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Dynamic Shootout - Alle gegen ARRI (u.a. Panasonic S1H und Nikon Z9)



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Newsmeldung von slashCAM:





Wenn schon, denn schon: Dank der wachsenden Zahl an Augen-Clips in unserer Redaktion können wir eine weitere Frage beantworten: Wie schlagen sich ARRI LF und Sony VENICE 2 in der Dynamik gegenüber den besten DSLMs aus unserem Testlabor?



Hier geht es zum slashCAM Artikel:
Test: Dynamic Shootout - Alle gegen ARRI (u.a. Panasonic S1H und Nikon Z9)




Antwort von cantsin:

Frage an die Slashcam-Redaktion: Habt Ihr bei der S1H eventuell auch das extern aufgezeichnete Braw mit dem intern aufgezeichnet 10bit 4:2:2 All-I V-Log-Material verglichen?

Für viele Besitzer der Kamera (sowie der weitgehend funktionsgleichen S1 und S5) wäre es sicher interessant zu wissen, ob Braw auch bei mäßigem Grading signifikante Vorteile ggü. dem internen 10bit-Log-Codec bringt.



Antwort von roki100:

Irgendwie schade, dass SlashCam für die DynamicRange Messung nicht das spezielle Werkzeug verwendet (das hier), um auch DR Stops angaben zu machen.

Außerdem wären auch andere Kameras interessant zB. Z-Cam E2-S6....C70. Die C70 scheint ein sehr gutes DynamicRange zu haben.








Antwort von Xergon:

Wenn ich das richtig interpretiere, schlägt die S1H bei Lowlight Anwendung bei ISO4000 die Arri LF?

Dafür bräuchte es eigentlich eine Dynamik Range Messung mit beiden Native ISOs der S1H.

@slashcam: wie ist eure Einschätzung diesbezüglich?



Antwort von Frank Glencairn:

roki100 hat geschrieben:
Irgendwie schade, dass SlashCam für die DynamicRange Messung nicht das spezielle Werkzeug verwendet (das hier), um auch DR Stops angaben zu machen.
Na ja, eigentlich ist das hier kein Dynamic Range Test (für den man das Xyla Chart und entsprechende Software bräuchte), sondern ein Latitude Test.

Beim Dynamic Range wären die Ergebnisse allerdings ähnlich.

ARRI - wie immer die Krone mit - 13.8 Blenden @ SNR 2 14.8 @ SNR 1
Venice2 - 11.7 Blenden @ SNR 2 und 12.9 @ SNR 1 - fast die selben Werte wie die Z9
Die meisten anderen üblichen Verdächtigen liegen auch so zwischen 11 und etwas über 12 rum.
Die einzigen Ausnahmen sind die DJI, die S1H und die URSA Mini Pro (4.6K) mit über 13 Blenden.

Also allzu viel Unterschied ist da sowieso nicht.



Antwort von andieymi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Venice2 - 11.7 Blenden @ SNR 2 und 12.9 @ SNR 1 - fast die selben Werte wie die Z9
Ich frag mich ja, ob sich Sony mit dem neuen Sensor für die Venice nicht irgendwie einen Fehlgriff gemacht hat und eigentlich der Venice-Line eher schadet als nützt.

Die wenigsten wollen wirklich in ÜBER 8K produzieren, die Dynamic Range sieht jetzt tatsächlich auch weniger prickelnd aus als bei der 6K Venice.
Die risikieren glaub ich, dass die 6K Venice 2, die einen sehr guten Sensor hat fast von der 8.6K in Mitleidenschaft gezogen wird.
Umgekehrt raunzen die Verleiher, weil denen wurde ein Wechselsensor-Upgrade-Modell für die Venice 1 versprochen, das so nie kam - stattdessen ist jetzt eine 2er raus, mit wie schon festgestellt eher mauem neuen Sensor... dabei wollte eigentlich niemand glaub ich von der Venice 1 weg mehr, als dass sie vielleicht keinen gut intgerierten "externen" Recorder braucht, wobei ich das Feature als solches (X-OCN im AXS-R7, ProRes Dailes/Proxies, etc. intern auf SxS) eher Vor- als Nachteil fand weil nicht wirklich externes Recording, sondern eher einfach mehr Slots an einer Kamera.

Wie Frank sagt, das ist Belichtungsspielraum, nicht Dynamic Range per se. Kommt halt drauf an, was man testen will und wie man Ergebnisse interpretiert.
Das Skurille ist eigentlich, dass die Venice 2 überall in wirklichen DR-Tests (Imatest) recht schlecht abschneidet, vermutlich aber - da lehne ich mich etwas aus dem Fenster - nach Post-Denoising (der Footag hier) vermutlich das Beste, wenn wir das als informationsreichste Bild unter den meisten Belichtungsbedingungen definieren, hat. Außer am Extrem, da "gewinnt" Arri, mit den Resultaten wie gezeigt.

Ich habe jetzt natürlich nicht die Rohdaten zur Verfügung, die für den Test verwendet wurden und kann nur mutmaßen, wie es nach Denoising aussehen würde, aber bis - sagen wir mal 7 Blenden drunter - halten die beiden 8K Modelle einfach die meisten Details (Z9 weniger als V2) mit dem - no na - kleinerteiligen Rauschen als Arri. Sagt mir das jetzt was über die DR? Mitnichten, aber nicht wirklich - denn da müsste man sich mehr die Extreme anschauen:

Nur ist ein Latitude - Test mit neun Blendenstufen ist quasi sinnlos, weil da bewegen wir uns kurz vor "Dreh mit Objektivdeckel drauf", das ist frei jeder praxistauglichen Aussage. Da steht Arri dann am besten da (Zwischen ETTR 8-10), was wieder absurd ist, weil dann die Footage fernab von jeder Denoising-Rettung dann doch die "besten Resultate" fabriziert, also eigentlich für die Tonne, wenn ich wirklich Haut so belichte.

Schwieriger Test finde ich persönlich. Was nichts heißt, dass man nicht auch was daraus mitnehmen kann - ich finde dann allerdings auf eine gewisse Art sogar wieder synthetische Xylas praxisnäher als ein Belichtung auf ein Gesicht kurz vor Clipping.



Antwort von roki100:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Venice2 - 11.7 Blenden @ SNR 2 und 12.9 @ SNR 1 - fast die selben Werte wie die Z9
Jetzt wo Du Venice erwähnst, fällt mir ein, dass DR, Latitude - Tests von Sigma FP auch interessant wäre.



