Ratgeber Die slashCAM Camcorder Kauftipps

Die slashCAM Camcorder Kauftipps

Ab sofort liefern wir quartalsweise einen kommentierten Camcorder-Kaufratgeber. Eine kompakte Übersicht, was man für sein Geld in einer bestimmten Preisklasse bekommt– und was nicht.

// 00:41 So, 11. Feb 2007von

Ab sofort liefern wir quartalsweise einen kommentierten Camcorder-Kaufratgeber. Eine kompakte Übersicht, was man für sein Geld in einer bestimmten Preisklasse bekommt– und was nicht.




Die Preisklassen wurden von uns bis auf weiteres in drei Preisbereiche aufgeteilt. Die 1000, die 2000 und die 3000 Euro-Klasse. In Zeiten des Internet-Handels sind unverbindliche Preisempfehlungen und Listenpreise jedoch alles andere als allgemeingültig. Wir ordnen die Geräte daher eher pragmatisch um die jeweiligen Preisklassen herum. Die 1000 Euro-Preisklasse sind also Camcoder, deren üblicher Internetpreis ungefähr um die 1000 Euro liegt. Dies können also auch 800 oder 1450 Euro sein. Im aktuellen Fall liegen somit auch die Sony FX7 und die Canon XH A1 in der selben Preisklasse: Erstere bekommt man bei vielen Online-Händlern unter 2800 Euro, die XH A1 ist öfters unter 3500 Euro zu haben. Für uns ist dies klar die 3000 Euro Preisklasse (2500 bis 3500 Euro).






Camcorder – Der Markt Q1/2007

Wir empfehlen für 2007 nur noch die Anschaffung eines hochauflösenden Camcorders. Und hier sieht es für Sony seit der Einführung der Canon-HDV-Modelle etwas düster aus: Die Sony HDV-Cams unter 2000 Euro bieten nur wenig Einstellmöglichkeiten und kommen auch bei der Bildqualität nicht ganz an die Canon HV10 heran. Nur Geräte mit externen Mikrofon-Anschluss-Möglichkeiten könnten für spezielle Anwendergruppen echte Vorteile gegenüber dem Canon Modell bringen. Schade, dass das hier konkurrenzfähigste Gerät (HDR-HC1) gerade vom Markt verschwindet. Dagegen steht von Canon mit der HV20 schon ein besser ausgestattetes Modell der 1000 Euro Klasse vor der Tür. Aber vielleicht wird ja die HDR-HC7 ebenfalls eine Überraschung.



Die 2000 Euro-Klasse ist momentan nicht sonderlich dicht besiedelt und im Preisbereich um die 3000 Euro hat es Sony ebenfalls ziemlich schwer: Sowohl die FX1 als auch die FX7 sind zwar keine schlechten Camcorder, aber Canons XH A1 bietet hier gegen einen moderaten Aufpreis einfach in jeder Hinsicht (Anschlüsse, Bedienung, Bildqualität) spürbar mehr.


Allerdings könnte die Sony FX7 in den nächsten Monaten noch weiter im Preis fallen. Sollte sie dabei unter 2500 Euro rutschen, so würde sie die 2000 Euro Klasse klar dominieren. Außerdem entspräche dies dann auch einem reellen Preisabstand zur Canon XH A1.



In den Klassen zwischen 4000 und 7000 Euro stiehlt Canon momentan auch allen Sony- und JVC-Professional-Modellen die Show. Wir sind gespannt, wie sich die Professional-Sparten gegen diesen Angriff in Zukunft positionieren werden. Ein Konkurrenzprodukt zu Canons Console wäre beispielsweise eine ziemlich gute Idee, da dieses Programm jedem szenischen Filmer ein komplett neues Instrumentarium zur Verfügung stellt. In der 6000 Euro Preisklasse gibt es außerdem noch die Panasonic HVX-200, die Aufgrund ihrer 4:2:2-Aufzeichnung einen echten Vorteil gegenüber allen HDV-Modellen aufweist. Wir bekommen die Kamera demnächst noch einmal, um unseren Test-Parcour zu durchlaufen. Danach gibt es ein abschließendes Urteil, ob die Kamera den vollen Aufpreis Wert ist.



AVCHD kann uns bisher aufgrund der frickeligen Nachbearbeitungsmöglichkeiten noch nicht sonderlich überzeugen. Ob die Bildqualität bei der Nachbearbeitung für Farbkorrekturen, Keyings o.ä. standhalten kann ist dann noch eine ganz andere Frage.


Wie der HD-Markteintritt von Panasonic und JVC ausfallen wird, dürfte sich bereits im nächsten Quartal abzeichnen. Da Panasonic jedoch nur auf AVCHD setzt, wird das Nachbearbeitungsproblem erst einmal mitvererbt. Spannender klingt da JVC mit dem GZ-HD7, der immerhin gleich FullHD mit 1920 horizontalen Pixeln als MPEG2-Strom aufzeichnen wird. Ob das allerdings jedes Schnittprogramm problemlos schlucken wird? Bis die Softwarehersteller durchgehend praktikable Lösungen für die neuen HD-Formate bieten können, bleibt daher HDV vorerst die beste Wahl im semiprofessionellen Video-Segment.




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