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Test : DJI Mavic Mini im Praxistest - die führerscheinfreie Einsteigerdrohne - gut genug für Pros?

von Fr, 8.November 2019 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Kamera
  Videoqualität & Stabilisierung
  Unter 250g = kein Führerschein aber ...
  Akkulaufzeit
  DJI Fly-App (beta)
  Fazit

Die neue nur 250g leichte DJI Mavic Mini benötigt weder Kennzeichen noch Drohnenführerschein. Wir haben die neue ultraleichte Einsteigerdrohne getestet und wollten wissen: Ist die Mavic Mini gut genug für Pros? Worauf sollte man bei der Mavic Mini achten? Und kann man sie wirklich ohne Einschränkungen überall fliegen?

Vorab hier unser Testclip mit der Mavic Mini im Praxisbetrieb bei dem wir ausschließlich 2.7K Material in 30p genutzt haben. Das gezeigte Videomaterial stammt direkt aus der Kamera, geschnitten wurde in DaVinci Resolve 16.1:

Test: DJI Mavic Mini in 2.7K - good enough for Pro?


Geflogen wurde im manuellen Modus ohne QuickShots. Als Handy am Flight-Controler kam das Samsung S9+ mit der DJI Android FlyApp (noch beta) zum Einsatz.



Kamera/Videoqualität & Stabilisierung



Wir können nicht sagen, ob der Sensor der DJI Mavic Mini genau der gleiche ist, den DJI auch im Osmo Action sowie in der Osmo Pocket verbaut hat, aber die Eckdaten sind auf jeden Fall gleich. Ein 12 MP 1/2.3'' CMOS Sensor mit 4.000x3000 Pixeln Auflösung. Die wichtigsten Unterschiede in Sachen Videofunktion dürften die bei der DJI Mavic Mini im Vergleich reduzierte Datenrate von 40 Mbit/s im Gegensatz zu 100 Mbit/s bei der Osmo Action / Pocket sein - sowie das Fehlen von flacheren Bildprofilen (zumindest in der von uns getesteten Beta-Version).

DJI Mavic Mini


Auf den ersten Blick erstmal keine Specs die Video-Herzen schneller schlagen lassen - umso mehr hat uns die Bildqualität der Mavic Mini positiv überrascht:

Setzt man nämlich die maximalen Auflösungen ins Verhältnis zur Datenrate sieht die Sache schon etwas besser für die Mavic Mini aus. Diese nimmt nämlich max. 2.7K (2.720x1530 Pixel) mit 40 Mbit/s auf während Pocket und Action 4K (UHD) mit 100 Mbit/s aufnehmen. Die Mavic Mini löst also ca. die Hälfte des 4K der Osmo Action / Pocket auf. Im Verhältnis betrachtet fehlen bei der Mavic Mini damit „nur“ ca. 10 Mbit/s auf 50 Mbit/s was bei weitem nicht mehr so dramatisch klingt wie 40 Mbit/s versus 100 Mbit/s ohne Auflösungsrelation.

DJI Mavic Mini 2.7K @ 30fps - für 100% auf Bild klicken


Am auffälligsten in unserer Test-Praxis mit der Mavic Mini empfanden wir die hervorragende Stabilisierungsleistung des Gimbal-Systems. Hier zeigt sich die große Erfahrung, auf die DJI mittlerweile zurückgreifen kann. Der Gimbl der Mavic Mini arbeitet auf beeindruckend hohem Niveau.

Zwar würden wir bei der Farbabstimmung hier und da noch etwas Zeit in die Fabrkorrektur investieren, aber für Out-of-the-Box gehen die Farben in Ordnung.

Lässt man die Faktoren Ultraleichtgewicht und sehr konkurrenzfähiger Preis bei der Mavic Mini einmal außen vor und betrachtet die reine Bildqualität, hätten wir natürlich noch eine kleine Wunschliste: Ganz oben stehen da: Ein flacheres Bildprofil mit weniger digitaler Nachschärfung und größerem Belichtungsspielraum sowie Full Sensor Readout oder zumindest 4K bei mind. 100 Mbit/s (zusätzlich zu mehr manuellen Belichtungsmodi).

DJI Mavic Mini 2.7K @ 30fps - für 100% auf Bild klicken


Vor allem ein moderat flaches für 8 Bit geeignetes Bildprofil mit reduzierter digitaler Schärfung würde unserer Meinung nach schon sehr viel bringen.

Nimmt man jedoch die Sub-250g Fluggewicht und den Preis von 399,- Euro für die flugfähige Minimalausstattung bei der Einschätzung der Bildqualität hinzu, hat DJI mit der Mavic Mini einen großen Wurf gelandet. Das hervorragende Verhältnis von Preis zu Bildqualität bei der Mavic Mini wird unserer Meinung nach von keiner anderen DJI Drohne erreicht. Andere Drohnen bieten zwar erkennbar mehr Bildqualität aber eben auch zu einem (überproportional) höheren Preis.

DJI Mavic Mini 2.7K @ 30fps, AE locked - für 100% auf Bild klicken


Und noch eine kleine Einschränkung: Im Hinterkopf sollte man bei unserem Mavic Mini Clip behalten, dass wir uns hier nahe an der maximal möglichen Videoqualität bewegen. Zumindest ist YouTube derzeit (erschreckend) voll mit jeder Menge Mavic Mini Clips mit deutlich geringer Videoqualität. Wir sind gerade am überlegen, ob wir nicht noch einen Best Practice Artikel zur Mavic Mini zusammenstellen sollten ...

Ist das Videomaterial der Mavic Mini also nun gut genug für Pros?

Wie so häufig hängt es von der Definition von „professionell“ und dem Endmedium ab. Wer das 8 Bit Mavic Mini Material mit 10 Bit Log Material (womöglich für Broadcast) zusammenbringen muss, dürfte hier nicht wirklich glücklich werden. Wer hingegen in erster Linie für Social Media produziert und die bestmögliche Bildqualität aus der Mavic Mini herausholt, hat hier eine bemerkenswert performante Option.

Gerade auch für Single-Operator/One-Man-Shows die bsp. mit kleineren Budgets ein Imagevideo drehen (ohne viel Drohnenflugerfahrung) und nur einen kurzen Establishing / Fly-Over Shot benötigen, taugt die hier gezeigte Qualität durchaus.

Unter 250g = kein Führerschein aber ...


4 Seiten:
Einleitung / Kamera/Videoqualität & Stabilisierung
Unter 250g = kein Führerschein aber ...
Akkulaufzeit / DJI Fly-App (beta)
Fazit
  

[78 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Gabriel_Natas    13:02 am 11.11.2019
So, ich hab mir mal die DFS App runtergeladen und für mein Arbeitsgebiet angeschaut (ich hatte überlegt, für die Arbeit so eine Drohne anzuschaffen) - und dann stelle ich fest,...weiterlesen
Orbiter1    10:30 am 10.11.2019
Das liegt daran dass die Gegend rings um den Grunewaldturm (im Abstand von ca 30m zum Turm) Naturschutzgebiet ist. Stell mal in der DFS-App den Radius von standardmäßig 50 m auf...weiterlesen
Orbiter1    09:54 am 10.11.2019
Ändert trotzdem nichts daran dass es bei den Luftfahrtbehörden bereits die Möglichkeit der Onlineregistrierung gibt. Die werden es dann schon schaffen jedem der sich registriert...weiterlesen
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