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mechanische feinheiten und anpassungen bei objektivadaptern



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Frage von mash_gh4:


ich bin gerade über eine recht interessanten artikel gestolpert, der sich diverser feinheiten rund um verbreitet objektivadapter annimmt.

http://www.newsshooter.com/2016/12/04/d ... -solution/

obwohl ich persönlich zwar die optischen qualitätseinbußen bzw. kompromisse in der optimierung des strahlengangs für noch problematischer halte, ist vermutlich auch diese darstellung ganz interessant, um ein weiteres problem entsprechender objektivadaptierung mit fakten zu belegen.



Antwort von domain:

Wenn ein Objektiv an sich wirklich parfokal arbeitet, dann kann bei Objektivadaptern tatsächlich das exakte Einhalten des Auflagenmaßes ein Kriterium für ein schärfehaltendes Durchzoomen sein. Dazu sind präzise Anpassungen nötig.
Wie können diese nun herbeigeführt werden?
Dazu ein Blick in die Motorenwelt hinsichtlich Ventileinstellungen.
Früher gab es bei Kipphebelmechanik hauptsächlich Einstellschrauben mit Kontermutter und Ventilspiellehren zur richtigen Abstandsbestimmung und Einstellung.
Dann kamen mit den obenliegenden Nockenwellen die Ventil-Shims, also Scheibchen mit unterschiedlicher Dicke, die in die entsprechenden Tassen eingelegt wurden.
Danach erst kamen die sich selbst einstellenden hydraulischen Ventile.
Für die heutigen Objektivadapter wäre eigentlich die Methode der Einstellung über Feingewinde mit Fixierung über Madenschrauben die beste.
Aus Kostengründen werden aber heute von Herstellern anscheinend nur mehr Shims (quasi dünnste Abstandsscheibchen) zur Justierung verwendet.
In dem Fall sind alle privaten Bemühungen zur Anpassung so ziemlich verlorene Liebesmühe.
Man muss sich auf die "Präzision" der Hersteller verlassen oder wirkliche Spezialisten zur Justierung heranziehen.



Antwort von r.p.television:

Beim Metabones Speedboster kann man ein kleines Schräubchen lösen und kann das Linsenelement selbst in beide Richtungen drehen. Das Linsenelement ist mit einem Feingewinde in das Gehäuse eingefasst und mit dem Verdrehen landet es entweder näher am Sensor oder weiter weg.
Ich MUSSTE diese Optimierung vornehmen weil ich zuvor bei 2 Ultraweitwinkeln nicht auf Unendlich fokusieren konnte bzw. wenn auf dem Objektiv Unendlich eingestellt war war ich in der Realtität bei etwa 2,5 Metern.
Scheinbar aber war grundsätzlich das Auflagemass komplett daneben ab Werk denn nach dem Erreichen des optimalen Auflagemasses für die beiden UWW war dann auch ein 70-200mm mit kleinsten Abstrichen im Extrembereich parfokal.





Antwort von domain:

Ja wenn das beim Metabon-Speedbooster möglich ist, dann ist es wohl ein Glücksfall.
Ist das auch bei anderen Boostern und generell bei Adaptern möglich?



Antwort von r.p.television:

Ja wenn das beim Metabon-Speedbooster möglich ist, dann ist es wohl ein Glücksfall.
Ist das auch bei anderen Boostern und generell bei Adaptern möglich?

Keine Ahnung.
Also beim Metabones Smartadapter (ohne Linsenelemente) sieht es so aus als könnte man das interne Element mit der gleichen Fixierschraube lösen und eventuell verdrehen. Allerdings - wenn es denn überhaupt geht, würde das Verdrehen nur Sinn bei kompetten 360 Grad Verschiebungen machen weil in diesem Fall die Kontakte des Objektives nicht mehr an der geeigneten Stelle wären. Von daher bezweifle ich eher dass man hier etwas verdrehen kann, auch wenn es so wirkt wie beim Speedbooster.
Weil hier aber das Auflagemass stimmt werde ich den Teufel tun und mich der stundenlangen Try and Error Prozedur aussetzen ;-)

Bei einem Fotodiux-Smartadapter dagegen ist alles fest. Kein Schräubchen, nix. Und der ist ordentlich daneben vom Auflagemass. Also unendlich auf dem Sensor erreicht man am Objektiv mit 0,7 Metern Einstellung.



Antwort von mash_gh4:

Ja wenn das beim Metabon-Speedbooster möglich ist, dann ist es wohl ein Glücksfall.
Ist das auch bei anderen Boostern und generell bei Adaptern möglich?
Keine Ahnung.

das problem ist ja auch weniger, dass es vielleicht einzelne mit dem nötigen aufwand für ihre zwecke zu bewerkstelligen vermögen, sondern vielmehr, dass man bspw. hier im forum sehr oft den eindruck haben könnte, dass es derartige probleme gar nicht geben würde. ich finde es in diesem zusammenhang immer wieder völlig absurd, wenn interessierten einsteigern, die anschaffung von sigma zooms plus speedbooster als naheliegenste und erstrebenswerte lösung nahegelegt wird. das ist einfach unfug! auch wenn es punktuell seine vorzüge haben mag, und manch stolzen besitzer glücklich macht, sollte man daraus besser keine generelle empfehlung ableiten. die damit verbunden probleme sind leider doch relativ vielfältig und diffizil.



Antwort von r.p.television:

Grunsätzlich sind alle Adapter mit Problemen behaftet.
Sei es rein der elektronische Part. Selbst die wirklich guten Metabones-Adapter, egal ob Smartadapter oder Speedbooster hängen sich oft auf. Man muss sie erst kurz aus dem Bajonett drehen damit sie wieder den korrekten Blendenwert anzeigen und auf Justagen dieser reagieren.
Auch gibt es Inkompatibilitäten mit diversem Glas was sogar dazu führen kann dass der Adapter die Grätsche macht. So haben die Tamron-Objektive ihr spezielles elektronisches Eigenleben und haben mir einen Smartadapter zerschossen und bei einem anderen auch seltsames Verhalten generiert.
Ich kann also speziell bei der Verwendung von Tamron-Objektiven (von denen nach meiner Erfahrung mittlerweile sowieso abzuraten ist, aber das ist wieder eine andere Geschichte) nur empfehlen keinen Adapter dazwischenzuhängen. Entweder man schrottet Adapter, Objektiv oder gar die Kamera oder hat ständig auftretende Probleme wie ausflippenden Stabi oder ratternde Blendenlamellen.

Dann sind natürlich die Probleme mit dem Auflagemass.
In meinem Fall mit dem Speedbooster denke ich da an ein Montagsmodell. Aber viele andere Adapter sind grundsätzlich und ungeachtet einer Serienstreuung so daneben dass an ein normales Fokusieren nach Objektivskala überhaupt nicht zu denken ist. Oder man erreicht speziell bei weitwinkligen Objektiven gar nicht mehr den Infinity-Bereich.
Von daher kann ich unterschreiben was mash_gh4 sagt: Wer grundsätzlich keine Ahnung von Zusammenhängen wie Auflagemass, Parfokalität, tiefe Brennweiten und der speziellen Anforderung dieser, Lichtbeugung und Streuung hat, sollte die Finger von solchen Adaptern lassen. Oder zumindest sehr kritisch die Resultate austesten bevor man Stunden an Footage sammelt und hinterher feststellt dass man nur unscharfes Zeugs produziert hat.




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