Frage von MBM:Auf einem Event musste ich mit mehreren Kameras arbeiten und habe u.A. einen Kamerakran benötigt, habe dann ein Angebot inklusive Crane-Operator erhalten, was ich bestätigt habe. Auf dem Event gab es mittendrin einen Stromausfall. Das wäre nicht so schlimm, wenn der Crane Operator die Dateien nicht direkt auf externer Festplatte gespeichert hätte, die aufgenommene Datei scheint nun beschädigt zu sein.
Der Kameramann teilte mir mit, dass er nichts dafür könne und hat mir die Dateien (inklusive der defekten, 18GB großen MOV-Datei) kopiert und meinte, dass er schon einmal ein solches Problem gehabt habe, und dass er es damals einem "Computer-Experten" gegeben habe, der die Datei für 600 Euro wieder hergestellt habe (das soll ich nun auch tun).
Ich stehe nun hier mit der defekten Datei, die nicht wiedergegeben werden kann, der Auftraggeber besteht verständlicherweise auf das Material und der Kameramann weist jede Schuld von sich, der Techniker bzw. Inhaber der Location kann natürlich auch nichts für den Stromausfall. Ich will nun gar nicht nach einem Schuldigen suchen, sondern bin auf der Suche nach einer Lösung.
Wenn ich die Datei in Adobe Premiere importiere, erscheint die Fehlermeldung "Die Datei kann wegen eines Fehlers in der Kopfzeile nicht geöffnet werden".
Hat jemand eine Lösung oder schonmal ein solches Problem gehabt?
Antwort von TonBild:
Auf einem Event musste ich mit mehreren Kameras arbeiten und habe u.A. einen Kamerakran benötigt, habe dann ein Angebot inklusive Crane-Operator erhalten, was ich bestätigt habe. Auf dem Event gab es mittendrin einen Stromausfall. Das wäre nicht so schlimm, wenn der Crane Operator die Dateien nicht direkt auf externer Festplatte gespeichert hätte, die aufgenommene Datei scheint nun beschädigt zu sein.
Der Kameramann teilte mir mit, dass er nichts dafür könne und hat mir die Dateien (inklusive der defekten, 18GB großen MOV-Datei) kopiert und meinte, dass er schon einmal ein solches Problem gehabt habe, und dass er es damals einem "Computer-Experten" gegeben habe, der die Datei für 600 Euro wieder hergestellt habe (das soll ich nun auch tun).
Versuche vorher mal die Grau GmbH Video Repair Software auf
http://grauonline.de/
Grau GmbH
Hardware & Software Solutions
Riemekestr. 11
33102 Paderborn
Germany
CEOs: Alexander Grau, Christian Grau
TEL: +49 (0) 5251 6932865 +49 (0) 5741 2301259
FAX: +49 (0) 5251 6932864 +49 (0) 5741 235530
Als ich mal ein ähnliches Problem hatte, war das die einzige Repair Software, die das Video wiederherstellen konnte.
Antwort von Jott:
Bei einem Event nur auf eine externe Festplatte/einen Laptop aufzunehmen (wieso?) und nicht zumindest zusätzlich in der Kamera selbst ist ein handwerklicher Fehler. Und der Typ sagt noch selber, dass ihm das schon mal passiert sei!!! Den Unfug hättest du dem schon vor der Aufnahme massiv austreiben sollen. Jetzt hast du den Salat. Lern draus für die Zukunft.
Kein Honorar, bis er sich schön selber um die Rettung seiner Daten gekümmert hat. Er weiß ja bereits aus Erfahrung, was zu tun ist! Wenn's nicht ohne Anwalt geht, dann eben mit. Beraten lassen. Es geht um dein Kundenverhältnis, nicht um das Wohlergehen eines unprofessionellen Typen, der wissentlich deine Produktion gefährdet.
