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Test : Sony PXW Z100 – professioneller 4K 10 Bit 4:2:2 XAVC Camcorder

von Mi, 23.Juli 2014 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Handling / Technische Daten
  Testlabor
  Praxis Test
  Fazit

Mit dem Sony PXW Z100 macht Sony Professional ernst in Sachen 4K in seinem XDCAM Portfolio und präsentiert mit Blick auf die Aufnahmedaten einen echten Kraftprotz: Cine 4K (4.096 x 2.160 Pixel) mit 50 oder 60p in 4:2:2 und 10 Bit Intraframe Codec sind eine starke Ansage im derzeitigen 4K Segment. Hier unser Testbericht zum 4K Sony Pro Camcorder.



Handling / Technische Daten



Herzstück des Sony PXW Z100 Henkelmanns stellt sein 10 Bit und 4K-fähiger 1/2,33“-Exmor-R-CMOS-Sensor mit 16 MP dar. Die Sensorgröße bleibt damit etwas unterhalb der etablierten 2/3 Zoll XDCAM HD-Alternativen (In wiefern dies Auswirkungen in Sachen Lowlght- und Aliasing/Moiréverhalten hat, wollen wir im Testlaborkapitel klären).

Sony PXW Z100 4K 10 Bit 4:2:2 XAVC Kamera



Ein echte Ansage sind die zur Verfügung stehenden 4K Videoformate der Sony Z100, die neben UHD nicht nur echtes 4K mit 4.096 x 2.160 Pixel bietet, sondern darüber hinaus auch noch in 50 bzw. 60p Bildraten in 4:2:2, 10 Bit mit Intraframe-Encoding. Damit lässt Sonys neues H.264-basiertes XAVC Format richtig die Muskeln spielen und kommt auf Datenraten von maximalen 600 Mbit/s. Unsere 50P Testaufnahmen in Cine 4K hatten alle Datenraten um die 490 Mbit/s und liessen sich (Dank Intraframe Encoding) hervorragend auch auf älteren Videosystemen abspielen. Vor allem auch auf Mac-Systemen funktioniert somit XAVC um Welten besser als Sonys Konsumervariante XAVC-S (interframe-basiert).

Aufgezeichnet wird auf schnellen XQD-Karten, für die bei der Sony PXW Z100 zwei Slots zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können SD/SDHC/SDXC Karten (für AVCHD-Recording) genutzt werden. Die XQDs funktionierten bei unseren Testaufnahmen ohne Probleme.

XQD-Karten mit max. ca. 120 MB/s Schreibgeschwindigkeit



Bei der Ergonomie der PXW Z100 setzt Sony auf alte Tugenden und nutzt seine lange Erfahrung in diesem Bereich um mit das beste Henkelmann-Design für die Sony PXW Z100 zu nutzen, das der Markt derzeit zu bieten hat. Wer mit dem Schalterlayout bisheriger, kompakter Sony Pro Camcorder vertraut ist, findet sich auch beim PXW Z100 sehr schnell zurecht. Hierzu gehören die als Kippschalter ausgeführten Gain und Whitebalance Presets, der dreistufig (¼, 1/16, 1/64) schaltbare ND-Filter, sechs individuell belegbare Funktionsbuttons (Zenbra, Peaking und Thumbnail sind voreingestellt), sowie die hinter einer Klappe geschützten Audio-Level- und Kanaleinstellungen, die sich alle ergonomisch sinnvoll auf der linken Kameraseite befinden. Hinzu kommen hier noch Status, Menü und Iris Buttons sowie ein Klickrad für die Menünavigation.

Sony PXW Z100 mit gewohnt gutem Schalterlayout



Die fest verbaute Sony 20 x G-Zoom Optik kommt mit einem Zoombereich von (auf 35mm gerechneten) 30–600 mm daher. Damit bewegt sich die Optik der Sony PXW Z100 im Vergleich zu anderen HD-Handhelds eher im Standardbereich ohne Extravaganzen im Weitwinkel oder Telebereich, was sicherlich auch ein wenig der 4K-Auflösung geschuldet sein dürfte.

Erfreulich ist die in drei Ringen ausgeführte Objektivbedienung für Zoom, Schärfe und Blende. Zwar finden wir rein mechanisch arbeitende Stellringe an den Optiken angenehmer aber dafür wurde die Z100 nicht entworfen und die drei elektronisch gekoppelten Stellringe dürfen hier als guter Kompromiss durchgehen.

Sony PXW Z100 mit drei Objektivringen



Die Bildkontrolle erfolgt entweder über die 0,45“ Suchereinheit oder das auf der Gehäuseoberseite angebrachte 3,5“ Klappdisplay. Beide Displays arbeiten mit der auch bei HD-Cams von Sony verbauten Auflösung von 852×480×3[RGB], womit der höheren 4K Auflösung und der damit einhergehenden problematischeren Schärfebeurteilung weniger Rechnung getragen wurde. Trotzdem hatten wir keine Probleme mit der Schärfefindung, sobald wir zusätzlich Peaking als auch die Suchervergrösserung genutzt haben.

Ähnlich wie bei den Sony F5/F55 können Bildparameter über das PAINT Menü verändert werden. Hierzu zählen White, Offset White, Black, Gamma, Knee, Detail, Skin Detail und Matrix, die alle wiederum über zig Unterpunkte verfügen, so dass man hier ganz den jeweiligen Erfordernissen entsprechend sein persönliches Bild einstellen kann.

Vorsicht ist in diesem Zusammenhang bei den im Gamma Menü befindlichen Cinematone 1 und 2 Einstellungen geboten. Hierbei handelt es sich nicht um Cine-Gamma Einstellungen, die den DR erweitern, sondern im Gegenteil um eine Kontrastverstärkung. Hiervon würden wir eher die Finger lassen. Hypergamma oder C-Log finden sich bei der Sony PXW Z100 nicht - aber sie wurde ja auch nicht als Cine-Kamera entwickelt.

Auch bei den Anschlüssen leistet sich die Sony Z100 kaum Schwächen. Neben 2-fach XLR, die sich wie gewohnt in Line, Mic und Mic+48V schalten lassen, stehen SDI (HD und SD umschaltbar), Composite, Cinch, Timecode In und Out, sowie Kopfhörer (Miniklinke), Fernbedienungsbuchse (2.5mm) und natürlich HDMI (Typ A) zur Verfügung.

Über die HDMI-Schnittstelle kann 4K bis zu 50p ausgegeben werden. Soweit wir es verstanden haben derzeit allerdings nur die 50p Variante im Zusammenspiel mit einem entsprechenden Bravia-TV. Die HDMI-Schnittstelle soll jedoch für einen zukünftiges Update auf HDMI 2.0 bereits vorbereitet sein.

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[38 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
VUSschneider    19:51 am 23.11.2014
@Jott Danke für deine Tipps! Die X70 kommt mir ins Haus sobald das 4K Update offiziell angekündigt ist. Ich habe auf dich gehört und mir kurz eine AX100 geholt nachdem ich alles...weiterlesen
Jott    12:05 am 9.11.2014
Nein, sie nutzt XAVC-S, schneidet sich problemlos "ohne ProRes und so Zeugs", wenn man will. Aber ja, natürlich Intraframe. So, wie sämtliche Sony-Broadcameras, was soll daran...weiterlesen
VUSschneider    11:57 am 9.11.2014
Ich meinte die AX100. Die nimmt ja nur Intraframe auf. (AVCHD) Die X70 ist super von den Aufnahmeformaten. XAVC ist auch super. Da braucht man eig. kein ProRes und so Zeug mehr...weiterlesen
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