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Impfung für Medienschaffende?



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Frage von Pianist:


Schönen guten Tag!

Irgendwie komme ich zu dem Ergebnis, dass wir Filmemacher, vor allem wenn wir im Politikbereich aktiv sind, jeden Tag viel zu viele Kontakte haben. Vor allem mit Leuten, die ihrerseits ebenfalls viel zu viele Kontakte haben. Zwar gibt es überall Schutzkonzepte mit Abstand, Masken, Testungen und so weiter. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sind dann doch immer sehr viel mehr Leute bei einem Termin anwesend, die sich dann auch viel zu nahe kommen. Zum Beispiel die Fotografen und Kameraleute, die ja alle meist ihre Bilder aus einer guten Position machen wollen.

Privat schränke ich mich total ein und gehe eigentlich nur zum Einkaufen raus, aber ich habe praktisch jeden Tag zu viele Drehtermine vor Ort. Allmählich wird mir das echt zu heiß. Aber nun kann man ja auch nicht alles ablehnen, dann hat man zum Ende der Pandemie vermutlich keine Auftraggeber mehr.

Nun versuche ich seit Tagen, irgendwo eine Impfung zu bekommen. Ich würde auch Astra Zeneca nehmen. Das wurde hier in Berlin schon für die Arztpraxen freigegeben. Aber wenn man alle möglichen Praxen anmailt, bekommt man natürlich keine Antwort, weil die vermutlich total überrannt werden.

Ich fand es ja total richtig, dass man zuerst die ältesten Leute impft, und ich finde es auch gut, dass jetzt schon die Polizisten, Feuerwehrleute und das medizinische Personal geimpft sind. Aber kann es sein, dass man uns Medienschaffende bei der Priorisierung irgendwie vergessen hat? Von uns wird erwartet, dass wir jeden Tag an vorderster Front aktiv sind, ob nun auf der Corona-Intensivstation, bei Terminen in Testzentren, Impfzentren und so weiter - aber wo bleibt unsere Impfung?

Wie sind da Eure Erfahrungen?

Matthias



Antwort von srone:

befrag doch mal einen deiner auftraggeber, ob du systemrelevant bist, dann hast du blitzschnell deine prio...;-)

lg

srone



Antwort von Axel:

Matthias, frag mal deinen Hausarzt.








Antwort von srone:

Axel hat geschrieben:
Matthias, frag mal deinen Hausarzt.
ohne adäquate vorerkrankung wird das nichts....;-)

lg

srone



Antwort von Axel:

Wieso? Hast du gefragt?
Der Deutsche wartet immer, bis er achzig ist.



Antwort von Pianist:

Und wie läuft das in der praktischen Durchführung? Bei wem müsste man sich dann melden? Meine Mail an die Pressestelle der Berliner Gesundheitssenatorin blieb bisher ebenfalls unbeantwortet. Die KV hat nur pauschal geantwortet, dass es eine Liste mit den Impfpraxen gibt, aber die sind eben total überrannt und werden wohl nur ihre eigenen Patienten impfen wollen.

Im Prinzip müsste es doch jetzt vor allem nach der Zahl der unvermeidbaren Kontakte gehen. Inzwischen schreien ja schon die Lehrerinnen und Lehrer nach Impfungen, obwohl die jeden Tag mit den gleichen Kindern zu tun haben, die alle ständig getestet werden. Mit dieser Zahl von Leuten hat die Kassiererin im Supermarkt alle 20 Minuten zu tun...

Ich bin chronisch gesund und habe daher keinen "Hausarzt", der mich öfter als alle paar Jahre mal sieht. Bei zweien von denen habe ich zumindest eine Patientenakte, einer von denen impft sogar, und hat eine achtseitige Warteliste für die paar Dosen, die er pro Woche bekommt...

Matthias



Antwort von srone:

Axel hat geschrieben:
Wieso? Hast du gefragt?
Der Deutsche wartet immer, bis er achzig ist.
woher willst du das wissen?

lg

srone



Antwort von Sammy D:

Die Hausärzte inkl. mein Hausarzt in der Gegend um München sind praktisch bis August ausgebucht.

Meine Bekannten sind nach Belgrad gefahren. Auch als Nicht-Staatsbürger kann sich dort jeder mit dem Wunschstoff impfen lassen. Ist jetzt nicht der nächste Weg, aber eine Möglichkeit. Impftourismus. :) Nein, die haben Verwandte dort.



Antwort von Axel:

Leute unter 50, ohne Vorerkrankungen oder Risikoberufen. Hör ich immer öfter von. Ich selbst bin nach Weihnachten geimpft worden, hätte aber in der Zwischenzeit schon zweimal Gelegenheit gehabt. Ich schätze, wenn man auf den Staat wartet, geht es einem wie einer Figur von Kafka. Sie wollen auch noch geimpft werden? Tja, tut mir Leid, das war der Rest, hätten Sie mal eher gefragt…



Antwort von srone:

Axel hat geschrieben:
Leute unter 50, ohne Vorerkrankungen oder Risikoberufen. Hör ich immer öfter von. Ich selbst bin nach Weihnachten geimpft worden, hätte aber in der Zwischenzeit schon zweimal Gelegenheit gehabt. Ich schätze, wenn man auf den Staat wartet, geht es einem wie einer Figur von Kafka. Sie wollen auch noch geimpft werden? Tja, tut mir Leid, das war der Rest, hätten Sie mal eher gefragt…
wow, wie priveligiert...;-)

und so gleich so zynisch...

lg

srone



Antwort von Axel:

Privilegiert?
Ja, stimmt, es hat einen Vorteil, in einem Pflegeberuf zu arbeiten.

Aber ich meine es ganz sachlich. Jeder hat doch irgendwelche Beziehungen, trifft Leute, die selbst impfen oder wiederum gute Beziehungen zu Leuten haben, die es tun. Impftourismus? Notfalls auch das. Ich habe selbst oft gesehen, dass es anders geht. Wo ein Wille ist …



Antwort von srone:

ist halt so wie immer....;-))

lg

srone








Antwort von Pianist:

Ich halte es jedenfalls durchaus nicht für vermessen, wenn ich sage: Wir sind diejenigen, die immer überall "reinplatzen", also von außen dazukommen. Wir versuchen bestmöglich, selbst nichts einzuschleppen. Aber schaffen wir es auch, nichts rauszuschleppen? Bei dem derzeitigen diffusen Infektionsgeschehen ist es eine rein statistische Frage, wann es passiert. Und nach wie vor gibt es ja nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, wo diese vielen Infektionen überhaupt passieren...

Matthias



Antwort von Bluboy:

Journalisten können ihren Presseausweis als Nachweis einsetzen.

- Personen in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur. Dazu zählen beispielsweise die Trinkwasserversorgung, die Stromversorgung oder auch die Gesundheitsversorgung und die Presse. Als Nachweis für die Priorisierung ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers notwendig. Journalisten können ihren Presseausweis als Nachweis einsetzen. Die Innenverwaltung behält sich jedoch eine Überprüfung der Berechtigung in dieser Gruppe noch vor



Antwort von carstenkurz:

Ich kann dein Problem natürlich nachvollziehen, aber es ist nunmal so, Du bist einfach noch nicht dran. In einigen Ländern haben die Hausärzte da freiere Hand, speziell dort, wo viel AstraZeneca nicht angenommen wird. Ohne festen Hausarzt ist es halt schwierig, so jemand ruft einen auch mal wegen einer Restdosis an.
Ich habe einige Bekannte, die sind halb so alt wie ich und geimpft, aber in der Regel eben doch folgend den erweiterten Priorisierungen - einer hat einen Vater, der Risikoperson ist, der wurde von dem als Pflegebezugsperson benannt. Der andere ist mit einer Schwangeren verheiratet (die Schwangere selbst wird aber eben nicht geimpft). Bei einigen Ärzten reicht es, die Absicht zu erklären, schwanger werden zu wollen (die Impfung sollte dann ausreichend davor stattfinden). Und so weiter...
Ja, ist grade ein bißchen blöd, aber man merkt ja, dass die harten Priorisierungen sich jetzt so langsam in Luft auflösen. Warte noch 2-3 Wochen, bis es reichlich Biontech gibt, dann wirst Du auch ne Chance kriegen.



Antwort von Pianist:

Na gut... Ich versuche ja immer, so vorsichtig wie möglich zu sein, aber auf jedem Termin steht plötzlich ein Fotograf 50 cm neben mir. Presseausweis hatte ich noch nie, bin ja eher das Gegenteil von Presse, da in der Regel für die staatliche Seite im Einsatz...



Antwort von Frank Glencairn:

Hier in Bayern ist die Priorisierung praktisch aus dem Fenster - jeder der will, darf - vorausgesetzt er bekommt einen Termin - aber demnächst sollen das hier ja auch Apotheken und Supermärkte (wie in anderern Ländern schon längst) quasi to-go machen. Ich denke auch in ein paar Wochen wird das kein Problem mehr sein.



Antwort von carstenkurz:

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg:

https://www.t-online.de/region/koeln/ne ... stuer.html



Antwort von iasi:

In Ungarn haben sie mittlerweile mehr Impfstoffe als Leute, die sich um einen Impftermin bemühen.

In D geht"s eben mal wieder langsamer voran. Und in 4 Wochen werden die Impfreihenfolgekontrollierer froh sein, wenn sie überhaupt noch Leute finden, denen sie ihre Spritzen in die Arme rammen können.

Ende Mai ist dann die Welle eh am Abklingen - wie z.B. auch bei Grippewellen oder der ersten Corona-Welle letztes Jahr.

Die Biontech-Brühe bietet zudem eh erst am 11.Tag nach der Impfung einen Schutz - also werden sich die Impffortschritte auch erst in den nächsten Wochen bemerkbar machen.

Ergo: Warten.



Antwort von TheBubble:

Pianist hat geschrieben:
Im Prinzip müsste es doch jetzt vor allem nach der Zahl der unvermeidbaren Kontakte gehen.
Klar, aber welcher Deiner beruflichen Kontakte ist unvermeidbar? Auch wenn es hart klingt: Ich vermute alle Kontakte sind vermeidbar, denn Du könntest im Prinzip auch einfach zu Hause bleiben.

Sei froh, dass Du Deinem Beruf nachgehen kannst und nicht wie tausende Beschäftigte zwangsweise geschlossener Betriebe zu Hause sitzen musst und wartest, wann und ob es weitergehen wird.

Wenn es irgendwann lauter Ausnahmen gibt, dann hätte die Priorisierung nie Sinn gehabt. Wenn jetzt immer mehr Personen durch geschickte Lobbyarbeit vorgezogen werden, dann habe auch ich keine Lust mehr, noch einen einzigen Tag länger zu warten. Ich konnte seit Monaten unter anderem nicht mehr zum Fitness gehen, habe gefühlt viel zu wenig "echte" Kontakte. Mir reicht es auch.



Antwort von rdcl:

Selbst wenn es nach Kontakten gehen würde, was an sich schon nicht logisch ist, wären vor den Medienschaffenden erstmal noch sehr sehr viele andere Berufsgruppen dran. Zum Beispiel sämtliche KassiererInnen, BusfahrerInnen, LieferantInnen und so weiter.

Sich da jetzt selbst möglichst schnell eine Impfung verschaffen zu wollen ohne zur priorisierten Gruppe zu gehören finde ich einfach unsolidarisch, um es freundlich auszudrücken.








Antwort von Jalue:

My two cents: Wer sich als "Filmemacher" im "Politikbereich" (Zitate TO) so sehr ängstigt, hat angesichts der mittlerweile belegbaren Infektions- und Mortalitätsrisiken vielleicht doch den falschen Beruf gewählt, zumindest ein Wechsel ins Gesellschaftsressort wäre angebracht. Da kann man dann total safe und vom Home Office aus Leute zum Thema Binnen-I interviewen.



Antwort von Axel:

rdcl hat geschrieben:
Sich da jetzt selbst möglichst schnell eine Impfung verschaffen zu wollen ohne zur priorisierten Gruppe zu gehören finde ich einfach unsolidarisch, um es freundlich auszudrücken.
Wir sollten froh sein, dass so viele sich dann doch impfen lassen wollen. Weil es hier nicht nur um unvermeidliche Lieferengpässe geht, sondern um Geld, ist es mE effektiver durch Nachfragedruck ein höheres Angebot zu erzwingen. Die Regierung ist halt (um es freundlich auszudrücken) nicht so kompetent wie der Markt. Und das hat schon vielen das Leben gekostet und wird es noch kosten. Der Amtsschimmel wiehert doch so laut, dass wir uns schon die Ohren zuhalten müssen. Wir leben in einem Land, in dem überhaupt nur noch durch Eigeninitiative etwas passiert. Du bezweifelst das? Na gut, das ist eine andere Diskussion.
EDIT: ich befürworte nicht, Ärzte zu bestechen, damit ein Karton Biontech vom Laster fällt, der eigentlich für Lungenkranke gemeint war. Ich schrieb: frag deinen Hausarzt. Klopfet an, und euch wird aufgetan.



Antwort von Bluboy:

Vorteile für Geimpfte, die Ü60 dürfen shopen gehen, während die schuftende Gesellschaft zuhause bleien muß.
ist das die neie Gerechtigkeit ?



Antwort von rdcl:

Axel hat geschrieben:
rdcl hat geschrieben:
Sich da jetzt selbst möglichst schnell eine Impfung verschaffen zu wollen ohne zur priorisierten Gruppe zu gehören finde ich einfach unsolidarisch, um es freundlich auszudrücken.
Wir sollten froh sein, dass so viele sich dann doch impfen lassen wollen. Weil es hier nicht nur um unvermeidliche Lieferengpässe geht, sondern um Geld, ist es mE effektiver durch Nachfragedruck ein höheres Angebot zu erzwingen. Die Regierung ist halt (um es freundlich auszudrücken) nicht so kompetent wie der Markt. Und das hat schon vielen das Leben gekostet und wird es noch kosten. Der Amtsschimmel wiehert doch so laut, dass wir uns schon die Ohren zuhalten müssen. Wir leben in einem Land, in dem überhaupt nur noch durch Eigeninitiative etwas passiert. Du bezweifelst das? Na gut, das ist eine andere Diskussion.
EDIT: ich befürworte nicht, Ärzte zu bestechen, damit ein Karton Biontech vom Laster fällt, der eigentlich für Lungenkranke gemeint war. Ich schrieb: frag deinen Hausarzt. Klopfet an, und euch wird aufgetan.
Ändert alles nichts daran, dass das "vordrängeln" jemandem den Impfstoff nimmt, der ihn laut Prioliste dringender braucht.



Antwort von Darth Schneider:

Hört doch auf Angst zu haben. Verschiebt die Sitzungen nach draussen, oder lasst die Fenster offen, haltet Abstand, und gut ist’s.
Schaut mich an ? Wir öffnen nächsten Samstag unser Freibad, und lassen bis Täglich 1200 Gäste herein, hat der Gemeinderat entschieden.
Bin auch noch nicht geimpft...
Gruss Boris



Antwort von Jott:

Da viele auf der Prioliste keinen Bock auf ihre Impfung haben oder einfach zum Termin nicht aufkreuzen, werden ordentlich Dosen weggeschmissen. Es sollte doch möglich sein, stattdessen mit Überschuss-Dosen etwas Sinnvolles anzufangen.



Antwort von Darth Schneider:

Das geht nicht, ich denke wenn die Impfung mal für einen Patienten vorbereitet ist, der dann einfach nicht aufkreuzt, haben die Mediziner gar keine andere Wahl als den Impfstoff in den Sondermüll zu schmeissen.
Gruss Boris



Antwort von Jott:

Man könnte sagen: täglich ab 19:00 Resteimpfen ohne Termin für alle. Zum Beispiel. Mit unvorstellbarem Hightech könnte man sogar anzeigen (vor Ort oder via einer App), wie viele Spontanimpfungen dann jeweils verfügbar sind.



Antwort von Darth Schneider:

Grundsätzlich ginge das sicher, aber womöglich fehlt für solche spontane Aktionen, wo man ja nicht weiss wie viele Leute auftauchen würden, ganz einfach das dafür nötige Personal...um die halbe Nacht auch noch zu impfen.
Gruss Boris








Antwort von Pianist:

rdcl hat geschrieben:
Ändert alles nichts daran, dass das "vordrängeln" jemandem den Impfstoff nimmt, der ihn laut Prioliste dringender braucht.
Die Diskussion muss aber schon erlaubt sein, wer nun etwas "dringender" braucht: Jemand, dessen unvermeidbare Kontakte sich auf den Einkauf einmal pro Woche beschränken, oder jemand, der täglich an den unmöglichsten Orten im Einsatz ist, die zudem auch noch alle etwas mit Corona zu tun haben?
rdcl hat geschrieben:
Selbst wenn es nach Kontakten gehen würde, was an sich schon nicht logisch ist, wären vor den Medienschaffenden erstmal noch sehr sehr viele andere Berufsgruppen dran. Zum Beispiel sämtliche KassiererInnen, BusfahrerInnen, LieferantInnen und so weiter.
Bei Kassiererinnen gehe ich noch mit, auch wenn die zumindest eine Scheibe dazwischen haben. Bei den Busfahrern ist seit einem Jahr der vordere Bereich mit Folie abgeklebt, zumindest in Berlin. Lieferanten stellen ihren Karton ab, gehen drei Schritte zurück und der Empfänger nimmt den Karton. Aber diejenigen, die derzeit die Berichterstattung und Öffentlichkeitsarbeit sichern, haben keine Scheibe, keine Folie und kaum Möglichkeiten, irgendwelche Abstände einzuhalten.
TheBubble hat geschrieben:
Klar, aber welcher Deiner beruflichen Kontakte ist unvermeidbar? Auch wenn es hart klingt: Ich vermute alle Kontakte sind vermeidbar, denn Du könntest im Prinzip auch einfach zu Hause bleiben.
Und wenn das jeder macht? Wer sorgt dann für Berichterstattung und Information? Ich vermute, dass wir diejenigen wären, die selbst dann noch unterwegs sind, wenn es einen harten Mega-Lockdown gäbe, wo außer Krankenhäusern, Polizei und Feuerwehr alles dichtmacht.
iasi hat geschrieben:
Und in 4 Wochen werden die Impfreihenfolgekontrollierer froh sein, wenn sie überhaupt noch Leute finden, denen sie ihre Spritzen in die Arme rammen können.