Antwort von Darth Schneider:

Das stimmt, die Sigma und auch die Sonys (A7sIII und die FX3/FX6/FX9, fehlen doch bei so einem Test doch irgendwie…

Und wenn die Rede ist von "alle gegen Arri" dann fehlt definitiv am allermeisten doch noch mindestens eine Pocket und
die neue 12K Ursa und die Pocket Pro von Blackmagic Design ?

Oder wird es dann womöglich doch ein wenig zu eng bei dem Shootout für die drehfertige 100 000€ Arri..? ;)))

Wahrscheinlich wäre das ganz einfach zu viel Arbeit, kann ich voll nachvollziehen.
Aber trotzdem….

Nun gut Sony baut ja eh fast alle Bildwandler selber bei den Testkandidaten, ausser bei der Arri natürlich nicht und bei Nikon weiss ich das nicht..;)))
Gruss Boris



Antwort von blip:

Frage an die Slashcam-Redaktion: Habt Ihr bei der S1H eventuell auch das extern aufgezeichnete Braw mit dem intern aufgezeichnet 10bit 4:2:2 All-I V-Log-Material verglichen? @slashcam: wie ist eure Einschätzung diesbezüglich? Rudi ist gerade noch in den Sommerferien - ich soll ausrichten, dass er nächste Woche ausführlich auf eure Fragen antwortet!



Antwort von Darth Schneider:

@bilp
Was ausrichten ?
Dann störe rudi nicht.
Funkpause, schliesslich hat er endlich Sommerferien..;))))
Gruss Boris



Antwort von Frank Glencairn:

roki100 hat geschrieben:

Jetzt wo Du Venice erwähnst, fällt mir ein, dass DR, Latitude - Tests von Sigma FP auch interessant wäre.
11.2 bis 11.8 Blenden

Here ya go: https://www.cined.com/sigma-fp-l-lab-te ... -latitude/
"Darth Schneider" hat geschrieben:
..die Sonys (A7sIII und die FX3/FX6/FX9, fehlen doch bei so einem Test doch irgendwie…

Und wenn die Rede ist von "alle gegen Arri" dann fehlt definitiv am allermeisten doch noch mindestens eine Pocket und
die neue 12K Ursa und die Pocket Pro von Blackmagic Design ?

Auch alles hier zu sehen: https://www.cined.com/lab-tests/



Antwort von tom:

Die Diskussion zur Namensgebung von Kameras findet sich jetzt hier wieder.








Antwort von klusterdegenerierung:

Spielverderber.



Antwort von MarcusG:

Die Nikon wirkt viel detailreicher als die anderen, wie kommt das?



Antwort von pillepalle:

Ich hole schon mal das Popcorn raus :)



VG



Antwort von berlin123:

pillepalle hat geschrieben:
Ich hole schon mal das Popcorn raus :)



VG
Verdammt. Bin erst bei min 5:30 und schon am überlegen, wie ich meinem Bankberater den notwendigen Kredit aus dem Kreuz leiern kann.

Alles ausser Alexa 35 ist ab jetzt = Mini DV.



Antwort von cantsin:

MarcusG hat geschrieben:
Die Nikon wirkt viel detailreicher als die anderen, wie kommt das?
Kein Antialiasing/optischer Tiefpassfilter (OLPF), wie heutzutage bei allen Fotokameras. Das ist in der Bewegtbild-Praxis aber eher ein Nachteil, denn so ist die Kamera Moiré- und Aliasing-anfällig. Auch dürften viele der Details durch Aliasing/Moiré bedingtes sog. "false detail" sein, was man erst sehen würde, wenn entweder die Kamera oder das Motiv sich bewegt.



Antwort von Darth Schneider:

@Berlin123
Nicht eher, alle ausser der Arri Alexa S35 ist nur 8/10/12 Bit HDV ? ;))
Gruss Boris



Antwort von pillepalle:

@cantsin

Die 4k der Nikon sind auch von 8K downgesampled. Das dürfte vermutlich auch eine Rolle dabei spielen.

Die Database von CineD ist interessant, aber irgendwie auch nicht, weil die meisten Kameras auf dem Papier da relativ ähnlich abschneiden. Arri über allem und dann kommt lange nix.

https://www.cined.com/camera-database/

VG

PS: Hatte ich auch noch nicht gesehen, ist aber eine ganz gute Diskussion zu den Tests.





Antwort von cantsin:

pillepalle hat geschrieben:
@catsin

Die 4k der Nikon sind auch von 8K downgesampled. Das dürfte vermutlich auch eine Rolle dabei spielen.
Das sind die 4K der (in dem Video-Bildvergleich ebenfalls verwendeten) Sony Venice ja auch. Insofern bin ich ziemlich sicher, dass die wahrgenomme Detailschärfe am Vorhanden- bzw. Nichtvorhandenseins des OLPFs liegen. - Ähnliche Ergebnisse kriege ich auch im Vergleich der dritten Kamera im Test, der Panasonic S1H (mit OLPF), zur Panasonic S5 (ohne OLPF, ansonsten identischer Sensor und Video-Signalverarbeitung).



Antwort von roki100:

cantsin hat geschrieben:
Ähnliche Ergebnisse kriege ich auch im Vergleich der dritten Kamera im Test, der Panasonic S1H (mit OLPF), zur Panasonic S5 (ohne OLPF, ansonsten identischer Sensor und Video-Signalverarbeitung).
Ich dachte der Unterschied wäre minimal bzw. erst bei 5.9K und näher zoomen minimal sichtbar?

https://www.youtube.com/watch?v=fPPYxsd8Whw


Hier ein Beispiel, zoom 400% Bildschirmfoto 2022-08-17 um 18.05.03.png

Der OLPF der S1H ist zwar okay, doch die moirés bleiben dennoch ein bisschen vorhanden bzw. wird nicht zu stark eliminiert, nur ein bisschen geblurt. Zumindest nicht so stark, wie ich es von BMD Kameras mit rawlite gesehen habe, da ist der unterschied enorm und das sogar ohne das die schärfe dadurch stark beeinflusst wird (ich meine damit nicht nur die og bmpcc, sondern viel mehr Ursa Mini / Pro usw.).








