Mit HDMI 2.0 kommt die Möglichkeit 4K-Inhalte unkomprimiert mit bis zu 18 Gbps zu übertragen. Die Stecker- und Anschlussform ändert sich mit der neuen Version jedoch nicht. Vor allem ältere Kabel können eventuell die neuen Datenraten nicht zuverlässig übertragen, weshalb die Lizenzstelle zur HDMI-Spezifikation nun ein Programm zur Zertifizierung von HDMI-Kabeln vorgestellt hat.
Es gab schon bisher eine Art Common Sense, dass HDMI 2.0 fähige Kabel im Handel als „High Speed HDMI“ bezeichnet wurden. Jedoch konnte jeder Hersteller dies ungeprüft von seinem Kabel behaupten.
Tatsächlich geprüfte Kabel sollen dagegen nun die Bezeichnung “Premium High Speed HDMI” tragen (dürfen). Ein Siegel mit einer QR-Code/Hologramm-Absicherung soll die Echtzeit der zertifizierten Prüfung beweisen. Die Hersteller müssen hierfür allerdings auch Geld für das Prüfverfahren locker machen, was sich wiederum im Endkundenpreis der Kabel niederschlagen wird.
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Unsere Erfahrung in der Vergangenheit mit dem Thema war gemischt. So haben wir alte Kabel, die problemlos 4K mit 60 Hz übertragen und gleichzeitig auch kürzlich erstandene “4K-60Hz Nieten” in unserem Fundus. Wer ein zuverlässiges 18 Gbps-Kabel für seine Einsatzzwecke sucht, dürfte dieses Gütesiegel daher sicherlich begrüßen, auch wenn man vielleicht ein ebenso funktionierendes Kabel ohne Siegel günstiger bekommen könnte. Erste zertifizierte Kabel sollen übrigens erst ab Anfang 2016 im Handel zu finden sein.
Tatsächlich haben wir ebenfalls erlebt -wie auch am Ende des verlinkten Computerbase-Artikels beschrieben- dass ältere Displayport-Kabel nicht immer die vollen 4K mit 60Hz schaffen. Hier würden wir ebenfalls eine gesicherte Kennzeichnung begrüßen. In der Praxis liefern zwar die Monitorhersteller (und teilweise auch die Grafikkarten-Hersteller) kompatible Kabel mit. Wer jedoch längere oder kürzere Kabel benötigt ist hier oft noch auf Trial and Error angewiesen.



















