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Psychologie als ,,Grundlage'' für Regie studieren?



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Frage von FrischerWind1:


Ich bin am überlegen mich im Ausland für Psychologie zu bewerben & anschließend nach dem Studium nochmal Regie an einer Filmhochschule in Deutschland zu studieren. Leider werden Regie-Beweber im Regelfall erst ab einem Alter von 21 Jahren an staatlichen Filmhochschulen in Deutschland genommen weshalb es kein Sinn macht sich dafür schon vorher zu bewerben. Ich brenne für das Filme machen aber die Psyche des Menschen interessiert mich auch sehr. Die Motivation wäre jedenfalls definitiv dar. Was haltet ihr von dieser Idee?

Ach ja...
ich bin 18 Jahre alt und schließe dieses Jahr meine Abiturprüfungen ab. Ich habe mich schon bei diversen Fernsehanstalten für eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beworben, wurde auch fast überall für diesen Eignungstest/Aufnahmetest eingeladen - bin allerdings bisher nirgendwo in die nächste Runde gekommen weshalb ich langsam diesen Weg in Betracht ziehe als Übergangslösung bis zum Regie-,,Studium''

Wie denkt ihr darüber?



Antwort von FrischerWind1:

Niemand der mir weiterhelfen möchte?

Würde mich freuen und mit Sicherheit auch weiterhelfen. Vielleicht bin ich aber auch nur zu ungeduldig...



Antwort von Benutzername:

warte doch erst mal ab. ist kurz vor 24 uhr. viele schlafen schon. wird wohl erst morgen so richtig losgehen mit den antworten.

naja, studiere auf jeden fall das, was dich brennend interessiert. psychologie ist nicht schlecht. kannst ja dann immer noch psychologe werden, wenn es mit dem film nicht klappt, und einigen hier im forum helfen. gibt aber ein paar hier, denen man echt nicht mehr helfen kann.

wenn du einen platz für psychologie bekommst, mach das auf jeden fall. in der zeit kannst du schön ein paar kurzfilme drehen und erfahrungen sammeln. nach dem psychologie studium kannst du dann, wenn sie dich nehmen, regie studieren. nicht lange nachdenken und loslegen. der arbeitsmarkt ist hart umkämpft. von einer karriere als regisseur träumen viele. und jetzt geh schlafen.





Antwort von FrischerWind1:

warte doch erst mal ab. ist kurz vor 24 uhr. viele schlafen schon. wird wohl erst morgen so richtig losgehen mit den antworten.

naja, studiere auf jeden fall das, was dich brennend interessiert. psychologie ist nicht schlecht. kannst ja dann immer noch psychologe werden, wenn es mit dem film nicht klappt, und einigen hier im forum helfen. gibt aber ein paar hier, denen man echt nicht mehr helfen kann.

wenn du einen platz für psychologie bekommst, mach das auf jeden fall. in der zeit kannst du schön ein paar kurzfilme drehen und erfahrungen sammeln. nach dem psychologie studium kannst du dann, wenn sie dich nehmen, regie studieren. nicht lange nachdenken und loslegen. der arbeitsmarkt ist hart umkämpft. von einer karriere als regisseur träumen viele. und jetzt geh schlafen.

Danke für deine Antwort :) Ich bin gespannt was die anderen hier in diesem Forum sagen werden und darüber denken - über meinen derzeitigen Plan. Bitte nicht übel nehmen aber ich finde es immer gut mir mehrere Meinungen angehört zu haben. Aber nun: Gute Nacht erstmal :)



Antwort von Drushba:

