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160 Mio.$ für "Red Notice", 200 Mio.$ für "The Gray Man" - dennoch schafft es Netflix nicht



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Frage von iasi:


... HBO Max zu schlagen.
Denn dort gibt"s Filme mit noch höherem Budget zu sehen.

Immerhin: Jede Woche soll"s eine neue Netflix-Eigenproduktion geben.

Na mal sehen, wie das dem Aktienkurs bekommen wird.
Schließlich verlangt es die Anleger nach steigenden Abonnentenzahlen und weniger nach etwas mehr Umsatz aufgrund von Preissteigerungen.

Disney+ hat ja nun auch enorm zugelegt und schon die Abonnentenzahlen erreicht, die man sich erst für 2024 erhofft hatte. Ein Zusatzgeschäft ist das StreamingStreaming im Glossar erklärt für Disney aber noch immer.

Mal sehen wie sich Warner/AT&T mit ihrem HBO Max schlagen werden.
Zahlen für"s letzte Quartal (also inkl. Wonder Woman 1984) gibt"s am 27.1.
Nebenbei: Trotz Corona hat unsere Wunderfrau an den Kinokassen 135 Mio.$ immerhin eingespielt.

Bin mal gespannt, wie es mit den Streamingdiensten weitergehen wird.

Von Apple hört man z.Z. nicht sehr viel.

Amazon Prime klotzt ja bei der Herr der Ringe-Serie:
250 Mio. allein für die Rechte und dann 5 Staffeln a 100 bis 150 Mio.$.
Bei 8 bis 10 Folgen je Staffel sind wir bei 10 bis 19 Mio.$ pro 40 bis 60 Minuten langer Episode.

Wieviel kostet nochmal ein 90 Min. Tatort? :)



Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:

Wieviel kostet nochmal ein 90 Min. Tatort? :)
Ungefähr 1 Million. Aber die besten Filme sind nicht unbedingt die teuersten, das sagt einem die Erfahrung 😁

VG



Antwort von cantsin:

pillepalle hat geschrieben:
Ungefähr 1 Million. Aber die besten Filme sind nicht unbedingt die teuersten, das sagt einem die Erfahrung 😁
Ja, der Oscar-Gewinner "Moonlight" hatte ein Gesamtbudget von umgerechnet 1,3 Millionen Euro (und damit wahrscheinlich ein Produktionsbudget noch knapp unterhalb dessen einer Tatort-Folge)...








Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:

Wieviel kostet nochmal ein 90 Min. Tatort? :)
Ungefähr 1 Million. Aber die besten Filme sind nicht unbedingt die teuersten, das sagt einem die Erfahrung 😁

VG
Davon war auch nicht die Rede. :)

Aber:

Moonlight wurde zudem nicht mal von so vielen Leuten gesehen, wie Wonder Woman 1984 während Corona und parallelem Streaming. Und dies trotz Oscar. Er spielte 65,3 Mio.$ ein.

Parasite brachte es immerhin auf 259 Mio.$ - aber eben bei einem Budget von ,4 Mio - und eben entsprechend höheren Zuschauerzahlen.



Antwort von nicecam:

iasi hat geschrieben:
Davon war auch nicht die Rede. :)
Wovon ist nicht die Rede?

Auch nicht zu vergessen, die Deutschen können es auch:
Das Leben der Anderen.

Macht es Sinn, Produktionkosten, Einspielergebnis, Zuschauerzahlen gegeneinander aufzurechnen?



Antwort von iasi:

nicecam hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Davon war auch nicht die Rede. :)
Wovon ist nicht die Rede?

Auch nicht zu vergessen, die Deutschen können es auch:
Das Leben der Anderen.

Macht es Sinn, Produktionkosten, Einspielergebnis, Zuschauerzahlen gegeneinander aufzurechnen?
Die Rede ist vom Geld - nicht von Qualität. :)

Ich muss da immer an den italienischen Sandalenfilm denken, den de Laurentis übernommen und dann mit mehr Werbegelder als der Produktion gekostet hatte, an ein großes Publikum gebracht hatte.