Antwort von Darth Schneider:

Also mit der 4K Pocket hab ich mit sowas zu filmen einfach immer noch gar keine Probleme….
Ich würde jedenfalls nicht mal darüber nachdenken für diese BMD Kamera einen Olpf zu kaufen…
Ist ja auch keine Ursa Mini mit Fairchild Sensor und auch keine Sony Venice.
Und nun gut, und ich filme jetzt auch nicht andauernd alte Ziegel Dächer…;)))

Es wird ja womöglich auch einen triftigen Grund dafür geben warum die Consumer Kamera Hersteller heute eben einfach keine OLPFs in ihre Dslms verbauen wollen…
Und was die Schärfe bei Allen digitalen Kameras betrifft, dafür gibt es doch wunderschöne Tiffen Black Pro Mist und Schneider-Kreuznach Hollywood Black Magic Filter…

Jemand müsste mal einfach bei den Herstellern (Nikon, Canon, Sony und Panasonic ) nachfragen warum sie keine OLPFs verbauen ?

Was nützt denn zumal der OLPF in einer tollen Nikon wenn sie nach dem Einbau nicht mehr schön scharf fotografieren kann…? ;))))

Gruss Boris



Antwort von cantsin:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Es wird ja womöglich auch einen triftigen Grund dafür geben warum die Consumer Kamera Hersteller heute eben einfach keine OLPFs in ihre Dslms verbauen wollen…

Jemand müsste mal einfach bei den Herstellern (Nikon, Canon, Sony und Panasonic ) nachfragen warum sie keine OLPFs verbauen ?

Was nützt denn zumal der OLPF in einer tollen Nikon wenn sie nach dem Einbau nicht mehr schön scharf fotografieren kann…? ;))))
Die Antwort ist ziemlich einfach: Bis vor wenigen Jahren hatten auch praktisch alle digitalen Fotokameras OLPFs. Fujis 'selling point' des 2012 eingeführten X-Trans-Sensors war, dass er wegen seines anderen Farbfiltermusters (ggü. Bayer-Sensoren) Moiré und Aliasing vermeidet, daher keinen OLPF mehr braucht und ungeahnte Bildqualität aus der APS-C-Sensortechnik herausholt.

Durch verbesserte Debayering-Algorithmen bei konventionellen Bayer-Sensoren fielen dann sukzessive alle OLPFs bei Fotokameras weg. (Soweit mir bekannt, sind die einzigen Kameras, die heute noch mit OLPFs auf den Markt sind, videozentrische Oberklassen-Hybridkameras wie die S1H.)

Allerdings ist es immer noch so, dass bei Kameras ohne OLPF 'false detail' bzw. mikroskopische Moirés anfallen, die man in Standfotos nicht sieht, bei Bewegtbild aber als flirrende Farbpixel sichtbar werden. Deshalb haben teurere bzw. professionelle Bewegtbildkameras OLPFs. Die Moiré-/false detail-Probleme kriegt man auch nicht wirklich mit Weichzeichner- oder Black Pro Mist-Filtern aus der Welt.



Antwort von roki100:

cantsin hat geschrieben:
Allerdings ist es immer noch so, dass bei Kameras ohne OLPF 'false detail' bzw. mikroskopische Moirés anfallen, die man in Standfotos nicht sieht, bei Bewegtbild aber als flirrende Farbpixel sichtbar werden. Deshalb haben teurere bzw. professionelle Bewegtbildkameras OLPFs. Die Moiré-/false detail-Probleme kriegt man auch nicht wirklich mit Weichzeichner- oder Black Pro Mist-Filtern aus der Welt.
Teilweise mit Demosaic Method "LMMSE" schon, doch das funktioniert nur mit cDNG... Auch SuperScale beseitigt ein bisschen.
Die Verbreitung, dass Black Pro Mist-Filtern dafür ausreicht, um diese schreckliche mikroskopische Moirés (zB. in den Haaren, Bäume/Äste usw. sah man das deutlich) zu beseitigen, stimmt zwar nicht, was aber ein bisschen hilft, ist DIY Diffusion Filter bzw. Spraydose in schwarz und feine Tröpfchen auf UV Filter drauf sprühen^^

OLPF ist aber natürlich die beste und professionellste Lösung.



Antwort von Darth Schneider:

Also ich hatte die ProMist und Schneider Kreuznach Filter wegen zu viel Schärfe bei modernen digitalen Kameras erwähnt. Nicht als Ersatz für den Olpf..
Oder auch nicht als Heilmittel gegen Moiré.
Was ja eigentlich ein Olpf vor allem ist
Er ersetzt jedenfalls auch keinen ProMist…:)

Ich denke wir reden hier eigentlich von zwei ganz verschiedenen Baustellen.

Aber jedenfalls die Bilder aus meiner Pocket sehen jedenfalls auch ganz ohne Olpf und mit dem Schneider Kreuznach Filter (oder auch ohne), mehr als cinematisch genug für meine Augen aus.;)))

Ich kann mir durchaus vorstellen das jetzt nur ein gaaanz kleiner Bruchteil der Canon R5 Besitzer überhaupt nach einem Olpf Ausschau halten….
Die anderen kaufen sich gleich eine Ursa oder eine Cinema Sony, oder einer Canon C, und bauen dann einen ein, oder eben gar nicht..;)))

Geht für mich mehr in Richtung Kosmetik..
Gruss Boris



Antwort von iasi:

Hohe Auflösung richtet es.
Wenn das Objektiv nicht mithalten kann, wirkt es als Weichzeichner. :)



Antwort von pillepalle:

Es gibt auf Youtube jetzt einen Test-Clip mit verschiedenen Textureinstellungen der Alexa35. Besonders aussagekräftig finde ich den allerdings nicht.



Laut Arri betreffen die Textures ja die 30 Bearbeitungsschritte, die in jeder Arri-Kamera noch vor der RAW Aufnahme stattfinden. Bisher wurden die in allen Arri Kameras von Arri festgelegt, um ein möglichst cinematisches Bild zu erhalten. Jetzt kann der User zwischen verschiedenen Texturen wählen, um den Look der RAW Aufnahme seinem Projekt anzupassen.

VG



Antwort von MrMeeseeks:

Wie nicht anders zu erwarten ist der neue (und alte) König beim Thema Dynamikumfang die Arri Alexa 35.

https://www.cined.com/arri-alexa-35-lab ... lus-video/

Wobei hier eigentlich Arri Vergleiche oder Testberichte nichts zu suchen haben.



