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Test : Nikon D810 - Fullframe Video DSLR mit erweiterten Videofunktionen

von Do, 9.Oktober 2014 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Nikon D810 - techn. Daten und Ergonomie

Mit der Nikon D810 hat Nikon einen Nachfolger seiner mit 36MP einzigartig hochauflösenden Vollformat-Kamera an der Start gebracht und visiert mit einer Reihe von neuen Funktionen neben professionellen Fotografen auch verstärkt Filmer an. Zu den videoafinen Features zählen: Zebra, flache Bildprofile und ein cleaner HDMI-Out. Wie gut ist die Nikon D810 im Videobetrieb?

Nikon D810





Nikon D810 - techn. Daten und Ergonomie



Auf den ersten Blick hat sich beim Gehäuse der Nikon D810 im Vergleich zum Vorgänger eher wenig verändert. Geblieben ist das robust ausgelegte Metallgehäuse in Magnesiumlegierung mit umfassender Dichtung und das grundsätzliche Schalterlayout. Hinzugekommen ist hingegen auf der Rückseite die „i“ Taste, mit der sich willkommene Shortcut-Möglichkeiten – gerade auch für den Videobereich – auftun. Im Liveviewbetrieb lassen sich hier mit einem Knopfdruck die Werte für Bildfeld (FX, DX), Videoformat, Videoqualität, Audioaussteuerung, Mikrofonfrequenz, Windfilter, SD-Slot-Auswahl, Zebra, Monitorhelligkeit und Kopfhörerlautstärke anwählen und verändern.

Mit 980g Kampfgewicht (inkl. Batterie und Karte, ohne Optik) ist die Nikon D810 minimal leichter geworden, bringt jedoch immer noch genügend Gewicht mit, das sich vor allem mit schwereren, lichtstarken Optiken positiv bemerkbar macht.

Nikon D810 mit neuem „i“ Button



Wer hingegen eine leichtere, kompakte Fullframe Nikon sucht, dürfte beim neuen aus Verbundstoff hergestellten Monocoque Gehäuse der Nikon D750 (oder bei der spiegellosen Konkurrenz) besser aufgehoben sein. Bleibt die Frage, ob diese die gleiche hochwertige Videoqualität bietet – doch der Reihe nach …

Minimal verändert zeigt sich der Handgriff der Nikon D810, den man jedoch im direkten Vergleich zum Vorgänger in die Hand nehmen muss, um die Änderungen festzustellen. Für unseren Geschmack immer noch etwas sperrig und weniger handschmeichlerisch als die Canon-Konkurrenz - aber das ist stark vom persönlichen Geschmack abhängig und damit kaum von Belang. Wichtiger hingegen ist die höhere Effizienz beim Energieverbrauch. Während der Vorgänger D800 von Nikon mit 900 Aufnahmen pro Ladung klassifiziert wurde, stehen bei der Nikon D810 1.200 zur Verfügung und auch wir hatten subjektiv den Eindruck, dass die D810 länger durchhält.

Nikon D810 Schalterlayout



In Sachen Ergonomie und Schalterlayout würden wir die Mode-Taste gerne etwas schneller zugänglich haben, die Platzierung oben hinter dem Record-Button finden wir nicht ganz optimal. Positiv anzumerken ist hingegen die sowohl im Sucher als auch in der Lieview eingespielte Programmwahl, so dass man die Kamera für die Wahl der Betriebsart nicht absetzen muss. Vermisst haben wir hingegen die U1 und U2 Einstellräder, wie sie bei der Nikon D750 sowie der Nikon D7100 bereits Einzug gehalten haben.

Und noch eine Randbemerkung in Sachen Fotografie: Die Nikon D810 ist deutlich leiser geworden als ihr Vorgänger (und als die knackig-krachende Nikon D750). Wer also auf der Suche nach einer leisen Foto und Video-DSLR ist, wird bei der Nikon D810 sehr gut bedient. Auch der leicht modifizierte rückseitige AF-Button für Back-Button-AF Betrieb dürfte vor allem professionelle Fotografen zur D810 führen.

Während die Nikon D800 in zwei Varianten angeboten worden war – eine mit modifizierten Filter und reduzierten Tiefpasseigenschaften, wurde bei der Nikon D810 komplett auf einen Tiefpassfilter verzichtet. Für die Befürchtungen, dass dies zu verstärkter Moirébildung – gerade auch bei Videoaufnahmen führen könnte - können wir an dieser Stelle Entwarnung geben. Doch auch hierzu mehr im Testlaborkapitel.

Der CMOS-Sensor der Nikon D810 ist mit 36MP Auflösung auf dem rekordverdächtigem Niveau des Vorgängers geblieben. Nikon spricht jedoch von einer Weiterentwicklung und mit Blick auf den recht großen Sprung bei der Videoqualität scheint dies nicht undenkbar – auch wenn wir hier den deutlich leistungsfähigeren EXPEED 4 Bildprozessor als Hauptverantwortlichen sehen. Dem EXPEED 4 sind auf jeden Fall sowohl die neuen 1080/50/60p Videoformate sowie die (endlich) formatunabhängige parallele interne und externe cleane Videoaufzeichnung (via HDMI) zuzuschreiben.

Nikon D810 Schnittstellen



Auch bei den IN/Outs der Nikon D810 hat es keine wesentlichen Neuerungen gegeben. Hier finden sich wie beimVorgänger: USB 3.0, HDMI, Mikro-In, Kopfhörer Out, HDMI Out, 10-Pol Interface für Zubehör und Blitzsynchro-Buchse.

Leider hat bei der Nikon D810 noch kein Schwenkdisplay Einzug gehalten. Wir sind uns hier des Streits zwischen Profifotografen und Videoanwendern durchaus bewußt und brechen klar eine Lanze für die Videoseite: Ein Schwenk- oder Klappdisplay würde den Videobetrieb der Nikon D810 nochmal deutlich angenehmer gestalten. Sollte Nikon positive Erfahrungen mit dem beweglichen Display der Nikon D750 machen, besteht ja vielleicht Hoffnung bei der nächsten D900 …

Beim genutzten Videocodec und der Audioverarbeitung bietet die Nikon D810 bekanntes: H.264 mit High@L4.1 Lvel im QuickTime MOV-Container mit einer Datenrate (inkl. Audio) von knapp 20 Mbit/s bei 1080/24p. Audio wird als Linear PCM mit 16 Bit bei 48 KHz aufgezeichnet.

Neue Videofunktionen


5 Seiten:
Einleitung / Nikon D810 - techn. Daten und Ergonomie
Neue Videofunktionen
Testlabor
Das wahre Leben
Fazit
  

[22 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Borke    12:29 am 20.10.2014
Bis zum ultimativen Slashcam-Test, hier ein erster Vergleich zwischen D810 und D750: http://youtu.be/IEWIijL9Azk
rob    14:30 am 19.10.2014
Hallo, wir sind dran aber Urlaub und Krankenstand haben unseren Zeitplan etwas durcheinandergebracht. In der kommenden Woche ist es dann soweit ... Viele...weiterlesen
funkytown    14:06 am 19.10.2014
Hi Rob, Du hast den Test der D750 für diese Woche angekündigt. Kommt da heute noch was?
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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update am 15.Juni 2021 - 17:00
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