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Software gegen Verwackeln



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Frage von micha2305:


Hallo,

ich suche eine Software, mit der sich in der Post verwackelte Aufnahmen stabilisieren und optimieren lassen.

Final Cut habe ich schon probiert - meistens sind die Ergebnisse auch akzeptabel.

Allerdings gibt es einzelne Aufnahmen, bei denen nach der Stabilisation das Bild, meistens der Hintergrund, schwimmt oder 'Wellen schlägt'. Das sieht so ähnlich aus, als wäre der Hintergrund auf einer Folge, die sich wellt ..... Gerade auch bei Nahaufnahmen.

Ich habe dazu schon viel gehört bzgl. Ursachen, Faktoren etc. Aber ich wollte hier mal fragen: Lässt sich so etwas beheben ? Oder optimieren ? Der Aufwand wäre nicht so wichtig ...

Micha



Antwort von Jott:

Rolling ShutterShutter im Glossar erklärt bei CMOS-Sensoren. Bestes Gegenmittel: Filmen ohne Verwackeln. Kameras mit internem Stabilizer nutzen. Oder Optiken mit Stabilizer. Oder Steadicam/Gimbal. Oder alles zusammen ... und dann gibt es auch noch eine Old-School-Lösung: ein Stativ!

Beheben: schwierig bis unmöglich. Wenn du fcp probiert hast, findest du dort in der Stabilizer-Abteilung auch eine Rolling Shutter-Korrektur. Spiel mal damit rum.



Antwort von micha2305:

@ Jott:

Hab ich schon probiert. Hilft nicht wirklich.

Kommt das 'Schwimmen oder Wellen' des Hintergrunds denn hauptsächlich vom Rolling ShutterShutter im Glossar erklärt ?

Micha








Antwort von cantsin:

micha2305 hat geschrieben:
Kommt das 'Schwimmen oder Wellen' des Hintergrunds denn hauptsächlich vom Rolling ShutterShutter im Glossar erklärt ?
Das kann auch passieren, wenn der Stabilisator probiert, das sich bewegende Motiv (statt des statischen Hintergrunds) zu stabilisieren.

Wenn Deine verwackelten Aufnahmen von der BM Pocket stammen - siehe Deinen Nachbarthread -, ist da ohnehin nicht viel zu retten, weil die Kamera eine native Sensorauflösung von 1920x1080 hat und beim Stabilisieren Auflösung verloren geht. Du landest dann schnell bei einem SD-Bild.

Gerade eine kleine Kamera wie die Pocket gehört auf ein Stativ/Rig/Gimbal/Bruststativ, weil sie wegen einer geringen Masse/Trägheit mehr Verwackler produziert als ein schweres Kameragehäuse, und weil sie keine in-Body-Stabilisierung hat. Mit der Pocket kann man eigentlich nicht ohne Hilfsmittel aus der Hand filmen. (Das erste Beispielvideo im Nachbarthread ist übrigens durchgehend mit der Pocket auf einem Bruststativ gefilmt.)



Antwort von micha2305:

@Cantsin

Meinst Du den Stabilisator in der Software, z.B. bei Final Cut ?

Die BMPCC hat ja keinen drin ....

Kennt ihr das Programm Prodad Mercalli ?



Antwort von cantsin:

micha2305 hat geschrieben:
@Cantsin

Meinst Du den Stabilisator in der Software, z.B. bei Final Cut ?
Ja. Mittlerweile funktionieren alle Stabilisatoren - egal ob in Final Cut, Resolve, Premiere oder Mercalli - ziemlich ähnlich und produzieren qualitativ ähnliche Resultate. Die sind gute Hilfsmittel, um Material, das z.B. mit einem Bruststativ oder einem Monopod gedreht wurde, von kleinen Wacklern zu glätten. Komplett verwackelte Handkameraaufnahmen kann damit nicht retten.



Antwort von Jott:

In fcp gibt es drei Modi, bei geeigneter Footage noch einen vierten (lock down). Die Stabilisierung greift jeweils anders.

Ändert aber nichts daran: beim Filmen nicht wackeln ist die Lösung, auf "fix it in the post" verlassen ist nun mal Quark.

