REDRAW: Belichtung und Postpro-Workflow
An dieser Stelle sei nochmal erwähnt, dass wir hier mit einem Pre-Production Sample , bzw. mit Beta-Software der Nikon ZR unterwegs waren und dies hat sowohl Auswirkungen auf den Post-ProWorkflow als auch auf die Belichtung.
Bei unserem Dreh mit Caro haben wir vor allem via Waveform mit der Nikon ZR belichtet. Hierbei unterschied sich jedoch die Waveform-Anzeige zwschen Nikon N-RAW und RED-RAW. Während N-RAW den gesamten Belichtungsspielraum des Waveform-Monitors ausreizte, setzte bei der REDE RAW Aufnahme ein Clipping bei ca. 75% ein. Da wir keinen merklichen Unterschied beim Belichtungsspielraum zwischen NRAW und RED RAW bei der Nikon ZR feststelle konnten, würden wir nach aktuellem Stand hierfür die noch nicht finalisierte Firmware verantwortlich machen.
Uns hat das minimierte Waveform bei unseren Aufnahmen mit Caro nicht weiter gestört – wir haben Nikon darüber informiert und sind gespannt auf Nikons Erklärung hierzu.

Gleiches gilt für die native Unterstützung von RED RAW in DaVinci Resolve. Nach aktuellem Stand muss das RED RAW erst via REDCINE-X Pro von RED RAW nach ProRes 4444 inkl. LOG3G10-Profil gewandelt werden. Wir hatten hierfür eine Vorab-Version von REDCINE-X Pro zur Verfügung.
Nikon scheint aktuell an einer nativen Unterstützung des REDRAW Formats des Nikon ZR mit Blackmagic und anderen zu arbeiten - wir sind gespannt, wann es hier neues zu verkünden gibt …

In der Zwischenzeit muss der Weg via Transcoding in REDCINE-X Pro gegangen werden. Wir vermuten, dass die native Unterstützung von RED RAW nicht mit bisherigen Schnittstellen funktioniert, weil die Nikon ZR REDRAW als 12 Bit Format abspeichert – doch dies ist zu diesem Zeitpunkt reine Spekulation von unserer Seite.
Da REDCINE-X Pro das Batchtranscoding von ganzen Projekten beherrscht, konnten wir unsere Aufnahmen mit Caro problemlos nach ProRes 4444 inkl. LOG3G10-Profil wandeln und hatten in Resolve dann die LOG-Files zur weiteren Bearbeitung unkompliziert vorliegen.


























