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Kamera Fokus aus der Hand oder mit Gimbal?



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Frage von klusterdegenerierung:


Hallo Gimbal Profis,
lange habe ich echt passable Doku Ergebnisse mit der Kombi manuelle Cine Lens an kleine Cam und das ganze in den Händen halten und gleichzeitig fokussieren via externen Moni oder Display gehabt.

Wie schaut das ganze in kombination mit Gimbal und wireless fokussing aus?
Habt ihr da einen Zugewinn feststellen können, oder eher das Gegenteil?

Ich habe zwar die Möglichkeiten, aber aufgrund des ganzen gefummels habe ich es nur mal kurz ausprobiert und habe quasi keine Erfahrungen damit.

Ist es auch wie bei vielem eine Übungssache, oder kann man sagen, das es so umständlich und schwierig ist, das es in keinem Verhältnis steht, oder ist das nur ne Geschmackssache?

Wie könnt ihr es gut bzw. sind in der Hinsicht eure Ergebnisse mit Gimbal besser geworden?
Danke! :-)



Antwort von TheGadgetFilms:

alles was du an zusätzlichrm Zeug an deinen Einhandgimbal baust, wird deine Arbeit erschweren.



Antwort von Frank Glencairn:

Mit dem AirCross2 und der Pocket funktioniert das eigentlich ganz ordentlich (is ja von Haus aus drauf ausgelegt).
Ist auch nicht wirklich schwieriger, dauert halt nur etwas, bis das Muscle Memory einsetzt, und man nicht mehr aktiv dran denken muß - aber das ist ja normal. Beim Autofahren hört man auch irgendwann auf ans Schalten zu denken.

Ein bisschen üben und fertig.

"Ergebnisse besser" ist natürlich relativ. Früher hab ich halt immer versucht, ungefähr den selben Abstand zu halten (plus f4 aufwärts) um alles einigermaßen im Fokus zu halten. Jetzt bin ich flexibel bei Abstand und BlendeBlende im Glossar erklärt, muß aber auch entsprechend gut Fokus-Pullen, damit es passt.

Nicht unbedingt besser, anders eben - oder wenn man so will, mit mehr Optionen, ich kann ja die alte Methode immer noch nutzen.

Idealfall ist natürlich ein extra Focus Puller - das mach ich aber auch nur bei größeren Produktionen.








Antwort von Axel:

Bin doch beim Ronin SC geblieben. Wie schon öfter betont, benutze ich den Gimbal praktisch ausschließlich, weil sonst die kleine Kamera zu unstabil ist, nicht für irgendwelche akrobatischen moves. Ich bewege mich also relativ spärlich. Den follow focus finde ich für diese Ansprüche okay, kein großer Unterschied zum manuellen Fokussieren am Objektivring. Immer öfter stelle ich mir aber in letzter Zeit die Frage, ob nicht eine größere Kamera unter diesen Voraussetzungen eigentlich ergonomischer wäre, dann ohne Gimbal, speziell Ursa Mini, evtl. mit Zacuto Gratical VF.



Antwort von klusterdegenerierung:

Dank Dir Frank.
Und wie ist das so vom pullbereich, ist der nicht ganz anders als an der Optik mit der Hand?

Zb. mal eben schnell ziehen wenns schnell gehen muß, das ist doch bestimmt schwer mit dem Rädchen, oder?
Und ansonsten, ist das halten der Gimbalkombi und Rädchen nicht viel unituitiver?



Antwort von klusterdegenerierung:

Hallo Axel, ach guck, ja das ist doch schön, dachte schon Du hättest ihn abgegeben. :-)



Antwort von Frank Glencairn:

Ja, das ist in der Tat unintuitiver als mit der Hand an der Optik, wo man quasi den direkten mechanischen Kontakt hat - das gilt aber natürlich für jeden Remote FF, und hat nichts mit dem Gimbal per-se zu tun. Erschwerend kommt noch dazu, daß das Gimbal Rad keine Hardstops hat (auch wenn sich der Motor nicht weiter dreht, fehlt einfach die physikalische Rückkopplung).