Zumal, wie cantsin richtig sagt, dabei die Auflösung den Bach runter geht, von leicht bis extrem, aber eine Verschlechterung ist prinzipbedingt nicht vermeidbar. Was von HD kommend natürlich besonders stark reinhaut.



Antwort von micha2305:

Stativ wird auch meist verwendet. Nur eben Wind etc. sind sehr schädlich, wenn man die BMPCC als kleine, leichte Kamera (aus diesem Grund wird sie eingesetzt) auf ein leichtes Stativ setzt und dann noch ein Tele drauf hat und eher im Nahbereich filmt.
Dann wirkt sich der kleinste Windstoß wie ein Erdbeben aus.



Antwort von WoWu:

Problem bei allen nachträglichen Verarbeitungen ist, dass Du bei der Aufnahme durch (auch schon) geringstes Verwackeln die Bildauflösung verlierst, die im Nachhinein auch nur schwer, wenn überhaupt wieder hergestellt werden kann.
Bewegt sich das Objekt zur Kamera, die auch nur mit einem 1/125 Sek filmt bei einem Abbildungsmasstab von 1:10, um nur eine Pixelbreite, dann sinkt die Auflösung um 50%.
Ein Chip mit einer Breite von 23.6mm mit 4928 PixelPixel im Glossar erklärt hat die Breite eines Pixels von 23.6 mm / 4'928 = 0.00479mm also etwa 4,8 Mikrometer.
Bei einem Abbildungsmassstab von 1:10 bildet ein PixelPixel im Glossar erklärt eine Fläche ab die in Realität eine Breite von 48 Mikrometer hat.
Verschiebt sich nun die Kamera zum Objekt während 1/125 Sek um 48 Mikrometer, dann hast Du lediglich noch die halbe Auflösung.
Daher auch Dein Eindruck der geringeren Schärfe. Das bild ist tatsächlich drastisch geringer aufgelöst und das müsste die Software erst mal wieder rekonstruieren.

Das Beispiel entspricht einer Geschwindigkeit von 21,6 Meter/Stunde.
Nur mal so zur Veranschaulichung:
Die Geschwindigkeit einer Schnecke ist etwa 7 Meter/Stunde.
Bewegt sich ein Gegenstand zur Kamera (oder umgekehrt) mit dreifacher Schneckengeschwindigkeit, so sinkt die Auflösung ebenfalls auf 50%.



Antwort von TK1971:

Ich habe im Test mit Mercalli die besten Ergebnisse erziehlt. Allerdings muss ich mich leider den bisherigen Kommentaren anschließen ... auch das beste Ergebnis ist weit entfernt von "gut". Das verwackelte Video ist meist besser verwendbar, als das entwackelte Ding mit den resultierenden Artefakten und Verzerrungen, kommt allerdings auch auf die Stärke der Verwacklung an. Bei ganz leichtem Zittern kann man da durchaus beachtliche Resultate erzielen, aber bei richtigem Wackeln muss der Randbereich, der beschnitten wird, groß genug gewählt sein und dann ist man beim späteren hochskalieren nahe an SD, oder (meist) sogar schlechter.



Antwort von Jott:

micha2305 hat geschrieben:
Stativ wird auch meist verwendet. Nur eben Wind etc. sind sehr schädlich, wenn man die BMPCC als kleine, leichte Kamera (aus diesem Grund wird sie eingesetzt) auf ein leichtes Stativ setzt und dann noch ein Tele drauf hat und eher im Nahbereich filmt.
Dann wirkt sich der kleinste Windstoß wie ein Erdbeben aus.
Klar, dazu braucht’s ein gescheites Filmstativ (eher teurer als die Kamera selbst).



Antwort von TK1971:

Jott hat geschrieben:
micha2305 hat geschrieben:
Stativ wird auch meist verwendet. Nur eben Wind etc. sind sehr schädlich, wenn man die BMPCC als kleine, leichte Kamera (aus diesem Grund wird sie eingesetzt) auf ein leichtes Stativ setzt und dann noch ein Tele drauf hat und eher im Nahbereich filmt.
Dann wirkt sich der kleinste Windstoß wie ein Erdbeben aus.
Klar, dazu braucht’s ein gescheites Filmstativ (eher teurer als die Kamera selbst).
Und sehr viel schwerer ...