Antwort von Frank Glencairn:

MrMeeseeks hat geschrieben:


Wobei hier eigentlich Arri Vergleiche oder Testberichte nichts zu suchen haben.
Weil?



Antwort von rush:

Der Titel des Threads lautet doch explizit: "Alle gegen ARRI."

Wäre merkwürdig wenn Arri Kameras hier dann nichts zu suchen hätten...








Antwort von iasi:

rush hat geschrieben:
Der Titel des Threads lautet doch explizit: "Alle gegen ARRI."

Wäre merkwürdig wenn Arri Kameras hier dann nichts zu suchen hätten...
Richtig.
Auch Arris werden schließlich als Hochzeitskameras genutzt.



Antwort von MrMeeseeks:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
MrMeeseeks hat geschrieben:


Wobei hier eigentlich Arri Vergleiche oder Testberichte nichts zu suchen haben.
Weil?
Weil die Slashcam Redaktion 10 Jahre gebraucht hat um eine alte Arri Kamera aufzutreiben. Die aktuelle Arri Alexa 35 wird hier niemand die nächsten Jahre zu Gesicht bekommen. Du drehst doch selber auch nur mit den billigen Blackmagic Hobeln. Was haben die Leute also davon ihre 2000€ Kameras im Vergleich mit einer 85.000€ Kamera zu sehen.

50% aller neuen Beiträgen werden hier ohnehin nur von Roki100 und Darth Schneider verfasst, jegliche Bemühungen der Redaktion sind inzwischen Perlen vor die Säue.



Antwort von rideck:

Diese ganze Testerei mit den Charts bringt doch nicht. Jede aktuelle Top-Kamera bietet genug Reserven, wenn man sie dann korrekt bedient. Klar ist Arri allen eine Nasenlänge voran,
wenn es dann nicht dokumentarisch ins Lowight oder die Nacht geht. Ich finde es schade dass Panasonic bei der Varicam-Reihe nichts mehr nachgeschoben hat, die konnte was.
CineD und Gerald Undone , das sind einfach Technikfans, die das physikalische Verhalten des Sensors zum Limit testen wenn sie dann nicht daneben liegen.
Lasst euch die Tests von Matthew auf Newsshooter durch, das sind Kameratests, die den Namen wirklich verdienen und meiner Meinung nach einen Mehrwert liefern.
Das Video von Slashcam finde ich persönlich absolut ohne Aussagekraft. 10x vergrößert und dann in Bereichen korrigiert, die keinen mehr ernsthaft interessieren.
Viel Spannender ist doch wie die Highlights verlaufen, die Farbseparation ist und eben die gesamte Bildwirkung.



Antwort von iasi:

rideck hat geschrieben:

Viel Spannender ist doch wie die Highlights verlaufen, die Farbseparation ist und eben die gesamte Bildwirkung.
Objektiv - objektiv - subjektiv

Die gesamte Bildwirkung ergibt sich nun einmal aus vielen verschiedenen, objektiv durchaus messbaren Faktoren.
Sich davon einige herauszupicken reicht nun mal nicht.

Und wenn man schon die gesamte Bildwirkung vergleichen möchte, dann müsste man das Ausgangsmaterial der Kamera bis zum Leinwandergebnis perfekt graden.
Als Ausgangsmaterial liegt schließlich bei einer S1H etwas weit weniger gestaltbares vor, als bei einer Alexa.



Antwort von klusterdegenerierung:

Apropo aktuelle Reserven.
Ich mußte die Tage eine Laserbschriftung durch einen Gelbfilter abgeschottete dunkle Box filmen.

Das ging dann nur mit 12.800 Iso bei 4K, jedoch war das Produkt zu klein, so das ich in Resolve noch mal um das ca. 3x gezoomt habe.
Dafür habe ich superscale 2x genutzt und das rauschige Material mit dem Denoise entrauscht, den fiesen Gelbstich entfernt und dem finalen shot ist all das nicht anzusehen!

Ich denke auch, das man mit den heutigen Mitteln mehr als zu frieden sein kann. :-)



Antwort von rush:

Klar kann man das, bestreitet ja auch niemand ernsthaft.

Dennoch finde ich es spannend bestimmte technischen "Referenzen" als Vergleichspunkte anzusetzen.

Denn wenn Arri Hinblick auf die Dynamik mit spürbarem Vorsprung performed - finde ich das spannend zu lesen, denn es zeigt ja das noch immer Luft nach oben besteht in diesem Punkt.

Dafür sind sie in Sachen Auflösung halt nicht dort wo bspw. Red oder auch BMD angekommen ist und entsprechend gibt es unterschiedliche Schwerpunkte.

Das die wenigsten mit einer entsprechend neuen Arri arbeiten werden steht sicher auch außer Frage - aber es ist doch schön zu sehen wo bspw. die eigene Kamera im Vergleich dazu liegt und was uns vielleicht in den nächsten Jahren noch erwarten wird.

Man kann das auch alles überbewerten und als sinnlos abtun - oder es als technisch interessanten Fakt aufnehmen.

Die Dynamik ist wie vieles nur ein Aspekt... Ein fehlender AF macht eine Arri für viele per se schon uninteressant - auch das darf man eben nicht aus dem Blick verlieren.
Alles relativ - ich sehe das daher entspannt.



Antwort von pillepalle:

Das Wesentliche bei einer Kamera ist ohnehin der subjektive Eindruck. Man braucht und es gibt keine Kamera mit der jeder immer glücklich ist. Das Einzige was zählt ist, ob man selber mit der Kamera und dem Ergebnis zufrieden ist. Aber irgendwie identifizieren sich die Leute nur noch über ihr Equipment. Lesen irgendwelche Vergleiche und sind unzufrieden, weil eine andere Kamera irgendetwas besser kann. Obwohl sie es in der Regel weder gebraucht noch vermisst haben. Oder über irgendeinen Bug, den sie selber nie bemerkt hätten. Das ist der Fluch des Internets :) Zeigt aber auch das mangelnde Selbstbewußtsein und wie wenig Vertrauen man in die eigenen Fähigkeiten hat. Dann muss es die Technik eben richten.

