Frage von jens009:"Niemals in die Kamera schauen"
Von dieser Regel hört man ja immer wieder.
Wir haben aber jetzt einen kleinen Film gedreht, wo ein Protagonist (in der Art eines Moderators) die Zuschauer direkt anspricht und die Zuschauer auf eine kleine filmische Rundreise einläd.
Er hat dabei nicht in die Kamera, sondern ganz leicht daneben geschaut. Ähnlich wie das die TV Profis beim O-Ton machen, wenn sie den Redakteur anschauen.
Irgendwie sieht das jetzt aber blöd aus. Es sieht nicht mehr so an als würde er die Zuschauer direkt ansprechen. Sollte er dann doch direkt in die Kamera gucken?
Antwort von Bernd E.:
Wenn euer Protagonist die Zuschauer direkt ansprechen soll, dann muss er auf jeden Fall in die Kamera schauen - sie steht ja stellvertretend für die Zuschauer. Das ist im Prinzip nichts anderes als zum Beispiel ein Nachrichtensprecher oder ein Live-Reporter im Fernsehen: Würden die bei ihren Monologen immer knapp neben die Kamera ins Leere blicken, sähe das recht seltsam aus.
Bei einem Interview oder einer Straßenumfrage dagegen, bei denen der Zuschauer eher einem Dialog von Frage und Antwort folgt, ist der Blick an der Kamera vorbei besser.
Antwort von domain:
Na klar soll er das. Alles oder nichts.
Das nicht in die Kamera-Schauen gilt nur für Aufnahmen, wo der Eindruck erweckt werden soll, dass die Kamera ein heimlicher Beobachter von natürlich Agierenden sein will.
Antwort von Debonnaire:
Hier stand mal was Spannendes, zu diesem Thread:
viewtopic.php?p=430072#
Ist nun im Off-Topic gelandet...