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Test : CS5 Files, Teil 3 – Vergleich GPU/CPU-Effekte unter Premiere Pro

von So, 22.August 2010 | 3 Seiten (Artikel auf einer Seite)


3-Weg-Farbkorrektur
Gausscher Weichzeichner
Keying
Sonstiges
Einschätzung



Nachdem ja auch Adobe selbst darauf aufmerksam macht, dass sich die Renderergebnisse von GPU und CPU unterscheiden können, wollten wir auch mal kurz nachchecken, inwieweit dieser Effekt in der Praxis von Bedeutung ist.

Wir haben drei gängige Effekte sowohl mit GPU/CUDA als auch von der CPU berechnen lassen und haben die Ergebnisse verglichen. Hierbei handelt es sich einmal um die 3-Weg-Farbkorrektur, den gausschen Weichzeichner und den Ultra-Keyer. Zuerst kurz die Ergebnisse im Detail:




3-Weg-Farbkorrektur



Die Unterscheide zwischen GPU und CPU sind marginal, aber messbar. Das eigentliche Differenzbild sieht sehr unauffällig aus, jedoch finden sich in den Farbwerten der Pixel Unterschiede von bis zu 20 RGB255-Stufen. Diese Ausreißer sind jedoch selten und treten meistens nur ein einem Farbkanal so extrem auf. Nach unseren Erkenntnissen werden vor allem die Highlights (Gain) von der GPU geringfügig anders berechnet. Verstärkt man das Differenzbild, so erkennt man, dass gerade in hellen Bereichen die Unterschiede ein einzelnen Farbkanälen auftreten. Das hier abgebildete Differenzbild ist entsprechend stark verstärkt und dient nur der Veranschaulichung der Bereiche die sich ändern. Die originale Differenz fällt deutlich schwächer aus und ist (wie man aus den beiden CPU und GPU-Bildern sehen kann) eher gering.






Gausscher Weichzeichner



Beim Weichzeichnen ist dagegen der Unterschied zwischen GPU und CPU definitiv sichtbar. Je nach Stärke entstehen hier signifikant andere Effekte. Dies lässt eindeutig darauf schließen, dass hier unterschiedliche Algorithmen am Werk sind. Auf ein Differenzbild haben wir bei derart sichtbaren Unterschieden gleich verzichtet...





Keying



Als Keyer steht der neue Ultra Keyer sowohl als GPU wie als auch CPU Version zur Verfügung. Hier sollte man eigentlich annehmen, dass beide Algorithmen gleich sind, da sie ja beide für die CS5 neu implementiert wurden. Doch auch hier gibt es deutliche Unterschiede, gerade die kritischen Kanten fallen je nach Mercury-Engine Einstellung sehr unterschiedlich aus.






Sonstiges



Wir haben nicht alle Filter durch getestet, jedoch kam es gelegentlich auch zu einer Pixelverschiebung im Subpixelbereich (ca. 1/2 Pixel geschätzt). Dies könnte damit erklärbar sein, dass GPUs in der Regel mit Float-Koordinaten und nicht mit ganzen Zahlen arbeiten. Durch Rundungsfehler können dabei Pixel durchaus bei der Berechnung im Subpixelbereich wandern.




Einschätzung



Die hier gezeigten Unterschiede zwischen GPU/CUDA- und CPU-Berechnung sind oft mit bloßem Auge zu erkennen. Die Filter verhalten sich also definitiv nicht hundertprozentig identisch. Für Anwender bedeutet dies jedoch nicht unbedingt eine Einschränkung. Man sollte nur innerhalb eines Projektes nicht zwischen den Engines umschalten. Ist dies unumgänglich, sollte man auf jeden Fall zum Ende des Projektes noch einmal das gesamte Projekt mit einer einheitlichen Einstellung rendern. Der Export orientiert sich dabei scheinbar an den aktuellen Einstellungen der Engine. Steht diese auf GPU, so werden diese Effekte auch für das finale Rendering benutzt. Wer über mehrere Rechner einzelne Sequenzen verteilt rechnet, sollte jedoch lieber mit den CPU-Effekten rechnen, es sei denn CUDA steht auch auf jedem Netzwerkrechner zur Verfügung.


  

[1 Leserkommentar] [Kommentar schreiben]   Letzter Kommentar:
Spreeni    09:26 am 23.8.2010
Vielen Dank für diesen Hinweis, auf die Idee, dass CPU und GPU Rendering sich im Ergebnis unterscheiden bin ich nie gekommen. Man hat ja immer nur den Geschwindigkeitsvorteil vor...weiterlesen
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