Zudem:
Was nutzt Qualität, wenn sie sich niemand ansieht.
Es gibt sehr viele sehr gute Filme, die nur von sehr Wenigen gesehen wurden.

Natürlich geht"s auch um Einspielergebnisse.
Wie viele Filme wird ein begabter Filmemacher wohl verwirklichen können, wenn seine Filme die Kosten nicht einspielen?
Oder anders gesagt: Wer gibt ihm Geld, um einen Film zu machen, wenn er nicht damit rechnen kann, dass der Film dann auch Zuschauer findet?


Das Leben der Anderen ist übrigens interessant, denn - wie auch bei Systemsprenger - trieb das Thema die Filmemacher an. 2001 begann er (Donnersmarck) eine fast vier Jahre dauernde Recherche.
Zudem:
Das Budget des Filmes belief sich auf etwa 1,8 Millionen Euro. Mit diesem Etat konnte der Film nur entstehen, weil Schauspieler und Stab für einen Bruchteil ihrer regulären Gagen arbeiteten. ... jeder arbeite "für weniger als die Hälfte der üblichen Gage, aus der Überzeugung heraus, einen wichtigen Film zu machen"
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Leben_der_Anderen

Dass Geld eine Rolle spielt erkennt man übrigens auch an der Herkunft von Florian Maria Georg Christian Graf Henckel von Donnersmarck. ;)



Antwort von Frank Glencairn:

iasi hat geschrieben:
... HBO Max zu schlagen.
Denn dort gibt"s Filme mit noch höherem Budget zu sehen.
"zu schlagen"? In was? Im Geld raus hauen?



Antwort von Darth Schneider:

Quiz Frage
Welche Art von Erfolg für einen Film ist auf lange Sicht besser, gute Kritiken oder möglichst viel Geld damit zu verdienen ?
Ich behaupte, die guten Kritiken bringen dem Filmemacher, oder dem Regisseur auch den Schauspielern, oder dem Kameramann, auf lange Sicht viel mehr, und mehr eingenommenes Geld bringt auch bei einem qualitativ schlechten Film logischerweise der Produktions Firma trotzdem viel mehr...Aber den oben erwähnten MAs nicht unbedingt...
Somit sind die Interessen und auch die persönlichen Erfolgschancen nicht zwangsläufig für jeden Mitwirkenden/Mitarbeiter bei einem Film die selben...
Gruss Boris



Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
... HBO Max zu schlagen.
Denn dort gibt"s Filme mit noch höherem Budget zu sehen.
"zu schlagen"? In was? Im Geld raus hauen?
Beim Angebot von Filmen mit hohem Budget.

Netflix hat ja wohl sicher Gründe, weshalb die Produktionskosten von diesen Eigenproduktionen genannt werden. ;) :)

Es gilt eben auch: Wer viel Geld investiert, der hat sehr gute Chancen auch viele Zuschauer - beim StreamingStreaming im Glossar erklärt eben Abonnenten - zu erreichen.
Umgekehrt kann ein Film auch noch so gut sein und wird dennoch nur wenigen Zuschauern gesehen.

Über Qualität lässt sich streiten.
Über Produktionskosten, Einnahmen und Abonnentenzahlen eher nicht.



Antwort von iasi:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Quiz Frage
Welche Art von Erfolg für einen Film ist auf lange Sicht besser, gute Kritiken oder möglichst viel Geld damit zu verdienen ?
Ich behaupte, die guten Kritiken bringen dem Filmemacher, oder dem Regisseur oder auch den Schauspielern auf lange Sicht viel mehr, und mehr eingenommenes Geld bringt auch bei einem qualitativ schlechten Film logischerweise der Produktions Firma trotzdem mehr...
Somit sind die Interessen und auch die Erfolgschancen nicht zwangsläufig für jeden Mitwirkenden/Mitarbeiter bei einem Film die selben...
Gruss Boris
Na ja - das würde ich doch mal mit einem großen Fragezeichen versehen.