VG



Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
Das Wesentliche bei einer Kamera ist ohnehin der subjektive Eindruck. Man braucht und es gibt keine Kamera mit der jeder immer glücklich ist. Das Einzige was zählt ist, ob man selber mit der Kamera und dem Ergebnis zufrieden ist. Aber irgendwie identifizieren sich die Leute nur noch über ihr Equipment. Lesen irgendwelche Vergleiche und sind unzufrieden, weil eine andere Kamera irgendetwas besser kann. Obwohl sie es in der Regel weder gebraucht noch vermisst haben. Oder über irgendeinen Bug, den sie selber nie bemerkt hätten. Das ist der Fluch des Internets :) Zeigt aber auch das mangelnde Selbstbewußtsein und wie wenig Vertrauen man in die eigenen Fähigkeiten hat. Dann muss es die Technik eben richten.

VG
Wie ein guter Handwerker sollte man die richtige Kamera für die jeweilige Arbeit wählen.
Daher ist es schon wichtig, die objektiven Stärken und Schwächen von Kameras zu kennen.

Was die Kamera an Material liefert, kann subjektiv sowieso nur beurteilt werden, wenn es letztlich auf dem Vorschaumonitor schon sendefertig erscheint.
Ansonsten setzt sich in der Post mit z.B. dem unkomprimierten Arri-Raw so fort, dass am Ende so unterschiedliche Ergebnisse herauskommen können, dass eine subjektive Beurteilung ebenso unterschiedlich ausfallen kann.
Es ist doch gerade der große Gestaltungsspielraum, der eine Alexa von einer S1H unterscheidet. Der DR ist dabei nur ein Aspekt.



Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:
Wie ein guter Handwerker sollte man die richtige Kamera für die jeweilige Arbeit wählen.
Daher ist es schon wichtig, die objektiven Stärken und Schwächen von Kameras zu kennen.
Da spricht ja auch nichts gegen und kennen sollte man sein Equipment ohnehin. Eine Alexa ist aber klassischerweise eine Kamera die man sich mietet und weniger eine für Owner/Operator, auch wenn es da Ausnahmen gibt. Und ob die eigene Kamera nun besser oder schlechter als eine Alexa ist (kann man sich auch ohne Vergleich an 5 Fingern abzählen), ist relativ irrelevant. Das wird nur wichtig, wenn die Alexa eine ernsthafte Option ist. Wenn ich üerlege eine Z6 oder eine Z9 zu nutzen, dann brauche ich mir über die Qualitäten der Alexa keine Gedanken zu machen, denn sie käme für die Aufgabe ohnehin nie in Frage.

Und wenn der Tag kommt an dem ich eine Alexa mieten kann, dann erfahre ich in kürzester Zeit alles relevante, was ich über die neue Kamera wissen muss. Dazu muss ich mir keine drei Jahre alten Vergleiche ins Gedächtnis rufen. Das Arbeiten damit wird eher einfacher als mit meiner 'Möhre'. Ein gut strukturiertes einfaches Menu und wenig Schalter die einem keine Rätsel aufgeben. Da brauche ich mir gar keine Sorgen zu machen. Und ggf. leihe ich mir die einen Tag vorher um mich damit vertraut zu machen, oder spreche mit dem Arri-Support.

Diese ganzen Kameravergleiche sind ein schönes Hobby, über das man auch ausgiebig diskutieren kann, aber für die eigene Arbeit meist völlig irrelevant. Und das wichtigste passiert ohnehin vor der Kamera :)

VG








Antwort von iasi:

Du sagst es aber schon treffend:
"... kennen sollte man sein Equipment ohnehin."

Das bedeutet dann eben, dass man nicht nur die Schalter kennt, sondern auch weiß, wie sich das Material in der Post verhält.
Ich fand z.B. interessant, wie Erik Messerschmidt die DJI D4 testete: Im Einsatz unter Bedingungen, die dem Material auch etwas abverlangt hatten - u.a. Lichtqualität.

Das Problem: Es braucht reichlich Zeit, um sich einzuarbeiten und die Kamera auch wirklich zu testen.
Und dann wird"s bei einer Alexa gleich mal kostspielig.

Andererseits liefert eine Alexa Material, das sehr robust ist und einen weiten Gestaltungsspielraum bietet.
Ich erinnere mich dabei immer an die Diskussion über das Lichter-schützen bei Red und eine Anekdote über einen alten Negativ-Filmer, der beim ersten Dreh mit einer Alexa wie gewohnt 1 Blende überbelichtet hatte, was das Material nicht gleich unbrauchbar machte.



Antwort von roki100:

MrMeeseeks hat geschrieben:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:


Weil?
Weil die Slashcam Redaktion 10 Jahre gebraucht hat um eine alte Arri Kamera aufzutreiben. Die aktuelle Arri Alexa 35 wird hier niemand die nächsten Jahre zu Gesicht bekommen. Du drehst doch selber auch nur mit den billigen Blackmagic Hobeln. Was haben die Leute also davon ihre 2000€ Kameras im Vergleich mit einer 85.000€ Kamera zu sehen.

50% aller neuen Beiträgen werden hier ohnehin nur von Roki100 und Darth Schneider verfasst, jegliche Bemühungen der Redaktion sind inzwischen Perlen vor die ***.
Besser 50% was auch immer schreiben statt fast 100% meckern oder andere ins lächerliche ziehen...



Antwort von andieymi:

iasi hat geschrieben:
Das Problem: Es braucht reichlich Zeit, um sich einzuarbeiten und die Kamera auch wirklich zu testen.
Und dann wird"s bei einer Alexa gleich mal kostspielig.
Durchaus nicht. Die meisten Verleiher werden sich in der Off-Season (also nicht unbedingt im Sommer, wenn die Arris im Paket wochenlang draußen sind) nicht blöd anstellen, wenn Du einen halbwegs netten Eindruck machst, vielleicht sogar schon mal Kontakt zu IRGENDJEMAND in dem Laden hattest und sagst Du willst mal irgendwann unter der Woche 1-2 Vormittage eine Arri testen, vor Ort - glaub nicht, dass das kostspielig wird.



Antwort von roki100:

iasi hat geschrieben:
Ich erinnere mich dabei immer an die Diskussion über das Lichter-schützen bei Red und eine Anekdote über einen alten Negativ-Filmer, der beim ersten Dreh mit einer Alexa wie gewohnt 1 Blende überbelichtet hatte, was das Material nicht gleich unbrauchbar machte.
Und das gefällt mir sehr. Auch bei Panasonic S1H (S1,S5 auch) finde ich das schon sehr gut. Hier ein vergleich mit Sigma FP:

https://youtu.be/MQJkcTd82Uo?t=223



Antwort von cantsin:

roki100 hat geschrieben:
Und das gefällt mir sehr. Auch bei Panasonic S1H (S1,S5 auch) finde ich das schon sehr gut. Hier ein vergleich mit Sigma FP:

https://youtu.be/MQJkcTd82Uo?t=223
Der Vergleich ist Müll, weil sie die S1H in VLog auf ihrer ersten nativen ISO (ISO 640) belichtet haben, die Sigma fp aber auf ISO 100 per Belichtungsmesser. Hätten sie die fp ebenfalls auf ISO 640 belichtet , wäre das Clipping-Verhalten identisch gewesen, da beide Kameras denselben Sensor verwenden.