Würde mich fürs Psychologiestudium entscheiden. Das ist nicht die Voraussetzung für Regie, aber gut um Charaktere zu entwickeln und bessere Drehbücher zu schreiben. Ich habe eine Filmhochschule besucht und kann mir das heute nicht mehr vorstellen. Wissen kannst Du Dir heutzutage auch über Setpraktika, Regiepraktika sowie freie Kursangebote in kürzerer Zeit beibringen und beibringen lassen. Dann beantrage Kurzfilmförderung und drehe einen Film. Wenn Du Preise gewinnst, kannst Du anfangen Produktionsfirmen für Deinen ersten Langfilm zu suchen. Und wenn das nicht klappt (wie bei den meisten Filmhochschulabgängern in Regie) hast Du wenigstens noch Psychologie als Beruf und kannst die gescheiterten Künstler therapieren ;-)



Antwort von Benutzername:

hier gibt es irgenwo einen thread mit einer ähnlichen frage. versuch den mal zu finden. ist noch nicht so lange her. sind eine menger guter antworten dabei. vielleicht hilft dir das, bis morgen die zeit zu überbrücken, wenn du dich da mal durchliest.

nachtrag: tu das, was Drushba sagt. das ist klug.

@ Drushba: hast du regie studiert?



Antwort von Drushba:



@ Drushba: hast du regie studiert?

Nee, ich wollte Arbeit ;-)
Drehbuch und später Aufbaustudium Produktion. Hab aber eine Reihe Regiescheine nebenbei gemacht, damit ich ab und zu drehen konnte. Geht heute mit "Bachelor" und "Master" nicht mehr so leicht, glaub ich.

Beim Drehbuchschreiben kommt man aber unweigerlich an die Grenzen, wenn man sich nicht in Psychologie einarbeitet.



Antwort von Goldwingfahrer:

nachtrag: tu das, was Drushba sagt. das ist klug.

nicht nur "klug" sondern ausgezeichnet.
Mein Respekt



Antwort von Jalue:

Auch von mir gibt's ein 'Daumen hoch!'

Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, vor einem künstlerischen Studium eine 'normale' Ausbildung zu absolvieren (irgend eine!), falls es mit dem Traumberuf doch nicht klappt. Ein Zahnarzt, der sich als Regisseur versucht und scheitert, bleibt immer noch Zahnarzt. Ein 'reinrassiger' Regisseur, der scheitert, darf bestenfalls noch auf Anlernjobs in der Erwachsenbildung o.ä. hoffen.

Regie ist eine Führungsposition und da ist eine akademische Vorbildung meist zielführender als eine Lehre . Daher würde ich an deiner Stelle den Ablehnungen keine Träne nachweinen und mich mit Freuden in das Studium stürzen. Wenn dich Psychologie interessiert, umso besser. Ich denke, für angehende Regisseure / Autoren ist das nicht die schechteste Wahl.



Antwort von Starshine Pictures:

Grundsätzlich finde ich deine Idee auch gut. Aber du solltest nicht zu viel vom Psychologie Studium erwarten. Ich sprech da aus Erfahrung, habe selber einige Semester Psychologie studiert. Du lernst wissenschaftlich zu denken und dir werden die grundsätzlichen Regeln der Psyche vermittelt. Allerdings sagen alle Absolventen nach ihrem Abschluss: "Mist, ich hab überhaupt nichts sinnvolles gelernt! Vertane Zeit!" Deshalb scheitern hinterher auch so viele Studis die das Fach gewählt haben um sich selbst besser zu verstehen und zu therapieren. Denn die Hälfte in den Hörsälen ist von Essgestörten, Zwanghaften und Borderlinern besetzt. Die "echte" Psychologieausbildung kommt dann erst wenn du deinen Therapeuten machst, und das kostet glaub richtig Asche. Aber du lernst im Studium zu abstrahieren und dir selber Gedanken über die möglichen Zusammenhänge der Psyche zu machen. Das könnte dir weiter helfen beim Filme machen. Und zudem ist es gut eine fundierte Berufsausbildung zu haben, auch wenn viele Abgänger hinterher erst mal jahrelang arbeitslos sind sich mit Kellnern durchschlagen. Psychologie ist eben auch für viele nur ein Liebhabereistudium. Da sind viele nur an der Sache selbst interessiert ohne konkretes Ziel.
Ob du während des Studiums Zeit haben wirst filmische Projekte umzusetzen ist da ein weiteres Problem. Damals (2002) als ich mit dem Studium an der Uni in Leipzig begonnen habe war es noch ein Diplomstudiengang. Da hatte ich genug Zeit um nebenbei noch Vollzeit (!) in meinem gelernten Job zu arbeiten. Seit dem auf Bachelor/Master umgestellt wurde sind die tollen Studentenzeiten vorbei. Das Programm wurde arg gerafft. Aber trotzdem, ran an den Speck und einschreiben!