Die Biontech-Brühe bietet zudem eh erst am 11.Tag nach der Impfung einen Schutz - also werden sich die Impffortschritte auch erst in den nächsten Wochen bemerkbar machen.
Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass mir Deine Wortwahl nicht besonders gut gefällt. Es werden keine "Spritzen in den Arm gerammt", sondern es wird geimpft. Und es handelt sich auch nicht um "Brühe", sondern um einen zugelassenen Impfstoff, der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vor schweren und tödlichen Verläufen schützt.

Matthias



Antwort von carstenkurz:

Die Diskussion muss aber schon erlaubt sein, wer nun etwas "dringender" braucht:

Die Diskussion, 'wer etwas dringender braucht', gab es von vorne herein, orientierte sich bisher aber nicht an der Anzahl der Kontakte, sondern am Risiko für schwere Verläufe und dem Vermögen/Unvermögen sich selbst schützen zu können. Diese Bewertung kippt jetzt langsam. Wenn ich mit ner gut sitzenden FFP2 Maske in den Supermarkt gehen kann, kann ich damit auch an einer Pressekonferenz teilnehmen. Das Pflegepersonal in Heimen und Krankenhäusern hatte auch nichts anderes, und die tun das im sicheren Bewusstsein, den ganzen Tag über mit infektiösen Menschen eng zusammen zu sein.

Ausserdem hast Du nicht nur Leute vor dir, sondern auch hinter dir: https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... tich-.html



Antwort von TheBubble:

Pianist hat geschrieben:
TheBubble hat geschrieben:
Klar, aber welcher Deiner beruflichen Kontakte ist unvermeidbar? Auch wenn es hart klingt: Ich vermute alle Kontakte sind vermeidbar, denn Du könntest im Prinzip auch einfach zu Hause bleiben.
Und wenn das jeder macht? Wer sorgt dann für Berichterstattung und Information? Ich vermute, dass wir diejenigen wären, die selbst dann noch unterwegs sind, wenn es einen harten Mega-Lockdown gäbe, wo außer Krankenhäusern, Polizei und Feuerwehr alles dichtmacht.
Matthias
Ich glaube, ich muss einiges deutlicher ausdrücken.

Dein Problem ist: Du hältst Deine Tätigkeit für unverzichtbar. Ist sie aber nicht. Es ist bestenfalls ein Luxusgut. Nahrung, Wasser, Strom, Heizung, Gesundheitsleistungen, Rettungsdienste: Das sind Beispiele überlebensnotwendiger Dinge. Filme sind es nicht einmal ansatzweise. Jede Menge Dinge sind wichtiger und trotzdem sind sie momentan nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Manche Menschen halten ihre Tätigkeit für sehr wichtig und handeln entsprechend. Das fängt mit Parken in zweiter Reihe an und endet in dieser Krise eben damit, sich unter große Menschengruppen zu mischen. Für Beruf und Geld darf man das und muss es eben.

Nein, muss man nicht.

Und hiermit kommen wir zum eigentlichen Problem: Es ist schwer vermittelbar, dass Millionen Menschen Ihre Kontakte in ALLEN Bereichen so weit wie irgend möglich reduzieren müssen und Entfaltungsmöglichkeiten mittels immer neue Verordnungen bis in den Bereich des komplett Sinnlosen hinein einschränkt werden, solange es kontaktfreudige Personengruppen gibt, die für immer weitere Ansteckungen sorgen. Natürlich streng unter Einhaltung geltender Vorschriften.

Selbige werden aber nur aus Solidarität gegenüber besonders gefährdeten Gruppen akzeptiert, solange sich ALLE an sie halten. Ansonsten wird die Stimmung rasch kippen: Wenn Du etwas darfst, dann will ich das auch, egal ob ich es brauch.

Denk mal bitte darüber nach: Du mischt Dich ohne Zwang unter hunderte vermutlich äußerst kontaktfreudige und viel herum kommende Personen, von denen sich bereits einige angesteckt haben.

Währenddessen muss die Mehrheit weiter Opfer bringen: Sogar ein gelegentlicher Besuch von Geschäften, Museen oder Sportanlagen ist untersagt oder zumindest an Kontaktlisten und bürokratische Tests gebunden, wobei vermutlich nicht einmal der Datenschutz als völlig gesichert angesehen werden kann.

Das Du aufgrund dieses riskanten Verhaltens eine bevorzugte Impfung forderst, natürlich um die Pandemie zu bekämpfen und die Allgemeinheit zu schützen, ist nicht angemessen, sondern einfach nur enttäuschend.

PS: Bevor der Einwand kommt, die Öffentlichkeit muss über die Politik informiert bleiben: In dieser Krise können das auch ein paar wenige, sich äußerst distanziert aufhaltende und freiwillig kaum Kontakte pflegende Reporter mit Notizbuch und Smartphone. Mit letzterem könnten sie sogar bedeutsame Ereignisse filmen.



Antwort von TheBubble:

carstenkurz hat geschrieben:
Das Pflegepersonal in Heimen und Krankenhäusern hatte auch nichts anderes, und die tun das im sicheren Bewusstsein, den ganzen Tag über mit infektiösen Menschen eng zusammen zu sein.
Das Pflegepersonal tat und tut dies mangels anderer praktikabler und verfügbarer Optionen. Viele Pfleger haben sich angesteckt.



Antwort von Pianist:

TheBubble hat geschrieben:
Das Du aufgrund dieses riskanten Verhaltens eine bevorzugte Impfung forderst, natürlich um die Pandemie zu bekämpfen und die Allgemeinheit zu schützen, ist nicht angemessen, sondern einfach nur enttäuschend.
Ich fordere das vor allem, um mich selbst zu schützen. Die anderen schütze ich schon genug. Und die eigene Berufsausübung, die dazu dient, eine große Zahl von Menschen seriös zu informieren, als "riskantes Verhalten" zu bezeichnen, ist schon äußerst frech.

Matthias



Antwort von Jörg:

schau Matthias, was bubble sagen will, ist doch dies:
Deine Berufsausübung ist doch nicht systemrelevant, in vermutlich keinerlei Hinsicht.
Sie mag wertvoll sein, in allen Zeiten.
Aber daraus einen Anspruch auf Sonderbehandlung herzuleiten ...?

Natürlich hat jeder etwas auszusetzen an der herrschenden Situation, dafür sind doch alle viel
zu stark betroffen, und eingeschränkt.
Und natürlich scharren alle mit den Hufen.
Die mal vorherrschende Solidarität ist schon größtenteils flöten, fast jeder giert nur noch nach
Vorzugsbehandlung.
Ich denke, es gibt Berufsgruppen die vorrangiger sind, als Journalisten oder Profifußballer...

Dass du Angst hast, ist verständlich, wenn diese zu groß wird, musst du passen.
Dann gehts dir so, wie vielen anderen Berufsgruppen.



Antwort von Pianist:

Jörg hat geschrieben:
Deine Berufsausübung ist doch nicht systemrelevant, in vermutlich keinerlei Hinsicht.
Doch, selbstverständlich ist sie das. Die Menschen müssen informiert werden, zum Beispiel über ihre Rechte in Sachen Arbeitsschutz oder im Bereich der sozialen Absicherung, es müssen auch trotz Pandemie viele wichtige gesellschaftliche Themen vorangebracht werden, daher finden ja auch in diesen Zeiten Fachkongresse statt, wenn auch online oder hybrid, und die müssen ja irgendwie produziert werden, und mit thematischen Filmen angereichert werden. Das ist doch alles kein Luxus, den man eben mal für ein bis zwei Jahre weglassen kann. Gerade jetzt, wo alles eingeschränkt ist, sind zum Beispiel auch Schulungsfilme sehr wichtig, die anstelle von Präsenzveranstaltungen benötigt werden. Wer soll die denn drehen, wenn alle zuhause bleiben?

Also ich kann Euch da wirklich nicht folgen. Wie macht Ihr das denn? Lehnt Ihr derzeit alle Aufträge ab?

Matthias



Antwort von TheBubble:

Pianist hat geschrieben:
Ich fordere das vor allem, um mich selbst zu schützen. Die anderen schütze ich schon genug. Und die eigene Berufsausübung, die dazu dient, eine große Zahl von Menschen seriös zu informieren, als "riskantes Verhalten" zu bezeichnen, ist schon äußerst frech.
Fast jeder will sich selbst schützen, das ist absolut verständlich. Aber dann brauchen wir bei fortgesetztem Impfstoffmangel eher eine Lotterie und weniger eine neue Impfpriorisierung mit weiteren Bevorzugungen.

Es ist und war nicht meine Absicht frech zu sein und ich bedauere, wenn Du es als so empfindest. Ich unterstelle Dir diese Absicht auch nicht, wenngleich Forderungen nach einer neuen Priorisierung zu Deinen Gunsten einen Beigeschmack haben. Es muss doch klar gewesen sein, dass dies nicht auf breite Zustimmung stoßen wird.

Egal wie gut die Absichten sind, ein riskantes Verhalten bleibt ein solches. Daran kann ich nichts ändern und Du brauchst nicht auf mich wütend sein. Ich versuche nur, die Botschaft zu überbringen.

Solange man nur sich selbst in Gefahr begibt, sind riskante Verhaltensweisen für mich unproblematisch. Dieses ist hier jedoch - so die anerkannte Meinung, sonst wären die Verordnungen kaum haltbar - nicht der Fall.

Siehst Du denn gar keine Möglichkeiten, Kontakte zu vermeiden oder zumindest weiter zu reduzieren?

Und siehst Du nicht, wie groß die Unzufriedenheit in der Bevölkerung aufgrund der Einschränkungen bereits ist? Welche Wirkung Forderungen nach immer weiteren Ausnahmen haben können?



Antwort von Frank Glencairn:

Pianist hat geschrieben:

Wie macht Ihr das denn? Lehnt Ihr derzeit alle Aufträge ab?
Natürlich nicht (im Gegenteil, ich hab ganz gut zu tun), aber ich bin da halt auch nicht so verunsichert wie du.

Den letzten Spielfilm haben wir halt mit Tests und Masken und dem ganzen anderen Hygiene Klimbim gedreht und gut is.
Alle anderen Jobs mit FFP2 Masken, aber halt ohne Hygienebeauftragten - seit neuesten auch die billigen Selbsttests, und alle sind für den Tag happy.

Da ich bereits auf positiv auf Antikörper getestet wurde (hat so seine Vorteile wenn man in einem Uni-Krankenhaus dreht),
sieht es aus, als ob ich die Nummer unbemerkt und weitgehend symptomlos bereits hinter mir habe (könnte auch die Grippe vor etwa einem Jahr gewesen sein, die mich für ne Woche flach gelegt hatte - aber wer weiß), bin ich da sowieso ziemlich entspannt.








Antwort von Pianist:

TheBubble hat geschrieben:
Siehst Du denn gar keine Möglichkeiten, Kontakte zu vermeiden oder zumindest weiter zu reduzieren?
Privat haben wir unsere Kontakte ja praktisch auf null reduziert. Soweit man davon überhaupt reden kann, wenn man ein Kind hat, welches in die Schule geht. Aber wie soll man das denn im Berufsleben machen? Wenn ich beispielsweise an einer Bahnstrecke stehe, und dort einen neuen Messzug filme, ist das praktisch risikolos, da keine Kontakte mit anderen Menschen bestehen. O-Töne draußen gehen auch, da nehme ich meine längste Angel. Mitfahrt auf dem Messzug ist dann schon grenzwertig, da sollten alle Anwesenden zumindest tagesaktuell getestet sein.

Viel mehr Sorgen machen mir jedoch die vielen Termine im politischen Berlin: Ich habe praktisch fast jeden Tag irgendwo einen Einsatz, wo aus meiner Sicht einfach zu viele Menschen zusammenkommen. Selbst wenn da rechnerisch für jede Person zehn Quadratmeter vorhanden sind, ist es doch am Ende trotzdem so, dass die Kameraleute und Fotografen sich auf die Füße treten. Nun könnte man sagen: Alle tragen FFP2, werden regelmäßig getestet, und diese Situationen sind immer nur kurzzeitig, aber letztlich ist es eben eine rein statistische Frage, wann die Gesamtzahl der Kontakte so hoch ist, dass daraus eine Infektion wird.

Ich ging eigentlich davon aus, dass wir hier unter Medienschaffenden sind, die in der gleichen Situation sind, daher wollte ich eigentlich nur mal fragen, wie Ihr das handhabt und wie da Eure Erfahrungen sind...
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Den letzten Spielfilm haben wir halt mit Tests und Masken und dem ganzen anderen Hygiene Klimbim gedreht und gut is.
Am Spielfilmset kann man das ja auch wunderbar steuern und jeden rausschmeißen, der sich nicht dran hält. Aber im wahren Leben ist das nicht so einfach. Zum Glück drehe ich nicht auf Demos, wo einem dann irgendein Querdenker die Maske runterreißt...

Was ich derzeit zum Beispiel überhaupt nicht mache, das ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Alles nur per Auto. So habe ich im vergangenen Sommer auch längere Fahrten (unter anderem ein Einsatz in Stockholm und einer in Mailand) komplett auf der Straße erledigt, so hatte ich da eigentlich nicht mehr Begegnungen, als wenn der Dreh in Berlin gewesen wäre. Und ich mache derzeit auch nichts in Brüssel. Aber innerhalb Deutschlands ist eben extrem viel zu tun, und da verlassen sich meine Auftraggeber eben drauf, dass ich das alles hinkriege. Mein Einsatz ist ja schon die coronakonforme Variante, weil ich alles alleine machen kann, während andere das zu dritt machen, also noch mehr Leute involviert wären.

Matthias



Antwort von Frank Glencairn:

Das Vertrauen in die tatsächliche Wirksamkeit der Masken scheint ja bei manchen dann doch so langsam zu schwinden ;-)

Nein im Ernst, ich glaub du machst dir da zuviel Sorgen, in zwei-drei Wochen denke ich wird das mit der Impfung für alle soweit sein, und die Prioritäten fallen auch in den übrigen Bundesländern. Ich denke auch daß demnächst genug Impfserum da sein wird, Sputnik steht kurz vor der Zulassung, Johnson, das Fanzosen Serum und noch ein paar andere - ein Bisschen mußt du halt noch so durchhalten.



Antwort von Pianist:

Ich bin an sich auch nicht ängstlich, aber ich höre eben von immer mehr Infektionen, wo ich weiß, wie umsichtig und vorsichtig die Leute immer waren. Die können sich alle nicht erklären, wie das passieren konnte. Und das waren zum Teil keine leichten Verläufe...

Matthias



Antwort von TheBubble:

Pianist hat geschrieben:
Privat haben wir unsere Kontakte ja praktisch auf null reduziert. Soweit man davon überhaupt reden kann, wenn man ein Kind hat, welches in die Schule geht. Aber wie soll man das denn im Berufsleben machen?
Ich verstehe die Schwierigkeiten, aber das Eine ist ohne das Andere sinnlos. Es ist nicht ausreichend, private Kontakte auf Null zu fahren und beruflich einfach weiter zu machen, Leute zu treffen und durch Deutschland und die Welt zu reisen, auch wenn mit Abstand und Maske.

Sieh es mal so: Man hat sich entschieden, die Ansteckungen nicht wild laufen zu lassen, sondern einzudämmen. Je stärker und effektiver die Eindämmung, desto schneller könnte diese vorbei sein oder erheblich milder ausfallen. Letzteres wäre im Interesse Vieler.

Also: Lieber 3 Wochen hilfreiche Kontaktreduktion über alle Tätigkeiten hinweg oder 3 Jahre Status quo?
Pianist hat geschrieben:
Viel mehr Sorgen machen mir jedoch die vielen Termine im politischen Berlin: Ich habe praktisch fast jeden Tag irgendwo einen Einsatz, wo aus meiner Sicht einfach zu viele Menschen zusammenkommen. Selbst wenn da rechnerisch für jede Person zehn Quadratmeter vorhanden sind, ist es doch am Ende trotzdem so, dass die Kameraleute und Fotografen sich auf die Füße treten. Nun könnte man sagen: Alle tragen FFP2, werden regelmäßig getestet, und diese Situationen sind immer nur kurzzeitig, aber letztlich ist es eben eine rein statistische Frage, wann die Gesamtzahl der Kontakte so hoch ist, dass daraus eine Infektion wird.
Berichte doch über diese Zustände und kündige gleichzeitig an, solchen Situationen fortan fernzubleiben. Schlage vor, dass ein Fotograf Aufnahmen zur freien Nutzung anfertigt. Dafür wirst Du aus Kreisen der Bevölkerung bestimmt keine Kritik sondern Zuspruch ernten.



Antwort von Pianist:

Man sieht das doch jeden Abend in der Tagesschau, beispielsweise wenn Angela Merkel zum Wirecard-Untersuchungsausschuß geht. Massenauflauf. Ansonsten gebe ich Dir ja vollkommen Recht: Je konsequenter wir uns verhalten, um so schneller ist die Pandemie vorbei, und wir haben die Chance, dass die Impfung gegen die Mutationen gewinnt. Aber das würde dann im Extremfall auch bedeuten: Wenn nirgendwo gefilmt und fotografiert wird, weil alle zuhause sind, dann bleiben politische Entscheidungsprozesse in dieser Zeit undokumentiert und unkommentiert. Das bietet dann den perfekten Nährboden für Populisten und Verschwörungstheoretiker. Ich weiß nicht, ob man das wollen soll...

Oder um es ein wenig dramatischer auszudrücken: Wenn die Ärzte und Krankenschwestern zuhause bleiben, sterben Menschen. Wenn Medienleute zuhause bleiben, stirbt die Demokratie. Ich sehe da schon eine gewisse Systemrelevanz. Und offenbar scheint das ja auch ganz offiziell so zu sein, wenn das mit dem Presseausweis stimmt. Nun hatte ich nie einen Presseausweis, weil ich mich nicht als unabhängiger Journalist sehe, sondern ja überwiegend für die staatliche Seite arbeite, aber seriöse Öffentlichkeitsarbeit hat im Prinzip den gleichen Stellenwert, weil die Leute ja auch über ihre Rechte informiert werden müssen, auch in leichter Sprache und Gebärdensprache. Meine Gebärdensprachlerin ist übrigens aus genau diesen Grund bereits geimpft, allerdings hatte sie Glück, dass das in ihrer Arztpraxis recht schnell ging.

