Logo
///  >

Test : Nvidia GTX 1660 Ti - Genug Leistung für 4K-Videobearbeitung?

von Do, 5.September 2019 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Schneller Speicher = gute Perfomance
  Günstiger in 4K?
  Alt vs. Neu und Marktstellung
  Fazit

GPUs (und im weiteren Sinne Grafikkarten) gibt es in so zahlreichen Variationen, dass eine konkrete Auswahl oft schwer fallen kann. Für die Videobearbeitung sind dabei zwar andere Features entscheidend als beim Gaming. Dennoch weisen Gaming-Modelle in der Regel das beste Preis-/Leistungsverhältnis für Videowerker auf.



Schneller Speicher = gute Perfomance



Unsere Erfahrung in den letzten Jahren lehrte uns bei der Betrachtung von GPUs vor allem eines: Je breiter und schneller der Grafikkartenspeicher angebunden ist, desto besser performt die Karte unter DaVinci Resolve und Adobe Premiere Pro. Andere Parameter wie Chiptakt, Anzahl Rechenwerke oder Angaben zur theoretischen Rechenleistung in TFlops korrelieren dagegen weitaus weniger mit der erzielbaren Performance.

Dennoch ist bei einer GPU auch die Chipgeneration von Bedeutung. Neuere Architekturen rechnen in der Regel schon aufgrund größerer Caches schneller und bringen zudem Hardware-Unterstützung für aktuelle Codecs mit. Dies äußert sich dann in besonders reaktivem Verhalten der TimelineTimeline im Glossar erklärt beim Schnitt von H.264/H.265-Material. Und auch das Decoding von aktuellen RAW-Formaten wird mittlerweile gerne auf die GPU ausgelagert, so dass sich hier ein schnelles Modell ebenfalls sinnvoll einbringen kann.



In unseren Tests in der Vergangenheit hatten wir unter anderem die aktuellen Topmodelle von Nvidia ( RTX 2080 Ti ) und AMD ( Radeon VII ) betrachtet, die mittlerweile praktisch alle Erfordernisse für einen flüssigen 4K Schnitt problemlos erfüllen. Sogar 8K-Projekte lassen sich mit diesen Top-Karten innerhalb gewisser Grenzen schon stemmen.



Günstiger in 4K?



Doch umgekehrt stellt sich dann natürlich die Frage, ob es für 4K-Bearbeitung nicht auch eine Nummer kleiner sein kann. Und unter diesem Aspekt fiel unsere Aufmerksamkeit auf die GTX 1660 Ti von Nvidia, die eine sehr besondere Stellung im Portfolio von Nvidia einnimmt.

So ist ihr Chip aus der neuesten Turing Generation, jedoch wurden Spezialfunktionen der neuen RTX-Modelle nicht übernommen. Es fehlen vor allem Tensor Cores und Raytracing Einheiten, die aktuell nur sehr spezielle Effekte beschleunigen und in der Videobearbeitung noch praktisch gar nicht genutzt werden. Die wichtigeren Video Decoder sind dagegen auf dem Stand der teureren RTX-Serie und nicht mal langsamer als bei den Topmodellen.

Was die GTX 1660 Ti jedoch vor allem interessant macht ist die Speicheranbindung. So ist der Bus hier zwar nur 192 BitBit im Glossar erklärt breit (gegenüber 256 BitBit im Glossar erklärt bei der RTX 2060 Super und allen RTX 2070 und 2080 Modellen). Dafür kommt (im Gegensatz zu allen noch günstigeren Modellen) bereits schneller GDDR6-Speicher zum Einsatz. Dieser erzielt eine DatenrateDatenrate im Glossar erklärt von 288 MB/sMB/s im Glossar erklärt, was man bei Nvidia ansonsten in dieser GPU-klasse noch nicht zu sehen bekommt. Ähnliche Werte erreichen GDDR5-Karten ansonsten erst ab 256 BitBit im Glossar erklärt Speicherbandbreite. Unter anderem deswegen agiert die GTX 1660 Ti auch ungefähr auf dem Niveau einer älteren GTX 1070. Und diese sahen wir schon vor zwei Jahren als solides Modell, um viele 4K-Aufgaben souverän abzuarbeiten.