Grüsse, Stephan von Starshine Pictures



Antwort von Axel:

Von einem zweifachen Studienabbrecher (Film, Germanistik) ein bisschen sauren Senf zum Thema.

Ich glaube, dass es heute mehr denn je wichtig ist, ein Studium (oder jede Art von Berufsausbildung) mit einem klaren, realistischen Berufsziel vor Augen zu beginnen. Bei Psychologie wäre das die Aussicht, Therapeut zu werden oder Wissenschaftler (in wessen Diensten? Wer spendet die Butter auf's Brot?).

Nur das eindeutige Ziel lässt dich planen, wie du deine Zukunft selbst bestimmen kannst. Ob du später als Quereinsteiger oder durch ein zweites Studium etwas völlig anderes machst? Das ergibt sich zur gegebenen Zeit.

Der eiserne Wille, etwas durchzuziehen, tendiert zum Feuchtwerden und Rosten. Diese Erkenntnis ziehe ich aus meinem eigenen karrieremäßigen Versagen. Ich beobachte das aber auch bei allen anderen. Wer etwas erreicht hat im Berufsleben, der hat seine tatsächlichen, vorhandenen Neigungen und Fähigkeiten konsequent verfolgt. Er hat nicht aufgrund eines ehrgeizigen Traumes und dann durch Fleiß und Selbstdisziplin (Begriffe, in denen eine Selbstverbiegung mitschwingt) den Erfolg erzwungen.

Das ist auch Psychologie. Realistische Selbsteinschätzung mit Blick auf das, was der Arbeitsmarkt fordert. Klingt selbstverständlich, ist es aber offensichtlich nicht.



Antwort von wolfgang:

Leider werden Regie-Beweber im Regelfall erst ab einem Alter von 21 Jahren an staatlichen Filmhochschulen in Deutschland genommen weshalb es kein Sinn macht sich dafür schon vorher zu bewerben.
Interessant. In Wien hast wieder das umgekehrte Problem - an der Filmakademie gibts nach meinem Wissen sogar ein (informelles?) Alterslimit, und es ist schwer dort überhaupt genommen zu werden. Viele dürften daher sogar fürs Studium fachnahe Vorbereitungskurse machen um ihre Chancen für die Aufnahme zu erhöhen.

Ob Psychologie etwas bringt? Na vermutlich bringt alles etwas, was dir hilft Charktere zu verstehen und zu inszinieren. Nur frage ich halt ob es nicht auch Alternativen gibt. Die Ausbildung nur zu Regie erscheint mir nämlich eh zu eng weil eigentlich ist das ja bereits eine Spezialisierung. Aber Film wird halt im Team gemacht (mal abgesehen von uns vielen Einzelkämpfern) - und da ist eigentlich mehr gefordert. Da muss man sich auch mit z.B. Kameratechnik, Licht, Ton, Drehbuch, Storytellung usw. beschäftigt, oder den Umgang mit Schauspielern, den ganzen organisatorischen Theman am Set.