Matthias



Antwort von Frank Glencairn:

Dann hol dir halt einen Presseausweis, sollte mit deinem Job eigentlich kein Problem sein.

By the way: schau dir mal den 1. Mai Demo der französischen Linken im Livestream an,
dann wirst du deutsche Hygieneverhältnisse in deiner ziemlich kontrollierten Arbeitsumgebung plötzlich
ganz anders zu schätzen wissen :D


2021-05-01 15.36.40 www.youtube.com 17b9976f76df.jpg 2021-05-01 15.37.41 www.youtube.com 4d34623697c6.jpg



Antwort von Axel:

Jott hat geschrieben:
Da viele auf der Prioliste keinen Bock auf ihre Impfung haben oder einfach zum Termin nicht aufkreuzen, werden ordentlich Dosen weggeschmissen. Es sollte doch möglich sein, stattdessen mit Überschuss-Dosen etwas Sinnvolles anzufangen.
So wird es wohl gemacht. Anders kann ich mir die Hausarzt-Anrufe bei Bekannten ("Halten Sie sich bereit!") nicht erklären. Es ist auch alles offiziell, mit Risikobelehrung und amtlicher Impfbestätigung, die zugeschickt wird. Also kein illegaler Schwarzmarkt, falls dieses Szenario hier manche halluzinieren.

Ob es Missbrauch gibt? Ob Reiche sich Impfungen kaufen?

Ich schätze, die Frage erübrigt sich. Schaut euch Elysium an oder irgendeine andere Dystopie. So geht das. Prioritätenlisten werden das Wesen des Menschen nicht ändern.
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Das geht nicht, ich denke wenn die Impfung mal für einen Patienten vorbereitet ist, der dann einfach nicht aufkreuzt, haben die Mediziner gar keine andere Wahl als den Impfstoff in den Sondermüll zu schmeissen.
Wir haben in Deutschland eine Gesamtsterberate an Covid 19 von 2,75%. Diese ist irreführend. Durch bessere medizinische Versorgung (mehr Erfahrung mit Corona) ist die Sterblichkeit - das Verhältnis von Infektionen und Todesfällen - aktuell nur noch bei 2,4%.

Sagen wir, da die Impfstoffe im Schnitt nicht zu 100% schützen, dass von diesen 2,4 % der jetzt Verstorbenen die glatte Zahl, 2 Prozent, heute noch leben würden, wenn sie vorher geimpft gewesen wären. Das lässt sich gut rechnen. Die Impfung rettet jedem 50. das Leben. Oder andersrum ausgedrückt: wenn ich als Arzt Impfstoff *verwerfe*, weil irgendein Angstbürger nicht aufgetaucht ist, habe ich nach 50 x büroktatisch korrektem Vorgehen jemanden getötet.

Oder fast schlimmer. Ich habe keine Statistiken zur Hand, aber ich kenne zwei Leute, die an Corona gestorben sind und drei oder vier, die mit Corona gestorben sind (Risikogruppen jenseits der 90 in meinem beruflichen Umfeld). Ich kenne aber auch zwei, die gar nicht gestorben sind, aber einen schweren Verlauf hatten, mehrere Tage intensivbeatmet wurden und nun 24 Stunden sauerstoffpflichtig sind, eine jetzt Frührentnerin, Anfang 40, einer jetzt Pflegefall, Anfang 50, keiner von beiden in einer Risikogruppe. Was würden die wohl dazu sagen, wenn Ärzte Impfstoff als Sondermüll entsorgen?

Ich bin kein Desperado, der für Solidarität mit Schwächeren nur ein Schulterzucken übrig hat. Aber ich habe auch null Vertrauen in staatliche Kompetenz.



Antwort von TheBubble:

Pianist hat geschrieben:
Je konsequenter wir uns verhalten, um so schneller ist die Pandemie vorbei, und wir haben die Chance, dass die Impfung gegen die Mutationen gewinnt.
Im Prinzip Zustimmung, in der Praxis sehe ich jedoch kurzfristig fast unlösbare Probleme, denn das würde nicht nur ein konsequentes Verhalten der gesamten Welt, sondern auch viel mehr Impfstoff, als derzeit absehbar ist, erfordern.
Pianist hat geschrieben:
Oder um es ein wenig dramatischer auszudrücken: Wenn die Ärzte und Krankenschwestern zuhause bleiben, sterben Menschen. Wenn Medienleute zuhause bleiben, stirbt die Demokratie. Ich sehe da schon eine gewisse Systemrelevanz.
Wir kommen hier vom Thema ab, aber ist die Demokratie und das Vertrauen in die Medienwelt nicht auch durch diese Krise geschädigt worden? Was haben die Medien dagegen getan?



Antwort von Axel:

TheBubble hat geschrieben:
Pianist hat geschrieben:
Oder um es ein wenig dramatischer auszudrücken: Wenn die Ärzte und Krankenschwestern zuhause bleiben, sterben Menschen. Wenn Medienleute zuhause bleiben, stirbt die Demokratie. Ich sehe da schon eine gewisse Systemrelevanz.
Wir kommen hier vom Thema ab, aber ist die Demokratie und das Vertrauen in die Medienwelt nicht auch durch diese Krise geschädigt worden? Was haben die Medien dagegen getan?
Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen nichts. Was etwas brächte, wenn es verstanden würde, wäre die Erkenntnis: "Wir sitzen alle im selben Boot". Die Politik, die Medien, die Bürger, alle denken kleinkariert. Jeder für sich und Gott gegen alle.

Es hatte kein Wissenschaftler (das sind die Leute ohne Agenda) für möglich gehalten, dass wir so schnell einen Impfstoff haben. Einen? Mehrere. Und ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass nicht alle Fabriken sofort zur Herstellung dieses Impfstoffs gezwungen werden, da es um ein Anliegen der gesamten Menschheit geht. Patentrechte? Lizenzen? Ihr müsstet doch vom Blitz getroffen werden, ihr Arschlöcher!








Antwort von Pianist:

TheBubble hat geschrieben:
Wir kommen hier vom Thema ab, aber ist die Demokratie und das Vertrauen in die Medienwelt nicht auch durch diese Krise geschädigt worden? Was haben die Medien dagegen getan?
Für die Behauptung hätte ich gerne Belege. Offenbar scheint es ja genau andersherum zu sein, wenn ich mir anschaue, dass die öffentlich-rechtlichen Nachrichten- und Informationssendungen seit Beginn der Pandemie erheblich häufiger eingeschaltet werden als ohnehin schon. Die Menschen wollen seriöse Informationen haben, und die bekommen sie dort. Dazu gehört auch, staatliche Maßnahmen kritisch zu hinterfragen, und das wird ja auch getan, auch wenn einige Leute das Gegenteil behaupten.

Matthias



Antwort von TheBubble:

Pianist hat geschrieben:
Für die Behauptung hätte ich gerne Belege. Offenbar scheint es ja genau andersherum zu sein, wenn ich mir anschaue, dass die öffentlich-rechtlichen Nachrichten- und Informationssendungen seit Beginn der Pandemie erheblich häufiger eingeschaltet werden als ohnehin schon. Die Menschen wollen seriöse Informationen haben, und die bekommen sie dort. Dazu gehört auch, staatliche Maßnahmen kritisch zu hinterfragen, und das wird ja auch getan, auch wenn einige Leute das Gegenteil behaupten.
Mir ist gleich zu Anfang eine Sache aufgestoßen: Ganz zu Beginn wurde, zumindest in einem der ÖR-Sender, sehr schnell von "neuer Normalität" gesprochen. Innerhalb weniger Tage, das fand ich sehr schnell, mit freundlich fröhlicher Stimme, das fand ich sehr unpassend. Ich fand auch: Dieser Auftritt hat das Medium beschädigt.

Gut, ist natürlich nur eine Anekdote.

Ob und wann ein Medium "beschädigt" wurde, ist sicherlich immer rein subjektiv. Aber wir kommen hiermit wirklich enorm vom Thema ab, können das aber gerne an anderer Stelle diskutieren.

Die höheren Einschaltquoten im Informationsbereich könnten auch an einer zunehmenden oder weiter bestehenden Verunsicherung liegen. Oder einfach, weil mehr Zeit zu Hause verbracht wird. Gibt es dazu belastbare Erhebungen?



Antwort von Bluboy:

Die Presse ist uns doch schin wieer einen Schritt viraus und verbreitet Freude
da kann es nicht schaden wenn so mancher Medirnmacher in Quarantäre muß

https://www.t-online.de/gesundheit/kran ... emie-.html



Antwort von TheBubble:

Axel hat geschrieben:
Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen nichts. Was etwas brächte, wenn es verstanden würde, wäre die Erkenntnis: "Wir sitzen alle im selben Boot".
Einerseits sitzen wir alle im selben Boot (oder sollten es tun), andererseits gibt es eben Tendenzen, dass einige versuchen, für sich ein schöneres Boot zu bauen, auch auf Kosten der Mehrheit. Genau dies verursacht zunehmende Spannungen.

Das ist, leider, inzwischen in vielen Bereichen so. Bei der Pandemie kocht es allerdings am schnellsten über.



Antwort von Pianist:

Ich will gar keine Vorteile haben, ich muss nicht shoppen oder ins Restaurant gehen und habe auch keine Urlaubsreisen vor. Ich möchte nur bestmöglich geschützt sein, wenn ich für die Allgemeinheit im Einsatz bin.

Matthias



Antwort von pillepalle:

Pianist hat geschrieben:
Ich will gar keine Vorteile haben, ich muss nicht shoppen oder ins Restaurant gehen und habe auch keine Urlaubsreisen vor. Ich möchte nur bestmöglich geschützt sein, wenn ich für die Allgemeinheit im Einsatz bin.

Matthias
Ein gemeinnütziger Filmer? :) Na in erster Linie bist Du ja für Dich im Einsatz. Oder zwingt Dich jemand den Job zu machen? Du bist im Gegensatz zu Kranken- und Pflegepersonal auch nicht einem besonders hohem Risiko ausgesetzt. Jeder andere, der sich beruflich im öffentlichen Raum bewegt hat ein ähnliches Risiko zu erkranken wie Du. Man hat nur die Wahl, zu arbeiten oder es sein zu lassen, aber das ist eine persönliche Entscheidung die jeder selber treffen muss.

VG



Antwort von rdcl:

@ Pianist: Ohne jetzt irgendwie herablassend wirken zu wollen: Ich glaube, du überschätzt deine Rolle da etwas.
Du bezeichnest dich selbst nicht als unabhängigen Journalisten, willst aber gleichzeitig so relevant sein, dass durch dich die Demokratie am leben gehalten wird? Das widerspricht sich für mich schonmal.
Man müsste halt mal konkreter wissen, was deine tägliche Arbeit so ist, aber wenn du jetzt nicht gerade die Maskenaffäre der CDU/CSU oder ähnliches aufgedeckt hast, würde ich deine Arbeit doch als eher weniger systemrelevant einschätzen.
Ich bin z.B. ziemlich sicher, dass ich noch niemals einen deiner Beiträge gesehen habe, und ich würde mich trotzdem für einen gut informierten Demokraten halten.

Die Frage ist auch, wie deine Jobs tatsächlich aussehen. Bei jedem Film, Werbungs- oder Beitragsdreh hat momentan jeder täglich einen negativen Test vorzuweisen, meistens gibt es auch Coronabeauftragte am Set, die auf nichts anderes als die Einhaltung der Regeln und Hygienemaßnahmen achten. Das sollte bei jeder Pressekonferenz etc. auch der Mindeststandard sein und ist auch wirklich nicht zu viel verlangt, da leicht umsetzbar.

Nur bei wirklichen Run & Gun Situationen, wo man vorher wirklich garnicht weiß, was passieren wird, lässt sich sowas vielleicht nicht so einfach umsetzen. Das kann man natürlich nicht abschließend beurteilen, wenn du deine Arbeitsweise nicht näher beschreibst.

Und noch zu deinem Seitenhieb an die Lehrerinnen und Lehrer, die "inzwischen ja auch schon nach Impfungen schreien": Die haben mit 100% Sicherheit wesentlich mehr Kontakte am Tag als du in einer ganzen Woche. Wer wirklich denkt, dass Lehrer ja jeden Tag nur mit den gleichen Kindern zu tun haben, der lebt entweder in einem Kaff oder will es einfach nicht verstehen. Lehrer haben Kontakt mit allen Kindern einer Schule, alleine schon deswegen, weil sie die gleichen Räumlichkeiten benutzen. Oben drauf kommt dann noch jeder einzelne Kontakt der Kinder und deren Eltern außerhalb der Schule. Sorry, aber das Argument ist wirklich Unsinn. Den Filmer will ich mal sehen, der auch nur annähernd so viele Kontakte hat.

Mal provokant ausgedrückt, ohne deine Filme im einzelnen zu kennen: Ich glaube, wenn du morgen aufhörst zu filmen, ändert sich für 99,9% der deutschen einfach rein garnichts. Und daraus ergibt sich am Ende einfach die Priorisierung der Impfung.



Antwort von Pianist:

Derzeit ist eine Lehrerin erst mit der einen, dann mit der anderen Hälfte der Klasse in immer dem gleichen Klassenraum. Durch zeitliche Staffelung begegnen sich keine Kinder aus verschiedenen Klassen oder Klassenhälften.

Ich will mich auch nicht streiten, wer wie viele verschiedene Kontakte hat, aber für meinen Geschmack sind es mir zu viele. Da ich ja generell nichts dazu schreibe, wer zum Kreis meiner Auftraggeber gehört, hier nur mal ein theoretischer Wochenablauf: Montag Online-Fachkongress mit 30-köpfiger Technikmannschaft vor Ort, auf der Bühne unter anderem Minister, Staatssekretärin. Dazu Abteilungsleiter und Gefolge. Abends in einem THW-Ortsverband. Thema: Ehrenamt in Corona-Zeiten. Dienstag Ortstermin Minister in einem Testzentrum. Viele Menschen. Nachmittags Termin im Bundestag. Viele Menschen. Mittwoch Ortstermin anderer Minister in einem Impfzentrum. Viele Menschen. Nachmittags in einer Einrichtung der Behindertenhilfe, Thema "Corona als Inklusionsbremse?". Donnerstag in einer Handballmannschaft, Thema Coronaprävention im Spitzensport. Nachmittags in einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei zum Thema "Arbeitgeber Polizei". Freitag in einer Rehaklinik, Thema Coronaprävention in der Sozialbranche. Und nun sage mir, wer mehr Kontakte hat.

Matthias



Antwort von rdcl:

Gelöscht...
Die Diskussion würde ins negative abdriften, davon haben wir momentan ja schon genug.








Antwort von Sammy D:

Pianist hat geschrieben:
Derzeit ist eine Lehrerin erst mit der einen, dann mit der anderen Hälfte der Klasse in immer dem gleichen Klassenraum. Durch zeitliche Staffelung begegnen sich keine Kinder aus verschiedenen Klassen oder Klassenhälften.

...
So die Theorie... dreh doch mal was in der Schule, dann siehst du, wie gut das funktioniert...

Selbst wir als Eltern müssen unheimlich aufpassen, dass man sich nicht was einschleppt. In den letzten zwei Monaten waren sechs Kinder der engen Freunde meiner Tochter infiziert. Die Kinder sind es, die enge und viele Kontakte haben.



Antwort von Axel:

TheBubble hat geschrieben:
Axel hat geschrieben:
Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen nichts. Was etwas brächte, wenn es verstanden würde, wäre die Erkenntnis: "Wir sitzen alle im selben Boot".
Einerseits sitzen wir alle im selben Boot (oder sollten es tun), andererseits gibt es eben Tendenzen, dass einige versuchen, für sich ein schöneres Boot zu bauen, auch auf Kosten der Mehrheit. Genau dies verursacht zunehmende Spannungen.

Das ist, leider, inzwischen in vielen Bereichen so. Bei der Pandemie kocht es allerdings am schnellsten über.
Naja, sein eigenes Leben schützen zu wollen, das ist nicht gerade "ein schöneres Boot", das ist ziemlich nachvollziehbar. Wir sind übrigens mit aktuellen Impfungen plus mutmaßlicher Immunität durch Genesung bei ungefähr dreißig Prozent, und die Kurve geht jetzt sehr schnell nach oben. Ich wette, dazu hat auch beigetragen, dass Ärzte einen gewissen Ermessensspielraum haben. Bis Ende des Sommers jedem Impfwilligen "ein Angebot" machen können? Das ist schwach. Die USA sind schon fast bei zwei Drittel. Aber wie im letzten Jahr, und wie iasi richtig sagt, bei schönem Wetter rennen die Leute raus und stecken sich dort nicht an.

Die ganzen Zumutungen, die danach noch kommen, sorgen auch nicht gerade für Vorfreude. Ich glaube, wir brauchen ein schöneres Boot ...



Antwort von TheBubble:

Axel hat geschrieben:
Naja, sein eigenes Leben schützen zu wollen, das ist nicht gerade "ein schöneres Boot", das ist ziemlich nachvollziehbar.
Das spricht Ihm doch niemand ab. Er muss dazu nur - wie Millionen Andere es auch tun - zu Hause bleiben und warten. Das ist schade, aber augenblicklich nicht mehr zu ändern.

Wenn sich jeder für besonders gefährdet erklärt, dann ist es mit jeder Priorisierung dahin und wir können das Los entscheiden lassen. Oder wir warten, bis genug Dosen produziert und im Lager sind, bevor alle (die wollen) gleichzeitig geimpft werden.

Gesucht hat er vermutlich Zuspruch. Bekommen hat er ein wenig Gegenwind. Woanders wäre es womöglich ein Sturm gewesen. Ich hoffe, dass er es nicht persönlich nimmt, sondern über die leider unglückliche Lage ganzheitlich nachdenkt.