Parallel natürlich die empfohlene Software probieren. Die scheint anhand eines Referenzclips einen defekten Header neu aufzubauen. Gute Strategie, wenn man einen Referenzclip hat. Was bei dir dummerweise nicht der Fall ist, falls das kaputte Quicktime das einzige ist, was du bekommen hast.
Antwort von handiro:
Normalerweise ist bei solchen kaputten files der "end of file tag" nicht geschrieben worden. Wer sich auskennt, kann den Videofile in einem Text Editor öffnen und den tag per Hand reinschreiben ;-)
Antwort von kundesbanzler:
Ich würd zu allererst mal probieren ob ffmpeg einen Videostream erkennt, wenn man die Datei als Input füttert. Falls ja, kann es den auch da rausextrahieren.
Antwort von TheBubble:
Man koennte sich die Datei/Struktur mal ansehen, wenn sie kleiner waere. Aber bei 18GB am Stueck?!? Das macht doch keiner freiwillig fuer umsonst.
Konnte Dein Fachmann, wenn er schon ohne Redundanz aufnimmt, nicht mal wenigstens zwischendurch pausieren und eine neue Datei beginnen?
Versuch es einfach mit diversen Tools abzuspielen bzw. zu reparieren.
Antwort von MIIIK:
Mal ganz blöd gefragt.
VLC Player kann e nicht wiedergeben ? Mit dem konnte ich schon den ein oder anderen Defekten Clip retten.
Antwort von Goldwingfahrer:
Kostenlos wird das nichts.
Man schaue nur mal in den Header einer Defekten.
http://forum.slashcam.de/beschadigtes-n ... wingfahrer
so gnädig wie im Beispiel klappts leider nicht bei allen Problemen.
Antwort von TonBild:
Bei einem Event nur auf eine externe Festplatte/einen Laptop aufzunehmen (wieso?) und nicht zumindest zusätzlich in der Kamera selbst ist ein handwerklicher Fehler.
Wenn die Kamera nicht per Akku, sondern auch per Netzadapter mit Strom gespeist worden ist (was bei einer längeren Veranstaltung und der Arbeit am Kran auch Sinn macht), dann wäre sicher auch die Datei auf der Kamerakarte defekt. Wie MBM schon schrieb, ist es sinnvoll, gar nicht nach einem Schuldigen zu suchen. So etwas passiert eben und wenn der Job nur gering bezahlt wird, kann man für das wenige Geld auch keine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Backup-Systeme oder ähnliches wie bei großen internationalen TV-Veranstaltungen installieren. Man kann sich nicht gegen alle Eventualitäten absichern. Dann würde der Produktionsaufwand viel zu hoch und niemand würde das noch bezahlen.
Habt Ihr zumindest eine Berufshaftpflichtversicherung?
Was passiert eigentlich mit einem Bandlaufwerk, wenn während der Aufnahme die Kamera plötzlich keinen Strom mehr bekommt?
Kann man die vorher gemachten Aufnahmen auf dem Band bei Wiedereinschalten des Stroms problemlos anschauen?
Antwort von Jott:
Es gibt nun wirklich jede Menge Kameras auf dem Markt, die im Batteriebetrieb stundenlang laufen und aufzeichnen und daher für solche Einsätze prädestiniert sind. Kein Netzausfall-Risiko. Jeder, wie er mag.
Antwort von TonBild:
Es gibt nun wirklich jede Menge Kameras auf dem Markt, die im Batteriebetrieb stundenlang laufen und aufzeichnen und daher für solche Einsätze prädestiniert sind. Kein Netzausfall-Risiko. Jeder, wie er mag.
Ja, so eine Kamera habe ich auch. Aber diese hat dann wieder andere Nachteile, die sie oft von einer Verwendung ausschließen.
Und wie schon geschrieben, bei gering bezahlten Jobs kann man alleine aus finanziellen Gründen nicht so wie man mag auf dem Mark die beste Kamera aussuchen, sondern man muss nehmen, was da oder bezahlbar ist. Wie das im beschriebenen Fall aussah, weiß ich natürlich nicht.