Vor allem Storytelling könnte helfen - nur mal als Interesse, ist ein guter Kurs kostet aber nach Meinung vieler zu viel (und ist halt auch primär auch nur ein Aspekt):
http://nofilmschool.com/2015/05/introdu ... er-stories

Ich frage mich daher ob nicht sowas wie ein z.B. einjähriger Kurs über allgemeines Filmmachen mehr bringt. Idealerweise etwas wo am Ende auch schon ein kurzes Projekt gemacht wird - ein netter Kurzfilm, mit dem man zwar noch kein Geld macht aber schon erste Lohrbeeren und damit Referenzen und Bekanntheit für Förderungen einheimsen kann. Es ist eh das persönliche Portfolio das zählen dürfte - was hast schon gemacht, was hast für Erfahrungen und Referenzen usw.

Und schau dir mal an was du an Arbeiten bei der Aufnahme schon vorweisen mußt - das ist etwa an der Wiener Filmakademie gewaltig, und damit hast das Problem dass du da schon eher Unterstützung und Praxis brauchst - sonst kommst gar nicht rein. Ich weiß halt nicht wie das bei Schulen deiner Wahl ist - aber da würde ich mich halt unbedingt erkundigen.

In Wien gibts etwa das hier auch zur Vorbereitung, nur als Beispiel wie breit das sein kann. Und wird von jungen Menschen eben wirklich bewußt als Vorbereitung genutzt. Was es in deiner Nähe gibt mußt halt schauen:
http://www.die-filmschule.at/

http://www.die-filmschule.at/lehrplan_filmschule.pdf

Die ganz andere Frage ist ob man vorher einen "soliden" Beruf erlernen will/muss/soll/kann. Denn die Reichtümer brechen nur über sehr wenige aus - allgemein bei Film und wohl auch bei Regie. Das ist eine Frage die ohnedies nur jeder selbst beantworten kann - denn der Nachteil ist dass man dabei Zeit verliert, Zeit in der man für sein Ziel Film schon irgendwo tätig sein könnte.



Antwort von Axel:

Eine Grundsatzentscheidung ist m. E. besonders wichtig. Sie ist existenziell und ganzheitlich: will ich selbständig sein oder angestellt?

Bin ich ein professioneller Teamplayer? Kann ich mich selbst am besten einbringen, wenn ich mit Kräften dazu beitrage, einen Plan, den andere aufgestellt haben, nachzuvollziehen und nur das zu erbringen, was zur Umsetzung nötig ist? Glücklich dabei sein, ein gut geöltes Rädchen im Getriebe zu werden?

Bin ich ein Unternehmertyp? Weiß ich es selbst besser als andere und habe ich auch die Kraft, sie auf meine Linie zu trimmen (fühle ich mich gut dabei, andere zu manipulieren?)? Mache ich stets auf kurzem Wege, was ich mir vorgenommen habe und übernehme dafür auch ganz selbstverständlich die Verantwortung?

Ein Regisseur, ist er ein guter "Spielleiter" im Dienste der Produktionsfirma? Oder ist er ein "Filmemacher", ein Autor? Im letzteren Falle wäre das Arbeiten für andere das ultimative Rezept zum Unglücklichsein. Genau wie umgekehrt.

Das Mindestalter hat diesen Sinn. Man muss zuerst wissen, wie man selbst tickt.



Antwort von wolfgang:

Das Mindestalter hat diesen Sinn. Man muss zuerst wissen, wie man selbst tickt.

Schön und gut, aber junge Menschen verlieren dadurch eher nur Zeit. Zeit die später im Lebensweg fehlt. Aber wenn das die Spielregeln sind, ist es halt so. NUR: wo findest diese Punkte besser raus als beim Test in einem Umfeld welches sich schon mit dem Thema Filmen befaßt?

Ich kann nur sagen dass ich die oben beschriebene Situation mit in Wien selbst angesehen habe. Mag sein dass sie in Deutschland anders ist, auch wenn ich zuwenig weiß warum das so ist. Aber mich verleitet das wirklich zur Idee mit der Zeit halt was sinnvolles versuchen zu machen - im Hinblick auf den späteren Berufswunsch. Denn statt Psychologie kann man ja auch eine Selbstfindungstripp nach Indien machen und zum Oberguru gehen... ;) ... wenns nur um Selbstfindung gehen sollte.