Sollte er eine sonst ungenutzte Impfdosis eines für ihn akzeptablen Impfstoffes ergattern, dann freue ich mich natürlich für ihn. Jeder Geimpfte und Impfwillige hilft.
Axel hat geschrieben:
Wir sind übrigens mit aktuellen Impfungen plus mutmaßlicher Immunität durch Genesung bei ungefähr dreißig Prozent, und die Kurve geht jetzt sehr schnell nach oben. Ich wette, dazu hat auch beigetragen, dass Ärzte einen gewissen Ermessensspielraum haben.
Was ich gerne wüsste: Wie hoch ist wohl die Dunkelziffer unbemerkt Infizierter? Leider kann man meines Wissens nach keinen derartigen Test selbst machen, wenn man neugierig ist.



Antwort von Pianist:

Doch, man kann sich für einen Antikörpertest selbst pieksen und das dann ins Labor schicken. Ich habe zwei Stück hier, müssen wir endlich mal machen.

Ich bin übrigens tatsächlich ein wenig verwundert, dass ich offenbar der Einzige hier bin, der in dieser Situation ist. Vor Ort treffe ich jedenfalls lauter Leute, die sich ebenfalls Sorgen machen.

Und nun einfach alle Aufträge ablehen kann ja auch keine Lösung sein, damit bringt man die Leute ja in Schwierigkeiten, und ich bin als äußerst zuverlässig bekannt.

Matthias



Antwort von Axel:

TheBubble hat geschrieben:
Was ich gerne wüsste: Wie hoch ist wohl die Dunkelziffer unbemerkt Infizierter? Leider kann man meines Wissens nach keinen derartigen Test selbst machen, wenn man neugierig ist.
Wie Matthias schrieb. Aber auch der Hausarzt nimmt (kostenpflichtig, ca. 50-70 €) Blut ab und schickt es ein. Nicht für den Nachweis zur Frewizügigkeit, aber für die eigene Sicherheit, kann man natürlich die Infektions-Schnelltest selbst machen. Die Drogeriekette dm zum Beispiel verkauft diese Speichel-Gurgel- oder Popeltests:

zum Bild


Darüber hinaus gibt es in meiner (600.000 EW) Stadt elf öffentliche und kostenlose Teststellen, eine ist zweihundert Meter von dort, wo ich wohne. Ich sehe dort nie Schlangen. Angeblich wartet man so im Schnitt 10 Minuten. Wenn du jemanden im Altenheim besuchst, musst du dich im Eingangsbereich vorher testen lassen. Auch das ist kostenlos.
TheBubble hat geschrieben:
Ich hoffe, dass er es nicht persönlich nimmt, sondern über die leider unglückliche Lage ganzheitlich nachdenkt.
Das ist es, was fehlt: ganzheitliches Nachdenken. Alle Seiten der Medaille betrachten. Sich jeden Tag eine neue Meinung bilden, darüber friedlich austauschen. Die Meinung der anderen gelten lassen, auch, wenn sich die Nackenhaare sträuben. Sich fragen, was würd' ich machen, wenn ich König von Deutschland wär? Würd ich's wirklich besser wissen und besser machen? Hilft mein Nörgeln irgend jemandem? Vor allem: wie kann ich helfen? Kann ich jemandem, der in Quarantäne ist, einkaufen? Kann ich jemanden zum gemeinsamen Testen einladen und mal wieder für andere kochen? Kann ich wenigstens anrufen und mich erkundigen, wie es ihnen geht?

Mit dem Sieg über die Pandemie (wenn er je kommt, weil er wohl eigentlich global sein müsste, wegen dem "pan") fangen für viele die Härten erst an. Die Menschen werden erfüllte Jahre haben, die entweder weiter gute Arbeit haben oder gelernt haben, für andere einzustehen. Wer nach Schuldigen sucht, der wird an seiner mickrigen Selbstbezogenheit verzweifeln und Gift und Galle sprühen.



Antwort von TheBubble:

Axel hat geschrieben:
Aber auch der Hausarzt nimmt (kostenpflichtig, ca. 50-70 €) Blut ab und schickt es ein. Nicht für den Nachweis zur Frewizügigkeit, aber für die eigene Sicherheit, kann man natürlich die Infektions-Schnelltest selbst machen. Die Drogeriekette dm zum Beispiel verkauft diese Speichel-Gurgel- oder Popeltests:
Danke, diese Tests kenne ich. Was ist suche sind Tests auf den Nachweis einer bereits überstandenen und unerkannt gebliebenen Infektion. Ich meine, dass einige Labore dies können, aber als Selbsttest wäre es auch bei geringerer Sensitivität zum Stillen der reinen Neugierde ausreichend.

Wenn ich entscheiden dürfte, dann würde ich solche Tests gerne vor jeder Impfung anonymisiert durchführen lassen. Die Statistik könnte wertvolle Erkenntnisse über die tatsächliche Ausbreitung liefern.



Antwort von Frank Glencairn:

Wie ich schon sagte, das ganze entspannt sich langsam:
Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Erwin Rüddel, regt eine Schließung der Impfzentren in wenigen Wochen an. »Wenn die Impfpriorisierung Ende Mai, Anfang Juni aufgehoben wird, wäre es sinnvoll, das Impfen den Ärzten zu überlassen. Die kennen ihre Patienten«, sagte der CDU-Politiker der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«.




Antwort von elephantastic:

TheBubble hat geschrieben:

Wenn ich entscheiden dürfte, dann würde ich solche Tests gerne vor jeder Impfung anonymisiert durchführen lassen. Die Statistik könnte wertvolle Erkenntnisse über die tatsächliche Ausbreitung liefern.
Antikörper (nicht Antigentests) gibt z.B. bei cerascreen. Kostet halt was.



Antwort von Frank Glencairn:

TheBubble hat geschrieben:

Wenn ich entscheiden dürfte, dann würde ich solche Tests gerne vor jeder Impfung anonymisiert durchführen lassen. Die Statistik könnte wertvolle Erkenntnisse über die tatsächliche Ausbreitung liefern.
Nicht nur das, wir könnten die positiven wieder nach Hause schicken, und jemanden impfen der es tatsächlich nötig hat.
Sagen wir mal du hast eine Dunkelziffer von nur 50% der Bevölkerung, die bereits Antikörper entwickelt hat - der vorhandene Impfstoff würde quasi doppelt so lange reichen, was bei den aktuellen Lieferschwierigkeiten ein Segen wäre.








Antwort von Pianist:

Wobei noch nicht klar ist, wie lange der Schutz anhält. Also ob der Bestand an Antikörpern bei Genesenen oder Geimpften länger anhält. Dazu laufen etliche Studien. Interessantes Detail: Diejenigen, die als Genesene besonders viele Antikörper besonders lange behalten, sind oft diejenigen, bei denen der Geschmacks- und Geruchssinn besonders lange nicht zurückkehrt.

Eins ist jedenfalls vollkommen klar: Besser geimpft sein als die Infektion durchzumachen.

Matthias



Antwort von Frank Glencairn:

Pianist hat geschrieben:
Wobei noch nicht klar ist, wie lange der Schutz anhält.
Das ist bei der Impfung nicht viel anders, wir werden ja schon seit ner Weile von den Medien darauf eingestellt, daß wir zukünftig alle 6 Monate eine neue Impfung brauchen werden.
Pianist hat geschrieben:
Also ob der Bestand an Antikörpern bei Genesenen oder Geimpften länger anhält.
So funktioniert das nicht Matthias.

Der Körper hält Antikörper zwar nur für ne Weile "vorrätig", merkt sich aber das "Virus-Muster" für immer in den
T-Zellen (T-Lymphozyten oder T-Effektor-Gedächtniszellen) - das ist sozusagen ein umfassender "Steckbrief" des Virus, der weit über alles hinaus geht, was wir mit unseren (vergleichsweise) kruden Methoden heute in einem Impfstoff so herstellen können..
Die T-Zellen erkennen nicht nur das Spike-Protein, sondern auch weitere Strukturen der Virusoberfläche. Das hat zur Folge, das auch Mutanten die ähnlich aussehen, sofort identifiziert und vernichtet werden - also eine Immunisierung DeLuxe sozusagen.

Die Anzahl der aktuell vorhandenen (oder nicht mehr vorhandenen) Antikörper, spelt also nur eine untergeordnete Rolle.
Antikörper sind sozusagen nur eine Begleiterscheinung einer gerade durchgemachten erfolgreichen Immunabwehr.

Wir hätten als Spezies nie so lange überlebt, wenn wir nicht entsprechend ausgefeilte Abwehrsysteme hätten.
Pianist hat geschrieben:

Eins ist jedenfalls vollkommen klar: Besser geimpft sein als die Infektion durchzumachen.
Wie du eben gelernt hast, ist das Gegenteil der Fall.


Oder um es mit Dr. Ian Malcolm zu sagen: Die Natur findet immer einen Weg ;-)



Antwort von Bluboy:

Pianist, alles Klar, lass Dich impfen, dann kriegst Du einen Impfpass, den Passierschein für ein neues Leben.

derzeit wollen sich 37% nicht impfen lassen, für die gilt dann

Hunde und ungeimpfte müßen draussen bleien



Antwort von Frank Glencairn:

Krümel in der Tastatur?

:D



Antwort von Bluboy:

Ruesell berichtet gerade
viewtopic.php?f=17&p=1093513#p1093513



Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:


Oder um es mit Dr. Ian Malcolm zu sagen: Die Natur findet immer einen Weg ;-)
Das gilt eben auch für die menschlichen Abwehrmöglichkeiten.

Zudem sollte man die Sache auch in Relation sehen:
Aktuell sind es 3 Mio. Corona-Tote weltweit.

Drei Millionen Kinder sterben jedes Jahr an den Folgen von Mangelernährung.
https://www.spiegel.de/fotostrecke/mill ... 97602.html

Aber Jemen, Madagaskar usw. sind ja weit weg.

Von denen hier kennt man schließlich niemanden so gut, wie Onkel Rudolf oder Oma Ruth im Altersheim.

zum Bild

https://www.tagesschau.de/ausland/afrik ... t-101.html



Antwort von Frank Glencairn:

Bluboy hat geschrieben:
Ruesell berichtet gerade
viewtopic.php?f=17&p=1093513#p1093513
Unschön.

Hoffentlich gibt sich das wieder.



Antwort von Pianist:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Wie du eben gelernt hast, ist das Gegenteil der Fall.
Ich präzisiere: Besser geimpft als die Infektion ungeimpft durchmachen. Vermutlich wird es darauf hinauslaufen, dass wir geimpft sind, dann irgendwann Bekanntschaft mit dem echten Virus machen, und der Körper dann seine Abwehrkraft feinjustiert, ohne dass wir dabei schwer erkranken.

Matthias



Antwort von Frank Glencairn:

Kommt drauf an - wenn es dir so geht wie mir - weitgehend symptomlos (oder wie eine Grippe) dann geht's ja.
Wenn es dir geht wie Rüssel aktuell (wer weiß wie sich das noch entwickelt), würde ich persönlich die Grippe vorziehen.
Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden und abwägen.








Antwort von dienstag_01:

Wie gut die Immunität nach überstandener Infektion funktioniert, kann und konnte man in Brasilien und Indien beobachten.



Antwort von iasi:

dienstag_01 hat geschrieben:
Wie gut die Immunität nach überstandener Infektion funktioniert, kann und konnte man in Brasilien und Indien beobachten.
Was konnte man da beobachten?

In GB starben gestern 7 Menschen an Corona - obwohl die ja zumeist nur das verpönte AZ-Zeug verspritzen. In Israel starb übrigens niemand.

In D waren es gestern 110 Corona-Tote. Hier macht sich auch schon bemerkbar, dass die Risikogruppen nun doch auch zu einem großen Teil geimpft sind. Wir hatten auch schon fast 1400 Tote an einem Tag zu beklagen.



Antwort von Pianist:

Man könnte auch argumentieren, dass AZ derzeit der beste Impfstoff ist, weil er schon nach der ersten Impfung einen sehr hohen Schutz bietet. Also ich würde definitiv auch AZ nehmen.

Matthias



Antwort von dienstag_01:

iasi hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:
Wie gut die Immunität nach überstandener Infektion funktioniert, kann und konnte man in Brasilien und Indien beobachten.
Was konnte man da beobachten?

In GB starben gestern 7 Menschen an Corona - obwohl die ja zumeist nur das verpönte AZ-Zeug verspritzen. In Israel starb übrigens niemand.

In D waren es gestern 110 Corona-Tote. Hier macht sich auch schon bemerkbar, dass die Risikogruppen nun doch auch zu einem großen Teil geimpft sind. Wir hatten auch schon fast 1400 Tote an einem Tag zu beklagen.
Was man da beobachten kann? In beiden Ländern hat man schon über Herdenimmunität spekuliert, was eine extrem hohe Zahl von Infizierten (und Genesenen) voraussetzt. Und was ist passiert? Nichts von wegen besserer Schutz nach natürlich durchgemachter Infektion. Eher das Gegenteil.



Antwort von iasi:

dienstag_01 hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Was konnte man da beobachten?

In GB starben gestern 7 Menschen an Corona - obwohl die ja zumeist nur das verpönte AZ-Zeug verspritzen. In Israel starb übrigens niemand.

In D waren es gestern 110 Corona-Tote. Hier macht sich auch schon bemerkbar, dass die Risikogruppen nun doch auch zu einem großen Teil geimpft sind. Wir hatten auch schon fast 1400 Tote an einem Tag zu beklagen.
Was man da beobachten kann? In beiden Ländern hat man schon über Herdenimmunität spekuliert, was eine extrem hohe Zahl von Infizierten (und Genesenen) voraussetzt. Und was ist passiert? Nichts von wegen besserer Schutz nach natürlich durchgemachter Infektion. Eher das Gegenteil.
Wer hat denn über Herdenimmunität in Indien und Brasilien spekuliert?
Niemand, denn in Indien hat man gerade mal 16 Mio. Genesene bei einer Bevölkerung von 1.395 Mio.
Es gab mal Spekulationen über eine kleine Region in Brasilien, von der man dachte, eine Mehrheit der Bevölkerung könnte bald infiziert sein, aber das war"s. Bei 13 Mio. Genesenen und 212 Mio. Einwohnern ist auch Brasilien sehr weit von den 70% entfernt.



Antwort von dienstag_01:

iasi hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Was man da beobachten kann? In beiden Ländern hat man schon über Herdenimmunität spekuliert, was eine extrem hohe Zahl von Infizierten (und Genesenen) voraussetzt. Und was ist passiert? Nichts von wegen besserer Schutz nach natürlich durchgemachter Infektion. Eher das Gegenteil.
Wer hat denn über Herdenimmunität in Indien und Brasilien spekuliert?
Niemand, denn in Indien hat man gerade mal 16 Mio. Genesene bei einer Bevölkerung von 1.395 Mio.
Es gab mal Spekulationen über eine kleine Region in Brasilien, von der man dachte, eine Mehrheit der Bevölkerung könnte bald infiziert sein, aber das war´s. Bei 13 Mio. Genesenen und 212 Mio. Einwohnern ist auch Brasilien sehr weit von den 70% entfernt.
Zu Manaus: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ate-von-76
Nur mal als Beispiel.
Zu Indien suche ich jetzt keine Zahlen raus, aber zum Thema Immunität natürliche vs medizinische Infektion kann man sich auch die Impfempfehlungen des RKI anschauen. Da steht nichts vom Vorteil der auf natürlichem Weg erlangten Immunität sondern im Gegenteil wird da, wenn nicht nach zeitlichem Abstand die normale Impfung (2x) erfolgt zumindest eine einzelne Booster-Impfung empfohlen.
Ist ja auch verständlich: bei natürliche erfolgter Infektion kann man nur näherungsweise auf die Menge der Viren und der Stärke der Infektion schließen. Die Auswirkungen auf die erlangte Immunität hat (haben kann).



Antwort von iasi:

dienstag_01 hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Wer hat denn über Herdenimmunität in Indien und Brasilien spekuliert?
Niemand, denn in Indien hat man gerade mal 16 Mio. Genesene bei einer Bevölkerung von 1.395 Mio.
Es gab mal Spekulationen über eine kleine Region in Brasilien, von der man dachte, eine Mehrheit der Bevölkerung könnte bald infiziert sein, aber das war´s. Bei 13 Mio. Genesenen und 212 Mio. Einwohnern ist auch Brasilien sehr weit von den 70% entfernt.
Zu Manaus: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ate-von-76
Nur mal als Beispiel.
Zu Indien suche ich jetzt keine Zahlen raus, aber zum Thema Immunität natürliche vs medizinische Infektion kann man sich auch die Impfempfehlungen des RKI anschauen. Da steht nichts vom Vorteil der auf natürlichem Weg erlangten Immunität sondern im Gegenteil wird da, wenn nicht nach zeitlichem Abstand die normale Impfung (2x) erfolgt zumindest eine einzelne Booster-Impfung empfohlen.
Ist ja auch verständlich: bei natürliche erfolgter Infektion kann man nur näherungsweise auf die Menge der Viren und der Stärke der Infektion schließen. Die Auswirkungen auf die erlangte Immunität hat (haben kann).
Die Zahlen, die hier genutzt werden, basieren auf Hochrechnungen und Annahmen.

Fakt ist jedoch, dass in Israel gestern niemand an Corona gestorben ist oder sich auch nur infiziert hat. Masken und Abstandspflicht gibt es dort nicht mehr. Also woran liegt es wohl, dass Corona in Israel offensichtlich gestoppt ist?

Auch in GB ist der Zusammenhang zwischen bald erreichter Herdenimmunität durch Impfungen und den weit geringeren Todes- und Infektionsfällen eindeutig.

Todesfälle D: 7-Tage-Mittelwert 228
Todesfälle GB: 7-Tage-Mittelwert 15

In Deutschland sind also 15mal so viele Menschen in den letzten 7 Tagen an Corona gestorben, als in GB.
Während in Ländern mit hohen Impfraten die schrittweise Rückkehr zur Normalität begonnen hat, kostet uns ein weiterer Lockdown Freiheit und Geld.

Wer sich nicht impfen will, soll es lassen - ich nehme ihm diese Entscheidungsfreiheit nicht. Nur werde ich mir dann eben umgekehrt auch keine Freiheiten nehmen lassen, um die Impfunwilligen zu schützen.



Antwort von Jott:

Wenn‘s um den Sommerurlaub auf Malle geht, werden sich viele laute Impfgegner schon noch dafür entscheiden.