(Man sieht mal wieder, dass die Materie von Raw, Log und Sensor-nativen ISOs komplex ist und von den meisten Leuten nicht beherrscht wird - zumal bei Foto-Hybridkameras, die anders als Cine-Kameras diese Dinge im Userinterface verunklaren.)



Antwort von roki100:

cantsin hat geschrieben:
roki100 hat geschrieben:
Und das gefällt mir sehr. Auch bei Panasonic S1H (S1,S5 auch) finde ich das schon sehr gut. Hier ein vergleich mit Sigma FP:

https://youtu.be/MQJkcTd82Uo?t=223
Der Vergleich ist Müll, weil sie die S1H in VLog auf ihrer ersten nativen ISO (ISO 640) belichtet haben, die Sigma fp aber auf ISO 100 per Belichtungsmesser. Hätten sie die fp ebenfalls auf ISO 640 belichtet , wäre das Clipping-Verhalten identisch gewesen, da beide Kameras denselben Sensor verwenden.
Ich denke nicht, weil VLOG nicht einfach nur LOG ist (schau dir auch andere vergleiche mal genauer an, gibts einige die das mit S1H zeigen). Im LowLight scheint die Sigma FP etwas anderes/besser zu machen. Bei Sigma FP ist Rauschverhalten anders (zumindest das was ich bisher gesehen habe ist das schon sehr gut).



Antwort von iasi:

roki100 hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Ich erinnere mich dabei immer an die Diskussion über das Lichter-schützen bei Red und eine Anekdote über einen alten Negativ-Filmer, der beim ersten Dreh mit einer Alexa wie gewohnt 1 Blende überbelichtet hatte, was das Material nicht gleich unbrauchbar machte.
Und das gefällt mir sehr. Auch bei Panasonic S1H (S1,S5 auch) finde ich das schon sehr gut. Hier ein vergleich mit Sigma FP:

https://youtu.be/MQJkcTd82Uo?t=223
Das ist auch so ein belangloser Vergleich.
Videokamerastyle - filmen und fertig.
Die S1H liefert 10bit-Video, während die FP 12bit unkomprimiertes Raw bietet.
Da möchte ich diesen "Testern" immer gerne zurufen: Nun nutzt doch auch mal das Material und gradet ordentlich!

Überbelichten ist übrigens ein Fehler.



Antwort von cantsin:

roki100 hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:


Der Vergleich ist Müll, weil sie die S1H in VLog auf ihrer ersten nativen ISO (ISO 640) belichtet haben, die Sigma fp aber auf ISO 100 per Belichtungsmesser. Hätten sie die fp ebenfalls auf ISO 640 belichtet , wäre das Clipping-Verhalten identisch gewesen, da beide Kameras denselben Sensor verwenden.
Ich denke nicht, weil VLOG nicht einfach nur LOG ist (schau dir auch andere vergleiche mal genauer an, gibts einige die das mit S1H zeigen). Im LowLight scheint die Sigma FP etwas anderes/besser zu machen. Bei Sigma FP ist Rauschverhalten anders (zumindest das was ich bisher gesehen habe ist das schon sehr gut).
Log-Profile verändern die Dynamik des Sensors nicht, weil die eine physikalische Gegenheit ist. Log-Profile verändern auch die effektiv sicht- und nutzbare Dynamik nicht, sobald man Log-Material mit Raw-Material vergleicht, da Raw-Material (im Gegensatz zu sRGB-JPEG oder Rec709-Video) per definitionem immer die maximale Dynamik des Sensorbilds konserviert.

Noch mal langsam:

- In der S1H (und S1, S5 sowie Nikon Z6 und Sony A7iii) und Sigma fp sitzt der gleiche Sony 24MP-FF-Sensor, der sich von Kamera zu Kamera nur in Bauvarianten wie z.B. mit und ohne OLPF unterscheidet.

- Die native Empfindlichkeit des Sensors ist bei der S1H und fp identisch. (Zufällig besitze ich beide Kameras und weiss, wovon ich rede.) Bei Raw-Fotos gibt es auch keine sichtbaren Unterschiede im Rauschverhalten bei identischer Belichtung.

- ISO 100 ist bei der fp, wie bei praktisch allen Fotokameras aller Hersteller, ein ETTR-Belichtungsmodus. D.h. die erste native ISO der Kamera liegt (wie bei der S1H) bei ungefähr (=je nach Messmethode) 640 ISO. ISO 100 liegt also 2,6 Blenden über der nativen ISO bzw. ist native ISO mit mehr als zwei Blenden Überbelichtung, um im ETTR-Verfahren die Dynamik des Sensors maximal auszureizen bzw. das Rauschverhalten maximal zu drücken.

- Wenn die Tester also die S1H nativ mit 640 ISO belichten und die fp mit ETTR 100 ISO/+2,6 Blenden, ist es nicht verwunderlich, wenn die fp bei einer Blende Mehrbelichtung clippt, während die S1H noch (über 2 Blenden) Spielraum hat.



Antwort von pillepalle:

cantsin hat geschrieben:
Log-Profile verändern die Dynamik des Sensors nicht, weil die eine physikalische Gegenheit ist. Log-Profile verändern auch die effektiv sicht- und nutzbare Dynamik nicht, sobald man Log-Material mit Raw-Material vergleicht, da Raw-Material (im Gegensatz zu sRGB-JPEG oder Rec709-Video) per definitionem immer die maximale Dynamik des Sensorbilds konserviert.
Sie können schon die Dynamik (die ja am unteren Ende vom Rauschabstand abhängig ist) beeinflussen, wenn z.B. mit ihr eine Noise-Reduction einhergeht. Das wurde ja auch im schon weiter oben verlinkten Video am Beispiel der S1H erklärt. Hab' die Stelle mal getagged.

https://youtu.be/AFKGyNFNWXU&t=18m33s

Im idealfall wird das Material in der Kamera identisch zum RAW Material verarbeitet, aber das scheint eben oft auch nicht der Fall zu sein.

