden ständig meine Power Grades in neuen Projekten und ich muss sie immer wieder erneut einblenden...

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Antwort von cantsin:

stip hat geschrieben:
Ich finde das Rolloff schon filmischer, es werden ja mehr Infos in den Highlights komprimiert, das wirkt zwar wie weniger Information aber eben auch sanfter oder "cremiger", durchaus eine Filmeigenschaft.
Wirklich? Ich sehe da einfach weniger Zeichnung bzw. früheres Clipping zu einer monochromen Fläche:

comparison.png
(EDIT: Halation und Diffusion waren im Spektrafilm-Plugin nicht aktiviert.)

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Antwort von stip:

Ich sehe die gleiche Zeichnung, nur eben nach oben komprimiert. Dadurch wirkt es weniger detailreich aber auch cremiger.
Neben Film an sich auch schön in alle digitalen Roger Deakins' Filmen zu sehen, seine LUT wurde von Joachim Zell von Arri auf Grundlage von Filmscans gebaut.

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Antwort von 72cu:

Nimmt man solche Feinheiten beim normalen Sehen eines Films wahr, wenn auch vielleicht nur unterbewusst? Man konzentriert sich doch auf die Handlung, wird vom Ton beeinflusst, und die Bilder rauschen an einem vorbei.
Arbeitet Ihr beim Grading wirklich so fein bis in die Details?
Ich frage ganz ernsthaft, weil ich noch nie einen unfertigen Film, also ohne Grading, gesehen habe. Bei mir mache ich auch nur ein Bisschen Farbkorrektur um Farbstiche zu entfernen, dann ein Wenig an den Kurven für Helligkeit, Sättigung etc. ziehen, Teils etwas Überstrahlung hinzufügen, im Gerenderten noch Filmkorn, und das war es eigentlich schon.

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Antwort von cantsin:

72cu hat geschrieben:
Nimmt man solche Feinheiten beim normalen Sehen eines Films wahr, wenn auch vielleicht nur unterbewusst?
Wahrscheinlich bin ich viel zu pingelig. (Und habe eine vielleicht etwas obsessive Abneigung gegen geclippte Spitzlichter und fehlende Zeichnung...)

Spektrafilm ist schon super - die erste Filmsimulation, die mich überzeugt, und mit der man sehr schnell zu guten und optisch überzeugenden Ergebnissen kommt (vor allem, wenn man sich bei analogen Filmworkflows ein bisschen auskennt) - mit Ergebnissen, die wirklich wie gescannter Film und nicht wie ein Pseudo-Retro-Filter aussehen.

Wobei ich allerdings Filmbox nicht aus eigener Erfahrung kenne.

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Antwort von Bildlauf:

Habe auch mal damit rumgespielt. Mit diversen Clips.
Hier Beispiel mit Gegenlicht im Bild.

Ich finde es killt tlw. Zeichnung in den hellen Bereichen (Äste, Himmel), oberes Bild. Die kriege ich dann auch nur mühsam zurück.
Nur ganz schlicht auf Kodak 250 D (Bei anderen Varianten ist es auch nicht besser).

Das untere Bild ist ganz normal in rec.709 transformiert. Da hebe ich dann lieber die Schatten etwas an um die Wiese ggf. heller zu machen.

Vermutlich liegt es an meinem Workflow, da ja viele recht angetan sind von Spektral.
Bin auch kein wirklicher Könner mit solchen Tools.
Benutze aber gerne mal den Film Look Creator in Davinci und andere Ansätze.
Schon nett sowas gratis anzubieten.

(Ja ich habe den Sensor nicht gereinigt…)

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Antwort von stip:

Du findest das untere Bild besser?

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Antwort von chaert-s:

freezer hat geschrieben:
Ich habe jetzt ein bisschen damit herumgespielt, das Manual quergelesen.
Viele interessante Dinge sind dabei - aber das Tool leidet unter massiven Usability-Problemen.
Man hat ewig viele Parameter zur Verfügung - aber wenn Du nicht gerade ein Experte in Analogfilmentwicklung bist, stehst Du vor der Vielzahl an Reglern und denkst Dir - ok? Du drehst an einem Regler und versucht herauszufinden, was ändert sich, wie beeinflusst der Parameter - aber oft genug passiert fast gar nichts.

Es fängt schon damit an, dass man es auf ein gut entwickeltes RAW legt - und dann sieht das Defaultergebnis wie Grütze aus - und man weiß nicht warum.

Man kann Stocks in der Printer Simulation auswählen - da ist das Bild plötzlich negativ, aber man weiß nicht genau wieso, sind ja alle Stocks in der selben Liste.

Dann gibt es flächige Schwarzwerte - da kann man dann an Reglern drehen, bis es halbwegs passt.

Aber warum bekomme ich nicht Out of the Box ein gefälliges Bild und kann es dann iterativ verhunzen?