Antwort von Frank Glencairn:

iasi hat geschrieben:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:


"zu schlagen"? In was? Im Geld raus hauen?
Beim Angebot von Filmen mit hohem Budget.

Es gilt eben auch: Wer viel Geld investiert, der hat sehr gute Chancen auch viele Zuschauer
Du vermischt da zwei Sachen.

Erstens sagt das Budget nix über die Qualität des Filmes aus,
und hat schon gar nichts mit der Zuschauer/Abonnenten Zahl zu tun.
Das ganze ist zunächst mal ein negativer Kostenfaktor - nichts wo man irgendjemand "schlagen" möchte.

Zweites beruht das Geschäftsmodell von Netflix nicht darauf, daß ein Film möglichst oft gesehen wird, sondern im Gegenteil - möglichst wenig, da das nur Kosten verursacht. Der Idealkunde von NF hat ein Abo, schaut aber nicht.



Antwort von Darth Schneider:

@iasi
? ;)
Erledigt !
@Frank
Der Idealkunde von Netflix hat nur ein Abo und er schaut nix....
Zum brüllen komisch ;)))
Was für ein seltsames Geschäftsmodell...

Apropos Netflix.
Ich habe mich in eine Serie verliebt...Empfehlenswert !



Gruss Boris








Antwort von Frank Glencairn:

"Darth Schneider" hat geschrieben:

Apropos Netflix.
Ich habe mich in eine Serie verliebt...Empfehlenswert !
Ja, die ist wirklich großartig.



Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Beim Angebot von Filmen mit hohem Budget.

Es gilt eben auch: Wer viel Geld investiert, der hat sehr gute Chancen auch viele Zuschauer
Du vermischt da zwei Sachen.

Erstens sagt das Budget nix über die Qualität des Filmes aus,
und hat schon gar nichts mit der Zuschauer/Abonnenten Zahl zu tun.
Das ganze ist zunächst mal ein negativer Kostenfaktor - nichts wo man irgendjemand "schlagen" möchte.

Zweites beruht das Geschäftsmodell von Netflix nicht darauf, daß ein Film möglichst oft gesehen wird, sondern im Gegenteil - möglichst wenig, da das nur Kosten verursacht. Der Idealkunde von NF hat ein Abo, schaut aber nicht.
Das Budget bestimmt die mögliche Reichweite.
Moonlight hat einen Oscar erhalten und wurde für seine Qualität gelobt - 65 Mio.$ und entsprechende Besucherzahlen.
Star Wars: Episode VIII - The Last Jedi hatten weit mehr Leute gesehen. Bedeutet dies nun, dass er besser ist oder woran liegt"s wohl? Immerhin kommt der Film auf 1333 Mio.$.

Wenn HBO Max nun mit Wonder Woman 1984 die Abonnentenzahlen erheblich steigern konnte, liegt dies an der Qualität? ;):)



Antwort von Darth Schneider:

@iasi
Das Budget bestimmt die mögliche Reichweite.
Guter Satz, grundsätzlich, finde ich.
Das stimmt, also ganz, ganz sicher, zumindest für alles was z.B. mit der bemannten Raumfahrt zu tun hat...;)
Bei Filmen und Serien sieht das erfahrungsgemäss etwas differenzierter und unterschiedlicher aus, je nach dem wer halt bei den Produktionen wirklich das sagen und das Geld hat und bringt und was er damit erreichen will, nicht zuletzt hat es womöglich auch mit Glück zu tun, ob Flop oder Hit....
Das kann Alles bei den visuellen Medien stark schwanken.
Hey, und Star Wars ist immer noch Star Wars, natürlich bringt das Zaster, hoffentlich, dann geht es weiter.
Und Wonder Woman ist so schön, was kann da schief gehen, solange sie im Bild ist, nicht wirklich viel....! ?
Gruss Boris



Antwort von Frank Glencairn:

iasi hat geschrieben:

Das Budget bestimmt die mögliche Reichweite.
Abgesehen davon, daß MF nur an Abos, und nicht an Reichweite oder Besucherzahlen interessiert ist,
stimmt der Satz hinten und vorne nicht - die Filmgeschichte ist voll von High Budget Flops.

