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Ratgeber : IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

von Mi, 6.April 2022 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 IBIS und Tele (70mm)
 IBIS versus CINE
 Fazit



IBIS und Tele (70mm)



Bei den Aufnahmen mit 70mm Brennweite kehrt sich das obige Verhältnis um. Hier punktet die sensorstabilisierte Aufnahme. Die Bildkanten bleiben beim Tele-Ausschnitt vergleichsweise ruhig und die Stabilisierung wirkt nicht unnatürlich.



Die nicht-sensorstabilisierte Aufnahme ist hier deutlich unruhiger. Die Kamerabewegung gerät abgehackter und spielt sich selbst stärker in den Vordergrund. Im Telebereich würden wir hier zu einer zusätzlichen externen Stabilisierungshilfe wie Steadicam oder Gimbal greifen.

Der Sweetspot ab dem sich die Stabilisierungs-Effekte verschieben, würden wir bei diesem Setup bei ca. 35mm Brennweite sehen.



IBIS versus CINE



Vor diesem Hintergrund wird die Entscheidung der Kamerahersteller, in ihren CINE-Kameras keine Sensorstabilisierungen zu verbauen, greifbarer.



Zu den hier kurz aufgezeigten Problemen bei Weitwinkelaufnahmen kommen noch eine ganze Reihe anderer Argumente contra Sensorstabilisierung hinzu: Angefangen bei fraglicher Zuverlässigkeit für robuste Einsätze, über Probleme mit Bild-Abweichungen bei Special Effects, Tracking-Shots bis hin zur allgemeinen Bildkontrolle.

Deutlich mehr Sinn machen im Cine-Bereich – wenn es denn kameraintern sein soll - metadatenbasierte Stabilisierungs-Systeme, die Bewegungsdaten für die anschließende Stabilisierung in der Postproduktion zur Verfügung stellen. Hier sehen wir tatsächlich noch Entwicklungspotential.

Quasi diametral zu den Cine-Anforderungen zeigen sich häufig die Bedürfnisse von Solo-Shootern.

Canon EOS R5, handgehalten, H.265 Log, IBIS on



Hier kann eine sensorstabilisierte Aufnahme – vor allem bei Portraitausschnitten und handgehaltener Kamera – Zeit, Material und Aufwand sparen.



Fazit



Sensorstabilisierte Kamerasysteme sind nicht per se besser. Wie hier bei Weitwinkel-Aufnahmen gezeigt, können sie unerwünschte Effekte hervorrufen – wohingegen die nicht-sensorstabilisierte Kamera natürlichere Bilder produziert.

Wie so häufig gilt es den Einsatzzweck, den individuellen Aufwand und die zur Verfügung stehende Technik im Blick zu haben und dann eine möglichst informierte Entscheidung zu treffen.

Wer als Soloshooter vor allem weitwinkelig unterwegs ist, sollte sich genau überlegen, ob ein System mit Sensorstabilisierung die richtige Wahl ist. Wer hingegen viel mit Portraitbrennweiten filmt, kann von modernen IBIS-Systemen durchaus profitieren.


Einleitung / IBIS und Weitwinkel (24mm)


2 Seiten:
Einleitung / IBIS und Weitwinkel (24mm)
IBIS und Tele (70mm) / IBIS versus CINE / Fazit
  

[101 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
SonyTony    15:28 am 6.5.2022
Das war etwas überspitzt. UHD 10 bit geht nur in intra. Und den fehlenden Stabi relativieren viele Weg indem sie sagen: die Profis drehen ja eh vom Stativ. Wer meint, dass...weiterlesen
roki100    10:59 am 6.5.2022
Heute ist Freitag und am Freitag wird nie beleidigt oder gestritten - so wie auch an den anderen Tagen nicht. Nächstenliebe, Frieden, Ordnung&Vernunft ist angesagt...weiterlesen
TomStg    10:50 am 6.5.2022
Genial, wie man in 3 Sätzen so viel Blödsinn unterbringen kann!
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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update am 6.Juli 2022 - 16:42
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