Dehancer hat ja auch bei einigen Stellen ein ähnliches Problem, bestimmte Inputspaces haben für mich zB überhaupt nie wie vorgesehen funktioniert.

Mir fällt das deswegen so stark auf, weil ich seit Wochen selbst an einem Plugin dieser Art feile - FARBKLANGRAUM. Allerdings kein OFX, sondern eine DCTL. Und da gibt es auch viele Parameter (derzeit 45) - aber OOTB kommt das gleiche Bild raus, wie man reinschickt.
Mein Konzept ist ein virtuelles Filmnegativ - keine Nachahmung von Filmstocks. Es gibt keine parametrisierten Analogfilm-Simulationspresets. Es gibt kein Haliation, kein Diffuse und kein Grain - das war alles nicht das Ziel.

Ziel war es, ein Tool zu erschaffen bei dem man an den Reglern herumspielt und in kurzer Zeit tolle Ergebnisse bekommt - eine Farbstimmung erschafft, nicht einen existierenden Analogfilmstock nachahmt.

Alle Parameter wirken in diesem Dichtefarbraum und man kann das Bild weder clippen noch crushen. Man kann die Farbsättigung voll reindrücken bis es weh tut - aber das Ziel war immer ein gefälliges Bild zu erzeugen ohne es zu brechen (- gut es gibt Kombinationen an Parameter da gelingt das, aber das würde eh niemand als gefälliges Bild mehr ansehen).

Dafür kann man in kurzer Zeit echt schöne, analogfilmhafte Ergebnisse erzielen.
Moin freezer,
schade, dass Du mein Plugin als Grütze empfindest. Es ist eigentlich vorgesehen, einen neutralen look OOTB zu haben, um dem Koloristen die kreativen Entscheidungen zu überlassen, wie das Material schlussendlich aussieht.
Deine DCTL interessiert mich sehr! Klingt vom Prinzip her total interessant. Wäre es möglich, eine test-demo zu bekommen? Kannst es ja verschlüsselt als DCTLE verschicken oder so.
Viele Grüße
Aedan

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Antwort von scrooge:

Eine Frage dazu an die Fachleute:
Wenn ich die Projekteinstellungen in Resolve einstelle auf Davinci YRGB und den Farbraum auf Davinci WG Intermediate und dann das spektrafilm OFX auf einen LOG Clip anwende - werden dann alle Manipulationen des Plugins im Wide Gamut Farbraum vorgenommen und die Rec709 Konversion kommt (obwohl sie oben steht) an letzter Stelle?
Wäre aus meiner Sicht sinnvoll aber ich wollte mal fragen, ob es auch so ist.

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Antwort von cantsin:

scrooge hat geschrieben:
Eine Frage dazu an die Fachleute:
Wenn ich die Projekteinstellungen in Resolve einstelle auf Davinci YRGB und den Farbraum auf Davinci WG Intermediate und dann das spektrafilm OFX auf einen LOG Clip anwende - werden dann alle Manipulationen des Plugins im Wide Gamut Farbraum vorgenommen und die Rec709 Konversion kommt (obwohl sie oben steht) an letzter Stelle?
Das kann man im Plugin einstellen. Also in Deinem Fall Davinci WideGamut + Davinci Intermediate als Input-Farbraum und - Gamma, plus Rec709 Gamma 2.4 als Ausgabe.

Deshalb verhält es sich ja als de facto-Alternative zu CST oder 3rd Party-Plugins wie OpenDRT.

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Antwort von scrooge:

Das hatte ich versucht, es sieht aber nur „richtig“ aus, wenn ich Apple LOG 2 als Eingangssignal für meine Aufnahmen mit dem iPhone 17 Pro einstelle.

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Antwort von dienstag_01:

scrooge hat geschrieben:
Das hatte ich versucht, es sieht aber nur „richtig“ aus, wenn ich Apple LOG 2 als Eingangssignal für meine Aufnahmen mit dem iPhone 17 Pro einstelle.
Wenn das Material Apple Log2 ist.

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Antwort von cantsin:

scrooge hat geschrieben:
Das hatte ich versucht, es sieht aber nur „richtig“ aus, wenn ich Apple LOG 2 als Eingangssignal für meine Aufnahmen mit dem iPhone 17 Pro einstelle.
Du musst erst Apple Log2 - mit einer CST- Node - in DaVinci WideGamut + Davinci Intermediate wandeln. Ansonsten ist Deine ganze Pipeline, fürchte ich, Murks...

