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Test : Sony HDR-TD20

von Mo, 27.Februar 2012 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Praxis
  Aus dem Messlabor 2D und 3D
  Fazit



Praxis



Die digitale Konvergenz der beiden Optiksysteme lässt sich automatisch oder manuell horizontal verschieben, um damit den Tiefeneindruck der Aufnahme zu steuern. Die Linsen selbst werden dabei jedoch nicht bewegt, sondern nur der horizontale, digitale Versatz beider Aufzeichnungen. Dies erklärt auch, warum der Weitwinkel im 3D-Modus etwas geringer wird: Offensichtlich wird hierfür einfach die ausgelesene Sensorfläche etwas verringert. Der ausgelesene Ausschnitt und dessen horizontale Lage auf dem Sensor bestimmen dann die Konvergenz.

Der feste Objektivabstand hat sich nun von vormals 31mm auf ungefähr 20 mm verringert, was man den Testaufnahmen durchaus ansieht. Objekte wirken insgesamt etwas flächiger als beim Vorgänger. Noch deutlicher sichtbar ist der Unterschied zu Panasonics Z10000. Letztere spielt aber auch preislich mit 3500 Euro schon in einer anderen Liga.

Das integrierte, autostereoskopische 3D-Display verrichtet seine Arbeit sehr gut. Auch dank seiner hohen Auflösung sieht man wirklich ohne zusätzliche Brille die eigenen Aufnahmen in 3D. Dazu kann man über einen externen Button schnell auf eine 2D-Vorschau umschalten, was gerade bei der Schärfebeurteilung sehr hilfreich sein kann.

Leider vergibt Sony weiterhin die Chance 3D-Fotos zu machen. Für machen könnte dies sicherlich ein zusätzliches Kaufargument darstellen.




Aus dem Messlabor 2D und 3D



Wir haben die Kamera sowohl im 2D- als auch im 3D-Modus gemessen. Dabei sind die Messunterschiede tatsächlich so marginal, dass sich eine separate Abbildung und Kommentierung kaum lohnt. Wer will kann die Modi dennoch direkt in unserer Datenbank vergleichen.

Der Sweep geht gegenüber dem Vorjahresmodell noch einen Tick weiter in die feinen Details...

Luminanzauflösung



...und das zeigt sich auch deutlich beim ISO-Chart, das sehr detailreich ohne störende Artefakte abgebildet wird.

ISO-Testbild



Die Farbauflösung ist (im Gegensatz zu den 2011er Modellen) nicht mehr ganz so unruhig, was sich jedoch bei realen Bildern sowieso kaum sichtbar auswirkt.

Chrominanz-Auflösung



Die Verzeichnung der Objektive ist in beiden Modi fast frei von schiefen Linien, was den Einsatz einer digitalen Optikkorrektur vermuten lässt. Die Konkurrenz liefert hier mehr Beulen.

Objektiv-Verzeichnung



Die Kamera ist sehr neutral eingestellt und liefert natürliche Farben. Auch die Hauttöne gelingen der TD20 dabei sehr gut.

1200 Lux (Klicken für Bild in voller Auflösung)



Bei wenig Licht liefert die TD20 immer noch ansprechende Bilder.

12 Lux Automatik (Klicken für Bild in voller Auflösung)



Nur im 2D-Modus lässt sich die Lichtempfindlichkeit auch noch etwas tunen...

12 Lux mit 1/25 Sek und manuellem Weißabgleich. (Klicken für Bild in voller Auflösung)



Trotz fehlender Aussteuerung klingt die TD20 gut und liefert bei wenig Rauschen nur moderat beschnittene Höhen.

Störgeräusche





Fazit



Gegenüber dem Vorgängermodell hat sich bis auf die kompaktere Bauweise erstaunlich wenig getan. Wer sich für eine 3D-Kamera mit guter Qualität aber wenig manuellen Einstellmöglichkeiten interessiert, kann daher auch ruhig zum Vorgängermodell greifen, das gerade im Internet-Ausverkauf schon für knapp 900 Euro (Stand 2/2012) den Besitzer wechselt.
Im Gegenzug kann man der TD20 eine leicht verbesserte Bildqualität attestieren, die jedoch mangels manueller Kontrolle schwer zu entfesseln ist. Wer "nur" im Automatikmodus filmt bekommt auf jeden Fall ein extrem leicht zu bedienendes Gerät, das unkompliziert recht passable 3D-Aufnahmen liefern kann.


Manuelle Optionen?


3 Seiten:
Einleitung
Manuelle Optionen?
Praxis / Aus dem Messlabor 2D und 3D / Fazit
  

[4 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Kazumba    15:43 am 10.6.2012
MMhhh, nach knapp einem Jahr Einsatz der TD10 bin ich von der Kamera begeistert. Auch die Schnittmöglichkeiten incl Brennen auf Bluray habe ich zwischenzeitlich mir erarbeitet...weiterlesen
wolfgang    13:39 am 1.4.2012
Leider kann man Stephan hier nur zustimmen: - es ist eine arge Unsitte, den ohnedies kleinen IO der TD10 nochmals zu verkleinern, wie das hier geschehen ist. Genau genommen ist...weiterlesen
Stephan_LB    09:15 am 1.4.2012
Die wichtigste Funktion wurde von Sony erneut verschlafen: 24 Bilder/sec bei 3D ! Damit wäre es möglich gewesen, Blu Ray in 3D mit voller Auflösung zu produzieren. So muss man...weiterlesen
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update am 20.April 2021 - 18:02
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