Den Bereich, bzw. die Geschwindigkeit kann man nach Geschmack aber einstellen.



Antwort von rush:

Ich habe dafür (und auch für's Stativ etc) den Nucleus Nano angeschafft und betreibe den mit der P4K im Half Cage aufm Ronin S... ja- mit Gegengewichten auf dem rechten Ausleger die mit Velcros befestigt sind falls wieder jemand heult und meint das sowas doch gar nicht sein kann da P4K&Gimbal nicht zusammenpassen ;-)

Das Fokusrad kommt dann dort hin wo es benötigt wird - im Idealfall ist eine zweite Person verfügbar, in der Regel mach ich es aber allein. Weniger um damit vollumfängliche Fokusfahrten umzusetzen sondern viel mehr um zwischen Szenen neu zu fokussieren ohne ins Objektiv greifen zu müssen. Die Hände können so am Gimbal bzw. Handgriff bleiben über den ich soeben ans Fokusrad komme zum "pullen"/neu fokussieren der nächsten Einstellung. Im Gegensatz zum Ronin Fokusrad hat der Nano-Handle auch physische Endanschläge was mir persönlich sehr entgegen kommt.

Nachteil am Nano ist definitiv das er auf nur einem Rod montiert wird - dadurch ist insbesondere bei adaptierten Gläsern der Hebel nicht eben wenig und man sollte versuchen das Objektiv, und-oder den Adapter entsprechend zu stützen damit beim Wechsel der Fokusrichtung kein hässliches "wackeln" entsteht... wenn man aber bspw. nur in eine Richtung fokussiert, etwa bei der Annäherung an ein Objekt ist das weniger ein Problem - wenn man sich dann jedoch wieder entfernt kann es beim Richtungswechsel einen leichten "Ruck" bei gewissen Objektiv-Konstellationen geben - das sollte man beachten aber betrifft auch andere Lösungen.
Weiterer Nachteil: Das ultra winzige Display und die wenig intuitive Bedienung... das ist schon arg klein und nervt besonders dann wenn man selten damit arbeitet (wie ich) :-D

Ich hatte Anfangs hin und wieder zudem Probleme mit dem Nano und meinen Sigmas - bis ich ein Tut gesehen hatte in dem jemand zeigte das man den Nano gelegentlich in sich selbst kalibrieren muss (das hat noch nichts mit dem Kalibrieren der Endanschläge gewisser Linsen zu tun).... denn erst wenn das Rädchen weiß wo die entsprechenden 000 bzw 999 Werte sind klappt auch das schnelle "Anlernen" von Objektiven, egal ob diese dann Hardstops mitbringen oder nicht.

Die Lösung ist sicherlich nicht das Optimum - aber in Sachen Preis/Leistung durchaus eine Alternative wenn man sich darauf einlässt und ich spiele mich jedes Mal etwas mehr damit ein. Etwas ungewohnt ist es aber noch immer und nicht ganz mit dem manuellen fokussieren am Glas vergleichbar - aber möglicherweise auch einfach eine Übungssache.
Mittlerweile haben ja die Gimbal-Hersteller aber auch fast alle eigene (Funk)Fokuslösungen im Portfolio die vermutlich genauso gut, vielleicht sogar besser funktionieren.



Antwort von klusterdegenerierung:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Den Bereich, bzw. die Geschwindigkeit kann man nach Geschmack aber einstellen.
Bei Dir oder bei mir? :-)



Antwort von Frank Glencairn:

Bei meinem AirCross2 jedenfalls



Antwort von Axel:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Hallo Axel, ach guck, ja das ist doch schön, dachte schon Du hättest ihn abgegeben. :-)
Die Lösung war ein Smallrig-Cage (gibt drei verschiedene für die A6500), und zwar das, bei dem die Baseplate gleichzeitig einen Arca Swiss-Schwalbenschwanz hat (wenn du das jetzt verstehst). Zusammen mit einer Arca Swiss QR-Plate wollte ich mir das Gefummel mit der Rollachse ersparen. Stellte sich raus, dass ich mit dem Cage keinen Riser mehr brauche, und das war der Stinker! Ohne Riser kein Geschraube mehr.