Alt vs. Neu und Marktstellung / Fazit


2 Seiten:
Einleitung / Schneller Speicher = gute Perfomance / Günstiger in 4K?
Alt vs. Neu und Marktstellung / Fazit
  

[15 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Bruno Peter    10:50 am 12.9.2019
Geht bei mir auch super, sogar mit der alten NVidia GTX 960-2GB Grafikkarte. Für das Preview wird mit "Optimized Media Format und Render Cache Format: DNxHR LB für mein rec.709...weiterlesen
Jörg    10:42 am 12.9.2019
tatsächlich? warum nicht in einer FHD timeline schneiden, zum Export auf 4K switchen, wenn denn erforderlich. Sanfter kann doch schneiden nicht...weiterlesen
maiurb    10:03 am 12.9.2019
Stand neulich vor der gleichen Entscheidung und habe mich für die GEFORCE GTX 1060 6GB entschieden. Die Karte hat ähnliche Werte wie die GTX 1660 Ti, war nur günstiger zu haben...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Test: Hands On: Sony FX9 - 5.9K Vollformat-Camcorder mit Fast Hybrid-Autofokus und 16 Bit Raw Output // IBC 2019 Fr, 13.September 2019
Wir hatten bei einem Sony PRE-IBC Event Gelegenheit zu einem ersten Hands On mit der neuen Vollformat Sony FX9, die über einen 5.9 K Sensor (15+ Stops) verfügt und den aus der Sony Alpha Serie bekannten Fast Hybrid Autofokus erhalten hat. Hier alles zum Thema FX9 Sensorauslesung, Formate, Autofokus, Frameraten, elektronischer Vario ND-Filter, 16 Bit RAW-Optionen...
Test: Nikon 10 Bit N-Log LUT ausprobiert: Wie gut ist die offizielle N-Log LUT für Nikon Z6 und Z7? Di, 3.September 2019
Nikon hat für seine spiegellosen Vollformat Kameras Z6 und Z7 seine erste eigene LUT herausgebracht, auf die viele Anwender schon ungeduldig gewartet haben. Wir haben die offizielle Nikon N-Log LUT auf Material angewandt, das wir mit dem Atomos Ninja V extern in 10 Bit ProRes 422 HQ aufgenommen haben. Hier unsere ersten Erfahrungen inkl. Videoclip …
Test: Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K in der Praxis: Hauttöne, 120 fps uvm. - inkl. 4K vs 6K Quizauflösung Do, 29.August 2019
Hier unsere Praxiserfahrungen mit der neuen Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K. Wir haben uns Hauttöne, das allgemeine 6K Handling, div. Sensormodi, 120 fps High Framerates uvm angeschaut. Und auch unser kleines 4K vs 6K Blackmagic Pocket Quiz lösen wir nun auf …
Test: Blindvergleich: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K versus 4K - Wer erkennt den Unterschied? Do, 22.August 2019
Heute mal ein kleines Quiz: Für den slashCAM Praxistest zur neuen Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K haben wir auch Vergleichsshots mit der Pocket 4K aufgenommen. Vorab hier also mal ein kleines Kamera-Quiz in Form eines Blindvergleichs. Wer kann die Pocket 6K von der 4K unterscheiden? Und welches Bild gefällt euch besser? Viel Spaß beim Knobeln!
Test: Kinefinity MAVO LF - Der Large Format Preisbrecher? Di, 20.August 2019
Test: Blackmagic Pocket Cinema 6K - Mehr Pixel, weniger Cinema? Do, 15.August 2019
Test: DJI Ronin SC Pro Einhand-Gimbal - die neue Gimbal-Referenz für spiegellose Systemkameras? Di, 13.August 2019
Test: Der Preis der zusätzlichen Leistung - Zwei und mehr GPUs unter DaVinci Resolve Mo, 5.August 2019
Test: Dynamikumfang: Blackmagic Ursa Mini Pro G2 vs Panasonic S1 - 4K RAW S35 vs 10 Bit V-Log Vollformat Do, 1.August 2019
Test: Fast schon Global Shutter? Blackmagic URSA MIni Pro G2 Di, 30.Juli 2019
Test: Funktioniert der DJI Ronin SC mit Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K und Panasonic S1? Do, 25.Juli 2019
Test: Dynamikumfang: Internes 10 Bit V-Log mit der Panasonic S1 - neue Referenz? Di, 23.Juli 2019


[nach oben]


[nach oben]
















passende Forenbeiträge zum Thema
Actioncam:
Käfighalterung für Hero 7 Black
Schwenken mit ActionCams
GoPro Hero7 Black in der Praxis: Hypersmooth bei 4k 60p, Timewarp, Zeitlupe und Vergleich zur Hero 6
Gopro7 welche micro SD
GoPro Hero 7 Black RAW Audio sinnlos?
Gopro App
Älteres Gopro Material ruckelt in Premiere
mehr Beiträge zum Thema Actioncam


Specialsschraeg
11-15. September / Eckernförde
Green Screen - Internationales Naturfilmfestival
11-15. September / Oldenburg
Internationales Filmfestival Oldenburg
18-22. September / Münster
Filmfestival Münster
19-22. September / Bremen
Filmfest Bremen
alle Termine und Einreichfristen


update am 14.September 2019 - 18:02
slashCAM
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*