Der Einfachheit halber nutzen wir hier – weil für uns am leichtesten verfügbar – Rigging-Komponenten von SmallRig. Unsere Empfehlungen lassen sich jedoch in Bezug auf die Rig-Komponenten durchaus universell verstehen.
Red für die Hosentache vs Urlaubscam
Nikon ZR + Nikkor Z 28mm f /2.8 oder Nikkor Z 26mm f/2.8
Die Nikon ZR stellt mit ihren Abmessungen von 134 x 81 x 49 mm eine der kompaktesten raw-fähigen Vollformat-Kameras am Markt dar – zusammen mit der RED-RAW Colorscience stellt sie eine Bildästhetik zur Verfügung, die in dieser Preis- und Größenklasse recht einmalig ist. Das Weglassen des Suchers zu Gunsten des großen, hochwertigen Displays macht sie im Handling zudem recht kompakt. Tatsächlich lässt sich mit der Nikon ZR durchaus auch „aus der Hüfte schießen“ - wie mit einer Point&Shoot Cam – also quasi eine „Cine-Point&Shoot“ oder die bereits mehrfach zitierte „Red für die Hosentasche“.

Hierfür empfehlen sich besonders kompakte Nikon ZR-Setups, mit denen man die Nikon ZR sogar in der (größeren) Hosen- bzw. Jackentasche transportieren kann. Wer das absolut kompakteste und dabei immer noch optisch recht hochwertige Setup benötigt, dem empfehlen wir die Nikon ZR ohne Cage oder Handgriff mit dem Nikkor Z 26mm f/2.8 zu nutzen.
Das Nikkor Z 26mm f/2.8 stellt eine Pancake-Optik mit Abmessungen von 104 mm x 234,5 mm dar, die geradezu winzig daher kommt und mit 125g (trotz Metallbajonett) auch zu den leichtesten Nikkor Z Objektiven zählen dürfte. Optisch bewegt sich das Nikkor Z 26mm f/2.8 auf etwas höherem Niveau als das hier als günstigere Alternative empfohlene Nikkor Z 28mm f /2.8 - vor allem bei offener Blende löst das Nikkor Z 26mm f/2.8 noch etwas höher auf.

Die hohe optische Qualität, die hochwertige Verarbeitung und die sehr kompakten Maße haben jedoch ihren Preis. Mit einer UVP von 549,- liegt das Nikkor Z 26mm f/2.8 deutlich höher als das Nikkor Z 28mm f /2.8, das aktuell bei einer UVP von 269,- Euro landet.
Auch die Kombination Nikon ZR und Nikkor Z 28mm f /2.8 passt gerade noch so in unsere Manteltasche und geht damit noch noch als kompaktes, hochmobiles Setup bei uns durch. Das günstigere Nikkor Z 28mm f /2.8 löst offenblendig nicht ganz so hoch auf wie das Pancake Nikkor, und kommt mit einem Kunststoffbajonett - fokussiert dafür im Videobetrieb einen Tick leiser (aber nicht lautlos) und etwas schneller und erreicht abgeblendet quasi die gleiche Auflösungsleistung wie das Nikkor Z 26mm f/2.8. Mit einem Gewicht von 155g darf es immer noch als ultraleicht gelten. Für uns auf jeden Fall die Budget-Empfehlung zum Thema „Jackentaschen-RED“.

Als kompakte Ausbauoption in Sachen Ton sehen wir vor allem die Entscheidung zwischen einer kabellosen 32-Bit Float Mikro-Option via Hotshoe und einem kabelgebundenen Setup via Klinkenstecker. Für ein möglichst unkompliziertes, kabelloses 32-Bit Float Setup empfehlen wir das hauseigene Nikon ME-D10 Shotgun Mikro, das einfach in den Hotshoe der Nikon ZR geschoben wird und diverse Audio-Fokussierungen erlaubt. Wer sich nicht an einen Klinkenstecker an der Kamera stört, bzw. mit Lavaliers unterwegs ist, findet bei DJI, Sennheiser und anderen ebenfalls entsprechend kompakte Audiolösungen.



