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Antwort von scrooge:

cantsin hat geschrieben:
Du musst erst Apple Log2 - mit einer CST- Node - in DaVinci WideGamut + Davinci Intermediate wandeln. Ansonsten ist Deine ganze Pipeline, fürchte ich, Murks...
Bist du sicher?
Dann würde es aber keinen Sinn machen, dass spektrafilm OFX als Eingangssignal diverse LOG-Profile von Kameras anbietet. Denn nach deinem Vorschlag würde es immer Eingangssignale im Wide Gamut Farbraum erhalten.
Ist es nicht so, dass Resolve die LOG-Clips der Kameras automatisch im Wide Gamut Farbraum verarbeitet, wenn man das im Color Management so eingestellt hat?
Ich dachte, dass spektrafilm OFX dann seine Werkzeuge auf diese LOG Clips ebenfalls im Wide Gamut Farbraum anwendet und dann erst am Ende seiner Verarbeitung als Rec709 ausgibt.

Viele Grüße
Hartmut

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Antwort von dienstag_01:

Ist es nicht so, dass Resolve die LOG-Clips der Kameras automatisch im Wide Gamut Farbraum verarbeitet, wenn man das im Color Management so eingestellt hat? Wenn man das Color Managment richtig einstellt, braucht man keine CST. Also Input Apple Log2, Timeline BM Intermediate, Output 709 oder was man eben ausgibt.

Das Plugin sollte dann aber schon mit dem Timeline Color Space als Input arbeiten (hab es noch nicht getestet).

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Antwort von cantsin:

dienstag_01 hat geschrieben:
Ist es nicht so, dass Resolve die LOG-Clips der Kameras automatisch im Wide Gamut Farbraum verarbeitet, wenn man das im Color Management so eingestellt hat?
Wenn man das Color Managment richtig einstellt, braucht man keine CST. Also Input Apple Log2, Timeline BM Intermediate, Output 709 oder was man eben ausgibt. Nicht, wenn Du im Modus DaVinci YRGB arbeitest. Dann musst Du erst vom Farbraum und Gamma des Kameramaterials händisch (also per CST-Node) in DaVinci WideGamut + DaVinci Intermediate wandeln. Diesen Schritt übersehen viele.

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Antwort von stip:

scrooge hat geschrieben:
Eine Frage dazu an die Fachleute:
Wenn ich die Projekteinstellungen in Resolve einstelle auf Davinci YRGB und den Farbraum auf Davinci WG Intermediate und dann das spektrafilm OFX auf einen LOG Clip anwende - werden dann alle Manipulationen des Plugins im Wide Gamut Farbraum vorgenommen und die Rec709 Konversion kommt (obwohl sie oben steht) an letzter Stelle?
Wäre aus meiner Sicht sinnvoll aber ich wollte mal fragen, ob es auch so ist.
Ja die 709 Konversion kommt an letzter Stelle, alle Berechnungen vorher sind im weiteren Farbraum.

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Antwort von stip:

cantsin hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Wenn man das Color Managment richtig einstellt, braucht man keine CST. Also Input Apple Log2, Timeline BM Intermediate, Output 709 oder was man eben ausgibt.
Nicht, wenn Du im Modus DaVinci YRGB arbeitest. Dann musst Du erst vom Farbraum und Gamma des Kameramaterials händisch (also per CST-Node) in DaVinci WideGamut + DaVinci Intermediate wandeln. Diesen Schritt übersehen viele.
Ich glaube ihr meint dasselbe aber redet etwas aneinander vorbei :)

Davinci YRGB Color Managed = raw Dateien und korrekt zugewiesenes Log footage werden automatisch in den gewählte Timeline Color Space, im Normalfall also DWG/Intermediate, gewandelt.
Dacinvi YRGB = Footage muss manuell mit CSTs konvertiert werden.

Da Spektrafilm viele gängige Formate als Input unterstützt muss aber nicht erst zu DWG / Intermediate gewandelt werden.

Dacinvi YRGB = Spektrafilm Input Color Space -> deine Kamera. Wenn nicht vorhanden, vor Spektrafilm ein CST und zu Davinci Intermediate wandeln u das in Spektrafilm als Input wählen.

Die Umwandlung in DWG/Intermediate macht also Sinn wenn der eigene Kamerafarbraum nicht als Input von Spektrafilm unterstützt wird oder wenn man mit verschiedenen Kameras / Farbräumen arbeitet.

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Antwort von stip:

chaert-s hat geschrieben:

Moin freezer,
schade, dass Du mein Plugin als Grütze empfindest. Es ist eigentlich vorgesehen, einen neutralen look OOTB zu haben, um dem Koloristen die kreativen Entscheidungen zu überlassen, wie das Material schlussendlich aussieht.
Deine DCTL interessiert mich sehr! Klingt vom Prinzip her total interessant. Wäre es möglich, eine test-demo zu bekommen? Kannst es ja verschlüsselt als DCTLE verschicken oder so.
Viele Grüße
Aedan

Moin Aedan,

cool dass du dich hier meldest!
Vielen Dank für das fantastische Tool! Wie in einem früheren Post geschrieben teste ich es seit einiger Zeit und bin mehr als angetan.Ich denke es wird in Zukunft noch hohe Wellen schlagen, dabei wünsche ich dir viel Erfolg.