Antwort von dienstag_01:

iasi hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Zu Manaus: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ate-von-76
Nur mal als Beispiel.
Zu Indien suche ich jetzt keine Zahlen raus, aber zum Thema Immunität natürliche vs medizinische Infektion kann man sich auch die Impfempfehlungen des RKI anschauen. Da steht nichts vom Vorteil der auf natürlichem Weg erlangten Immunität sondern im Gegenteil wird da, wenn nicht nach zeitlichem Abstand die normale Impfung (2x) erfolgt zumindest eine einzelne Booster-Impfung empfohlen.
Ist ja auch verständlich: bei natürliche erfolgter Infektion kann man nur näherungsweise auf die Menge der Viren und der Stärke der Infektion schließen. Die Auswirkungen auf die erlangte Immunität hat (haben kann).
Die Zahlen, die hier genutzt werden, basieren auf Hochrechnungen und Annahmen.

Fakt ist jedoch, dass in Israel gestern niemand an Corona gestorben ist oder sich auch nur infiziert hat. Masken und Abstandspflicht gibt es dort nicht mehr. Also woran liegt es wohl, dass Corona in Israel offensichtlich gestoppt ist?

Auch in GB ist der Zusammenhang zwischen bald erreichter Herdenimmunität durch Impfungen und den weit geringeren Todes- und Infektionsfällen eindeutig.

Todesfälle D: 7-Tage-Mittelwert 228
Todesfälle GB: 7-Tage-Mittelwert 15

In Deutschland sind also 15mal so viele Menschen in den letzten 7 Tagen an Corona gestorben, als in GB.
Während in Ländern mit hohen Impfraten die schrittweise Rückkehr zur Normalität begonnen hat, kostet uns ein weiterer Lockdown Freiheit und Geld.

Wer sich nicht impfen will, soll es lassen - ich nehme ihm diese Entscheidungsfreiheit nicht. Nur werde ich mir dann eben umgekehrt auch keine Freiheiten nehmen lassen, um die Impfunwilligen zu schützen.
Drücke ich mich so unklar aus? Ich meine nichts anderes, als das die Impfung in der Masse besser wirkt, als Immunität durch Ansteckung auf natürlichem Weg. Besser. Jetzt verstanden? Hier im Thread wird das Gegenteil behauptet, dem wollte ich entgegnen.








Antwort von iasi:

dienstag_01 hat geschrieben:

Drücke ich mich so unklar aus? Ich meine nichts anderes, als das die Impfung in der Masse besser wirkt, als Immunität durch Ansteckung auf natürlichem Weg. Besser. Jetzt verstanden? Hier im Thread wird das Gegenteil behauptet, dem wollte ich entgegnen.
Antikörper sind Antikörper.
Ob die Bildung nun durch echte Viren oder durch Impfstoffe angeregt wird, macht doch keinen Unterschied.



Antwort von dienstag_01:

iasi hat geschrieben:
ft
dienstag_01 hat geschrieben:

Drücke ich mich so unklar aus? Ich meine nichts anderes, als das die Impfung in der Masse besser wirkt, als Immunität durch Ansteckung auf natürlichem Weg. Besser. Jetzt verstanden? Hier im Thread wird das Gegenteil behauptet, dem wollte ich entgegnen.
Antikörper sind Antikörper.
Ob die Bildung nun durch echte Viren oder durch Impfstoffe angeregt wird, macht doch keinen Unterschied.
Aber wahrscheinlich die Menge. Oder die Art, wie man sie aufnimmt.



Antwort von iasi:

dienstag_01 hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
ft


Antikörper sind Antikörper.
Ob die Bildung nun durch echte Viren oder durch Impfstoffe angeregt wird, macht doch keinen Unterschied.
Aber wahrscheinlich die Menge. Oder die Art, wie man sie aufnimmt.
Wurden sie denn gezählt?

Wer Corona überstanden hat, hatte auch genügend Antikörper gebildet. Und nun hat er eine Blaupause.



Antwort von dienstag_01:

iasi hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Aber wahrscheinlich die Menge. Oder die Art, wie man sie aufnimmt.
Wurden sie denn gezählt?

Wer Corona überstanden hat, hatte auch genügend Antikörper gebildet. Und nun hat er eine Blaupause.
Wahrscheinlich verstehe ich das RKI falsch.



Antwort von Frank Glencairn:

Das RKI hat sich in den letzten Jahren so oft bis auf die Knochen blamiert, daß es als seriöse Quelle ausfällt.
Man darf auch nicht vergessen, daß die ja nur ne weisungsabhängige Behörde sind, und kein unabhängiges wissenschaftliches Institut.



Antwort von dienstag_01:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Das RKI hat sich in den letzten Jahren so oft bis auf die Knochen blamiert, daß es als seriöse Quelle ausfällt.
Man darf auch nicht vergessen, daß die ja nur ne weisungsabhängige Behörde sind, und kein unabhängiges wissenschaftliches Institut.
Dann sag uns doch, welche Länder ihre Impfkampagnen in Bezug auf Genesene vollkommen anders ausrichten.
Nach deiner Meinung dürften es ja nicht weniger als alle anderen sein.



Antwort von Frank Glencairn:

Ehrlich gesagt fehlt mir das Sendungsbewußtsein um jetzt die FAQs sämtlicher zuständiger Behörden Weltweit zu übersetzen und zu lesen,
nur um dir zu antworten. Wenn dich das interessiert, mach das mal, und gib uns dann bescheid.



Antwort von klusterdegenerierung:





Antwort von dienstag_01:

Berlin gibt ab heute Impftermine für Prio 3 frei, zu der inzwischen auch Journalisten gehören.
Habe ich gelesen.



Antwort von Pianist:

Richtig. Nun muss ich mal prüfen, ob das auch für Leute wie mich gilt. Ich bin ja praktisch das Gegenteil, auch wenn das, was ich mache, genauso aussieht...

Matthias



Antwort von Bluboy:

Astrazeneca gibts Literweise im Sonderangebot

https://www.tagesspiegel.de/berlin/astr ... 39606.html

https://www.kvberlin.de/fileadmin/user_ ... praxen.pdf



Antwort von Pianist:

Diese Praxen werden durch diese Liste total überrant, da bekommt man keinerlei Antwort auf Mails.



Antwort von Axel:

Es ist wie mit dem Klopapier. Erst herrscht der totale Mangel. Dann das Überangebot. Hab ein paar Tage Geduld.



Antwort von dienstag_01:

Pianist hat geschrieben:
Richtig. Nun muss ich mal prüfen, ob das auch für Leute wie mich gilt. Ich bin ja praktisch das Gegenteil, auch wenn das, was ich mache, genauso aussieht...

Matthias
Meinen Segen hast du ;)



Antwort von Jott:

Leg dir einen Hausarzt zu. Nicht nur deswegen, sondern für‘s Leben.

Männer muss man zu so was prügeln - aber es gibt nun mal jede Menge gängiger Krankheiten, von denen man nichts merkt, die einen aber unerwartet aus dem Verkehr ziehen können. Was du dir ja wohl nicht leisten kannst.

Kompletter Check up, großes Blutbild ... unverzichtbar.



Antwort von iasi:

Jott hat geschrieben:
Leg dir einen Hausarzt zu. Nicht nur deswegen, sondern für‘s Leben.

Männer muss man zu so was prügeln - aber es gibt nun mal jede Menge gängiger Krankheiten, von denen man nichts merkt, die einen aber unerwartet aus dem Verkehr ziehen können. Was du dir ja wohl nicht leisten kannst.

Kompletter Check up, großes Blutbild ... unverzichtbar.
Und dann lebe ich nur noch für die Krankheiten ... darauf verzichte ich.



Antwort von Sammy D:

iasi hat geschrieben:
Jott hat geschrieben:
Leg dir einen Hausarzt zu. Nicht nur deswegen, sondern für‘s Leben.

Männer muss man zu so was prügeln - aber es gibt nun mal jede Menge gängiger Krankheiten, von denen man nichts merkt, die einen aber unerwartet aus dem Verkehr ziehen können. Was du dir ja wohl nicht leisten kannst.

Kompletter Check up, großes Blutbild ... unverzichtbar.
Und dann lebe ich nur noch für die Krankheiten ... darauf verzichte ich.
Sehr gut, ja! Wer Routineuntersuchungen auslässt und später an vermeidbaren Krankheiten leidet und so allen Versicherten Millionen kostet, den sollte man meiner Meinung nach gar nicht mehr versichern. Verantwortungsloser gehts wirklich nicht!



Antwort von markusG:

Jott hat geschrieben:
Kompletter Check up, großes Blutbild ... unverzichtbar.
Fand es irgendwie traurig dass es dafür ein Mindestalter braucht^^ (bei der Gesetzlichen zumindest).



Antwort von Pianist:

Ich bin echt gut betreut, lasse regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen machen, allerdings eben direkt bei Fachärzten. Die Rechnungen reiche ich meist nicht ein, weil sie unterhalb der Selbstbeteiligung und der Beitragsrückerstattung liegen. Von daher: Alles im grünen Bereich.

Matthias



Antwort von iasi:

"Sammy D" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Und dann lebe ich nur noch für die Krankheiten ... darauf verzichte ich.
Sehr gut, ja! Wer Routineuntersuchungen auslässt und später an vermeidbaren Krankheiten leidet und so allen Versicherten Millionen kostet, den sollte man meiner Meinung nach gar nicht mehr versichern. Verantwortungsloser gehts wirklich nicht!
Bis ins Grab wird da noch behandelt und gepflegt - das ist natürlich billiger.

Alter ist nun einmal keine vermeidbare Krankheit. Da kann man noch soviele Routineuntersuchungen machen, den Zerfall kann man nur hinauszögern.
Dieses verbissene Hinauszögern kostet die Versicherten Millionen.

Auch bei den ach so Verantwortungsvollen führt der körperliche Zerfall am Ende ins Grab. Und bevor es in die Gruft geht, kommen die Gebrechen.
Die Verantwortungsvollen sollten mal besser damit aufhören, dies zu verdrängen. ;):)



Antwort von Jott:

Beispiel Diabetes: diese Volkskrankheit haben sehr viele (zum Beispiel wegen Wampe durch tägliches Pizza- und Fast Food-Catering), tut nicht weh, bleibt daher ohne Check ups unentdeckt - generiert aber nicht behebbare Schäden. Zum Beispiel Sehstörungen. Ist super in einem Medienberuf.

Spaß muss sein!

Kostet, wenn‘s die Versicherung nicht zahlt, immer noch weniger als irgend welche blöden Teile für‘s Show-Rig. Früh erkannte Diabetes, um beim Beispiel zu bleiben, kann man easy einstellen. Prioritäten ...



Antwort von robbie:

Ich bin zwar aus Ö, aber ich gehe davon aus, dass wir sehr bald bestimmte Pressekonferenzen und Co nur "geimpft" bekommen. Ich habe über einen anderen Weg, nicht über den Beruf, sondern über die Tätigkeit in einer Einsatzorganisation vor 2 wochen eine Impfung bekommen. Der ORF fängt auch schon an, Impfwillige abzufragen, hier soll es in den nächsten 2-3 wochen schon soweit sein...



Antwort von Pianist:

Ich finde es übrigens gut, dass sich dieser Thread jetzt in die Richtung "Wie Filmemacher gesund bleiben" entwickelt. Als Freiberufler muss man ja selbst für sein betriebliches Gesundheitsmanagement sorgen.

Auch wenn das jetzt sehr ins Detail geht: Ich habe mir sogar schon mit Mitte 40 erstmals in den Magen und in den Darm schauen lassen. Und ein Ultraschall vom Herz habe ich auch. Meine Aorta ist in Topform.

Matthias



Antwort von dienstag_01:

Pianist hat geschrieben:
Ich finde es übrigens gut, dass sich dieser Thread jetzt in die Richtung "Wie Filmemacher gesund bleiben" entwickelt. Als Freiberufler muss man ja selbst für sein betriebliches Gesundheitsmanagement sorgen.

Auch wenn das jetzt sehr ins Detail geht: Ich habe mir sogar schon mit Mitte 40 erstmals in den Magen und in den Darm schauen lassen. Und ein Ultraschall vom Herz habe ich auch. Meine Aorta ist in Topform.

Matthias
Also ehrlich, das ist ja wohl das mindeste.
Wichtiger ist doch der Nachweis, dass deine Zeugung Ergebnis eines Screenings unter potentiellen Eltern war (mit Vermerk über die Anzahl).
Oder haben die etwa einfach so...



Antwort von Bluboy:

Wer en nächsten Winter über geschützt sein will solle sich im Herbst impfen lassen

https://www.t-online.de/gesundheit/kran ... ieren.html



Antwort von carstenkurz:

Matthias wurde erhört. Musst halt kurz umziehen.

https://www.djv-rlp.de/startseite/info/ ... n-moeglich



Antwort von Axel:

Das geht jetzt rubbeldikatz.



Antwort von carstenkurz:

'Dummerweise' kommen zu den bisher und vorläufig noch überwiegend Erstgeimpften so langsam auch immer mehr Zweitimpfungen dazu, die den Fortschritt etwas verlangsamen, je nach Sicht auf Nutzen/Wirksamkeit der Erstimpfungen alleine. Die Engländer sind ja ganz gut mit ihrer Strategie gefahren.



Antwort von Jalue:

Ich bin schon irritiert davon, wie die Ängste hier hochkochen - und auch von wem. Die Medienbranche ist kein Kulminationspunkt von Risikogruppen, bei den meisten hier dürfte die Gefahr, an einem Herzinfarkt wegen Überarbeitung zu verrecken, deutlich über der eines Covid-19-Exitus liegen.

Trotzdem rangiert das Flehen nach der "rettenden Spritze" von der Vehemenz her weit oberhalb der Forderung nach humanen Arbeitsbedingungen, Einhaltung von Tarifgehältern, Verhinderung von Praktikantenausquetsche, etc. Der Medien-Neolib ist, bei aller selbstgefühlten Härte, letztlich eben doch ein zartes, vulnerables Rehlein. ;-)



Antwort von pillepalle:

Pianist hat geschrieben:
Auch wenn das jetzt sehr ins Detail geht: Ich habe mir sogar schon mit Mitte 40 erstmals in den Magen und in den Darm schauen lassen.
Ich hoffe nicht mit der Amira. Du hattest sie doch verkauft weil sie Dir zu groß war :) Aber das Bild ist schon schön.



VG



Antwort von TheGadgetFilms:

Jalue hat geschrieben:
Ich bin schon irritiert davon, wie die Ängste hier hochkochen - und auch von wem. Die Medienbranche ist kein Kulminationspunkt von Risikogruppen, bei den meisten hier dürfte die Gefahr, an einem Herzinfarkt wegen Überarbeitung zu verrecken, deutlich über der eines Covid-19-Exitus liegen.

Trotzdem rangiert das Flehen nach der „rettenden Spritze“ von der Vehemenz her weit oberhalb der Forderung nach humanen Arbeitsbedingungen, Einhaltung von Tarifgehältern, Verhinderung von Praktikantenausquetsche, etc. Der Medien-Neolib ist, bei aller selbstgefühlten Härte, letztlich eben doch ein zartes, vulnerables Rehlein. ;-)

Was nützt dir ein toller Job mit Herzinfarktgarantie, wenn du tot bist ?! Jeder sollte so schnell wie möglich geimpft werden.
Alle Priorisierungen, die nicht mit dem Alter zu tun haben, sind genau so schwachsinnig wie diese "Kinder an Board" Aufkleber auf Autos. E



Antwort von Axel:

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Alle Priorisierungen, die nicht mit dem Alter zu tun haben, sind genau so schwachsinnig wie diese "Kinder an Board" Aufkleber auf Autos.
Das heißt, du sollst besondere Rücksicht nehmen. Nicht zu dicht auffahren, nicht von der Straße drängen und beim Rechts-Überholen keinen Stinkefinger zeigen.



Antwort von Pianist:

Jetzt habe ich tatsächlich mal einen Auftrag abgelehnt bzw. darum gebeten, das zu einem späteren Zeitpunkt bei passender Gelegenheit nachzuholen: Da wollte mich ein Auftraggeber aus der Bahntechnologiebranche kommende Woche an eine Bahnstrecke zwischen Südfrankreich und Nordspanien schicken, weil sie dort gerade arbeiten. Das wäre derzeit wirklich zu kompliziert, zumal ich nicht fliegen würde. Das wird also erst mal zurückgestellt.

Mein Impfthema konnte ich inzwischen übrigens zu meiner Zufriedenheit lösen.

Matthias



Antwort von ruessel:

Jetzt habe ich tatsächlich mal einen Auftrag abgelehnt bzw. darum gebeten, das zu einem späteren Zeitpunkt bei passender Gelegenheit nachzuholen:
Ist das nicht gefährlich? Ein anderer springt gerne ein und schwupps merken deine Auftraggeber: Andere können auch Filmchen machen.

Mich hat das 2011 ca. 50.000 Eur gekostet..... ich lag im Krankenhaus und konnte den Messefilm nicht machen. danach übrings nie mehr ein Film für diese Firma.



Antwort von dienstag_01:

Interessant zum Thema Impfen: es gibt Zahlen, die darauf hindeuten, dass der Impfschutz schon zwei Wochen vor der Impfung einsetzt ;)



Antwort von Pianist:

ruessel hat geschrieben:
Ist das nicht gefährlich? Ein anderer springt gerne ein und schwupps merken deine Auftraggeber: Andere können auch Filmchen machen.
Nein, gerade besagter Auftraggeber käme niemals auf die Idee, jemand anderen auf eine Bahnbaustelle zu schicken. Einmal aus Gründen des Arbeitsschutzes, und dann eben auch, weil die Wahrscheinlichkeit, dass da inhaltlich genau das rauskommt, was die haben wollen, äußerst gering wäre. Es gäbe niemanden vor Ort, der sowas intensiv betreuen könnte, und man müsste das ausführlich und detailliert vorbereiten, dafür hätte niemand Zeit. Wird einfach in die Zukunft verschoben.

Matthias



Antwort von Cinemator:

Ich habe seit Pandemiebeginn drei langjährige Kunden verloren. Die werde ich wohl nicht zurückgewinnen können. Mir blieben/bleiben aber in der Online Abwicklung einige reine Textjobs. Künftiges Neugeschäft dürfte recht mühsam werden. Trotzdem bleibe ich gelassen. Genieße derzeit mein Sabbatical und werde evtl. den Sommer noch dazupacken, wenn die Werbebudgets weiterhin runtergefahren bleiben. Impfung kommt Ende Mai.



