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Editorials : Social Video und Nutzungsbedingungen

von Mo, 4.Juni 2012 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Instagram für Video
  Nebulöse Nutzungsbedingungen in der Cloud

Mit sogenanntem "User generated Video" (UGV) dürfte sich viel Geld verdienen lassen, das zeichnete sich schon vor Jahren ab; man mußte -- und müßte noch immer -- nur noch darauf kommen, wie. Google hat es möglicherweise langsam mit YouTube geschafft, in schwarze Zahlen zu kommen (aktuelle und genaue Zahlen werden unter Verschluß gehalten), aber obwohl immer mehr Leute Videoclips aufnehmen und ins Netz hochladen, sind funktionierende Monetarisierungsrezepte wie es scheint immer noch Mangelware.



Instagram für Video



Nachdem im April bekannt wurde, daß Facebook den Foto-Sharingdienst Instagram für eine Milliarde Dollar übernehmen will, wird wieder verstärkt über entsprechende "soziale" Dienste für Videos gesprochen, also solche, die mit dem Handy gefilmte Clips schnurstracks ins Internet laden, vielleicht davor noch einen schnellen Verfremdungsfilter drauflegen -- wie Instagram, nur eben für Clips. Viddy und Socialcam sind zwei der schon etwas etablierteren Kandidaten, Klip oder Recood beispielsweise nennen sich andere. Daß oder ob Social Video nun die nächste große Sache werde, und welche von den Apps sich wohl durchsetzen mag, und natürlich wer diese dann für eine womöglich exorbitante Summe à la Facebook/Instagram übernehmen könnte, darüber liest man hier und da (und auch anderswo).

Socialcam Videodienst



Tatsächlich ist das alles aber mal wieder so neu nicht -- schon in 2009 war das "tweeten" von Videos in manchen Kreisen angesagt, und YouTube selbst ist ja auch voll von ungeschnittenen, "geteilten" Clips -- und ob diese aktuellen, aufgrund der nahtlosen Integration mit zB. Facebook noch einfacheren Dienste so toll sind, sei auch mal dahin gestellt. Was da den Bekannten und manchmal auch Unbekannten in der Regel präsentiert wird, sind bewegte Schnappschüsse, ein mehr oder weniger ungefilterter (Selbst-)Bewußtseinsstrom, Gemütsbekundungen in Ton und Bildern. Im Vergleich zu den öffentlichen Videos auf den Portalseiten der Dienste wirkt der durchschnittliche Youtube-Content schon beinahe Hollywood-reif. (Prominentes Beispiel: dem Zuckerberg sein Hund.)

Interessanter ist dafür ein Blick in die Nutzungsbedingungen, besonders auch nach den Entdeckungen, die wir neulich in den Bedingungen der Videoschnitt-App WeVideo machten. Dort sichert sich ja der Betreiber weitestgehende Rechte an den hochgeladenen Inhalten, nämlich "to reproduce, modify, create derivative works from, distribute, publicly display, publicly perform, make, have made, offer for sale, sell or otherwise use any WeVideo video exported from WeVideo and posted on any other WeVideo site or property, such as to the WeVideo Channel, for example, with the right to sublicense each and every such right". Und zum Teil erlauben sich die Betreiber der Social Video-Dienste gleichermaßen dreist lautende Formulierungen.

Nebulöse Nutzungsbedingungen in der Cloud


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