Demnächst bringt SmallRig seine erste SSD auf den Markt - sie soll dabei neben der Datenspeicherung gleich auch als Daten-Hub mehrere Zusatzfunktionen übernehmen können, wie eine dreifache Datensicherung oder HEVC-Transkodierung. Konzipiert für ein Laptop-loses Datenmanagement beim mobilen Einsatz - quasi als On-Location Offload-System - lässt sie sich Dank magnetischer Rückseite einfach am Smartphone befestigen, à la MagSafe. Die SSD wird in Kooperation mit Kocard hergestellt und vermarktet.

Multifunktions-Speicher
Die SSD mit 1 oder 2TB Fassungsvermögen soll Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s bei einem treiberlosem Betrieb ermöglichen und bringt zwei Kartensteckplätze mit, einen SD- und einen Micro-SD-(TF)-Slot. Unterstützt wird der SD4.0-Standard, beide Karten können gleichzeitig ausgelesen werden.

Auch eine PD-Ladeunterstützung ist vorhanden: wird die SSD über ein externes Ladegerät betrieben, kann sie per Pass-through z.B. das Smartphone mit Strom versorgen. Dabei ist zu beachten, dass der seitliche USB-C-Port beim aktuellen Modell ausdrücklich nur als PD-Power-In ausgelegt ist - er sollte nicht mit einem zweiten Datenport verwechselt werden. Zwei-Wege-Datentransfer über diesen Anschluss ist wie es scheint erst für eine mögliche spätere Version vorgesehen.

Videos und Dateien lassen sich gleichzeitig auf der SSD, dem Smartphone und in der Cloud sichern. Eine integrierte Hash-Verifizierung soll sicherstellen, dass Dateien vollständig und korrekt kopiert werden. Auch können Videos transkodiert bzw. komprimiert werden, etwa für Proxies.
Allerdings scheint es so zu sein, dass man diese ganzen zusätzlichen Funktionen nur über den chinesischen Dienst Kocard nutzen kann - beim Kauf erhält man nämlich eine 6-monatige Kocard-App-Mitgliedschaft, welche laut SmallRig "Premium-Funktionen im Wert von 119,94 Dollar für Backup, Komprimierung und Cloud-Upload enthält, sodass Sie mehr tun können als nur Dateien zu speichern".
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Und der Datenschutz?
Beim Thema China und Cloud wird man hierzulande schnell hellhörig. Zwar sollen Upload-Ziele wie Dropbox, Google Drive, OneDrive oder ein bereits eingebundenes NAS können genutzt werden können, ein Frame.io-Support könnte noch kommen. Dennoch läuft der Workflow also über eine App eines chinesischen Anbieters, und gerade bei unveröffentlichtem oder personenbezogenem Produktionsmaterial sollte vor dem Einsatz geprüft werden, welche Daten die App verarbeitet, wohin sie übertragen werden und welche Unterauftragsverarbeiter beteiligt sind. Für europäische Nutzer kann ein solcher Workflow datenschutzrechtlich sonst problematisch werden.
Möchte man die Kocard-App nicht verwenden oder nach den 6 Monaten für eine Verlängerung zahlen, hat man offensichtlich keinen App-gesteuerten Multifunktions-Hub mehr, sondern lediglich die SSD als Datenspeicher bzw. externes Laufwerk. Was schade ist, denn zumindest uns ist kein vergleichbares Komplettpaket mit integrierter SSD, SD/microSD-Reader, Smartphone-Magnetbefestigung, PD-Pass-through und App-gestütztem Medienmanagement bekannt.
Preis und Verfügbarkeit
SmallRigs 5-in-1 SSD-Mobil-Daten-Hub (inkl. 6 Monate Kocard-App) lässt sich jetzt vorbestellen - wann ausgeliefert wird, ist unklar. Die Version mit 1 TB kostet regulär 314,90 Euro (aktuell ermäßigt auf 283,41 Euro), die 2 TB schlägt mit 577,90 Euro zu Buche.


