Antwort von Bruno Peter:

micha2305 hat geschrieben:
Hallo,

ich suche eine Software, mit der sich in der Post verwackelte Aufnahmen stabilisieren und optimieren lassen.

Micha

Ich empfehle das neue ProDRENALIN V2 PLUS von proDAD!



Antwort von blueplanet:

...ich kann proDAD Mercalli V4 SAL+ CMOS/Rolling-Shutter Korrektur, zumindest als plugin für Pemiere, nicht empfehlen. Zudem weiß ich nicht, ob es momentan überhaupt noch angeboten wird.
Als es (endlich!) vor ca. einem Jahr erschien, hatte ich es mir gekauft, war von den zusätzlichen Einstellmöglichkeiten (u.a. völlig frei wählbarer Ausgabecodec (!) sehr angetan und wurde allerdings ziemlich enttäuscht. Neben Sytemabstürzen "glänzt" es vor allem mit unterirschen Renderzeit aus Premiere heraus. Bei Anfage des proDAD-support wurde ich mit der Bemerkung konfrontiert, dass dafür Adobe verantwortlich ist, weil sie die systemübergreifenden Softwareschnittstellen nicht offen legen. Weshalb auch, wenn Premiere einen eigenen Stabilizer anbietet und sie sich wohl keine wirkliche Kongruenz ins Haus holen wollen...
Nur sollte man dann von proDAD-Seite her so ehrlich sein und sagen: nein, wir haben es versucht, jedoch funktioniert es nicht wirklich bzw. das bei einem Gesamtkaufpreis von ca. 400€ vorher deutlich komunizieren.
Lange Rede kurzer Sinn - ich nutze im Fall eines Falles das Stabiprogramm in Premiere oder AfterEffects. Keines vollbringt Wunder, aber die wiederum verspricht proDAD ziemlich unverblümt...



Antwort von Jörg:

Stativ wird auch meist verwendet. Nur eben Wind etc. sind sehr schädlich, wenn man die BMPCC als kleine, leichte Kamera (aus diesem Grund wird sie eingesetzt) auf ein leichtes Stativ setzt und dann noch ein Tele drauf hat und eher im Nahbereich filmt.
Dann wirkt sich der kleinste Windstoß wie ein Erdbeben aus.
Das ist ja nicht nur mit der leichten BMPCC so.
Bei entsprechenden Gegebenheiten hat selbst mein Sachtler die Fuji mit angeflanschtem AltglasTele nicht halten können.
Bei BFT >8 macht auch der berühmte Stein/Sandsack angehängt da nix mehr ruhig.
Die jetzt genutzten Teleobj. haben mit der Stativschelle wenigstens bei normalen Bedingungen keine Probleme.
Für Starkwind, und den habe ich sehr häufig, habe ich mich der uralten Reissackmethode erinnert. Ein grundsolider "Roter Granit" ist hier allgegenwärtig, den juckt auch Sturm in Orkanstärke nicht.
Ich bin damit derartig zufrieden, dass ich den Hersteller gebeten habe, mir einige " Nutzerdefinierte" Säcke herzustellen.
Für etliche meiner Zwecke bisher d i e Lösung.

Zu den angesprochenen "Entwacklern": selbst die meiner Meinung nach Topwerkzeuge von Adobe überzeugen nicht in allen Bedingungen, Wowus Hinweis zum Auflösungsverlust erklären da beinahe alles.
Wobei die Teile Material aus einer internen Kamerastabilisierung und einem OIS Objektiv traumhaft unterstützen.



Antwort von Frank Glencairn:

blueplanet hat geschrieben:
...ich kann proDAD Mercalli V4 SAL+ CMOS/Rolling-Shutter Korrektur, zumindest als plugin für Pemiere, nicht empfehlen.
Mercalli V4 SAL - das "SAL" steht für Standalone, und ist kein Premiere Plugin.

Das beste was ich bisher gesehen habe ist ReelSteady

https://www.reelsteady.com

Aber auch hier gilt natürlich, auch stabilisierter Motion BlurBlur im Glossar erklärt bleibt unscharf, und kein Programm kann auch nur ansatzweise in die Nähe der Qualität von einem Einhandgimbal kommen.