Da wir in Deutschland eigentlich eine sehr stabile Stromversorgung haben, ist es eigentlich kein handwerklicher Fehler, sich darauf zu verlassen. Genau so gut könnte man auch bei Innenaufnahmen immer einen Regenschutz für die Kamera verwenden. Es kann ja immer sein, dass die Sprinkleranlage anläuft, die Decke undicht ist oder ein Rohr bricht. Aber auch das macht keiner.
Trotzem ist es natürlich empfehlenswert, wo weit wie möglich Backup Systeme einzusetzen.
Antwort von MBM:
Das war ohnehin die erste und letzte Zusammenarbeit mit dem Herrn. Er wurde mir von einem anderen Kameramann empfohlen.
Dass die Daten auf einer externen, mit Strom betriebenen Festplatte gespeichert wurden, war mir nicht bekannt. Die Daten direkt vor Ort geben konnte er auch nicht, er sagte, er sei in Zeitdruck und müsse weg. Daher gab ich ihm meine Festplatte mit, die ich am Vortag formatiert hatte. Nachdem ich 2 Wochen lang keine Antwort und keine Daten erhalten hatte, schickte er mir meine Festplatte ohne Daten zurück sowie eine Festplatte von ihm. Angeblich funktioniere meine Festplatte nicht, daher erhielt ich seine Festplatte mit der Bitte um Rücksendung.
Er hat Recht, meine Festplatte kann ja so auch nicht funktionieren, weil er das Netzteil ohne zu schauen und ohne zu überlegen so reingequetscht hat, dass die Kontakte verbogen waren. Er hat sie einfach beschädigt. Unbrauchbar. Wahrscheinlich nicht einmal mutwillig, sondern einfach auf Grund mangelnder Kompetenz und Intelligenz beschädigt.
Er behauptet, das war schon so. Ich fragte ihn, ob das sei Ernst sei, ob er nicht zu seinem Fehler stehen könne. Und dass ich die festplatte am Vortag formatiert habe. Er wies (wie auch beim Datenverlust) jeden Fehler von Sich.
Die Festplatten kamen ungesichert in einem Karton an, ohne Polsterung oder Ähnliches. Frei liegend. So etwas unprofessionelles hab ich noch nie erlebt. Ich solle aber noch auf seine Festplatte aufpassen, weil er da noch 2 Hochzeiten drauf habe.
Mit solchen Menschen will ich gar nicht über Schuld und Nicht-Schuld diskutieren. Da kann ich genau so gut mit der Wand reden. Da fehlt einfach, bei allem Respekt, die geistige Grundlage.
Antwort von TheBubble:
Was passiert eigentlich mit einem Bandlaufwerk, wenn während der Aufnahme die Kamera plötzlich keinen Strom mehr bekommt?
Kann man die vorher gemachten Aufnahmen auf dem Band bei Wiedereinschalten des Stroms problemlos anschauen?
Wenn wir mal die letzte(n) Sekunden ignorieren, dann ist der Teil vorher abspielbar. Jedenfalls gehen keine Minuten oder gar Stunden an Aufnahmen kaputt.
Antwort von TheBubble:
Mit solchen Menschen will ich gar nicht über Schuld und Nicht-Schuld diskutieren.
Ich vermute, da möchte jemand keinesfalls einen Fehler zugeben. Die Geschichte klingt schon abenteuerlich. Hast Du eigentlich bereits gezahlt?
Zum Reparieren der Datei kann es übrigens hilfreich sein, eine kurze unbeschädigte Aufnahme des gleichen Geräts bei identischen Einstellungen zu besitzen. Versuche das zu beschaffen, aber mach Dir trotzdem nicht zu viele Hoffnungen.
Wenn Du selbst mit der Reparatur der Datei kein Glück hast, dann befürchte ich, dass Du nicht nur externen technischen Rat benötigst, sondern vermutlich auch den eines Anwalts.