Zu dem Cage gibt es optional einen Holzgriff, den ich aber nicht verwende, sondern stattdessen einen Natogriff rechts an einer Arri-Rosette (schnell angeschraubt für seltene Aus-der-Hand-Schüsse). Aber die Gewindebohrungen für genau diesen Griff stimmen zufällig mit denen überein, die an dem Riser zur Befestigung des Follow-Fokus-Rods waren. Ich habe den Rod permanent am Cage, rechts oben. Ist so kurz, dass er nicht stört. Den Fokusmotor habe ich so in Sekunden draufgeschoben und justiert, ohne dämliches Gefummel. Gut investierte 60 €, inklusive der Kabelklemme für HDMIHDMI im Glossar erklärt und USB.

Ich habe den Smallrig "weebill-like"-Griff für über 100 € gekauft, nicht deinen erheblich günstigeren, den man am accessory port festschraubt. Ich dachte, dann kann ich ihn jederzeit schneller abnehmen. Mach ich aber gar nicht, ich lass ihn dran. Finde dessen Holzgriff auch echt schön.



Antwort von pillepalle:

Ich muss ja zu meiner Schande gestehen das ich in letzter Zeit auf dem Gimbal häufig den AF nutze. Eben weil ich meist nur kurze Fahrten damit mache und dafür funktioniert es ziemlich gut. Sobald man längere Sequenzen hat mache ich das auch lieber mit Follow Focus. Aber ich bin zur Zeit nicht so der Gimbal-Fan. Bevorzuge das altmodische Handgehaltene und lasse mir vom IBIS dabei ein wenig helfen. Vielleicht komme ich auf den Geschmack wenn ich mal mehr szenische/inszenierte Sachen mache.

VG








Antwort von klusterdegenerierung:

Axel hat geschrieben:
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Hallo Axel, ach guck, ja das ist doch schön, dachte schon Du hättest ihn abgegeben. :-)
Die Lösung war ein Smallrig-Cage (gibt drei verschiedene für die A6500), und zwar das, bei dem die Baseplate gleichzeitig einen Arca Swiss-Schwalbenschwanz hat (wenn du das jetzt verstehst). Zusammen mit einer Arca Swiss QR-Plate wollte ich mir das Gefummel mit der Rollachse ersparen. Stellte sich raus, dass ich mit dem Cage keinen Riser mehr brauche, und das war der Stinker! Ohne Riser kein Geschraube mehr.

Zu dem Cage gibt es optional einen Holzgriff, den ich aber nicht verwende, sondern stattdessen einen Natogriff rechts an einer Arri-Rosette (schnell angeschraubt für seltene Aus-der-Hand-Schüsse). Aber die Gewindebohrungen für genau diesen Griff stimmen zufällig mit denen überein, die an dem Riser zur Befestigung des Follow-Fokus-Rods waren. Ich habe den Rod permanent am Cage, rechts oben. Ist so kurz, dass er nicht stört. Den Fokusmotor habe ich so in Sekunden draufgeschoben und justiert, ohne dämliches Gefummel. Gut investierte 60 €, inklusive der Kabelklemme für HDMIHDMI im Glossar erklärt und USB.

Ich habe den Smallrig "weebill-like"-Griff für über 100 € gekauft, nicht deinen erheblich günstigeren, den man am accessory port festschraubt. Ich dachte, dann kann ich ihn jederzeit schneller abnehmen. Mach ich aber gar nicht, ich lass ihn dran. Finde dessen Holzgriff auch echt schön.
Cool, magst Du mal ein Bild davon machen? :-)




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