Kein Zuschauer macht seinen Kinobesuch vom Budget abhängig.



Antwort von Darth Schneider:

Eher noch vom Aussehen, oder und vom Lächeln der Hauptdarsteller/in.;)))
Und die teuren Darsteller sind dabei trotzdem keine Garantie für den Erfolg des Films, was ja auch durchaus fair ist.
Gruss Boris



Antwort von Gabriel_Natas:

Es gilt eben auch: Wer viel Geld investiert, der hat sehr gute Chancen auch viele Zuschauer - beim StreamingStreaming im Glossar erklärt eben Abonnenten - zu erreichen.
Das sind aber die Marketingkosten.
Es gibt ein Minimum an Budget, das notwendig ist, damit ein Qualitativ hochwertiger Film bei rausspringen kann.
Man kann einfach keine Filmproduktion für 0€ machen (weil man ja mindestens Kamera und Ton leihen muss, selbst wenn alle anderen Pro Bono arbeiten).
Auch ein gutes Drehbuch kostet Zeit und Geld ...

Das heißt, ein guter Film kostet minimum eine Million Euro/Dollar - einfach um nicht wie eine Amateurproduktion zu wirken. In Hollywood gelten eine Millionen $ ja noch als No-Budget-Filme ...

Wenn das aber vorhanden ist, hat Netflix einen sehr großen Vorteil gegenüber dem klassischen Vertrieb und auch den anderen Streaminganbietern, die ja versuchen, Netflix zu verdrängen: Marketing.

Netflix muss kein traditionelles Marketing mehr für seine Filme machen. Er packt sie auf seinen Service, zeigt die Vorschau den Leuten, die ihn am wahrscheinlichsten sehen würden (anhand der Sehgewohnheiten, die Netflix ja kennt) und der Rest passiert über Mundpropaganda.
Dazu gibt es noch etwas externes Marketing bei besonders guten Eigenproduktionen um neue Abonennten zu gewinnen. Aber Netflix gibt jetzt nicht mehr pro Film nochmal das ganze Filmbudget als Marketing aus, wie es Hollywood-Produktionen machen (müssen), um bei den potentiellen Zuschauern die Hürde zu überwinden, extra ins Kino zu gehen und Geld dafür auszugeben.

Für Netflix lohnen sich auch deswegen lower und low-Budget Filme gerade deshalb, weil eben das klassische teure Marketing überflüssiger wird und auch die Timeslots im Kino, wo die Filme miteinander konkurrieren, ja wegfallen.

Die teuren Filme auf Netflix sind quasi nur dazu da, neue Abonennten anzulocken.



Antwort von Darth Schneider:

Ich schnalle es immer noch nicht...Wie schafft das Netflix und Co das die Inhalte so gut aussehen, sogar beim streamen, wenn weiss Gott wie viele Leute, weltweit gleichzeitig noch Netflix schauen ??
Die brauchen doch eine ganze Server Stadt dafür ;)))
Und ich schaffe es nicht einen selbstgemachten Film den auf einen Stick zu schmeissen, der dann auf dem TV besser aussieht als das ja allesamt nur gestreamte Zeugs von Netflix...
Mit was für exotisch komprimierten Formaten arbeiten die denn beim senden/ streamen ?
Gruss Boris



Antwort von Frank Glencairn:

"Darth Schneider" hat geschrieben:

Mit was für exotisch komprimierten Formaten arbeiten die denn beim senden/ streamen ?
AV1



Antwort von Darth Schneider:

Interessant
https://www.ionos.de/digitalguide/websi ... rgestellt/
Gruss Boris








Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:

Das Budget bestimmt die mögliche Reichweite.
Abgesehen davon, daß MF nur an Abos, und nicht an Reichweite oder Besucherzahlen interessiert ist,
stimmt der Satz hinten und vorne nicht - die Filmgeschichte ist voll von High Budget Flops.