Antwort von ksingle:

Es ist schade, dass es wohl zukünftig eine Impfung voraussetzt, um bestimmte Dinge machen zu dürfen.

Ich lasse mich vorerst nicht impfen und warte erst mal den größten Feldtest aller Zeiten ab. Wer weiß denn schon, ob nicht in einigen Jahren Dinge passieren, die sich bisher niemand vorstellen konnte. Möglicherweise laufen dir "seltsam anmutende Wesen" über den Weg mit dem Aufduck auf dem Shirt "Ich habe mich leider(!) impfen lassen".

Let the shit storm come .-)



Antwort von Pianist:

Nach allem, was ich mir dazu an Wissen angeeignet habe, wäre die Nicht-Impfung das deutlich größere Risiko.

Matthias



Antwort von ksingle:

Hallo Matthias,
ich respektiere Deine Einstellung selbstverständlich.

Hast du Dich schon mal mit den Testverfahren für Impfstoffe auseinander gesetzt?



Antwort von Jörg:

Let the shit storm come .-)
was soll denn da für ein Sturm kommen?
Es ist deiner Umwelt doch völlig schnuppe, ob du geimpft bist oder nicht.
Dein persönliches Umfeld wird ebenso ausgerichtet sein, da werden deine sozialen Kontakte auch nicht wegbrechen.

Und bei all deiner Selbstbestimmung, darfst du ja in unserer Gesellschaft sicher sein,
dass ein Intensivbett, genügend Sauerstoff und helfende, pflegende Hände
die eventuellen Folgen deines sicherlich sehr wohldurchdachten Entschlusses,
versuchen zu mildern.

Viel Glück für deine Kontaktpersonen.

ach ja; selsam anmutende Personengruppen kann man ja jetzt schon sehen.
die haben dann allerdings T-shirts an, mit denen sie darauf hinweisen Impfgegner zu sein.
Nun ja, in Sachsen und Thüringen verringert sich diese Gruppe ja täglich...



Antwort von ksingle:

Hallo Jörg,

ich kann deinen Zynismus und auch deine indirekten Vorwürfe gut verstehen.
Allerdings billige ich sie nicht. Und ich kann mich damit auch so gar nicht identifizieren.



Antwort von rdcl:

ksingle hat geschrieben:
Hallo Matthias,
ich respektiere Deine Einstellung selbstverständlich.

Hast du Dich schon mal mit den Testverfahren für Impfstoffe auseinander gesetzt?
Gibt es an den Testverfahren irgendetwas auszusetzen?



Antwort von Axel:

ksingle hat geschrieben:
Let the shit storm come .-)
Das ist eine gute Einstellung.

Dennoch gab es früher Gehirnwäsche, die den Einzelnen betraf. Nun betrifft es den Einzelne, wenn Entrüstungstsunamis über sie hereinbrechen und ihre Existenz ganz physisch bedrohen. Nicht sehr gut für gesellschaftlichen Frieden, Zusammenhalt oder Fortschritt.

Die Totviren-Impstoffe sind wahrscheinlich riskanter als Pfizer oder Moderna, aber am riskantesten ist Covid. Außerdem: willst du der Einzige sein, der nicht von den Bodysnatchers übernommen wird? Das ist doch in diesen Filmen immer der größere Alptraum. 28 Months Later ...
;-)))
Jörg hat geschrieben:
Viel Glück für deine Kontaktpersonen.
Wir wünschen allen nur das Beste. Ich persönlich glaube, dass die Angst vor Impfstoffen irrational ist und natürlich dem Ziel, Covid zu besiegen, zuwiderläuft. Aber ich weiß auch, dass wir nun einmal irrationale Lebewesen sind und finde, dass ein moralischer Druck auf Impfgegner verwerflich ist.

Irgendwann muss dann der digitale Impfpass (in der auch durch Genesung erreichte Immunität steht) her, mit Aufhebung aller Beschränkungen. Bis zur Entwarnung müssen dann die Verweigerer mit Einschränkungen leben. Wäre das fair?



Antwort von ksingle:

Ein etwas längerer Text.
Aber man muss nicht lange lesen, denn schon nach wenigen Sätzen wird klar, was zu den Zulassungskriterien für die Impfstoffe rund um Covid 19 zu kritisieren ist. Übrigens stammt der Text nicht etwa von Gegenern der aktuellen Impfkampagne, sondern von "seriösen" und anerkannten Stellen.

Die ersten beiden Abschnitte reichen aus...


Die Entwicklung von Impfstoffen unterliegt ähnlich strengen Grundsätzen wie die von Arzneimitteln. Allerdings müssen Impfstoffe im Vergleich zu anderen Arzneimitteln zusätzliche Anforderungen erfüllen, da sie vor allem gesunden Personen, einschließlich Säuglingen und Kleinkindern, verabreicht werden. Ihr eigentlicher Zweck ist die Vorbeugung einer Erkrankung und nicht die Therapie. Dies setzt der Akzeptanz von Nebenwirkungen klare Grenzen.

Einen wirksamen und sicheren Impfstoff gegen ein neues Virus herzustellen, ist ein langwieriger und aufwendiger Prozess. Im Schnitt kann man von der Erforschung bis zur Zulassung mit einem Zeitraum von circa zehn bis zwölf Jahren rechnen. Geht man zu Beginn der Forschung im Labor von 10.000 Kandidatensubstanzen aus (Screening Phase), gelangen aufgrund der hohen Anforderungen an die Qualität des Arzneimittels nur circa 250 davon in die präklinische Phase. Vielleicht fünf davon gehen in die klinische Entwicklung (Phase 1-3). Ist diese für einen Kandidaten erfolgreich, können die Daten für eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden eingereicht werden. Nach der erfolgreichen Zulassung durch die Behörden, darf ein Impfstoff verkauft werden.


Die Entwicklung von Impfstoffen lässt sich im Detail in die fünf folgenden Schritte unterteilen:

Screening Phase:
Die Impfstoffentwicklung beginnt im Labor, wo Impfstoffkandidaten verschiedene Tests durchlaufen, um vielversprechende Substanzen und Moleküle zu identifizieren.
Präklinische Entwicklung:
Die identifizierten Kandidaten werden im Tiermodell getestet. Hier werden erste Informationen zur Wirksamkeit, Immunogenität und Sicherheit generiert.
Klinische Entwicklung:
Hat sich ein Impfstoffkandidat bewährt, beginnen die Planungen für die klinischen Studien an freiwilligen gesunden Probanden. Das klinische Entwicklungsprogramm setzt sich (wie bei Arzneimitteln) aus drei Phasen zusammen. Schon während dieser Phasen stehen die Firmen im engen Austausch mit den Gesundheitsbehörden, um einen Impfstoff so effizient und passend wie möglich zu entwickeln und das Risiko für die Freiwilligen zu minimieren.

Phase 1
Ein neuer Impfstoff wird zunächst in einer sehr kleinen Gruppe von freiwilligen Probanden getestet (<100), um größere Sicherheitsprobleme auszuschließen und den Ärzten zu helfen, die richtige Dosis zu ermitteln. Diese Phase kann sich über mehrere Jahre erstrecken.
Phase 2
Hier wird der Impfstoff in einer größeren Gruppe Freiwilliger getestet (<1.000). Dabei wird hauptsächlich die finale Konzentration des Wirkstoffs ermittelt sowie die Anzahl der Impfungen, die nötig ist, bis ein Schutz aufgebaut ist. Die Ärzte achten hier auch auf seltener auftretende potenzielle Nebenwirkungen. Auch diese Phase kann mehrere Jahre dauern.
Phase 3
Dann wird der Impfstoff über einen bestimmten Zeitraum (oft vier bis sieben Jahre) an mehreren tausend gesunden Freiwilligen getestet. Es werden mehrere Dinge untersucht:

a) ob der Impfstoff vor einer natürlichen Infektion schützt,
b) der Impfstoff Patienten besser versorgt als bereits zugelassene und etablierte Verfahren (Standard of Care),
c) es keine Wechselwirkungen mit Impfstoffen gegen andere Erkrankungen gibt, die vom Arzt zeitgleich verabreicht werden könnten und
d) ob sehr seltene Nebenwirkungen auftreten könnten,
e) Impfstoffe zählen zu den Biologika und sind hochkomplexe Arzneimittel. Sie stammen von den Viren, Bakterien oder deren Toxinen ab, die die Krankheit auslösen und gegen die ein Impfstoff schützen soll. Biologika sind nicht leicht herzustellen. Darum beinhaltet die Phase 3 auch sogenannte „lot to lot consistency“-Studien. Diese belegen, dass verschiedene Herstellungschargen vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit haben.
Zulassung:
Nur wenn die klinische Entwicklung der Phasen 1-3 erfolgreich verläuft, können die Daten für eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden eingereicht werden. Wenn die Daten umfassend genug sind, um die Wirksamkeit und Sicherheit zu belegen, erfolgt die Zulassung seitens der Gesundheitsbehörden. Der Prozess der Zulassung dauert circa ein Jahr. Die Zulassung muss bei den Gesundheitsbehörden jeden Landes einzeln beantragt werden. Es gibt aber auch Länder wie die EU, die diesen Prozess durch eine gemeinsame Behörde zusammengelegt haben.
Ständige Überwachung:
Auch nach der Zulassung unterliegen Impfstoffe regelmäßigen Kontrollen und ihre Sicherheit wird laufend in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden überwacht. So muss beispielsweise jede neue Impfstoff-Charge vor dem Verkauf durch die Behörden freigegeben werden. Kommt es beispielsweise zu Nebenwirkungen im Zuge einer Impfung, müssen diese an die zuständigen Bundesoberbehörden Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) sowie das Paul Ehrlich Institut (PEI) und an das herstellende Unternehmen gemeldet werden. Der Hersteller ist verpflichtet, diesen Verdachtsfällen gründlich nachzugehen.



Antwort von Jörg:

Bis zur Entwarnung müssen dann die Verweigerer mit Einschränkungen leben. Wäre das fair?
Ich bin trotz 2. Impfung ein absoluter Gegner von Sonderrechten für geimpfte.
Ich bin auch gegen Lockerungen, bevor nicht auch in den Verweigererbundesländer die
Vernunft eingekehrt ist.
Obwohl mich einige Beschränkungen, wie Reisefreiheit, schon gaaaanz gewaltig an meinen Zügeln
reißen lassen.



Antwort von rdcl:

ksingle hat geschrieben:
Ein etwas längerer Text.
Aber man muss nicht lange lesen, denn schon nach wenigen Sätzen wird klar, was zu den Zulassungskriterien für die Impfstoffe rund um Covid 19 zu kritisieren ist. Übrigens stammt der Text nicht etwa von Gegenern der aktuellen Impfkampagne, sondern von "seriösen" und anerkannten Stellen.

Die ersten beiden Abschnitte reichen aus...


Die Entwicklung von Impfstoffen unterliegt ähnlich strengen Grundsätzen wie die von Arzneimitteln. Allerdings müssen Impfstoffe im Vergleich zu anderen Arzneimitteln zusätzliche Anforderungen erfüllen, da sie vor allem gesunden Personen, einschließlich Säuglingen und Kleinkindern, verabreicht werden. Ihr eigentlicher Zweck ist die Vorbeugung einer Erkrankung und nicht die Therapie. Dies setzt der Akzeptanz von Nebenwirkungen klare Grenzen.

Einen wirksamen und sicheren Impfstoff gegen ein neues Virus herzustellen, ist ein langwieriger und aufwendiger Prozess. Im Schnitt kann man von der Erforschung bis zur Zulassung mit einem Zeitraum von circa zehn bis zwölf Jahren rechnen. Geht man zu Beginn der Forschung im Labor von 10.000 Kandidatensubstanzen aus (Screening Phase), gelangen aufgrund der hohen Anforderungen an die Qualität des Arzneimittels nur circa 250 davon in die präklinische Phase. Vielleicht fünf davon gehen in die klinische Entwicklung (Phase 1-3). Ist diese für einen Kandidaten erfolgreich, können die Daten für eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden eingereicht werden. Nach der erfolgreichen Zulassung durch die Behörden, darf ein Impfstoff verkauft werden.


Die Entwicklung von Impfstoffen lässt sich im Detail in die fünf folgenden Schritte unterteilen:

Screening Phase:
Die Impfstoffentwicklung beginnt im Labor, wo Impfstoffkandidaten verschiedene Tests durchlaufen, um vielversprechende Substanzen und Moleküle zu identifizieren.
Präklinische Entwicklung:
Die identifizierten Kandidaten werden im Tiermodell getestet. Hier werden erste Informationen zur Wirksamkeit, Immunogenität und Sicherheit generiert.
Klinische Entwicklung:
Hat sich ein Impfstoffkandidat bewährt, beginnen die Planungen für die klinischen Studien an freiwilligen gesunden Probanden. Das klinische Entwicklungsprogramm setzt sich (wie bei Arzneimitteln) aus drei Phasen zusammen. Schon während dieser Phasen stehen die Firmen im engen Austausch mit den Gesundheitsbehörden, um einen Impfstoff so effizient und passend wie möglich zu entwickeln und das Risiko für die Freiwilligen zu minimieren.

Phase 1
Ein neuer Impfstoff wird zunächst in einer sehr kleinen Gruppe von freiwilligen Probanden getestet (<100), um größere Sicherheitsprobleme auszuschließen und den Ärzten zu helfen, die richtige Dosis zu ermitteln. Diese Phase kann sich über mehrere Jahre erstrecken.
Phase 2
Hier wird der Impfstoff in einer größeren Gruppe Freiwilliger getestet (<1.000). Dabei wird hauptsächlich die finale Konzentration des Wirkstoffs ermittelt sowie die Anzahl der Impfungen, die nötig ist, bis ein Schutz aufgebaut ist. Die Ärzte achten hier auch auf seltener auftretende potenzielle Nebenwirkungen. Auch diese Phase kann mehrere Jahre dauern.
Phase 3
Dann wird der Impfstoff über einen bestimmten Zeitraum (oft vier bis sieben Jahre) an mehreren tausend gesunden Freiwilligen getestet. Es werden mehrere Dinge untersucht:

a) ob der Impfstoff vor einer natürlichen Infektion schützt,
b) der Impfstoff Patienten besser versorgt als bereits zugelassene und etablierte Verfahren (Standard of Care),
c) es keine Wechselwirkungen mit Impfstoffen gegen andere Erkrankungen gibt, die vom Arzt zeitgleich verabreicht werden könnten und
d) ob sehr seltene Nebenwirkungen auftreten könnten,
e) Impfstoffe zählen zu den Biologika und sind hochkomplexe Arzneimittel. Sie stammen von den Viren, Bakterien oder deren Toxinen ab, die die Krankheit auslösen und gegen die ein Impfstoff schützen soll. Biologika sind nicht leicht herzustellen. Darum beinhaltet die Phase 3 auch sogenannte „lot to lot consistency“-Studien. Diese belegen, dass verschiedene Herstellungschargen vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit haben.
Zulassung:
Nur wenn die klinische Entwicklung der Phasen 1-3 erfolgreich verläuft, können die Daten für eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden eingereicht werden. Wenn die Daten umfassend genug sind, um die Wirksamkeit und Sicherheit zu belegen, erfolgt die Zulassung seitens der Gesundheitsbehörden. Der Prozess der Zulassung dauert circa ein Jahr. Die Zulassung muss bei den Gesundheitsbehörden jeden Landes einzeln beantragt werden. Es gibt aber auch Länder wie die EU, die diesen Prozess durch eine gemeinsame Behörde zusammengelegt haben.
Ständige Überwachung:
Auch nach der Zulassung unterliegen Impfstoffe regelmäßigen Kontrollen und ihre Sicherheit wird laufend in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden überwacht. So muss beispielsweise jede neue Impfstoff-Charge vor dem Verkauf durch die Behörden freigegeben werden. Kommt es beispielsweise zu Nebenwirkungen im Zuge einer Impfung, müssen diese an die zuständigen Bundesoberbehörden Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) sowie das Paul Ehrlich Institut (PEI) und an das herstellende Unternehmen gemeldet werden. Der Hersteller ist verpflichtet, diesen Verdachtsfällen gründlich nachzugehen.
Und was davon wurde da jetzt nicht eingehalten? Worauf willst du denn hinaus?



Antwort von Bluboy:

Wichtiger Schritt - Die Jüngeren dürfen nach der Arbeit zu Hause bleiben :-(


https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... pfte-.html



Antwort von Jörg:

Worauf willst du denn hinaus?
ich denke, das ist klar.
Diese Impfstoffe sind in einer Zeit durchgepeitscht worden, für die normalerweise nicht mal Hautcreme ne Zulassung bekommt.
Allerdings: wer bitte hätte denn länger warten wollen/können/müssen?.
Rechtfertigung ist die Dringlichkeit, und die recht nahe Verwandschaft zu bekannten Imfstoffen.

Spätfolgen?
Vermutlich irrelevant bei erwartet hoher Wirksamkeit...



Antwort von Bluboy:

Bei Pfitzer forschen derzeit 210 Wissenschaftler um dem Virus mit Oralen Mitteln endgültig den Garaus zu machen

Da gibts dann anno 2023 für Jeden einen Drink zum Frühstück :-)

Oder die Pille danach



Antwort von carstenkurz:

Jörg hat geschrieben:

Diese Impfstoffe sind in einer Zeit durchgepeitscht worden, für die normalerweise nicht mal Hautcreme ne Zulassung bekommt.
Die haben allerdings aus nachvollziehbaren Gründen für die SARS-CoV2 Impfstoffe einen Aufwand und Kosten verursachen dürfen, den eine Hautcreme nicht für sich in Anspruch nehmen kann. Außerdem war ein Teil der Impfstoffbasistechnologie und Herstellungslogistik schon von früheren Forschungen und Impfstoffen vorhanden. Zu behaupten, dass die Entwicklung jedweder Impfstoffe grundsätzlich zehn Jahre dauert, ist jedenfalls Quark.
Ich denke, alle beteiligten Wissenschaftler hätten darüber hinaus gerne mehr Zeit dafür gehabt. Aber man hat im Dezember ja schon am öffentlichen Druck der EMA gegenüber, während die Engländer schon per Notfallzulassung impften, gesehen, dass es dazu keinen breiten Konsens gab. Die einen hatten Panik vor einer schnellen Zulassung, den anderen konnte es nicht schnell genug gehen.

