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Test : Panasonic HC-W858 und HC-V757

von Do, 31.Juli 2014 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Die Technik
 Ausstattung
 Zeitlupe mit 100 FPS



Die Technik



Beim Auspacken fällt wieder die zusteckbare Zubehör-Schuh-Schiene auf, die bequem das Andocken von standardisiertem Videozubehör wie Leuchten oder Mikrofonen ermöglicht. Das Netzteil selbst ist auch schon netzsteckerseitig mit USB-Buchse ausgestattet, jedoch schließt man den (Lade-)Strom noch über ein Adpter-Kabel von USB auf Mini-Buchse an die Kamera. Kein Beinbruch, jedoch dürfte in Zukunft hoffentlich jeder Hersteller zu USB als Ladestandard greifen, um dem eigentlich überflüssigen Netzteil-Müllberg etwas entgegen zu wirken.

Die Sensorgröße wurde gegenüber der V727 auf den ersten Blick gar nicht verändert und liegt immer noch bei ca. 1/2,3 Zoll. Jedoch hatte die V727 nur ca. 4,14 Megapixel von vorhandenen 17,5 Mpix genutzt, während die kommenden Mittelklasse-Modelle nun effektive 6,03 Megapixel von totalen 12 Megapixeln benutzen. Die Größe eines einzelnen effektiv genutzten Pixels ist somit um ca. 135 Prozent gewachsen, während sich die effektiv genutzte Fläche des Sensors sogar verdoppelt hat. Oder anders ausgedrückt: Die effektive Sensordiagonale war bisher ca. 1/4,36 Zoll und beträgt nun ca. 1/3,1 Zoll. Auch ist der neue Sensor ein BSI-Modell. Auf die Lichtempfindlichkeit hat sich dies im Vergleich zur V727 jedoch praktisch gar nicht ausgewirkt. Die W858 spielt definitiv in der selben Liga und lässt sogar noch in sehr kritischen Stellen etwas Fixed Pattern Noise erkennen.

Auch das 20fach-Zoomobjektiv mit 4,08 – 81,6mm bei einer Anfangsblende von f/1.8 wurde komplett mit dem Schwerpunkt auf Kompaktheit konstruiert und besteht aus 4 Linsengruppen mit 2 beweglichen Einheiten. Der Weitwinkel geht damit auf immer noch sehr passable 29,5mm (kb) zurück.



Ausstattung



Die Feature-Ausstattung der Mittelklasse-Kameraserie ist auch in diesem Jahr bemerkenswert komplett: Kopfhörerausgang, Mikroeingang, manueller Zugriff auf alle wichtigen Parameter. Nicht nur Shutter und Blende, sondern auch die Bildcharakteristik sind frei einstellbar.

Neu und cool: Die HC-W858 und auch die HC-V757 haben ein ein kleines, zusätzliches, externes Drehrad neben dem Objektiv verpasst bekommen mit dem sich manuelle Parameter alternativ zum Touchscreen einstellen lassen. Gerade für die Schärfe ist dies gekoppelt mit dem integrierten Peaking ein gelungenes neues Feature. Etwas uncooler ist dagegen die Tatsache, dass wenn man nach der manuellen Einstellung der Blende den Shutter verändert, die Blende wieder in den Automatik-Modus springt. Stellt man dagegen den Shutter zuerst ein, bleibt dieser nach unserer Erfahrung auch fix, wenn man die Blende anschließend verändert.



Zeitlupe mit 100 FPS



Doch kommen wir zu einem der echt neuen Features: Die integrierte Zeitlupe kann offensichtlich nur bis max. 28 Mbit aufgenommen werden. Schade, denn gerade bei mehr Bildern im Datenstrom wäre eine höhere Datenrate sicherlich willkommen. Um die Zeitlupe zu starten muss die Kamera in einem eigenen Zeitlupen-Modus sein. Die manuellen Einstellungen des manuellen Modus können hierbei auf den ersten Blick dennoch genutzt werden, allerdings werden diese manchmal von der Automatik überrollt. Auch hier hilft als Trick, nach dem Shutter die Blenden-Einstellungen offen zu lassen, also nicht zu bestätigen. Apropos Shutter. Logischerweise muss der Shutter bei Slow-Motion mindestens 1/100sec betragen.

Man kann im Menü einstellen, ob man kontinuierlich Zeitlupe aufnehmen will, oder die Zeitlupe nur als Inserts während einer normalen Aufnahme nutzen will. Bei letzterem kann man bis zu 3 Zeitlupen innerhalb einer Aufnahme „auslösen“.

Die Slowmotion-Aufnahme erfolgt immer mit 100 Bildern/s in 50 FPS-Datenströmen. Wer also eine 4fach Zeitlupe sehen will, muss den Datenstrom in eine 25fps-Timeline legen und entsprechend in der Geschwindigkeit anpassen.

Laut Panasonic filmen die neuen Modelle Slow-Motion in 1080p, doch schon beim Modus-Wechsel bemerkt man deutlich, dass in der Zeitlupeneinstellung der Weitwinkel mächtig schrumpft und offensichtlich nur eine viel kleinere Sensorfläche genutzt wird. Das wiederum hat uns dazu bewogen, unsere Schärfetests auch im Zeitlupen-Modus durchzuführen. Und dort bestätigte sich leider unser Verdacht...

Die Panasonic HC-W858 im normalen Film-Modus



Die Panasonic HC-W858 im Slow-Motion-Modus



Im Zeitlupen-Modus wird die HC-W858/V757 deutlich unschärfer und liegt sogar unter der Abbildungsleistung einer 720p-Kamera, ähnlich wie wir es schon bei Sonys A7s gesehen hatten.

Einleitung
Aus dem Messlabor / Fazit


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Einleitung
Die Technik / Ausstattung / Zeitlupe mit 100 FPS
Aus dem Messlabor / Fazit
  

[8 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
ice    14:45 am 22.2.2015
daß das Display nicht vollständig geschlossen werden kann; es sei, man zieht jedes Mal den Stecker des Kopfhörers oder des Mikrofons
Husami    11:59 am 22.2.2015
Hi, ich interessiere mich für den fast baugleichen Nachfolger HC-V777 - und frage mich, was daran so ungemein nachteilig ist, wo es doch ohnehin ein Camcorder ohne Sucher ist und...weiterlesen
ice    10:06 am 16.11.2014
nach dieser Logik sollten erst gar kein externer Mikroanschluß angeboten werden; wenn aber doch, dann sollte der Eingang an einer sinnigen Stelle...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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