Antwort von Benutzername:

off topic:

Drehbuch und später Aufbaustudium Produktion.

verdienst du denn jetzt dein geld mit drehbuchschreiben?

Beim Drehbuchschreiben kommt man aber unweigerlich an die Grenzen, wenn man sich nicht in Psychologie einarbeitet.

ach, es wird viel zu viel wert auf die psychologie gelegt beim drehbuchschreiben. da passiert nicht viel in den filmen und die leute quatschen dann nur.

klar, psychologie ist wichtig beim entwickeln der story, aber man muss es auch nicht übertreiben. ist wie mit der recherche. autor recherchiert 6 monate lang und benutzt nur 5 % vom recherchematerial.

es wird auch gerne vergessen, dass es hier um die unterhaltungsindustrie geht und nicht darum, mit seinen filmen intelligent zu wirken, also langweilig. vergessen leider viele, besonders die deutschen autoren. ;) das war jetzt kein seitenhieb.

kann man was von dir lesen? ein drehbuch, was du hier mal posten kannst.

so, wieder zurück zum thema.

wenn pschologiestudium so ein lieberhaberstudium ist, würde ich mir dass dann auch überlegen, dass zu studieren. ich empfehle immer ein handfestes studium im ingenieurbereich. danach ist man selten arbeitslos.

@ Starshine Pictures: passus ist wohl ein fremdwort für dich. ;)



Antwort von soan:

Niemand der mir weiterhelfen möchte?

Würde mich freuen und mit Sicherheit auch weiterhelfen. Vielleicht bin ich aber auch nur zu ungeduldig...

Ja nee is klar....kurz vor zwölf nen Post erstellen und nach 19 Minuten ungeduldig rummäkeln...da wirds tatsächlich Zeit für ein Psychologie-Studium :-))

*duckundweg*



Antwort von Jens1967:

Wie denkt ihr darüber?

Um es mal mit den Worten meines Opas zu sagen: Junge schlag dir das aus dem Kopf und mach was Gescheites. Ist doch beides brotlose Kunst...



Antwort von Drushba:


ach, es wird viel zu viel wert auf die psychologie gelegt beim drehbuchschreiben. da passiert nicht viel in den filmen und die leute quatschen dann nur.

klar, psychologie ist wichtig beim entwickeln der story, aber man muss es auch nicht übertreiben. ist wie mit der recherche. autor recherchiert 6 monate lang und benutzt nur 5 % vom recherchematerial.

es wird auch gerne vergessen, dass es hier um die unterhaltungsindustrie geht und nicht darum, mit seinen filmen intelligent zu wirken, also langweilig. vergessen leider viele, besonders die deutschen autoren. ;) das war jetzt kein seitenhieb.

??? Skyfall war z.B. der psychologischste aller Bonds. Und auch der erfolgreichste. Stichwort: Entwickelte Backstory, ausdifferenziertes Want und Need der Hauptfigur. Psychologie in der Dramaturgie ist nicht immer das, was sich Lieschen Müller gemeinhin darunter vorstellt ;-)



Antwort von FrischerWind1:

Erstmal vielen Dank für alle euere Antworten. Besonders die ersten Nachrichten fand ich klasse! Danke euch :) Werde mir noch mal etwas Zeit nehmen alles genauer durchzulesen

Wie denkt ihr darüber?

Um es mal mit den Worten meines Opas zu sagen: Junge schlag dir das aus dem Kopf und mach was Gescheites. Ist doch beides brotlose Kunst...

