Rolling Shutter
Dieses Verhalten untermauern auch unsere Rolling Shutter Messungen, die mit der Anzahl der ausgelesenen Zeilen korreliert: In Highspeed-FullHD (mit 100 -120fps) erreicht die Kamera erstaunliche 8,6ms. In FullHD mit voller Sensorfläche (24-50p) kommt sie auf 15,4 ms. Solche Zeiten können nur gelingen, wenn die Kamera Zeilen beim Auslesen weglässt und/oder zusammenlegt.
In 4K ist dies nicht der Fall. Darum landet sie hier mit voller Sensor-Auslesung bei schlechten 40ms. Damit liegt die A6400 immer noch auf dem selben, sehr mäßigen Niveau der Alpha 6300. Schon leicht beschleunigte Schwenks tendieren hier bereits zu schiefen Balken, weshalb man bei der Motivwahl grundsätzlich auf wenig Bewegung im Bild achten sollte.
Lowlight und Dynamik
Interessant ist, dass Sony die Base ISO für S-Log in der Kamera nun auf 500 gesenkt hat. Wenn wir uns richtig erinnern, lag die Log-Base ISO der Alpha 6300 noch bei 800. Aus diesem Grund gerieten unsere 12 Lux Testaufnahmen in diesem Durchlauf etwas dunkler. Nichtsdestotrotz darf man auch der Sony Alpha 6400 in 4K ein recht gutes Lowlight-Verhalten attestieren. Hier einmal unser 12 Lux Motiv bei ISO6400, 1/25s und F2,8:

Und hier noch einmal ein Bild bei dem wir versuchen etwas "mehr" mit einem lichtstarken Objektiv herauszukitzeln:

Bemerkenswert ist dabei, dass dieser Sony Sensor sowohl im Bereich Low-Light als auch in der nutzbaren Dynamik noch an einer Blackmagic Pocket Cinema 4K und der Panasonic GH5s um fast eine nutzbare Blendenstufe vorbeiziehen kann. Und das, obwohl die Alpha 6400-Sensel mit 3,9µm deutlich kleiner sind als die der nativen 4K-MFT-Modelle (4,7µm). Hier kommt dem A6400-Sensor offensichtlich zugute, dass er beim 6K-4K-Downsampling Sensel zusammenfassen kann und dadurch letztlich in den Schatten beim Rauschverhalten besser dasteht.