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Antwort von cantsin:

scrooge hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:
Du musst erst Apple Log2 - mit einer CST- Node - in DaVinci WideGamut + Davinci Intermediate wandeln. Ansonsten ist Deine ganze Pipeline, fürchte ich, Murks...
Bist du sicher?
Dann würde es aber keinen Sinn machen, dass spektrafilm OFX als Eingangssignal diverse LOG-Profile von Kameras anbietet. Denn nach deinem Vorschlag würde es immer Eingangssignale im Wide Gamut Farbraum erhalten.
Das Spektrafilm-Plugin unterstützt als native Log-Profile nur Arri LogC3/4, BMD Film Gen5, RED Log3G10, Sony SLog3, Canon Log2&3 sowie Panasonic V-Log. Alle anderen Log-Profile muss man zuvor passend wandeln, wobei sich der Workflow:
Kamera-Logprofil -> DaVinci WideGamut/Intermediate -> Spektrafilm
empfiehlt. Dasselbe gilt auch für vergleichbar arbeitende Plugins wie OpenDRT.

Ist es nicht so, dass Resolve die LOG-Clips der Kameras automatisch im Wide Gamut Farbraum verarbeitet, wenn man das im Color Management so eingestellt hat? Wenn man im Standardmodus, "Davinci YRGB" arbeitet: Nein.

Um das mal zu illustrieren:
Screenshot From 2026-07-20 11-24-50.png
Hier finden keine automatischen Wandlungen statt (wie auch @stip in seinem obigen Posting schrieb). Diese Werte beziehen sich nur auf die jeweils gesetzten Metadaten.

Wenn man also z.B. Apple Log2-Material in dieses Projekt importiert und nicht händisch, mit einer CST-Node, in Davinci WideGamut/Intermediate wandelt, wird es
(a) im falschen Farbraum und Gamma gegradet - d.h. Resolves Farbkorrekturregler funktionieren nicht so, wie sie sollten.
(b) im falschen Fabraum und Gamma an Farbraumwandler wie CST, OpenDRT und Spektrafilm übergeben, wodurch eine Wandlung in falsche/verschobene Farben resultiert.

Bei so einem vermurksten Workflow besteht dann das "Grading" auf den jeweiligen Clip-Nodes daraus, die hier resultierenden Falschfarben händisch zu kompensieren...

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Antwort von Darth Schneider:

@scrooge
So viel ich weiss nein nicht automatisch im Color Managment, das geht nur manuell über 2 separate CST Nodes. Eins am Anfang und eins am Schluss…

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Antwort von dienstag_01:

cantsin hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Wenn man das Color Managment richtig einstellt, braucht man keine CST. Also Input Apple Log2, Timeline BM Intermediate, Output 709 oder was man eben ausgibt.
Nicht, wenn Du im Modus DaVinci YRGB arbeitest. Dann musst Du erst vom Farbraum und Gamma des Kameramaterials händisch (also per CST-Node) in DaVinci WideGamut + DaVinci Intermediate wandeln. Diesen Schritt übersehen viele.
Das ist richtig, wenn man kein Color Managment verwendet, kann es keine automatische Umwandlung des Farbraums geben, dann muss man es über CST machen. Deshalb bin ich ín meinen Antworten von Color Managed ausgegangen, war wahrscheinlich ein Fehler.

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Antwort von stip:

Ich will nicht der Pedant sein aber Begriffe wie Color Management und Color Managed präzise zu benutzen würde genau diese Diskussionen verhindern.

"Color Management" ist der allgemeine Begriff vom Organisieren von Input, Working und Output Farbräumen und Gammas.
Davinci YRGB "Color Managed" ist das Resolve-eigene Color Management.

Das sind 2 verschiedene Dinge die auf den letzten Seiten nicht präzise benutzt wurden. Blackmagic ist da nicht ganz unschuldig weil bekannt für verwirrende Namensgebung.

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Antwort von dienstag_01:

Also rein von der Logik her würde ich ja davon ausgehen, dass, wenn das Plugin Log-Profile anbietet, es wie eine CST arbeitet, die CST also ersetzt (im Mode ohne aktiviertes CM) Vielleicht findet man da was im Manual.

