Es kommt Konkurrenz für DJIs im Januar vorgestellte Mavic Air Mini-Drohne: Parrots neue Anafi Drohne will auch eine Drohne sein, die überallhin mitgenommen und schnell eingesetzt werden kann. Dafür besitzt sie wie die Mavic Air zusammenklappbare Rotorausleger und Rotoren und paßt so in jede Tasche.
Zur Videoaufnahme nutzt die Parrot Anafi einen 1/2.4" Sony CMOS Sensor mit 21 Megapixeln zusammen mit einem Weitwinkel f/2.4 Objektiv und kann im FullHD-Modus verlustfrei digital 2.8fach zoomen. Stabilisiert wird die Kamera durch einen 3-Achsen Gimbal, der Wackler ausgleicht und auch dazu genutzt werden kann, die Kamera um 180° (90° +/- aus der Horizontale) zu neigen. Mechanisch können nur Bewegungen in zwei Richtungen ausgeglichen werden - seitliche werden allerdings nur digital stabilisiert.

Videos werden in HDR 4K (UltraHD 4K und Cinema 4K) mit 100 Mbps aufgenommen, allerdings nur in 30 bzw. 24fps - FullHD mit 30 fps und 720p mit 60 fps - die niedrigen Framerate bei hohen Auflösungen sind nicht grade optimal für die per se stark bewegten Bilder aus dem Flug. Die Mavic Air allerdings nimmt 4K Videos auch nur mit 30 fps auf.
Die Fernsteuerung ist auch bei Parrot eine Kombination aus einem Gehäuse mit zwei Joysticks und einer Halterung fürs Smartphone, welches via FreeFlight 6 App (iOS/Android) die Flugvideos samt Flugdaten live anzeigt - die Reichweite für Steuerung samt Streaming beträgt bis zu 4 Kilometer. Wichtig sind für eine solche Drohne natürlich auch die automatischen Flugmodi per App, mit deren Hilfe die Drohne Objekte erkennt und sie samt Kameraufnahme selbständig verfolgt - so beherrscht die Anafi Flugaufnahmemodi wie z.B. den FollowMe-Modus oder den Dolly Zoom Modus.
// Top-News auf einen Blick:
- Sony A7R VI vorgestellt mit 66,8MP, Dual Gain und bis zu 120min 8K-Videoaufnahme
- Canon stellt EOS R6 V und RF 20-50mm F4 als PowerZoom-Kombination vor
- Panasonic Lumix L10 - Kompaktkamera mit GH7-Sensor und V-Log vorgestellt
- ZineControl - Monitoring und Fernsteuerung per App für die Nikon ZR
- Insta360 Luna Ultra mit dualer 8K-Kamera und abnehmbarem Display geleakt
- DJI Osmo Pocket 4P mit Dual-Kamera und 3x Zoom kommt am 14. Mai - nach Cannes
Leider fehlt eine Kollisionserkennung, d.h. die Drohne weicht nicht automatisch Hindernissen aus - dafür muß der Pilot sorgen bzw. in den automatischen Flugmodi für eine hindernisfreie Flugumgebung. Implementiert ist aber das Geofencing und eine Smart Return To Home Funktion.
Die maximale Flugzeit bei guten Flugbedingungen beträgt 25 Minuten und ist damit um 4 Minuten höher als die der DJI Mavic Air - die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 55 km/h, deutlich langsamer als die MAvic Air mit 68 km/h. Der 2700 mAh Akku wird per USB-C geladen und ist wechselbar, allerdings müssen für den kontinuierlichen Flugbetrieb notwendige weitere Akkus extra dazugekauft werden. Die Parrot Anafi wiegt nur 320 Gramm - und damit deutlich weniger als die 430g schwere DJI Mavic Air.
Der Verkauf der Parrot Anafi startet ab 1.Juli - sie ist aber schon vorbestellbar. Der Preis ist mit 700 Euro konkurrenzfähig gegenüber der DJI Mavic Air, welche momentan ab rund 730 Euro zu haben ist. Mitgeliefert werden die Fernsteuerung, eine Transporttasche, Lightning-, Micro-USB- und USB-C-Kabel, Ersatzrotoren sowie eine 16 GB microSDXC-Speicherkarte.


















