Vorab unsere Testaufnahmen mit Caro und der Pyxis 12K bei der neben der Pyxis 12K vor allem das Sigma 85mm F1.4 DG DN Art sowie das Sigma 20mm F2 DG DN Contemporary in der L-Mount Version zum Einsatz kamen:
Wer sich für den beeindruckenden 12K Sensor der Pyxis interessiert, findet hier unserer dazugehörigen Testlaborbericht, welcher der Pyxis 12K bei aktivierter Highlightrecovery einen Dynamikumfang in Reichweite der Alexa 35 attestiert. Und hier auch unser Blackmagic Ursa Cine 12K Praxistest.
Pyxis 12K technische Daten und Handling
Mit der Pyxis-Serie hat Blackmagic auf vielfachem Userwunsch eine kompakte Cine-Kamera entworfen, die sich in bislang kaum gekanntem Maße individualisieren lässt. Entsprechend haben wir bei unserem Praxistest mit der 6K-Variante im Gimbal-, Schulter- und Handkamera-Setup gute Erfahrungen hinsichtlich der Flexibilität der Pyxis gemacht – in unseren Augen ein echter Volltreffer beim Thema Handling.

Verantwortlich hierfür sind vor allem das modular gearbeiteten Gehäuse mit den vielen Rigging-Optionen via Sideplates. Perfekt unterstützt wird das modulare System der Pyxis Serie durch die vielen hauseigenen Monitoring-Optionen, die in dieser Fülle ziemlich einzigartig sein dürften.

So bietet Blackmagic drei unterschiedliche Monitoring-Systeme für die Pyxis an: 1. den Blackmagic Pyxis Monitor, 2. den Blackmagic Pyxis Pro Handle mit integriertem OLED-Sucher und 3. den exzellenten Blackmagic Ursa Cine EVF. Die Preisspanne reicht hierbei von ca. 300,- Euro für den Monitor bis hin zu 1.800,- Euro für den Cine EVF. Die flexibelste und zugleich kostengünstigste Lösung stellt in unseren Augen der Blackmagic Pyxis Monitor dar, weil er als Touchmonitor sowohl für die Menünavigation als auch Sucher/Kontrollmonitor genutzt werden kann.

Doch auch völlig ohne hauseigene Monitoringsysteme lassen sich die Pyxis-Kameras nutzen. So haben wie als Kameramonitor auch einen Blackmagic Videoassist montiert und diesen über SDI an die Pyxis 12K angeschlossen, was ebenfalls gut funktioniert hat – auch wenn wir persönlich den direkten Menüzugriff über den dedizierten Pyxis-Monitor vorziehen.
Über den herausragenden 12K Sensor der Ursa Cine haben wir ja bereits recht umfassende Tests veröffentlicht – bei der Pyxis 12K sollte man im Vergleich zur Ursa Cine im Hinterkopf behalten, dass sich die Frameraten bei maximaler Sensorauslesung in etwa halbieren. Statt also 12K Open Gate bis zu 80 fps stehen bei der Pyxis hier 40 fps zur Verfügung. Allerdings sollte man hierbei auch bedenken, dass wir die Pyxis 12K vor allem als 8K Kamera verstehen – also eine 12K-fähige Kamera, die vor allem hoch-qualitatives 8K via Downsamplig – entweder direkt in der Kamera oder im Schnitt - zur Verfügung stellt.

Empfehlen würden wir hier stets das Downsampling in der Kamera, weil man hiermit den Rolling Shutter im Vergleich zum 12K Betrieb quasi halbiert. Entsprechend haben wir vor allem im 8K-Modus mit der Pyxis 12K gedreht und selbst hier stehen beispielsweise mit 8192 x 3408 Pixeln bei 112 fps für diese Kameraklasse einzigartige Frameraten und Auflösungen zur Verfügung.
Beim Handling der Pyxis sticht für uns vor allem das sehr gute Kameramenü von Blackmagic heraus, das für uns zu den besten am Markt erhältlichen Menüsystemen zählt.

Zusammen mit den ausgezeichneten RAW-Codec Optionen lässt sich hier schnell für jeden Einsatzbereich die passenden Aufnahmeparameter finden.
Als Aufzeichnungsoptionen stehen zwei CFexpress-Cardslots zur Verfügung.

Für uns aktuell das beste duale Aufzeichnungsetup, weil sich hier günstige Speichermedien mit hoher Performance verbinden. (Allerdings scheint aktuell kein paralleles Backup-Recording möglich zu sein – nur ein Overflow und Proxyrecording auf dem zweiten Cardslot). Und Apropos Aufzeichnungsoptionen: Zusätzlich lässt sich auch auf SSD via USB-C-Port aufzeichnen. Blackmagic liefert hierzu extra die „SSD Plate“ mit der Pyxis mit – ein Halterungssystem für externe SSDs auf der rechten Kameraseite.
Und ebenfalls ziemlich einzigartig und für Wildlife-Filmer und andere von größerer Bedeutung: Mit dem 10.0 Camera Update verfügen die Pyxis auch über eine Pre-Recording Funktion, die bis zu 10 Minuten (!) Prerecording erlaubt.

Ebenfalls neu hinzugekommen ist jetzt eine 4-Kanal Audio Option mit der sich 4 Audio-Kanäle separat pegeln lassen (2 x internes Stereo Mic, 1x XLR und 1 x 3.5mm Klinke). Bei zukünftigen Updates würden wir uns hier allerdings eine zweite XLR-Option und (und integrierte ND-Filter) wünschen.
Wie schon bei der Pyxis 6K macht das Ganzmetall-Gehäuse der Pyxis 12K einen extrem robusten Eindruck. Mit 1.6 kg ist es etwas schwerer als die Konkurrenz (z.B. Canon C80 = 1.3kg) aber dürfte dafür halt auch deutlich mehr aushalten.
Leider war unsere Zeit mit der Pyxis 12K etwas kürzer als gedacht, weil wir ein defektes Model erwischt hatten. Mittlerweile hat Blackmagic einen Rückruf für bestimmte Seriennummern der Pyxis 12K gestartet – damit sollten problematische Exemplare aussortiert werden. Zum Glück haben wir trotzdem gerade so ausreichend Footage und Erfahrung mit der Pyxis 12K sammeln können, so dass dieser Praxistext abgeschlossen werden konnte.



