Ich habe vollkommen Verständnis für deine Kritik und stimme dir vollkommen zu. Allerdings mache ich lieber etwas was mir wirklich Spaß macht - wo ich mit Leidenschaft dabei bin, wo ich mich freue am Montag aufzustehen anstatt irgend einen Job oder Beruf denn ich nicht leiden kann und innerlich schon mit 30 Tod bin bevor ich überhaupt gelebt habe



Antwort von Benutzername:

??? Skyfall war z.B. der psychologischste aller Bonds. Und auch der erfolgreichste. Stichwort: Entwickelte Backstory, ausdifferenziertes Want und Need der Hauptfigur. Psychologie in der Dramaturgie ist nicht immer das, was sich Lieschen Müller gemeinhin darunter vorstellt ;-)

was war der need, der want und die backstory in dem film? und wie hat es die story vorrangetrieben oder beeinflusst? und welche szenen haben den charakter bonds beeinflusst, ihn dazu getrieben, seinen need zu tun, um so wiederum die story vorranzutreiben?



Antwort von Schleichmichel:

Kubrick behält recht:

"The best education in film is to make one"... hier der ganze Text, aus dem das Zitat stammt. Ganz unten. Das war 1969.



Antwort von srone:

Kubrick behält recht:

"The best education in film is to make one"... hier der ganze Text, aus dem das Zitat stammt. Ganz unten. Das war 1969.

1+

aber die frage bleibt, wie vermittele ich erfahrung?

lg

srone



Antwort von Frank B.:

Ach ist das interessant, wie sich andere fetzten. Ich mache da immer meine psychologischen Studien. :)

Psychologische Kenntnisse sind nie verkehrt. Sei es in der Regie oder auch in der Führung eines Unternehmens oder auch als Lehrer einer Hauptschule. Alle, die mit Menschen zu tun haben, sollten sich etwas mit Psychologie auskennen oder sie sollten einfach nur freundlich sein. Das hilft und macht viele psychologische Erkenntnisse überflüssig.
Trotzdem, sie können nie schaden.



Antwort von Drushba:


was war der need, der want und die backstory in dem film? und wie hat es die story vorrangetrieben oder beeinflusst? und welche szenen haben den charakter bonds beeinflusst, ihn dazu getrieben, seinen need zu tun, um so wiederum die story vorranzutreiben?

Interessant zu lesen:
http://www.harrivirtanen.fi/?p=381&lang=en
und hier:
http://www.mindswork.co.uk/wpblog/in-sk ... or-mother/



Antwort von domain:

Das Psychologie-Studium ist hinsichtlich der Berufs- und Verdienstaussichten vergleichbar mit Soziologie, reiner Pädagogik oder Politikwissenschaften.
Allerdings wird jedes Studium interessant, wenn man tiefer in die Materie eindringt, so z.B. auch ins römische Recht beim Jus-Studium. Ob man später damit leicht einen Job findet steht auf einem anderen Blatt.
Bei Psychologie wird erst die anschließende Ausbildung zum Psychiater wirklich ertragreich, also quasi eine Facharztausbildung. Ein Freund von mir (mit zwei süßen Kleinkindern) kann sich der vielen Arbeit kaum erwehren, ist Psychiater in einer Klinik für Suchtkranke, daneben Gutachter bei Gericht und hat eine eigene Praxis eröffnet. Zahlt monatlich so viel Steuern wie ein mittlerer Angestellter monatlich netto verdient und kauft als Geldanlage eine Wohnung nach der anderen.
Glaube kaum, dass man während oder nach einem derartigen Werdegang die Filmerei anders als ein Hobby betreiben kann.
Und nach Abschluss des Studiums begibt man sich doch nicht freiwillig in ein Haifischbecken, dann wäre man nämlich wirklich ein Fall für den Psychiater.



Antwort von Benutzername:

Drushba, danke für die links. aber ich hatte gehofft, dass du mir die antwort geben kannst, da du ha so schön mit den fachbegriffen umdich gehauen hast. ;)

Und nach Abschluss des Studiums begibt man sich doch nicht freiwillig in ein Haifischbecken, dann wäre man nämlich wirklich ein Fall für den Psychiater.

dann kann dein freund sich doch gleich selbst therapieren. ;)




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