Angedockt
Mit dem optionalen Zusatzprogramm "Console" blüht die XH A1 zum ersten voll produktionstauglichen HDV-Aufnahmesystem auf. Das Programm macht einen normalen Laptop zu einem externen HDV-Festplattenrecorder mit allem Komfort wie Vektorskop, Waveform-Monitor und FullHD-Prewiew. Dazu lässt sich über das Programm auch der Camcorder in allen Details fernsteuern und einstellen. Kurz: Dieses Programm hebt den Camcorder endgültig in eine gänzlich andere Liga.

Schade, dass das Programm nicht im Lieferumfang ist, aber man muss wirklich eingestehen, dass es die Kamera einfach noch einmal extrem aufwertet. Allein der Zusatznutzen als Vorschaumonitor und Festplattenrecorder dürfte für viele Filmer die zusätzliche Investition sehr lohnenswert erscheinen lassen. Einziges Manko ist momentan die Zeitverzögerung zwischen Aufnahme und Wiedergabe auf dem Laptop. Da die Kamera über Firewire angeschlossen wird, muss das Bildsignal erst einmal nach MPEG2 mit großer GOP-Struktur gewandelt, dann übertragen und dann wieder entpackt werden. Dadurch entsteht schon eine Latenz von 1-2 Sekunden. Zur Schärfekontrolle ist der Laptop allerdings deutlich besser geeignet, als das Camcorder-Display. Daher gewöhnt man sich schnell daran, bei der Aufnahme einfach sowohl Laptop als auch das Display oder den Sucher zu verwenden.
Würde Canon jetzt noch einen HD-SDI Adapter für Laptops mit leichter 4:2:2-Kompression auf den Markt werfen, könnte das Killer-Duo aus XH G1-Kamera und Console ein FullHD-Aufzeichnungssystem mit allen Raffinessen unter 10.000 Euro sein. Aber auch schon in der jetzigen Kombination zeigt die XH A1 mit Console der Konkurrenz, wo der Hammer hängt. Kein anderer Hersteller bietet momentan auch nur im Ansatz etwas vergleichbares.