Es gibt im Übrigen bisher wenig Anlass, Spätfolgen zu befürchten. Langzeitfolgen kann es natürlich geben (sowohl bei der Erkrankung als auch bei Impfstoffen), aber Spätfolgen, die erst mit Verzögerung auftreten, wären sehr ungewöhnlich. Der Impfstoff wird relativ schnell abgebaut, und sogar die Veränderung im Immunsystem, hält ja nur eine begrenzte Zeit an.

Und bisher sind schonmal fast 6 Monate rum nach dem Beginn der Impfkampagnen, und noch viel mehr seit den Phase-III Studien vom letzten Sommer.



Antwort von Axel:

Jörg hat geschrieben:
Bis zur Entwarnung müssen dann die Verweigerer mit Einschränkungen leben. Wäre das fair?
Ich bin trotz 2. Impfung ein absoluter Gegner von Sonderrechten für geimpfte.
Ja, jetzt. Weil es zu wenig Geimpfte gibt.

Ich spreche davon, dass womöglich, wie sich in den USA abzeichnet, auch mit flächendeckendem Impfangebot sich die für eine Herdenimmunität nötige kritische Menge nicht impfen lässt, wegen der Panikmache. Da fände ich es zunächst einmal sehr unfair, wenn ich als Mitmacher medizinisch nicht gebotene Einschränkungen erdulden müsste. Aber das ist nicht alles, siehe unten.
Jörg hat geschrieben:
Ich bin auch gegen Lockerungen, bevor nicht auch in den Verweigererbundesländer die Vernunft eingekehrt ist.
Vernunft, exakt. Es geht hier mE nicht um Nickeligkeiten, sondern um einen Wettlauf mit dem Tod. Mutationen (wie sie bei Grippe, auch Coronaviren, üblich sind) können alle Bemühungen schon morgen auf Null setzen. Als Miimensch habe ich Respekt vor der freien Entscheidung des Einzelnen, als Pfleger habe ich wenig Geduld mit Egoisten, die ein hypothetisches Risiko für sich selbst mit Massensterben und Massen-Leiden abwägen - und sich für sich selbst entscheiden. Nicht zuletzt weil die Zeit drängt, muss man (für kapitalistische Verhältnisse) drastische Maßnahmen erwägen:

Jörg hat geschrieben:
Obwohl mich einige Beschränkungen, wie Reisefreiheit, schon gaaaanz gewaltig an meinen Zügeln reißen lassen.
Sehr gut. Warum also nicht sagen, ihr braucht euch nicht impfen zu lassen, aber bleibt mal schön zuhause und wärmt die Ravioli für das nächste Jahr noch weiter in der Mikrowelle auf. Das ist ein kleiner Preis für diese Freiheit der Wahl, oder?



Antwort von carstenkurz:

Da wird es sicher Abstufungen geben. Man muss ja nicht komplett ausgeschlossen werden (->fundamentale Grundrechte), aber man muss dann eben ggfs. einen aktuellen Test mitbringen oder weiter eine Maske tragen (-> weniger fundamentale Grundrechte). Jedenfalls mal für das kommende Jahr. Ich denke, dass ein Großteil der befürchteten Impfverweigerer nur 'Impfabwarter' sind. Die wollen einfach nicht gleich zu Anfang dabei sein. Und da ist auch nichts gegen zu sagen, solange sie sich gleichzeitig an die Schutzauflagen halten. In den Einrichtungen meiner Frau war die erste Abfrage nach Impfbereitschaft unter dem Pflegepersonal auch sehr verhalten. Als dann zwei Wochen später konkrete Termine angekündigt wurden, war die Bereitschaft schon deutlich größer, und als die Impfungen dann tatsächlich stattgefunden haben, war nur noch ein winziges Häufchen dabei, die nicht wollten, und die konnten das auch brauchbar begründen und stellten eine spätere Bereitschaft in Aussicht.

Wie man an den Komplikationen mit AstraZeneca sehen konnte, sind Bedenken ja zumindest mal grundsätzlich auch berechtigt, und zu klein konzipierte Phase-III Studien heikel.

Ich gehe davon aus, dass AstraZeneca in Europa keine Chancen auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg haben wird. Das wird den Hersteller fuchsen, da er gegen Fördergelder versprochen hat, den Impfstoff während der Pandemielage zum Selbstkostenpreis abzugeben. Aber wenn es jetzt schon offene Absetzungsentscheidungen einiger Länder (Dänemark, Norwegen) gibt, und der auch zunehmend nicht mehr von der Bevölkerung anderer Länder angenommen wird, dürfte das das Ende sein. Konsequenterweise hat die EU ja auch eine Option auf weitere Lieferungen zurück gegeben. Da sieht es mit dem Reibach für Folgeimpfungen in den kommenden Jahren eher schlecht aus.



Antwort von dienstag_01:

carstenkurz hat geschrieben:
Da wird es sicher Abstufungen geben. Man muss ja nicht komplett ausgeschlossen werden (->fundamentale Grundrechte), aber man muss dann eben ggfs. einen aktuellen Test mitbringen oder weiter eine Maske tragen (-> weniger fundamentale Grundrechte). Jedenfalls mal für das kommende Jahr. Ich denke, dass ein Großteil der befürchteten Impfverweigerer nur 'Impfabwarter' sind. Die wollen einfach nicht gleich zu Anfang dabei sein. Und da ist auch nichts gegen zu sagen, solange sie sich gleichzeitig an die Schutzauflagen halten. In den Einrichtungen meiner Frau war die erste Abfrage nach Impfbereitschaft unter dem Pflegepersonal auch sehr verhalten. Als dann zwei Wochen später konkrete Termine angekündigt wurden, war die Bereitschaft schon deutlich größer, und als die Impfungen dann tatsächlich stattgefunden haben, war nur noch ein winziges Häufchen dabei, die nicht wollten, und die konnten das auch brauchbar begründen und stellten eine spätere Bereitschaft in Aussicht.

Wie man an den Komplikationen mit AZ sehen konnte, sind Bedenken ja zumindest mal grundsätzlich auch berechtigt, und zu klein konzipierte Phase-III Studien heikel.
Zu klein? So riesige Phase-3 Studien wie bei Covid gab es doch noch nie.



Antwort von carstenkurz:

dienstag_01 hat geschrieben:
carstenkurz hat geschrieben:
Wie man an den Komplikationen mit AZ sehen konnte, sind Bedenken ja zumindest mal grundsätzlich auch berechtigt, und zu klein konzipierte Phase-III Studien heikel.
Zu klein? So riesige Phase-3 Studien wie bei Covid gab es doch noch nie.

Da steht 'Wie man an den Komplikationen mit AZ sehen konnte'. Die AZ Phase-III Studie war offensichtlich zu klein, um die Thrombose-Problematik erkennen zu können. Und selbst wenn es noch nie größere gab, reicht das im Zweifelsfall nicht aus, denn man will ja in kürzester Zeit die gesamte Weltbevölkerung damit impfen.
Die Anzahl der AstraZenenca-Probanden in der Altersgruppe über 60 hat ja anfangs nicht mal gereicht, um für diese Gruppe eine Impfempfehlung aussprechen zu können. Das war nicht gut durchdacht wenn zum gleichen Zeitpunkt schon bekannt war, dass Altersgruppen über 60 aufgrund ihres Erkrankungsrisikos bevorzugt geimpft werden würden.



Antwort von dienstag_01:

carstenkurz hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Zu klein? So riesige Phase-3 Studien wie bei Covid gab es doch noch nie.

Da steht 'Wie man an den Komplikationen mit AZ sehen konnte'. Die AZ Phase-III Studie war offensichtlich zu klein, um die Thrombose-Problematik erkennen zu können. Und selbst wenn es noch nie größere gab, reicht das im Zweifelsfall nicht aus, denn man will ja in kürzester Zeit die gesamte Weltbevölkerung damit impfen.
Die Anzahl der AstraZenenca-Probanden in der Altersgruppe über 60 hat ja anfangs nicht mal gereicht, um für diese Gruppe eine Impfempfehlung aussprechen zu können. Das war nicht gut durchdacht wenn zum gleichen Zeitpunkt schon bekannt war, dass Altersgruppen über 60 aufgrund ihres Erkrankungsrisikos bevorzugt geimpft werden würden.
Nach dieser Denkweise wirst du immer Studien mit zu wenig Probanden haben.
Und was die Zulassung für AZ für Ü60 betrifft, diese Einschränkung galt erstmal nur in Deutschland. Andere Länder fanden die Zahl schon ausreichend. Für diese Tests gibt es eben einfach keine objektive Zahl.



Antwort von carstenkurz:

In welchen anderen Ländern war AZ zu diesem Zeitpunkt denn regulär zugelassen?

In England und den wenigen anderen Ländern hatte es zu diesem Zeitpunkt eine explizite Notfallzulassung. Das waren alles Länder, in denen es infektionsmäßig zu diesem Zeitpunkt ziemlich brannte.
Wenn man es schon Notfallzulassung nennt, sollte man es hinterher nicht beschönigen.

Und wenn man es in Deutschland für eine reguläre Impfempfehlung nicht für ausreichend hält, darf man sich zumindest Gedanken darüber machen, warum das so ist. Die Folgen für AstraZeneca sind nur konsequent. Und auch was die Einhaltung von Lieferzusagen angeht haben die sich ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das 'Versehen' mit der falschen Dosierung in einer der Studien muss man zwar sicher nicht AstraZeneca selbst zuschreiben, aber es geht auch nicht um Schuld, sondern um Ursache und Wirkung.
Dumm gelaufen ist halt dumm gelaufen. Von den Biontech Studien sind mir solche und andere Schlampereien jedenfalls nicht bekannt. Das Resultat bei AZ ist aber bekannt, viele Impfzentren und Hausärzte werden ihr AZ gegenwärtig nicht los.



Antwort von Axel:

Ende des 18. Jahrhunderts impfte man als erstes gegen Pocken. Es gab kein gesundheitsamtliches Zulassungsverfahren, aber die Menschen ließen sich impfen, weil die Krankheit extrem schmerzhaft und entstellend war. Und man besiegte die Krankheit im Wesentlichen, auch wenn sie weiter endemisch blieb und da und dort nochmal aufflackerte.

Unser Problem heute ist, dass sowohl Krankheit als auch Tod nicht mehr öffentlich sind, sonst gäbe es keine Impfskeptiker. Davon bin ich überzeugt. Alles Unangenehme wird verdrängt oder soll am besten immer andere betreffen. Selbst krank.

Naja, hinterher weiß man immer mehr. Covid-19 wird uns nicht ausrotten, und in ein paar Jahren werden wir klarer sehen.



Antwort von dienstag_01:

carstenkurz hat geschrieben:
In welchen anderen Ländern war AZ zu diesem Zeitpunkt denn regulär zugelassen?

In England und den wenigen anderen Ländern hatte es zu diesem Zeitpunkt eine explizite Notfallzulassung. Das waren alles Länder, in denen es infektionsmäßig zu diesem Zeitpunkt ziemlich brannte.
Wenn man es schon Notfallzulassung nennt, sollte man es hinterher nicht beschönigen.

Und wenn man es in Deutschland für eine reguläre Impfempfehlung nicht für ausreichend hält, darf man sich zumindest Gedanken darüber machen, warum das so ist. Die Folgen für AstraZeneca sind nur konsequent. Und auch was die Einhaltung von Lieferzusagen angeht haben die sich ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das 'Versehen' mit der falschen Dosierung in einer der Studien muss man zwar sicher nicht AstraZeneca selbst zuschreiben, aber es geht auch nicht um Schuld, sondern um Ursache und Wirkung.
Dumm gelaufen ist halt dumm gelaufen. Von den Biontech Studien sind mir solche und andere Schlampereien jedenfalls nicht bekannt.
Wie dem auch sei, von zu klein dimensionierten Phase-3 Studie zu sprechen, verkennt auf jeden Fall die Wirklichkeit. Das sind eher zehnmal so viele wie für andere Impfstoffe. So als Größenordnung.



Antwort von carstenkurz:

Axel hat geschrieben:
Ende des 18. Jahrhunderts impfte man als erstes gegen Pocken.
Die Pocken konnte man sehen. Wie viele andere Krankheiten einem damals auch jeden Tag auf der Straße begegneten. Vollkommen normal, dass ein Teil der Nachkommenschaft in den ersten paar Lebensjahren starb.

Der größte Teil der Coronaskeptiker hat halt das Problem, keine Kranken oder Toten vor ihrer Haustür gesehen zu haben. Und wenn siehts halt aus wie ne übliche Erkältung. Und dummerweise hat man ja sogar ne recht hohe Chance, ohne Folgen davon zu kommen, selbst wenn es einen erwischt. Das hat das Virus sich super ausgedacht. Ebola ist nicht so weit gekommen.

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie präsent in meiner Kindheit die Impfungen, Fernsehspots und Plakate wegen Kinderlähmung waren. Unsere Eltern wären nie auf die Idee gekommen, Impfungen in Frage zu stellen, die haben noch ihre Schulkameraden auf Krücken rumlaufen gesehen. Und in den wenigen damals verfügbaren 'Leitmedien' gab es nur eine einzige einheitliche Sicht darauf.



Antwort von dienstag_01:

Impfskeptiker kamen auf den Plan zusammen mit der ersten Impfung. Nicht vorher. Aber auch nicht später ;)



Antwort von Axel:

Zu der Pockengeschichte hab ich ein kurzes Video gefunden. Lohnt sich anzugucken:


Du nennst hier die beiden vielleicht wichtigsten Aspekte.
carstenkurz hat geschrieben:
Der größte Teil der Coronaskeptiker hat halt das Problem, keine Kranken oder Toten vor ihrer Haustür gesehen zu haben. Und wenn siehts halt aus wie ne übliche Erkältung. Und dummerweise hat man ja sogar ne recht hohe Chance, ohne Folgen davon zu kommen. Das hat das Virus sich super ausgedacht. Ebola ist nicht so weit gekommen.
Wir werden als Einzelne sowieso alle sterben, wir sind, wie es so schön heißt, sterblich. Aber das laut zu sagen hat Gott verboten in unserer Gesellschaft. Wenn wir Wohlstands-Arschlöcher könnten, würden wir uns gegen den Tod versichern lassen. Garantiertes Sterben? Eine Unverschämtheit, eine Zumutung! Wenn das die Kanzlerin wüsste!

Das Leben erscheint bei uns wie eine Wette gegen den Tod. Die Bank gewinnt immer. Es gibt keine Sicherheit vor Nebenwirkungen bei Impfungen, na und? Es gibt unter Garantie Nebenwirkungen beim Rauchen und Saufen. Es gibt Nebenwirkungen bei allem, sogar beim "täglich Brot". Die ganzen hochkalorischen Kohlehydrate, Brot, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Zucker, können direkt und indirekt viele schreckliche Krankheiten auszulösen. Jüngst geht man dem Verdacht nach, dass ständig erhöhte Insulinwerte im Blut Alzheimer verursachen. Kümmert kein Schwein. Aber bei - im übrigen statistisch gesehen geringen - Impfrisiken machen sich die Impfgegner einen schlanken Fuß und sagen, och nö, lieber ihr als ich.
carstenkurz hat geschrieben:
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie präsent in meiner Kindheit die Impfungen, Fernsehspots und Plakate wegen Kinderlähmung waren. Unsere Eltern wären nie auf die Idee gekommen, Impfungen in Frage zu stellen, die haben noch ihre Schulkameraden auf Krücken rumlaufen gesehen. Und in den wenigen damals verfügbaren 'Leitmedien' gab es nur eine einzige einheitliche Sicht darauf.
Oh Gott, wir wollen weder zurück nach Pleasantville noch wollen wir autoritäre Staatsformen, in der diese Wahl gar nicht besteht.



Antwort von markusG:

carstenkurz hat geschrieben:
Die Pocken konnte man sehen.
Bei uns konnte ja verzögert reagiert werden, aber in Italien war Corona am Anfang schon ziemlich sichtbar:

https://www.tagesspiegel.de/politik/ita ... 60522.html

Ebenso in anderen Ländern, wo die Leichen in Massengräbern beigesetzt werden mussten

https://www.morgenpost.de/vermischtes/a ... stern.html

https://www.tagesschau.de/ausland/asien ... n-101.html

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... a-angelegt

Bei all den Versäumnissen unserer Regierung - es hätte bei uns bei völliger Unterschätzung wohlmöglich nicht anders ausgesehen, halt mit einer gewissen Verzögerung.
Und dummerweise hat man ja sogar ne recht hohe Chance, ohne Folgen davon zu kommen. Das hat das Virus sich super ausgedacht. Ebola ist nicht so weit gekommen.
Die Porgnose war ja dass jeder mindestens eine Person kennen werden würde die daran gestorben wäre, von den Long Covid Folgen mal abgesehen.

Mmn sind die Impfverweigerer (nicht die Skeptiker) daher ne Art Luxusproblem.

Man kann nur hoffen dass alle Beteiligten aus der Sache lernen und bei den garantiert folgenden Pandemien daraus schöpfen können werden. Corona als Reifeprüfung.



Antwort von carstenkurz:

Axel hat geschrieben:
Oh Gott, wir wollen weder zurück nach Pleasantville noch wollen wir autoritäre Staatsformen, in der diese Wahl gar nicht besteht.


In Krisenzeiten ist Demokratie halt Scheisse.
Nein stimmt nicht, in Krisenzeiten ist Bürokratie Scheisse.
In manchen Ländern ist es schwer, beides auseinander zu halten

- Carsten



Antwort von carstenkurz:

markusG hat geschrieben:
Mmn sind die Impfverweigerer (nicht die Skeptiker) daher ne Art Luxusproblem.
Ich weiss nicht, was Statistik an der Stelle hilft, aber möglicherweise werden die wenigen Impfskeptiker auch nur deswegen so gut sichtbar, weil die überwiegende Mehrheit sich einig ist?



Antwort von carstenkurz:

Tja...