VG








Antwort von cantsin:

pillepalle hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:
Log-Profile verändern die Dynamik des Sensors nicht, weil die eine physikalische Gegenheit ist. Log-Profile verändern auch die effektiv sicht- und nutzbare Dynamik nicht, sobald man Log-Material mit Raw-Material vergleicht, da Raw-Material (im Gegensatz zu sRGB-JPEG oder Rec709-Video) per definitionem immer die maximale Dynamik des Sensorbilds konserviert.
Sie können schon die Dynamik (die ja am unteren Ende vom Rauschabstand abhängig ist) beeinflussen,
Lies bitte mal genau, was ich da oben geschrieben habe...

Ich schrieb: "beeinflussen die Dynamik des Sensors" nicht, sowie "effektiv sicht- und nutzbare Dynamik nicht, sobald man Log-Material mit Raw-Material vergleicht". Raw-Material kann man natürlich in der Post rauschfiltern, und dann i.d.R. - z.B. mit Neat - noch mehr Dynamikreserven aus dem Material holen als mit der kamerainternen Rauschfilterung.

Vor allem aber ging es um den von roki100 oben verlinkten (unsinnigen) Video-Vergleich, bei der eine S1H in Log bei einer Blende Überbelichtung nicht clippt, während die fp bei Raw und ISO 100 sowie einer Blende Überbelichtung clippt - weil die Tester nicht verstanden haben, wie ISO bei den beiden Kameras funktioniert bzw. implementiert ist.



Antwort von pillepalle:

Die Dynamik ist aber keine physikalische Gegenbenheit, so wie Du es geschrieben hattest, sondern eine adimensionale Verhältniszahl die rein von der Meßmethode abhängt. Die Dynamik eines Sensors kann also variieren, je nachdem wie man misst.

VG

PS: Um rokis Post gings mir auch nicht.



Antwort von roki100:

cantsin hat geschrieben:
roki100 hat geschrieben:


Ich denke nicht, weil VLOG nicht einfach nur LOG ist (schau dir auch andere vergleiche mal genauer an, gibts einige die das mit S1H zeigen). Im LowLight scheint die Sigma FP etwas anderes/besser zu machen. Bei Sigma FP ist Rauschverhalten anders (zumindest das was ich bisher gesehen habe ist das schon sehr gut).
Log-Profile verändern die Dynamik des Sensors nicht, weil die eine physikalische Gegenheit ist. Log-Profile verändern auch die effektiv sicht- und nutzbare Dynamik nicht, sobald man Log-Material mit Raw-Material vergleicht, da Raw-Material (im Gegensatz zu sRGB-JPEG oder Rec709-Video) per definitionem immer die maximale Dynamik des Sensorbilds konserviert.
Ich bezog mich auf die VLOG Dokumentation, wo erwähnt wird, dass VLOG nicht nur LOG ist, sondern ein Modus, der alle Kamerainterne Prozesse deaktiviert...

Ansonsten hast Du recht, der vergleich mit Sigma FP hätten die anders machen müssen (cDNG und nachträglich zu "Blackmagic Film" ändern usw.).



Antwort von cantsin:

pillepalle hat geschrieben:
Die Dynamik ist aber keine physikalische Gegenbenheit, so wie Du es geschrieben hattest, sondern eine adimensionale Verhältniszahl die rein von der Meßmethode abhängt.
Jein. Der Dynamikumfang, den ein Sensor erfassen kann, hat sehr wohl physikalische Grenzen - nämlich die des erfassbaren, und auch messbaren Signal-Rauschabstands -, auch wenn er in relativen Werten wie Blenden oder db ausgedrückt wird.

Anders ausgedrückt: Es ist eine physikalische Gegebenheit, dass ein Sensor unterhalb einer gewissen Signalstärke keine Information mehr erfassen kann, und oberhalb einer gewissen Signalstärke auch nicht. (Und zwar völlig egal, um welche Art von Sensoren es sich handelt - ob Kamerasensoren oder z.B. Mikrofone.) Es ist ebenso eine physikalische Gegebenheit, dass bestimmte Sensortypen mehr Dynamik (bzw. am unteren Ende: schwächere und am oberen Ende: stärkere Signale) ohne Clipping erfassen können. Deshalb verwenden wir ja immer noch Großsensor-Fotokameras und sind nicht schon längst auf Smartphones oder gar Webcams umgestiegen.

Auch mit der optimistischsten Messmethode wirst Du irgendwann im Signal Clipping bzw. Nichtvorhandensein von Information feststellen.

Die Messmethoden mögen jeweils verschieden sein, dass es aber für jeden Sensor physikalische Grenzen der erfassten Dynamik gibt sowie physikalische Unterschiede, dürfte außer Frage stehen. Und damit ist im Umkehrschluss der erfasste Dynamikumfang eines Sensors immer auch, und wesentlich, eine physikalische Gegebenheit. (Und zwar nach der allgemeinen informationstheoretischen Maxime "garbage in / garbage out".)



Antwort von cantsin:

roki100 hat geschrieben:
Ich bezog mich auf die VLOG Dokumentation, wo erwähnt wird, dass VLOG nicht nur LOG ist, sondern ein Modus, der alle Kamerainterne Prozesse deaktiviert...
Das tun fast alle gut implementierten Log-Profile - und da geht es um Signalprozessierung wie z.B. künstliche Nachschärfung und z.T. auch Rauschfilterung.

Wobei das paradoxerweise sogar weniger DR zur Folge haben kann, wenn nämlich das Log-Material stark rauscht, aber ein hochkompromierender Codec wie h264 und h265 dieses Rauschen wegbügelt oder verpixelt, so dass sich nachträglich daraus keine Bildinformation mehr herausfiltern lässt.



Antwort von pillepalle:

Natürlich hat ein Sensor physikalische Grenzen, auch sind sie abhängig von Faktoren wie Sensorgröße usw... Die spielen bei vielen unserer Betrachtungen aber gar nicht die entscheidende Rolle, denn viele Sensoren sind technologisch ja sehr ähnlich. Das was sie unterscheidet ist das Processing. Und wie wir auch gerade beim neuen Arri Sensor festgestellt haben, geschieht dies sogar auf Ebene der RAW-Dateien. Umsomehr dann noch später und in anderen Formaten.

