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Test : Der Sensor der Blackmagic URSA Mini Pro 12K - Demosaicing und Rolling Shutter

von Di, 3.November 2020 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Großer Sensor - kleine Sensel
 Weiße Sensel statt RGGB-Bayer

Selten haben wir uns so auf einen Sensor gefreut, wie auf den der neue Blackmagic URSA Mini Pro 12K. Denn gegenüber den aktuellen Vertretern von S35 Großformat-Sensoren, macht das Blackmagic Modell so ziemlich alles anders als die Konkurrenz. Das verspricht spannende Erkenntnisse...



Großer Sensor - kleine Sensel



Der S35-Sensor der Blackmagic URSA Mini Pro 12K ist genau genommen etwas breiter als viele digitale S35-Sensoren und besitzt bei einem Seitenverhältnis von ca. 17:9 Abmessungen von 27.03mm x 14.25mm. Auf dieser Fläche mit einem horizontalen Cropfaktor von 1,33 bringt der Sensor rekordverdächtige 80 Megapixel unter. Bei einer Auflösung von 12.288 x 6.480 Senseln entspricht dies einer Senselkantenlänge von 2,2 µm.

Das sind die mit Abstand kleinsten Sensel, die wir wir je in einer Großsensor-Kamera gesehen haben und diese stehen somit eigentlich diametral zu der hohen, versprochenen Dynamik von 13,9 Blendenstufen. Zur Einschätzung hilft vielleicht ein Vergleich: Das 4,6K-Modell der URSA Mini Pro wird von Blackmagic mit 14,7 Blendenstufen beworben, besitzt eine Senselkantenlänge von 5,5 µm und damit eine rund sechsmal größere Senselfläche.

Die Blackmagic URSA Mini Pro 12K





Weiße Sensel statt RGGB-Bayer



Doch wirklich vergleichbar sind die beiden Sensoren sowieso nicht. Denn während das 4,6K Modell ein klassisches Bayer Pattern Farbfilter Array (RGGB) aufweist, besitzt das 12K Modell ein spezielles Mosaic-Pattern, das von farblosen (also ungefilterten) Senseln durchsetzt ist. Es ist dabei kein klassicher RGBW-Sensor, nutzt jedoch dessen grundsätzliche Idee, die Luminanz durch filterlose W-Sensel mitzuschätzen.

Statt eines Bayer 2x2 RGGB Musters besitzt das Filterarray eine sich wiederholende 6x6 Filtersturktur, in der sich 6xRed, 6xBlue, 6xGreen und 18x White/Clear befindet.

Das Pattern verteilt sich dabei folgendermaßen:

RWGWBW
WRWGWB
GWBWRW
WGWBWR
BWRWGW
WBWRWG


Wer sich näher dafür interessiert, findet hier das zugehörige Sensor-Patent von Blackmagic.

Alleine durch den Einsatz von Clear (White) Senseln kann man mindestens eine Blendenstufe gewinnen, was die kleine Pixelpitch schon einmal spürbar kompensiert. Damit steigt gleichzeitig auch der FullWell deutlich, zumindest solange für einen endgültigen Pixel mehrere Sensel zusammengefasst werden dürfen. Das Denoising soll angeblich ebenfalls durch W-Sensel effektiver arbeiten können, was dann in den Schatten für die erforderliche Dynamik sorgen könnte.

Native 12K-Auflösung? / 4K-Demosaicing


Blackmagic Design URSA Mini Pro 12Kim Vergleich mit:

Listenpreis: 10139 €
Markteinführung: November 2020
Sensorgrößen-Klasse:
Super35 / APS-C
Mount: B4-Mount/EF-Mount (aktiv)/Nikon F/PL-Mount

Platz 1 Wechseloptik-Camcorder / Cinema Kamera Bestenliste
Canon EOS C700 EF
Listenpreis: 27000 €
Sensorgrößen-Klasse: Super35 / APS-C
Sony FX6
Listenpreis: 6380 €
Kleinbild-Vollformat, FX

4 Seiten:
Einleitung / Großer Sensor - kleine Sensel / Weiße Sensel statt RGGB-Bayer
Native 12K-Auflösung? / 4K-Demosaicing
8K-Demosaicing / Rolling Shutter / Fazit Sensorverhalten Blackmagic URSA Mini Pro 12K
  

[81 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
iasi    21:01 am 8.11.2020
Die hohe Auflösung ist doch eh nur eine hohe Zahl, die sich eigentlich gar nicht auf Bayer-Sensoren übertragen lässt. Was mir gefällt ist der neue Ansatz bei der neuen Ursa....weiterlesen
roki100    20:18 am 8.11.2020
Moiré auf Charts ist sowieso eine Sache...Die beste Linse - die menschliche Auge, hat es auch schwierig damit. Ich habe zufällig in Fusion etwas mit Linien und duplizieren...weiterlesen
iasi    20:11 am 8.11.2020
Interessant. Erst bei 9.5 sieht man beim guten Objektiv Moire - wenn man rausvergrößert. OK - das B-Objektive ist ... Aber er gibt nicht an, welche Blende er genutzt hat. Im...weiterlesen
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