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Antwort von cantsin:

dienstag_01 hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:


Nicht, wenn Du im Modus DaVinci YRGB arbeitest. Dann musst Du erst vom Farbraum und Gamma des Kameramaterials händisch (also per CST-Node) in DaVinci WideGamut + DaVinci Intermediate wandeln. Diesen Schritt übersehen viele.
Das ist richtig, wenn man kein Color Managment verwendet, kann es keine automatische Umwandlung des Farbraums geben, dann muss man es über CST machen.
Für die Mitlesenden: Das ganze ist halt missverständlich, weil alle diese möglichen Einstellungen (a) in einem Tab namens "Color Management" gemacht werden und (b) die nicht-color managed (bzw. nicht-automatisch / nur händisch color-managed) Einstellung dabei die Standardeinstellung ist und außerdem nicht "non-managed" heißt, sondern "DaVinci YRGB"...
Deshalb bin ich ín meinen Antworten von Color Managed ausgegangen, war wahrscheinlich ein Fehler. Das Problem ist IMO, dass Spektrafilm nicht wirklich für "Resolve Color Managed" (RCM) gedacht ist. Denn erstens finden in (RCM) eine automatische Wandlung in Ausgabe-Farbraum & -Gamma statt, während Spektrafilm ein händischer Farbraum-/Gammaumwandler ist. Und zweitens muss man überhaupt wissen, dass DaVinci Wide Gamut (DWG) and DaVinci Intermediate Arbeitsfarbraum- und Gamma im RCM-Workflow sind; das Programminterface selbst gibt darüber keine Auskunft.

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Antwort von cantsin:

dienstag_01 hat geschrieben:
Also rein von der Logik her würde ich ja davon ausgehen, dass, wenn das Plugin Log-Profile anbietet, es wie eine CST arbeitet, die CST also ersetzt (im Mode ohne aktiviertes CM) Vielleicht findet man da was im Manual.
Ja, das Spektrafilm-Plugin ist faktisch ein DRT (= Display Rendering Transform), genau wie CST, OpenDRT und JP2499.

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Antwort von dienstag_01:

Was ist RCM?

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Antwort von stip:

dienstag_01 hat geschrieben:
Was ist RCM?
cantsin hat geschrieben:
Das Problem ist IMO, dass Spektrafilm nicht wirklich für "Resolve Color Managed" (RCM) gedacht ist.
Ach Leute :)

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Antwort von dienstag_01:

stip hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:
Was ist RCM?
cantsin hat geschrieben:
Das Problem ist IMO, dass Spektrafilm nicht wirklich für "Resolve Color Managed" (RCM) gedacht ist.
Ach Leute :)
Da hast du recht ;)

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Antwort von scrooge:

cantsin hat geschrieben:

Das Spektrafilm-Plugin unterstützt als native Log-Profile nur Arri LogC3/4, BMD Film Gen5, RED Log3G10, Sony SLog3, Canon Log2&3 sowie Panasonic V-Log. Alle anderen Log-Profile muss man zuvor passend wandeln, …..
Bei meiner Version von spektrafilm OFX kann ich Apple LOG 2 als LOG Profil angeben.

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Antwort von scrooge:

Also ich fasse mal für mich zusammen:
Wenn ich in den Projekteinstellungen Davinci YRGB auswähle (also nicht Color Managed) und als Timeline Color Space Rec709 Gamma 2.4 eingebe und dann für die Clips spektrafilm OFX wähle und dort Apple LOG 2 auswähle, dann funktioniert alles bestens.
Durch 10-Bit ProRes als Quellmaterial und Resolves interne 32-Bit-Float-Berechnung habe ich genug „Spielraum“ für die Bearbeitung des Materials und brauche nicht zwingend den Color Managed Workflow um hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Sehe ich das richtig?

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Antwort von cantsin:

scrooge hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:

Das Spektrafilm-Plugin unterstützt als native Log-Profile nur Arri LogC3/4, BMD Film Gen5, RED Log3G10, Sony SLog3, Canon Log2&3 sowie Panasonic V-Log. Alle anderen Log-Profile muss man zuvor passend wandeln, …..
Bei meiner Version von spektrafilm OFX kann ich Apple LOG 2 als LOG Profil angeben.
Interessant! Womöglich weil Du die MacOS-Version installiert hast? Ich nutze die Linux-Version des OFX-Plugins...

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Antwort von scrooge:

cantsin hat geschrieben:
scrooge hat geschrieben:


Bei meiner Version von spektrafilm OFX kann ich Apple LOG 2 als LOG Profil angeben.
Interessant! Womöglich weil Du die MacOS-Version installiert hast? Ich nutze die Linux-Version des OFX-Plugins...
Ja ich nutze die MacOS Version.

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Antwort von cantsin:

scrooge hat geschrieben:
Also ich fasse mal für mich zusammen:
Wenn ich in den Projekteinstellungen Davinci YRGB auswähle (also nicht Color Managed) und als Timeline Color Space Rec709 Gamma 2.4 eingebe und dann für die Clips spektrafilm OFX wähle und dort Apple LOG 2 auswähle, dann funktioniert alles bestens.
Durch 10-Bit ProRes als Quellmaterial und Resolves interne 32-Bit-Float-Berechnung habe ich genug „Spielraum“ für die Bearbeitung des Materials und brauche nicht zwingend den Color Managed Workflow um hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Sehe ich das richtig?
IMHO sind Deine Projekteinstellungen suboptimal. Rec709 Gamma 2.4 würde ich nicht als Timeline-Color Space verwenden, weil der Farbraum zu eng und das Gamma zu steil ist. Ich würde alles in einen weiten Farbraum und ein flaches Gamma bringen, darin graden, und dann auf der letzten Node in Rec709 Gamma 2.4 umwandeln - mit CST, Spektrafilm, OpenDRT oder was auch immer passt.