Kein Zuschauer macht seinen Kinobesuch vom Budget abhängig.
Selbst ein High Budget Flop hat meist mehr Zuschauer, als ein prämierter Kritikerliebling.

Und natürlich bemessen auch die Streamingdienste den Erfolg einer Produktion an der Zahl der Zuschauer.

Ein Film mit einem Budget von 1 Mio.$ kann zwar schon bei einem Einspielergebnis von 2 Mio.$ nicht mehr als Flop und bei 20 Mio.$ sogar als großer Erfolg gewertet werden, aber er wurde eben dennoch von weniger Leuten gesehen, als jeder dieser Flops hier:
https://www.cbsnews.com/pictures/bigges ... -bombs/17/

Wenn du mal wirklich etwas genauer in die Filmgeschichte blicken würdest, dann hättest du auch selbst darauf kommen können.

Den deutschen Film Die unendliche Geschichte hatten 1984 mehr Menschen in den US-Kinos gesehen, als den oscarprämierten Moonlight.
https://www.boxofficemojo.com/release/r ... 5/weekend/
https://www.boxofficemojo.com/release/rl2558428673/

Nun stell also mal nicht nur Behauptungen auf, sondern argumentiere mal mit Begründung und Beleg, wenn du widersprechen willst.



Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:
Selbst ein High Budget Flop hat meist mehr Zuschauer, als ein prämierter Kritikerliebling.
Ja, aber ein Flop bleibt ein Flop und macht rote Zahlen. Davon kann man sich nicht viele in Serie erlauben, sonst muss man den Laden dicht machen ;) Dann nützt Dir auch Deine Reichweite nichts. Bewirb' Dich am Besten mit der Idee der Flops zur Reichweitenerhöhung als Manager bei den großen Studios. Die werden von der Idee begeistert sein *g*

VG



Antwort von iasi:

Gabriel_Natas hat geschrieben:

Netflix muss kein traditionelles Marketing mehr für seine Filme machen. Er packt sie auf seinen Service, zeigt die Vorschau den Leuten, die ihn am wahrscheinlichsten sehen würden (anhand der Sehgewohnheiten, die Netflix ja kennt) und der Rest passiert über Mundpropaganda.
Dazu gibt es noch etwas externes Marketing bei besonders guten Eigenproduktionen um neue Abonennten zu gewinnen. Aber Netflix gibt jetzt nicht mehr pro Film nochmal das ganze Filmbudget als Marketing aus, wie es Hollywood-Produktionen machen (müssen), um bei den potentiellen Zuschauern die Hürde zu überwinden, extra ins Kino zu gehen und Geld dafür auszugeben.

Für Netflix lohnen sich auch deswegen lower und low-Budget Filme gerade deshalb, weil eben das klassische teure Marketing überflüssiger wird und auch die Timeslots im Kino, wo die Filme miteinander konkurrieren, ja wegfallen.

Die teuren Filme auf Netflix sind quasi nur dazu da, neue Abonennten anzulocken.
Netflixs Geschäftsmodell und -erfolg basiert auf steigenden Abonnentenzahlen. Dafür muss auch Netflix viel Geld für Marketing ausgeben.
Der Aktienkurs wird allein durch die Zahl der Abonnenten angetrieben.

Disney hat das eigene Ziel für 2024 schon jetzt erreicht. Dies bedeutet aber eben auch, dass es nun bis 2024 noch höhere Erwartungen der Anleger geben wird.

https://de.nachrichten.yahoo.com/at-vs- ... 10707.html

Wobei:
Bei 70 Mio. zahlenden Abonnenten im Jahr, würden die Einnahmen von Disney+ theoretisch bei knapp 5 Mrd.$ liegen.
Netflix kam 2019 auf einen Umsatz von 20 Mrd.$.

Zum Vergleich: Die zweitgrößte Kinokette cineworld kam 2019 auf einen Umsatz von ebenfalls etwa 5 Mrd.$ - und dies sind dann nicht nur Kinokarteneinnahmen.



Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Selbst ein High Budget Flop hat meist mehr Zuschauer, als ein prämierter Kritikerliebling.
Ja, aber ein Flop bleibt ein Flop und macht rote Zahlen. Davon kann man sich nicht viele in Serie erlauben, sonst muss man den Laden dicht machen ;) Dann nützt Dir auch Deine Reichweite nichts. Bewirb' Dich am Besten mit der Idee der Flops zur Reichweitenerhöhung als Manager bei den großen Studios. Die werden von der Idee begeistert sein *g*

VG
Frag dich mal: Was bedeutet ein Flop an den Kinokassen?
Denkst du wirklich, dass z.B. Disneys Flop Fantasia sich mittlerweile nicht bezahlt gemacht hat?

Während du kleine Meisterwerke oft gar nicht mehr zu sehen bekommst, läuft auch der größte High Budget-Schrott noch überall und wird ständig neu herausgebracht.



Antwort von Darth Schneider:

20 Milliarden in einem Jahr...
Hat Netflix einen Geldspeicher sowie Dagobert Duck ?
Gruss Boris



Antwort von pillepalle:

Ohne Marketingexperte zu sein, würde ich als Flop mal einen Film bezeichnen der nicht auf die erhofften Einnahmen kommt und rote Zahlen schreibt. Wenn der Film genug einspielt um alle Kosten zu decken, dann ist es zwar noch kein großer Erfolg, aber auch kein Flop mehr. Und natürlich vermarkten die jeden Film in alle möglichen Richtungen. Es geht ja auch darum Geld zu machen und nicht große Kunst. Denen geht es darum mit möglichst wenig Einsatz möglichst viel Gewinn zu machen, nicht darum mit möglichst viel Einsatz relativ wenig Gewinn zu machen.

VG



Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
Ohne Marketingexperte zu sein, würde ich als Flop mal einen Film bezeichnen der nicht auf die erhofften Einnahmen kommt und rote Zahlen schreibt. Wenn der Film genug einspielt um alle Kosten zu decken, dann ist es zwar noch kein großer Erfolg, aber auch kein Flop mehr. Und natürlich vermarkten die jeden Film in alle möglichen Richtungen. Es geht ja auch darum Geld zu machen und nicht große Kunst. Denen geht es darum mit möglichst wenig Einsatz möglichst viel Gewinn zu machen, nicht darum mit möglichst viel Einsatz relativ wenig Gewinn zu machen.

VG
Es geht ihnen um Kapitalrendite.
Dabei ist es ihnen dann eigentlich lieber, wenn ein 300 Mio.$-Film die zweistellige Rendite einbringt, als eine 30 Mio.$-Produktion.

Natürlich geht es auch darum, dass sich die Investition möglichst rasch armortisiert und Cash Flow erzeugt.
Aber ein 300 Mio.$-Film hat eben noch weitere Effekte.
Als Teil des Filmstocks erhöht er den Buchwert des Studios, was sich auf den Börsenwert auswirkt und die Finanzierung weiterer Projekte ermöglicht.
Zudem lassen sich durch andere Verwertungskanäle weiterhin und langfristig Einnahmen erzielen.

Es liegt doch nicht an der deutschen Sprache, dass die deutsche Filmwirtschaft kaum etwas auf die Beine stellen kann. Es gibt schlicht keine Produktionsfirma mit einem Filmstock, der als Sicherheit für die Finanzierung großer Projekte dienen kann.
Wenn mal ein zweistelliges Budget zusammenkommt, dann wurde aus Förder- und Gebührentöpfen alles zusammengekratzt, was nur ging.

Es ist eben nicht anders als im Automobilsektor:
https://www.automobilwoche.de/article/2 ... eber-tesla

Auch wenn VW weit mehr Autos baut und höhere Gewinne erzielt, so kommt Tesla aufgrund des Börsenwertes eben doch weit einfacher an Geld vom Kapitalmarkt.