Antwort von Jommnn:

Wenn der Hintergrund wobbelt, kapitulieren die meisten Stabi-Plugins, meiner Erfahrung nach zumindest Inertia, SmoothCam und auch CoreMelt Advanced Tracking (wobei ich da zu wenig Erfahrung mit den Settings habe). Die versuchen eben, einen bestimmten Bildbereich zu fixieren, aber natürlich spiegeln sich die Wackler ja auch im Bildverhältnis von Vordergrund und Hintergrund.

Es gibt dann noch eins, was man probieren kann: in Apple Motion die Bewegung tracken und eine animierte Kamera die Bewegungen nachvollziehen lassen (Match Move). Hat bei mir ein paar Mal zu signifikant besseren Ergebnissen geführt.



Antwort von Frank Glencairn:

Das Bild mehr oder weniger festnageln, können mittlerweile die meisten Programme ganz gut, aber das Motion BlurBlur im Glossar erklärt Problem läßt sich leider nicht wirklich beheben.



Antwort von wabu:

Gerade wenn es z.B. eine Skulptur im Vordergrund hat und der Hintergrund hat klare Strukturen kann m.E. kein Programm was richten:
weil wenn die Skulptur nach rechts bewegt ist verschiebt sich der Hintergrund - was soll nun stabilisiert werden.
Wenn dabei die Kamera noch drehend bewegt wird ist der Ofen schnell aus.



Antwort von micha2305:

@Wabu

Das ist klar.

Aber man müsste doch, zumindest wenn der Hintergrund z.B. 'nur' aus unscharfen Ästen oder Blättern besteht, zumindest 'per Handarbeit' was machen können:

Indem man evt Objekt im Vordergrund vom Hintergrund trennt etc. Ggf sogar per Einzel-frames.

Sollte doch theoretisch möglich sein, auch wenn's vielleicht stundenlange Fleißarbeit bedeuten würde. ;-)

Oder nicht ?

Mit welcher Software könnte das gehen ?



Antwort von Bruno Peter:

Gebe das Video in Einzelframes aus, löse mit Maskierung das Vordergrundobjekt vom Hintergrund ab,
stabilisiere. Setze wieder den Vordergrund mit dem Hintergrund zusammen.

Kannst ja schon mal etwas üben...








Antwort von terra:

Jommnn hat geschrieben:
... die meisten Stabi-Plugins, ... zumindest Inertia, SmoothCam und auch CoreMelt Advanced Tracking ...
Falls jemand genauso wie ich auf der Suche nach Windows-Programmen ist, diese sind ausschließlich Mac.



Antwort von mash_gh4:

wabu hat geschrieben:
Gerade wenn es z.B. eine Skulptur im Vordergrund hat und der Hintergrund hat klare Strukturen kann m.E. kein Programm was richten:
weil wenn die Skulptur nach rechts bewegt ist verschiebt sich der Hintergrund - was soll nun stabilisiert werden.
doch mit optical flow lassen sich diese unterschiedlich starken bewegungen im bild relativ einfach herusheben und in eine form bringen, die man direkt auf weitere module, die entsprechende pixelverschiebungen auf basis der errechneten motion vectors vornehmen, weitergeben kann.

natürlich ist zusätzlich oft noch ein bisserl handarbeit nötig, um irgendwelche verschiebungen, die im betreffenden zielframe nicht sichtbar sind, sondern nur im referenzframe , sauberer zu handhaben als es die entsprechenden automatismen vorschlagen.

auch motion blur, wie bei realem verwackeln meist anzutreffen ist, und auch nach dem stabilisieren immer sehr störend in erscheinung tritt, kann man z.t. mit div deconvolution-techniken od. versetztem frameblending auszumerzen versuchen.

das sind halt alles geschichten, die nicht einfach auf knopfdruck funktionieren, und je nach anspruch ziemlich viel zeit und mühe bei der rekonstruktion in anspruch nehmen können, aber möglich ist hier weit mehr als es die einfachen diesbezüglichen funktiononen in gängigen programmen anbieten.