10bit sorgt zwar für materialintern gute Tonwertabstufungen, verhindert aber nicht, dass Farben (wie z.B. von farbigem Kunstlicht) im Rec709-Farbraum ausbluten und Schatten und Spitzlichter bei Gamma 2.4 schnell absaufen und sich deren Rolloff nur schwierig graden lässt.

Davinci WideGamut + Davinci Intermediate ist genau dafür gedacht, in der Nachbearbeitung alles in einen weiten Farbraum und flaches Gamma bringen; ACES auch.

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Antwort von stip:

Scheint als habe MacOS Version mehr Inputs.
scrooge hat geschrieben:
Also ich fasse mal für mich zusammen:
Wenn ich in den Projekteinstellungen Davinci YRGB auswähle (also nicht Color Managed) und als Timeline Color Space Rec709 Gamma 2.4 eingebe und dann für die Clips spektrafilm OFX wähle und dort Apple LOG 2 auswähle, dann funktioniert alles bestens.
Durch 10-Bit ProRes als Quellmaterial und Resolves interne 32-Bit-Float-Berechnung habe ich genug „Spielraum“ für die Bearbeitung des Materials und brauche nicht zwingend den Color Managed Workflow um hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Sehe ich das richtig?
Ich würde nicht Rec709 2.4 als Timeline Color Space wählen. Timeline Color Space gibt an in welchem Farbraum die Prozesse ablaufen, das sollte ein möglichst Großer sein, i.d.R. nimmt man da DWG/Intermediate. Wenn man zB nur mit Arri LogC4 Material arbeitet könnte man auch das nehmen.

Der Output Color Space muss mit dem Monitor übereinstimmen, auf dem du das Bild betrachtest und das sollte dann auch der Output von Spektarfilm sein.

Außerdem, den "Color Managed" Workflow (ich nehme an du meinst Resolve Color Managed bzw RCM) brauchst du ohnehin nicht um "hochwertige" Ergebnisse zu erreichen, der ist nur dazu da um das Farbmanagement automatisch von Resolve erledigen zu lassen. Das hat mit der Qualität nichts zu tun.

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Antwort von cantsin:

Ich hatte vor einem Jahr hier einmal einen Color Management-Workflow für DaVinci YRGB gepostet und als Grafik visualisiert, der genau diese Fragen addressiert: Wie bringt man Log-Material verschiedener Kameras/Hersteller in DaVinci WideGamut/Intermediate als gemeinsamen Arbeitsfarbraum, und wie erhält man am Ende der (Node-) Kette einen Zielfarbraum+Gamma wie Rec709/Gamma 2.4:

resolve cst workflow.png
EDIT: Habe die Grafik soeben aktualisiert, so dass man besser sieht, wo am Ende Kette Spektrafilm/CST/OpenDRT/JP2499 steht.

Die dafür passende Konfiguration im "Color Management"-Tab von Resolves Projekteinstellungen ist:
Screenshot From 2026-07-20 12-43-39.png

Mein persönlicher Workflow ist, für jedes jeweilige Kameraformat (bzw. Farbraum+Gamma) mit Group-Nodes zu arbeiten und die CST-Wandlung vom kameraherstellereigenen Gamma/Farbraum in Davinci WideGamut/Intermediate jeweils in einer "Group Pre Clip"-Node zu erledigen. Wenn man im selben Projekt z.B. Sony S-Log3-Material und RED Log3G10-Material hat, weist man allen Sony-Clips die Sony-Gruppe zu und allen RED-Clips die RED-Gruppe, und hat dann automatisch alles in WideGamut/Intermediate umgewandelt.


(Auch das PDF der obigen Grafik sei hier noch mal angehängt.)

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Antwort von scrooge:

stip hat geschrieben:

Ich würde nicht Rec709 2.4 als Timeline Color Space wählen. Timeline Color Space gibt an in welchem Farbraum die Prozesse ablaufen, das sollte ein möglichst Großer sein, i.d.R. nimmt man da DWG/Intermediate. Wenn man zB nur mit Arri LogC4 Material arbeitet könnte man auch das nehmen.

Der Output Color Space muss mit dem Monitor übereinstimmen, auf dem du das Bild betrachtest und das sollte dann auch der Output von Spektarfilm sein.