Die Dynamik ist ein Verhältnis und wie man das Verhältnis ausdrückt (dB, Blenden, Verhältniszahl, ect.) ist ja erstmal egal. Der Punkt ist, dass die untere Grenze (wie stark es Rauschen darf) subjektiv festgelegt wird. Das ist nichts naturgegebenes. Aber ich weiß natürlich was Du meinst und unter der immer gleichen Messung, ändert sich die Dynamik natürlich nicht.

VG



Antwort von roki100:

In der VLOG-L Dokumentation werden die unterschiede zw. "L" und Full genannt und dabei DynamicRange angesprochen:

https://pro-av.panasonic.net/en/dvx4k/p ... ol6_en.pdf

...VLOG was originally designed for the VariCam, which features over 15+ stops of dynamic range. VLOG-L maps the shadows and midtones identically to VLOG, up to the 12-stop limit at 80 IRE. VLOG’s range from 80 to 109 IRE is used in full VLOG for the additional highlight stops that the VariCam’s sensor can generate (stops 13, 14, and 15). Because the DVX200’s sensor is capable of only 12 stops, it employs VLOG-L, which has a maximum brightness level of 80 IRE.

Da die Sigma FP kein VLOG / LOG etc. hat, dachte ich, dass bei Sigma FP das ausgebrannte Gesicht (wie oben in dem YT-Video zu sehen) etwas damit zu tun hat bzw. Bei S1H ist das Gesicht nicht ausgebrannt, weil VLOG Full - wie in der Doku geschrieben steht - den DB Wert des Sensors vollständig ausnutzt...

Wenn bei Sigma FP kameraintern die cDNG Files nicht modifiziert werden und es lässt sich nachträglich (unter Camera RAW in DaVinci Resolve) in BMD LOG/Film ändern, dann sollte man eigentlich selbe Ergebnis haben, da gleiche Sensor usw.



Antwort von cantsin:

roki100 hat geschrieben:
In der VLOG-L Dokumentation werden die unterschiede zw. "L" und Full genannt und dabei DynamicRange angesprochen:

https://pro-av.panasonic.net/en/dvx4k/p ... ol6_en.pdf

...VLOG was originally designed for the VariCam, which features over 15+ stops of dynamic range. VLOG-L maps the shadows and midtones identically to VLOG, up to the 12-stop limit at 80 IRE. VLOG’s range from 80 to 109 IRE is used in full VLOG for the additional highlight stops that the VariCam’s sensor can generate (stops 13, 14, and 15). Because the DVX200’s sensor is capable of only 12 stops, it employs VLOG-L, which has a maximum brightness level of 80 IRE.
Ein Log-Profil ist erst einmal nur eine Kurve, die (im Fall heutiger Hybridkameras inkl. der Panasonic S1H in der Video-Auslesung des Sensors:) 12bittige Sensorwerte auf 10bit bzw. ein Viertel der Werte verteilt. Diese mathematische Verteilung geschieht im besten Fall so, dass sie für den Dynamikumfang, den der Sensor liefert, optimiert ist. Daher brauchst Du für das Signal des S1H-Sensors eine flachere Log-Kurve als für das Signal einer MFT-Kamera mit weniger DR.

Würdest Du umgekehrt die flachere Kurve auf das Videosignal der MFT-Kamera anwenden, würden die obersten Werte gar nicht ausgefüllt, bzw. stünden in den letzten Werten der 10bit-Speicherung nur Nullen, und Du hättest statt 10bit-Log effektiv nur 8- oder 9bit Log.

Da die Sigma FP kein VLOG / LOG etc. hat, dachte ich, dass bei Sigma FP das ausgebrannte Gesicht (wie oben in dem YT-Video zu sehen) etwas damit zu tun hat bzw. Bei S1H ist das Gesicht nicht ausgebrannt, weil VLOG Full - wie in der Doku geschrieben steht - den DB Wert des Sensors vollständig ausnutzt...
Nein, bei der Sigma FP ist das Gesicht ausgebrannt, weil es 6,4mal (bzw. 2 1/2 Blenden) stärker belichtet wurde, nämlich mit ISO 100 statt ISO 640. Das einzige, was VLog verhindert, ist, dass überhaupt so eine Belichtung möglich wird, weil das Profil die Minimal-ISO der Kamera auf 640 hochsetzt.
Wenn bei Sigma FP kameraintern die cDNG Files nicht modifiziert werden und es lässt sich nachträglich (unter Camera RAW in DaVinci Resolve) in BMD LOG/Film ändern, dann sollte man eigentlich selbe Ergebnis haben, da gleiche Sensor usw.
Ja, aber nur, wenn Du mit 640 ISO belichtest, bzw. die Kamera genauso belichtest (mit derselben Verschlusszeit und Blende) wie die S1H beim selben Motiv, und nicht zwei Blenden öffnest... Das hat nichts mit Log oder Raw zu tun.



- Der wirkliche Unterschied liegt darin, wie Raw jeweils auf Foto- sowie auf Video-/Cine-Kameras implementiert wird. Bei Cine-Kameras ist der Raw-Workflow dem Log-Workflow angeglichen und arbeitet man vor allem mit den sensornativen ISOs. Das ist eigentlich besser, und wäre eigentlich auch für Still-Fotografen besser.

Fotokameras, die mehr auf einen Massenmarkt abzielen als Videokameras, und traditionell auf Fotografen, die aus der analogen Fotografie kommen, versuchen, das ganze Konzept von sensornativen ISOs vor den Nutzern möglichst zu verbergen und die (ursprünglich ggü. der Analogfotografie Marketing-getriebene) Metapher der frei einstellbaren ISO- bzw. Filmempfindlichkeit aufrecht zu erhalten. Und es ist eben einfacher zu kommunizieren, dass eine Fotokamera eine Empfindlichkeit von 100-12800 ISO hat und bei 100 ISO das "beste Bild macht". Es wäre erheblich komplizierter, wenn die Kamerahersteller den Käufern kommunizieren würden: "Deine Kamera hat zwei native ISOs von 640 und 4000, wobei ISO 100-400 überbelichtete ETTR-Modi sind, und ISO 1000-3200 sowie ISO 6400-12800 unterbelichtete Modi mit nachträglicher Gainverstärkung".

Leider hält sich die Sigma fp, weil sie von einem traditionellen Fotokamerahersteller kommt, bei ISO und Raw an die alten Foto-Nomenklaturen.




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