Antwort von Jommnn:

mash_gh4 hat geschrieben:
wabu hat geschrieben:
Gerade wenn es z.B. eine Skulptur im Vordergrund hat und der Hintergrund hat klare Strukturen kann m.E. kein Programm was richten:
weil wenn die Skulptur nach rechts bewegt ist verschiebt sich der Hintergrund - was soll nun stabilisiert werden.
doch mit optical flow lassen sich diese unterschiedlich starken bewegungen im bild relativ einfach herusheben und in eine form bringen, die man direkt auf weitere module, die entsprechende pixelverschiebungen auf basis der errechneten motion vectors vornehmen, weitergeben kann.

natürlich ist zusätzlich oft noch ein bisserl handarbeit nötig, um irgendwelche verschiebungen, die im betreffenden zielframe nicht sichtbar sind, sondern nur im referenzframe , sauberer zu handhaben als es die entsprechenden automatismen vorschlagen.

auch motion blur, wie bei realem verwackeln meist anzutreffen ist, und auch nach dem stabilisieren immer sehr störend in erscheinung tritt, kann man z.t. mit div deconvolution-techniken od. versetztem frameblending auszumerzen versuchen.

das sind halt alles geschichten, die nicht einfach auf knopfdruck funktionieren, und je nach anspruch ziemlich viel zeit und mühe bei der rekonstruktion in anspruch nehmen können, aber möglich ist hier weit mehr als es die einfachen diesbezüglichen funktiononen in gängigen programmen anbieten.
Das klingt aber sehr hübsch! Tutorial bitte;)



Antwort von mash_gh4:

Jommnn hat geschrieben:
Das klingt aber sehr hübsch! Tutorial bitte;)
wenn es so einfach nach kochrezept oder per knopfdruck zu lösen wäre, bräuchte es ohnehin keine leute mehr, die sich um derartige handwerkliche fertigkeiten bemühen und sich mühsam entsprechendes knowhow erarbeiten...

trotzdem, ein paar hilfreiche stichworte, weiterführende links und tipps, kann man natürlich immer untereinander austauschen -- dafür ist ein derartiges forum ja da!

ich würde dir empfehlen, dass du dich einfach einmal mit den optical flow möglichkeiten im nuke non-commercial vertraut machst. dazu gibt's ohnehin sehr viele tutorials und gute dokumentationen im netz. im übrigen sind die entsprechenden funktionen im NukeX bereits in einer weise für die praktische nutzung vorbereitet, dass man ausgesprochen effektiv damit arbeiten kann. man darf sich nur durch die diversen infos, die optical flow meistens nur mit retiming (errechneten zeitlupen etc.) in verbindung bringen, den blick auf die anderen anwendungsmöglichkeiten dieser techniken nicht ganz verbauen. optical flow kann genauso gut für das mappen von retuschen auf bewegte oberflächen oder eben stabilisierungsaufgaben herangezogen werden.

ich hab vor einiger zeit ein kleines script ('generate_exr.py') programmiert, um die diesbezüglich derzeit wohl beste methode der optical flow errechnung: FlowNet2, auch im nuke 'einfacher' nutzen zu können:

https://gitlab.com/mash-graz/flownet2-docker

das funktioniert deutlich besser als mit den traditionellen optical flow implementierungen -- also den diesebezüglichen methoden, wie sie auch nuke von haus aus nutzt --, weil FlowNet2 die konturen der objekte viel sauberer isoliert.

aber wie gesagt, auch wenn ich solche elementaren hilfsmittel und infos gerne mit anderen teile, bleibt's trotzdem noch immer eine ziemlich anspruchsvolle geschichte, die man nicht ganz so einfach austauschen und weitergeben kann.

abschließend vielleicht noch ein kleines video, das u.a. auch demonstriert, wo die tatsächlich problematischen details und herausfordeungen in dieser hinsicht in der praxis lauern:





Antwort von Jommnn:

Das mit dem Kochrezept hab ich mir fast gedacht... sehr schade für mich, der ich ja noch nicht mal über Spaghetti und Pfannkuchen hinaus kommt;)

Ich zieh mir das gleich rein, wenn ich wieder stabiles Netz hab! Vielen Dank für den Einblick!



Antwort von wabu:

Wow - ich neige mein Haupt....




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