Antwort von pillepalle:

Aber das Risiko ist bei einem 300 Mio Film doch viel höher. Da muss ja wirklich jeder Hinz und Kunz ins Kino gehen, um überhaupt erstmal die Kosten zu armortisieten. Es gibt doch nicht beliebig viele Kinos und Kinobesucher die alle einen Film schauen, und es gehen doch nicht automatisch doppelt soviele Besucher in einen Film, nur weil er doppelt so teuer war.

VG



Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
Aber das Risiko ist bei einem 300 Mio Film doch viel höher. Da muss ja wirklich jeder Hinz und Kunz ins Kino gehen, um überhaupt erstmal die Kosten zu armortisieten. Es gibt doch nicht beliebig viele Kinos und Kinobesucher die alle einen Film schauen, und es gehen doch nicht automatisch doppelt soviele Besucher in einen Film, nur weil er doppelt so teuer war.

VG
Wie gesagt: Als Buchwert stehen die 300 Mio. in den Büchern und erhöhen den Wert der Firma.

Dann gibt es eben neben Kino auch noch weitere Verwertungskanäle. Und eine 300 Mio.Kuh kann man lange melken.
Zumal so ein Film auch als Kinokassenflop mehr Besucher und eine höhere Bekanntheit hat, als eine kleine Qualitätsproduktion.

Kennst du z.B. The Straight Story? Hast du ihn gesehen? Ein wundervoller kleiner Film, den aber eben nicht viele kennen. Der läuft auch nicht zur Prime-Time im Fernsehen.








Antwort von pillepalle:

Danke für den Tipp. Den werde ich mir mal anschauen.

VG



Antwort von iasi:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
20 Milliarden in einem Jahr...
Hat Netflix einen Geldspeicher sowie Dagobert Duck ?
Gruss Boris
Umsatz.
Knapp 1,9 Mrd.$ Gewinn.

Witzig dabei:
AT&T machte bei etwas über 180 Mrd. Umsatz einen Gewinn von 15 Mrd.$.

Aber der Börsenwert:
AT&T: 170 Mrd.€
Netflix: 180 Mrd.€

Bei VW und Tesla sieht es sogar noch schräger aus. :)



Antwort von cantsin:

Laut Heise-Newsticker ist Netflix seit 2020 profitabel:

"Netflix ist 2020 besonders stark gewachsen. Der Streaminganbieter konnte 36,5 Millionen zahlende Abonnenten gewinnen, davon 8,5 Millionen im vierten Quartal.

Auch finanziell war das Coronavirus-Jahr 2020 gut für Netflix. Der Umsatz ist um ein Viertel auf rund 25 Milliarden US-Dollar gestiegen (aktuell rund 21 Milliarden Euro). Der Betriebsgewinn ist um drei Viertel auf 4,6 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) angewachsen, der Reingewinn um annähernd die Hälfte auf 2,8 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro).

Beim Cashflow aus dem gewöhnlichen Betrieb hat Netflix die Wende geschafft: 2019 hat das Unternehmen noch 2,9 Milliarden Dollar verbrannt, 2020 ist ihm ein positiver Cashflow von 2,4 Milliarden Dollar gelungen. Bei dem nicht nach anerkannten Buchhaltungsstandards berechneten Freien Cashflow sieht es mit einer Wende von minus 3,3 Milliarden zu plus 1,9 Milliarden Dollar ähnlich aus."

Quelle: https://www.heise.de/news/Netflix-hat-u ... ag.beitrag



Antwort von iasi:

Ja - gestern gab"s Quartalszahlen von Netflix.
Nun wurde die 200 Mio.Marke bei den Abonnenten gepackt.

6,6 Mrd.$ Umsatz und 542 Mio.$ Gewinn - wobei letzteres aber weniger ist als im 4.Quartal 2019, auch wenn der Umsatz um 20% zugelegt hatte.

Einerseits eben Corona, was die Leute vor die Glotze fesselt, andererseits die wachsende Konkurrenz.

Am 27.1. stehen die Quartalszahlen von AT&T und somit HBO Max an.

Man merkt, dass AT&T auch den Aktienkurs im Blick hat, denn der Start von Godzilla vs. Kong wurde auf das Ende des 1.Quartals 2021 gelegt. ;)




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