Frage ans Forum: Gibt es in Resolve eine Möglichkeit, eine identische Korrekturnode auf alle Clips in einer Timeline zu setzen - und möglichst auch, diese Node für alle Clips mit einem Klick ein- und wieder ausschalten zu können, ohne das mit einer Group Node (oder Timeline Node) zu machen?
Der Grund: Ich verwende in einem Projekt Neat Video Pro mit temporaler Entrauschung. Dabei passt eine Neat-Konfiguration/-Node für alle Clips. Wenn man jedoch Group-Nodes anlegt und Neat auf eine "Pre"-Node legt, führt das zu Geisterbildern bzw. ungewünschten Überblendungen zwischen Clips, weil Neat dann über die Clipgrenzen hinweg temporal entrauscht.
Die einzige Möglichkeit, die ich bisher sehe, wäre händisch auf jeden einzelnen Clip dieselbe Neat-Node zu setzen (und ggfs. auch einzeln händisch zu deaktivieren, wenn man bessere Abspielperformance beim Schneiden haben will) - weder effizient, noch elegant.
Gibt's eine bessere Lösung?
Antwort von klusterdegenerierung:
Sowas habe ich auch schon gesucht und nicht gefunden, das einzige was ich als roundtrip kenne ist, eine pre node anlegen und testen, dann deaktivieren und dann diese auf alle clips kopieren.
Vorteil, die Deaktivierung wird mit kopiert. Da ich die Reverse Methode zum aktivieren aber noch nicht rausgefunden habe, müßte man das ganze vorm rendern nochmal mit aktivierter node erledigen.
Antwort von Frank Glencairn:
Einfach den Node nicht auf Clip- sondern auf Timeline Ebene anlegen.
Antwort von klusterdegenerierung:
Du meinst als Adjustment Clip, oder wie?
Antwort von cantsin:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Einfach den Node nicht auf Clip- sondern auf Timeline Ebene anlegen.
Dann kriegst Du das gleiche Problem = dass über die Clipgrenzen hinweg entrauscht wird und dadurch Überblendungs-Artefakte entstehen. Außerdem sitzt dann die Neat-Node an einem ungünstigen Ort in der Korrekturkette, ganz hinten statt ganz vorne.
Antwort von Frank Glencairn:
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Du meinst als Adjustment Clip, oder wie?
Nein - auf der color page, wo die anderen Nodes auch sind.
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Antwort von Frank Glencairn:
cantsin hat geschrieben:
Dann kriegst Du das gleiche Problem = dass über die Clipgrenzen hinweg entrauscht wird und dadurch Überblendungs-Artefakte entstehen. Außerdem sitzt dann die Neat-Node an einem ungünstigen Ort in der Korrekturkette, ganz hinten statt ganz vorne.
Okay, Blenden können da natürlich etwas ungünstig sein.
Aber warum ist das ein Problem mit dem Denoising am Ende, und warum machst du das überhaupt vor dem Schnitt, das scheint mir ein seltsamer Workflow? Normal gehört das zu den Sachen die man nach dem Picture Lock macht.
Antwort von klusterdegenerierung:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Du meinst als Adjustment Clip, oder wie?
Nein - auf der color page, wo die anderen Nodes auch sind.
Stehe auf dem Schlauch, da sind doch die übrigen nodes auch und das immer per clip, das hatten wir doch schon?
Antwort von cantsin:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Okay, Blenden können da natürlich etwas ungünstig sein.
Nee, im Schnitt sind keine Blenden. Das Problem ist, dass Neat beim temporal denoising über mehrere Frames hinweg entrauscht, dabei über die Clipgrenzen geht und dadurch ungewünschte Blenden als Artefakte erzeugt, wenn es als Effekt auf Group- oder Timeline-Nodes sitzt.
Aber warum ist das ein Problem mit dem Denoising am Ende, und warum machst du das überhaupt vor dem Schnitt, das scheint mir ein seltsamer Workflow?
Bei Raw-Material, wenn man ein relativ konstantes Rauschen in den Originalclips hat, scheint es mir besser, auf den unbearbeiteten Clips zu denoisen.
Normal gehört das zu den Sachen die man nach dem Picture Lock macht.
Aber dann hast Du erst recht das Problem mit den Clipgrenzen...
Antwort von Frank Glencairn:
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Stehe auf dem Schlauch, da sind doch die übrigen nodes auch und das immer per clip, das hatten wir doch schon?
Nicht wenn man auf das Menü (roter Pfeil) klickt und auf "Timeline" umstellt.
Antwort von Frank Glencairn:
cantsin hat geschrieben:
Bei Raw-Material, wenn man ein relativ konstantes Rauschen in den Originalclips hat, scheint es mir besser, auf den unbearbeiteten Clips zu denoisen.
Da hab ich andere Erfahrungen, deshalb mach ich das immer am Ende- aber, was immer für dich funktioniert.
cantsin hat geschrieben:
Aber dann hast Du erst recht das Problem mit den Clipgrenzen...
Was ich gemeint habe war, wenn du erst Noise/Color machst, nachdem du mit deinem Schnitt fertig bist - sprich Picture Lock, hast du kein Schwuppziditäts-Problem während dem Editing.
Antwort von cantsin:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Was ich gemeint habe war, wenn du erst Noise/Color machst, nachdem du mit deinem Schnitt fertig bist - sprich Picture Lock, hast du kein Schwuppziditäts-Problem während dem Editing.
Ja, aber trotzdem erlöst es mich noch nicht von der Tatsache, dass für jeden einzelnen Clip eine Denoise-/Neat-Node angelegt werden muss, selbst wenn die Parameter identisch sind...
EDIT: Mittlerweile bin ich mir sicher, dass Neat Video Pro (Resolve-Plugin, aktuelle Version 5.58, aber auch die Version 5.56 davor) einen Bug in Zusammenspiel mit Resolve und der Interpretation angelieferter Frames hat. Wenn man nämlich Neat auf einen Clip setzt, bei dem Abspielrichtung umgedreht wurde (reverse speed/-100%), produziert es nämlich kubistische Bilder à la Marcel Duchamp: Duchamp_-_Nude_Descending_a_Staircase.jpg
Antwort von Frank Glencairn:
cantsin hat geschrieben:
Ja, aber trotzdem erlöst es mich noch nicht von der Tatsache, dass für jeden einzelnen Clip eine Denoise-/Neat-Node angelegt werden muss, selbst wenn die Parameter identisch sind...
Natürlich nicht, es löst nur dein Editing-Performance Problem.
Aber einen Node Tree von einem Clip zum andern kopieren mußt du ja sowieso machen, ob da jetzt noch ein Denoiser drin ist oder nicht. Ist also keine extra Arbeit.