Außerdem, den "Color Managed" Workflow (ich nehme an du meinst Resolve Color Managed bzw RCM) brauchst du ohnehin nicht um "hochwertige" Ergebnisse zu erreichen, der ist nur dazu da um das Farbmanagement automatisch von Resolve erledigen zu lassen. Das hat mit der Qualität nichts zu tun.
Merci beaucoup. :-)

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Antwort von cantsin:

stip hat geschrieben:
Außerdem, den "Color Managed" Workflow (ich nehme an du meinst Resolve Color Managed bzw RCM) brauchst du ohnehin nicht um "hochwertige" Ergebnisse zu erreichen, der ist nur dazu da um das Farbmanagement automatisch von Resolve erledigen zu lassen. Das hat mit der Qualität nichts zu tun.
Im Gegenteil, man könnte sogar argumentieren, dass händisches Color Management mittels CST-Nodes in Davinci YRGB qualitativ besser sein kann, weil man dann die Parameter der Umwandlung wie z.B. des Tonemapping und Gamut-Mapping händisch tweaken/optimieren kann.

Was aber vor allem auf der letzten Node relevant ist, die in Ausgabe-Farbraum und -Gamma wandelt.

Wobei wir dann wieder bei Spektrafilm wären: Spektrafilm ist ja genau so ein händisches Tweak- und Optimier-Tool, dass statt einer automatischen Farbraum-/Gammaumwandlung nach mathematischem Schema F eine alternative Umwandlung mit der Logik und den Parametern eines chemischen Filmlabors ermöglicht.

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Antwort von scrooge:

cantsin hat geschrieben:
Wobei wir dann wieder bei Spektrafilm wären: Spektrafilm ist ja genau so ein händisches Tweak- und Optimier-Tool, dass statt einer automatischen Farbraum-/Gammaumwandlung nach mathematischem Schema F eine alternative Umwandlung mit der Logik und den Parametern eines chemischen Filmlabors ermöglicht.
Ja, und das ist ziemlich cool. :-)

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Antwort von freezer:

chaert-s hat geschrieben:
Moin freezer,
schade, dass Du mein Plugin als Grütze empfindest. Es ist eigentlich vorgesehen, einen neutralen look OOTB zu haben, um dem Koloristen die kreativen Entscheidungen zu überlassen, wie das Material schlussendlich aussieht.
Deine DCTL interessiert mich sehr! Klingt vom Prinzip her total interessant. Wäre es möglich, eine test-demo zu bekommen? Kannst es ja verschlüsselt als DCTLE verschicken oder so.
Viele Grüße
Aedan
Hi Aedan!

Schön dass Du Dich hier zu Wort meldest.
Nein, ich empfinde Dein Plugin selbst nicht als Grütze und ich sehe und weiß auch wieviel Arbeit da drin steckt. Ich bin stecke ja selbst in einer ähnlichen Klemme - nämlich dass DCTLs (u.a. bei der GUI) dermaßen eingeschränkt in vielerlei Hinsicht sind - aber sie sind für mich vom Coding-Standpunkt her halt das kleinere Übel gegenüber einem OFX, wo sich der Entwicklungs- und Testaufwand stark vervielfacht.

Mit Grütze meinte ich natürlich nur das Ergebnis wenn ich den OFX mit den Default-Werten (und natürlich korrekten Colorspace-Einstellungen) auf meine Testclips lege. Ich bekomme beim besten Willen OOTB keinen neutralen Look zusammen, ich will aber einen Denkfehler meinerseits nicht ausschließen.

Was ich bei Deinen OFX ansehe, dann ist klar erkenntlich wieviel Detailwissen da hineingeflossen ist und jedes Detail kann daher auch eingestellt und manipuliert werden.

Ich habe in früherer Zeit u.a. als GUI-Designer gearbeitet und in letzter Zeit das auch wieder bei meinen eigenen Projekten aufleben lassen. Daher verstehe ich die Problematik der Featuritis nur zu gut - das Finden der richtigen Balance, Struktur, Designsprache und Usability für den Anwender ist schwierig und zeitraubend. Selbst wird man betriebsblind, weil ja eh alles so offensichtlich (für einen selbst halt) ist. Wer selbst nie entwickelt hat, kann gar nicht nachvollziehen wieviele Iterationen oft ein einzelnes GUI-Fenster durchlaufen musste um so auszusehen, wie es nun gerade aussieht. Oder wenn man versucht um Restriktionen/Bugs der API heraumzubauen, mit denen man so nicht gerechnet hat.
GUI-Design alleine ist schon ein Fulltimejob.

So wie ich das sehe, ist Dein Anspruch vor allem eine vollständige, physikalisch möglichst korrekte Modellierung von Negativfilm und Printfilm. Das bringt aber auch den gesamten Ballast mit sich, der dazu nötig ist. Genau davon wollte ich mich mit FARBKLANGRAUM fernhalten.

