CMOSIS hat einen neuen, für jeden beliebigen Kamerahersteller frei verfügbaren Global Shutter 8K-Sensor mit interessanten Daten vorgestellt. Interessant schon deswegen, weil der Sensor grundsätzlich einmal für Vollformat (36.43 x 27.62 mm²) im Seitenverhältnis 4:3 ausgelegt ist (7920 x 6004 Sensel). Nur bei dieser Fläche kommt man wohl auf eine für 8K einigermaßen adäquate Senselfläche von 4.6μm. Hier der CMOSIS CMV50000 in unserem Sensorgrößenvergleich.

Diese Sensel resultieren wiederum in einer Dynamik von 10 2/3 Blendenstufen, die mit maximal 12 Bit bei 30 fps ausgelesen werden können. Zur Erhöhung der Dynamik besitzt der Sensor noch einen Even/Odd-DR Modus, bei dem jeweils zwei Bildzeilen mit unterschiedlicher Empfindlichkeit ausgelesen und dann zusammengerechnet werden. Über Binning im Sensor soll sich die Dynamik dann auf über 11 Blendenstufen drücken lassen, natürlich zulasten der Auflösung. Höherere Frameraten sollen durch die Nutzung eines Ausschnitts (Row-Windowing) oder Subsampling (bis zu 60 fps) bei geringerer Auflösung möglich werden.
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CMOSIS hat diesmal mit der Vorstellung sogar einen konkreten Stückpreis für den Sensor angegeben, nämlich 3.450 Euro. Mit größeren Abnahmezahlen fällt dieser Preis in der Regel noch einmal deutlich. Auf jeden Fall deutet er an, dass mit diesem Sensor ab sofort 8K Global Shutter Kameras mit immerhin fast 11 Bledenstufen unter 10.000 Euro realisierbar wären. Das ist doch schon einmal eine Ansage. Ob sich allerdings gleich wieder Blackmagic auf diesen Sensor für eine erste 8K-Kamera stürzen wird, wagen wir zu bezweifeln.
AJA dürfte auch erst einmal keine weiteren Kamera-Experimente in dieser Richtung wagen, obwohl man schon mit der CION auf einen CMOSIS-Sensor gesetzt hatte. Bleibt noch Axiom. Hier wäre es spannend zu wissen, ob der integrierte Signalprozessor auch mit 8K-Datenraten fertig werden könnte und somit eine Erweiterung der Beta-Camera mit diesem Sensor möglich wäre...