Arbeite bei den Reparaturversuchen auf jeden Fall immer nur mit Kopien und lösche nichts von der erhaltenen Festplatte!
Antwort von TonBild:
Dass die Daten auf einer externen, mit Strom betriebenen Festplatte gespeichert wurden, war mir nicht bekannt.
Wie war eigentlich da das Setup?
Kamera an Notebook und daran die externe Festplatte angeschlossen?
Oder konnte man die Festplatte direkt an die Kamera anschließen?
Um welche Kamera hat es sich gehandelt?
erhielt ich seine Festplatte mit der Bitte um Rücksendung.
Im Prinzip (bist auf die Wartezeit) doch ok.
weil er das Netzteil ohne zu schauen und ohne zu überlegen so reingequetscht hat, dass die Kontakte verbogen waren. Er hat sie einfach beschädigt. Unbrauchbar. Wahrscheinlich nicht einmal mutwillig, sondern einfach auf Grund mangelnder Kompetenz
War das eine Festplatte mit proprietären Stromanschluss?
Diese sind wirklich ein Ärgernis.
Die Festplatten kamen ungesichert in einem Karton an, ohne Polsterung oder Ähnliches. Frei liegend. So etwas unprofessionelles
habe ich auch schon von verschiedenen Firmen erlebt. Man sollte für solche Zwecke generell stoßgeschützte externe Festplatten wie die LaCie Rugged Modelle verwenden.
will ich gar nicht über Schuld und Nicht-Schuld diskutieren
Hast Du denn schon einen Fortschritt in der Reparatur der Videodatei erzielt?
Antwort von Skeptiker:
Ein Gedanke am Rande (hilft leider nicht, das Problem zu lösen):
Im Prinzip scheint mir der Fehler auch im Dateisystem zu liegen - hier QuickTime und .mov.
Das müsste eigentlich so redundant abspeichern, dass auch bei unerwartetem Abbruch, z. B. durch Stromausfall, der bereits auf Disk liegende Teil - bis auf das defekte Ende - erhalten bliebe.
So wie beim Recording auf Band, das plötzlich stoppt.
Wenn das nicht so ist, scheint mir auch das Risiko, so ein File in
einem Stück von 18 GB abzuspeichern, eigentlich zu hoch. Je länger ich aufnehme, desto grösser der Totalverlust, wenn ein Problem auftaucht zum Schluss.
Vergleichbare Problematik:
Je grösser die Harddisk mit all meinen Backups ist, desto höher der Datenverlust, wenn sie aussteigt. Also besser auf mehrere kleine verteilen oder gross doppelt sichern.
Oder auch: Eine bereits quasi fertig gebrannte DVD / Blu-ray, ohne am Ende zu
finalisieren, ist komplett unbrauchbar, da sie nicht erkannt wird.
Wenn das, was da beim Finalisieren auf die Disk geschrieben wird, auch am Anfang redundant bereits geschrieben würde, wäre sie vielleicht zum grössten Teil noch abspielbar.
Fazit:
Dieses "Ganz am Ende wird das File / die Disk so abgeschlossen, dass sie überhaupt abspielbar ist", scheint mir ein prinzipeller Konstruktionsfehler zu sein.
Off-topic wieder off.
Sorry, dass ich nicht konkret helfen konnte - ich wünsche jedenfalls viel Glück bei der Datenrettung!
Antwort von MBM:
Das mit der Software der Grau GmbH hat funktioniert. Danke für die Empfehlung. Ich werde mir die Vollversion kaufen. Bezahlt wurde der Herr übrigens. Danke an alle für eure Hilfe
Antwort von Skeptiker:
Das mit der Software der Grau GmbH hat funktioniert. ...
Gratuliere! - was für eine Erleichterung ;-)
Die Adresse werde ich mir auch merken - für den Fall der Fälle!