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Antwort von cantsin:

freezer hat geschrieben:
Es fängt schon damit an, dass man es auf ein gut entwickeltes RAW legt - und dann sieht das Defaultergebnis wie Grütze aus - und man weiß nicht warum.
Bist Du Dir sicher, dass Du im Plugin ganz oben den richtigen 'Input Color Space' eingestellt hast? -

Hier mal ein Raw-Bild mit Standard-Rec709-Umwandlung per CST: 1.3_1.3.1.jpg
Dasselbe Bild mit Spektrafilms Umwandlung ohne jedes Tweaking der Parameter - "Grütze" ist das IMO nicht: default_1.3.2.jpg (Kodak Portra 400, 35mm, print: Kodak Endura]

Mit schnellem Drehen an drei Knöpfen (Filmstock Kodak Vision3 50D + Printfilm Kodak Vision 2383 + erhöhte Sättigung durch Hochziehen der DIR Couplers) nach eigenem Geschmack angepasst: tweaked_1.3.1.jpg Man kann Stocks in der Printer Simulation auswählen - da ist das Bild plötzlich negativ, aber man weiß nicht genau wieso, sind ja alle Stocks in der selben Liste. Das ist doch logisch, wenn man Positiv-Stocks, also Dia-/Umkehrfilme wie z.B. Ektachrome oder Provia auswählt und dann auf Negativ-Printfilm wie 2383 'kopiert'.



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Antwort von freezer:

cantsin hat geschrieben:

Bist Du Dir sicher, dass Du im Plugin ganz oben den richtigen 'Input Color Space' eingestellt hast?
Ich glaube, Du kannst mir schon zutrauen den richtigen Input Color Space zu wählen...
;-)
cantsin hat geschrieben:
Man kann Stocks in der Printer Simulation auswählen - da ist das Bild plötzlich negativ, aber man weiß nicht genau wieso, sind ja alle Stocks in der selben Liste. Das ist doch logisch, wenn man Positiv-Stocks, also Dia-/Umkehrfilme wie z.B. Ektachrome oder Provia auswählt und dann auf Negativ-Printfilm wie 2383 'kopiert'.

Das ist mir schon klar - aber das wird nicht jedem User klar sein - auf das wollte ich hinaus.
Das ist einfach ein UI-Design-Problem.
cantsin hat geschrieben:
Dasselbe Bild mit Spektrafilms Umwandlung ohne jedes Tweaking der Parameter - "Grütze" ist das IMO nicht:

1.3_1.3.2.jpg
(Kodak Portra 400, 35mm, print: Kodak Endura]
Das Bild ist halt nicht gerade eine Herausforderung für einen Test.
Ich benutze eine breite Palette von Material zum Testen, damit ich sehe wo etwas bricht.
Ganz viel Testmaterial direkt von den Blackmagic Kamera Sample Seiten - das kann jeder selbst herunterladen und damit testen.

BRAW Gen5 per Default CST auf rec709: BRAW_Gen5_CST2rec709.JPG Das selbe Bild mit Spektraflow auf Default und Gen5 als ICS: BRAW_Gen5_Spektraflow_Default_rec709.JPG oder Vision3 50D 2383: BRAW_Gen5_Spektraflow_Vision3-50D_2383_rec709.JPG Natürlich kann ich dann mit Exposure, Push/Pull und Shadow Highlight Shape rumdrehen - aber so richtig toll wird es nicht.

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Antwort von stip:

Vision3 50D + 2393 (erste mit Mallet 2019, zweite Hanatos 2026, dritte mit dem fantastischen Grain).
Das einzige was ich sonst gemacht habe ist die raw exposure anpassen.
Ich finde das sehr gute Ausgangspositionen.
Mallet 2019.jpg Hanatos2026.jpg Hanatos_Grain.jpg

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Antwort von Bildlauf:

stip hat geschrieben:
Du findest das untere Bild besser?
Ja genau, ich würde das untere Bild für eine weitere Bearbeitung heranziehen (normal zu 709 transformiert), weil mehr rauszuholen.
Wenn es denn zum Einsatz käme (war ja nur eine beiläufige Aufnahme) und dann zb in diese Richtung wie unten bringen. Passt doch, je nach Stimmung die man erzielen möchte.

Sprich zb wie hier, eine meiner 20 Lieblings-Luts drauf, bisschen an den Reglern rummachen, dann Film Look Creator und etwas Grain (Grain aus dem Film Look Creator).

Aber wie gesagt schuld ist wahrscheinlich mein Workflow, daß es bei mir nicht so gut funktioniert.
Oder ist das vielleicht für Raw besser geeignet (nutze ja nur H265/5)?

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Antwort von stip:

Glaube nicht dass dein Workflow dran schuld ist, das ist dann einfach Geschmacksache.

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Antwort von Bildlauf:

stip hat geschrieben:
Glaube nicht dass dein Workflow dran schuld ist, das ist dann einfach Geschmacksache.
Kann natürlich auch sein.

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Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen
Zum Original-Thread / Zum Color Grading / Color Correction / Farbkorrektur-Forum

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