Das Veröffentlichen eines Kinofilms mit einer höheren Framerate als 24 Bildern Pro Sekunde scheint bis auf weiteres keine gute Idee zu bleiben. Auch wenn immer wieder Marktforscher in Hollywood herausgefunden haben wollen, dass in Testsceenings viele Zuseher eine höhere Framerate bevorzugen, scheint bei realen Filmprojekten das High Frame Rate (HFR) Cinema vielmehr einem vorzeitigen Todesstoß an der Kinokasse gleichzukommen.
So könnte es jetzt zumindest auch wieder dem neuesten Werk von Ang Lee, "Billy Lynn’s Long Halftime Walk" ergehen. Schon 2012 hagelte es harsche Kritik für Peter Jacksons Hobbit Film mit 48 fps. Und auch diesmal sind Kommentare zu lesen wie "High Frame Rate ist ein Verbrechen am Kino", oder "...bringt den billigen Look einer Seifenoper auf die große Leinwand".
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Unbestritten bleibt, dass sich Sehgewohnheiten auch im Laufe der Zeit ändern (können). Genau so wahr ist jedoch, dass die klassischen 24fps in den Gehirnen der Masse den Schalter auf Kinofilm umlegen. Für neue Inhaltsformen (vielleicht wie seinerzeit bei Blair Witch Project) könnten daher mehr FPS tatsächlich passen. Der verbreitete Dialekt der szenischen Bildsprache stottert jedoch wohl noch lange liebevoll mit 24fps weiter...