Impfpriorisierung für Astrazeneca wird deutschlandweit aufgehoben:

https://www.t-online.de/nachrichten/id_ ... hoben.html

Der Impfstoff von Astrazeneca liegt wie Blei in den Regalen:

https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... alen-.html


Ob solche Maßnahmen den Ruf von AstraZeneca verbessern? Naja, reicht ja schon wenn im Resultat mehr davon unter die Leute gebracht wird.



Antwort von Axel:

So schnell kann es gehen.



Antwort von Bluboy:

Die GroKo möchte vor der Wahl noch Punkten



Antwort von Axel:

Bluboy hat geschrieben:
Die GroKo möchte vor der Wahl noch Punkten
Der war gut. Baerbock wird's mit Armin als Nummer Zwo.



Antwort von carstenkurz:

Die möchten keine Schlagzeilen lesen, dass der Astrazeneca in den Kühlschränken der Arztpraxen das MHD überschreitet und die BILD Fotos zeigt, auf denen er in den Müll geworfen wird...



Antwort von iasi:

carstenkurz hat geschrieben:
Tja...

Impfpriorisierung für Astrazeneca wird deutschlandweit aufgehoben:

https://www.t-online.de/nachrichten/id_ ... hoben.html

Der Impfstoff von Astrazeneca liegt wie Blei in den Regalen:

https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... alen-.html


Ob solche Maßnahmen den Ruf von AstraZeneca verbessern? Naja, reicht ja schon wenn im Resultat mehr davon unter die Leute gebracht wird.
Deshalb bekommt man immer noch keinen Termin.

Man muss ja froh sein, wenn man aus dem "Virtuellen Warteraum" überhaupt zu einer JA/NEIN-Auswahlseite kommt, bei der man dann gebeten wird, es später nochmal zu versuchen, das es gerade keine freien Termine gebe.

Da wähnt man sich in einem Entwicklungsland.



Antwort von Pianist:

Dein wievieltes Slashcam-Profil ist das eigentlich? Aber auf jeden Fall willkommen zurück!

Matthias


P.S.: Ist schon wieder weg...



Antwort von carstenkurz:

Was soll's, er schreibt immer dasselbe, nur mit anderen Worten.



Antwort von TheGadgetFilms:

Bei Astra zeigt sich ganz gut die Dummheit der Deutschen. Kein Wunder dass man hier so Sachen wie Homöopathie,Akkupunktur und sonstigen Schwachsinn zu Geld machen kann.
Wenn man die möglichen Nebenwirkungen von Astra und sagen wir mal ACC Akut vergleicht, wird man bei ACC weitaus heftigere feststellen. Aber dafür müsste man sich halt selbst informieren. Auch etwas, das aus der Mode gekommen ist.



Antwort von iasi:

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Bei Astra zeigt sich ganz gut die Dummheit der Deutschen. Kein Wunder dass man hier so Sachen wie Homöopathie,Akkupunktur und sonstigen Schwachsinn zu Geld machen kann.
Wenn man die möglichen Nebenwirkungen von Astra und sagen wir mal ACC Akut vergleicht, wird man bei ACC weitaus heftigere feststellen. Aber dafür müsste man sich halt selbst informieren. Auch etwas, das aus der Mode gekommen ist.
Die Deutschen lassen auch mal lieber Impfstoffe liegen, bis man auch wirklich ganz sicher sein kann, dass man später nicht irgendetwas verantworten muss.
Das Johnson&Johnson-Zeug ist nun auch freigegeben - zumindest medial - denn zu bekommen ist es ja praktisch gar nicht. Hauptsache Spahn&Co. haben wieder etwas Gönnerhaftes zu verkünden.



Antwort von carstenkurz:

ACC Akut wird nicht nach wenigen Monaten Entwicklung und überschaubaren Studien mehreren Milliarden Menschen gleichzeitig verabreicht. Bissl Vorsicht ist kein Fehler bei Massenimpfungen.



Antwort von markusG:

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Wenn man die möglichen Nebenwirkungen von Astra und sagen wir mal ACC Akut vergleicht, wird man bei ACC weitaus heftigere feststellen.
Den Vergleich habe ich heute mit dem Rauchen gelesen ;)



Antwort von Jott:

Das wird schon. Sobald Malle lockt, werden die Impfgegner weniger. Man kann sich auch heimlich impfen lassen, merkt ja keiner.



Antwort von markusG:

Eher holen sich die Leute gefälschte Impfpässe...
https://www.tagesspiegel.de/politik/fre ... 71908.html

Hätten sie ihren Plan beibehalten Privilegien erst dann einzuführen wenn jeder ein Impfangebot erhalten hätte...stattdessen wieder mal hüh mal hott. Dann wiederum hätte es Solidarität erfordert...für viele ein Fremdwort.



Antwort von dienstag_01:

markusG hat geschrieben:
Eher holen sich die Leute gefälschte Impfpässe...
https://www.tagesspiegel.de/politik/fre ... 71908.html

Hätten sie ihren Plan beibehalten Privilegien erst dann einzuführen wenn jeder ein Impfangebot erhalten hätte...stattdessen wieder mal hüh mal hott. Dann wiederum hätte es Solidarität erfordert...für viele ein Fremdwort.
Deswegen ist ja der Chip im Impfstoff, damit man die Fälscher schneller findet.



Antwort von Sammy D:

Bei mir haben sie den Aufkleber verloren (?) und die Nummer von Hand eingetragen. Prompt wurde das gestern Nacht auf der Heimkehr von meinen Eltern zum Problem, als mich die Polizei aufhielt (das erste Mal seit 20 Jahren). Glücklicherweise habe ich die alle Dokumente wie u.a. den Pflegenachweis und die ehemaligen Terminbestätigungen beim Impfzentrum immer auf Stick dabei.



Antwort von Frank Glencairn:

Pianist hat geschrieben:
Wobei noch nicht klar ist, wie lange der Schutz anhält. Also ob der Bestand an Antikörpern bei Genesenen oder Geimpften länger anhält.
Wenigstens das ist mittlerweile jedenfalls geklärt.
Wie ich oben schon sagte, ist man nach einer durchgemachten Infektion deutlich breiter immunisiert (quasi Ökoimpfung-Deluxe),
und länger als 6 Monate hält es auch.

Ab Minute 16 bis 23
https://www.ardaudiothek.de/kekul-s-cor ... h/89115334



Antwort von Bluboy:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Pianist hat geschrieben:
Wobei noch nicht klar ist, wie lange der Schutz anhält. Also ob der Bestand an Antikörpern bei Genesenen oder Geimpften länger anhält.
Wenigstens das ist mittlerweile jedenfalls geklärt.
Wie ich oben schon sagte, ist man nach einer durchgemachten Infektion deutlich breiter immunisiert (quasi Ökoimpfung-Deluxe),
und länger als 6 Monate hält es auch.

Ab Minute 16 bis 23
https://www.ardaudiothek.de/kekul-s-cor ... h/89115334
Seehofer hats 2 Wochen nach der Impfung erwischt und er ist derzeit unter Quarantäne

daher der Name Innenminister ;.)



Antwort von Pianist:

Das bestätigt die Annahme, dass man nach der ersten Impfung noch keinen vollständigen Schutz hat, sich also noch infizieren kann, die Sache dann aber mit größerer Wahrscheinlichkeit milde verläuft. Und es bestätigt auch meine Annahme, dass es sich immer lohnt, sich umsichtig zu verhalten, FFP2 zu tragen und Abstand zu halten, weil Politiker einfach zu viele Kontakte haben.

Matthias



Antwort von Bluboy:

Zwei Meter Astand und Maske trägt aber weder zu einer gemütlichen Armosphäre noch ist es besonders Vertrauenserweckend

Im Grund ist es nämlich so, die Menge der Inhalierten Viren entscheidet
drum gibts diese FFP2/FFP3 Masken
und das Sprichwort, Wer sich in Gefahr begibts, kommt drin Um.

ABER es ist Wahlkampf und wir haben bereits jede Menge Miliarden versenkt, da wird getrommelt was das Zeug hält ;-((



Antwort von Frank Glencairn:

Bluboy hat geschrieben:

Seehofer hats 2 Wochen nach der Impfung erwischt
Na ja, er hat nen positiven Test - davon daß er tatsächlich erkrankt ist, ist jedenfalls nicht die Rede.
Wenn du den oben verlinkten Podcast ganz anhörst, erfährst du auch, warum man gesund und positiv gleichzeitig sein kann.

Der Spiegel hat das Thema heute auch schon gebracht.
Ein Forscherteam hat offenbar ganz vereinzelt kleine Erbgutstücke des Coronavirus Sars-CoV-2 im Erbgut menschlicher Zellen gefunden. Von ihnen gehe keine Gefahr aus, erläutert die Gruppe in den »Proceedings« der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (»PNAS«). Solche eingebauten winzigen Fragmente können nicht zu ganzen Viruspartikeln führen und auch keine erneute Infektion auslösen, wie die Forscher um Rudolf Jaenisch vom Whitehead Institute for Biomedical Research in Cambridge (Massachusetts, USA) schreiben. Die Entdeckung könnte demnach eine mögliche Erklärung dafür sein, dass manche Menschen beim PCR-Test noch lange nach ihrer Coronainfektion positiv auf Sars-CoV-2 getestet werden.

Die Ergebnisse der »PNAS«-Studie werden gestützt von einer im Fachjournal »PLOS ONE« veröffentlichten Untersuchung: Eine Gruppe um Ithan Peltan von der University of Utah in Salt Lake City untersuchte Patienten, die 60 oder mehr Tage nach einem positiven Coronatest erneut mit einem PCR-Test positiv auf das Virus getestet wurden. In rund 90 Prozent der Fälle lag demnach trotz positivem PCR-Test keine Sars-CoV-2-Infektion vor, es gab also keine erneute Ansteckung.




Antwort von Bluboy:

Die Forscher ;-))
Da gibts auch welche die reden drüber dass es noch 10 Jahre dauert
und andere machen Panik weil sich in München wieder 78 Infiziert haben und 1 gestorben ist.

Aber, im Sommer ist sowieso Viren-Flaute, mit Impfe, die die Todefälle verhindert, Maske und Abstand, wird das zu einem Guten Ergebnis führen,
nur hält sich halt keiner dran

oder doch ?



Antwort von Pianist:

Bluboy hat geschrieben:
Aber, im Sommer ist sowieso Viren-Flaute, mit Impfe, die die Todefälle verhindert, Maske und Abstand, wird das zu einem Guten Ergebnis führen,
nur hält sich halt keiner dran

oder doch ?
Doch, die meisten sind immer noch vernünftig, und daher teile ich Deine Einschätzung mit dem guten Ergebnis. Selbst wenn es aggressivere Mutationen gibt, kann man die Impfstoffe relativ schnell anpassen, so zumindest der aktuelle Stand.

Matthias



Antwort von Bluboy:

Am 13 (Feiertag und Brückentage) ist Generalprobe, die Ergebnisse werden zum 1.Juni sichtbar



Antwort von Pianist:

Ich bin mir gerade nicht sicher, ob man auf Sonne oder auf Regen hoffen soll. Vermutlich doch eher Sonne. Dann treffen sich die Leute draußen, und das Risiko ist geringer. Bei regnerischem Wetter treffen sie sich drinnen. Sich überhaupt nicht zu treffen, scheint für einige Leute ein sehr großes Problem zu sein. Natürlich ist das alles nicht schön, aber es muss doch mal möglich sein, für eine gewisse Zeit die Kontakte zu reduzieren, um halbwegs glimpflich aus der Lage rauszukommen.

Matthias



Antwort von Axel:

Bluboy hat geschrieben:
Am 13 (Feiertag und Brückentage) ist Generalprobe, die Ergebnisse werden zum 1.Juni sichtbar
Pianist hat geschrieben:
Ich bin mir gerade nicht sicher, ob man auf Sonne oder auf Regen hoffen soll. Vermutlich doch eher Sonne. Dann treffen sich die Leute draußen, und das Risiko ist geringer. Bei regnerischem Wetter treffen sie sich drinnen. Sich überhaupt nicht zu treffen, scheint für einige Leute ein sehr großes Problem zu sein. Natürlich ist das alles nicht schön, aber es muss doch mal möglich sein, für eine gewisse Zeit die Kontakte zu reduzieren, um halbwegs glimpflich aus der Lage rauszukommen.
Ja, man wünscht sich, man könnte das Geschehen irgendwie managen, orchestrieren. Wie bei Kindern, denen man schmerzhafte Lernerfahrung leichter machen will. Sollen ja nicht wirklich auf die heiße Herdplatte patschen. So funktionieren Entscheidungen, die die gesamte Spezies trifft (weil die Auswirkungen die gesamte Spezies betreffen) aber nicht. Wir haben den perversen Impuls, immer auf die heiße Herdplatte zu packen. Das ließ uns unsere Entwicklung turbo-beschleunigen und uns immer näher an den Rand des Abgrunds driften. Ich habe die leise Hoffnung, dass Covid-19 mittelfristig eine Übung in globaler Solidarität ist. Unserer Art zeigt, wie man sowas Primitives wie einen Virus besiegt.



Antwort von Pianist:

Was mich gerade ein wenig nervt: Einige Leute fordern einen Test von einer Teststelle, der maximal 24 Stunden alt sein darf. Hat man also morgens um 8 Uhr einen Einsatz, wo die Teststellen noch nicht arbeiten, geht man am Abend zuvor zu einer Teststelle, somit ist das Ergebnis am nächsten Morgen schon wieder uralt. Würde ein Selbsttest akzeptiert, kann man den direkt morgens machen und er ist total aktuell. Und so ganz nebenbei trifft man dabei niemanden, anders als an der Teststelle. Ich finde die Selbsttestung daher viel besser.

Matthias



Antwort von Bluboy:

Der Selbsttest hilft Dir aber nichts,
Denn nach deutscher Perfektion und Grünllichkeit, brauchts dazu Stemperl und Unterschrift oder/und QR-Code aufs Handy

Auch die Geimpften sollten an Besten die Spritze im Arm steckrn lassen, damit jeder gleuich sieht was los ist.



Antwort von Jott:

Der Selbsttest nutzt halt niemandem etwas, du könntest ja irgend einen rumliegenden Negativtest mitbringen. Kann von sonst jemandem sein, man könnte so sogar eine Infektion verbergen.
Ist schon logisch, dass Selbsttests nur zum Eigeninteresse taugen und nirgends anerkannt werden. Mit "deutscher Perfektion und Gründlichkeit" hat das nichts zu tun, eher mit gesundem Menschenverstand.

Das einzig Sinnvolle ist der Impfnachweis. Nur der verhindert, dass man ständig zu Teststellen latschen muss, was ein Zeitkiller und oft auch logistisch gar nicht möglich ist.
Und da man sich inzwischen ohne Warten auf irgend welche Priorisierungen impfen lassen kann, sollte man sich in Medienberufen auch drum kümmern.

In Telegram-Querdenkergruppen kann man sich neben Quatsch-Maskenattesten längst auch gefälschte Impfpässe kaufen - da muss sich die Politik noch was überlegen, wie man diesen Sumpf trocken legen kann.



Antwort von Pianist:

Daher habe ich mich ja gekümmert, in Kürze ist es so weit. Will nur hoffen, dass da nichts dazwischenkommt, weil dann vielleicht irgendwelche Lieferungen ausfallen, das passiert öfter...

Matthias



Antwort von Bluboy:

Für den gesunen Menschenverstand brauchen wir einen extra thread.



Antwort von Frank Glencairn:

Jott hat geschrieben:

In Telegram-Querdenkergruppen kann man sich neben Quatsch-Maskenattesten längst auch gefälschte Impfpässe kaufen
Ich finde es immer wieder erstaunlich wo du dich immer rum treibst.
Ich meine, für jemanden der so einen Hass auf alles hat, was nicht 100% regierungstreu ist -
und dann meldest du dich extra in Querdenkergruppen auf Telegramm an um dann daraus Futter für deine Posts zu saugen?

Ich seh das auch bei vielen anderen Leuten, die dann sagen "du wirst nicht glauben was XYZ auf (beliebige Social Media Plattform einfügen) geschrieben hat". Und ich frage mich dann immer - wieso siehst du sowas überhaupt, und welchen Leuten muß man denn da folgen, um das überhaupt zu sehen?

Na ja - so hat alt jeder seine Hobbies.



Antwort von Pianist:

Über die Tatsache, dass das so ist, wurde ja hinreichend medial berichtet. Dazu muss man dort also nicht Mitglied sein, um das zu wissen.

Matthias



Antwort von Jott:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
und dann meldest du dich extra in Querdenkergruppen auf Telegramm an
Tu ich nicht, muss man auch gar nicht. Aber ja - Ergüsse von Verwirrten zu lesen ist in der Tat eine Art Hobby von mir. Deswegen mag ich auch diesen Thread!* Beim Morgenschiss ein wenig durch die Verschwörungswelten zu surfen macht echt Spaß.
Ich blick inzwischen ganz gut durch, wer die Protagonisten sind, woher der ganze Mumpitz kommt, wie er verteilt wird und wozu.

Quergott Schiffmann verbreitet gerade aus dem Exil, dass das aktuelle Nahost-Gekloppe inszeniert ist, um von den vielen vielen Impftoten in Israel abzulenken. Wacht auf, Schlafschafe!

Mein Prognose, nachdem doch alle das Impfen überlebt haben und auch tatsächlich niemand an Masken gestorben ist, verebbt die Nummer so langsam. Das nächste große Thema ist Angst schüren vor der kommenden Klimadiktatur. Geht schon los bzw. nahtlos über. Spenden! Schenken! Der Kampf gegen den Staat kostet halt, und Dauerurlaub im Ausland sowieso.



* Ich meinte natürlich den großen Off-Topic-Thread zu Corona.



Antwort von Axel:

Bluboy hat geschrieben:
Für den gesunen Menschenverstand brauchen wir einen extra thread.
Dabei geht es tatsächlich weniger um deduktive oder induktive Verstandesleistungen, Einsicht durch Nachvollziehen oder so etwas. Diese Fähigkeiten, die dem einzelnen Menschen hier zugesprochen werden (die er sich selbst gerne zuspricht, einbildet) sind allenfalls rudimentär vorhanden und brauchen in Wirklichkeit Dialog und Kontroverse, um angewendet zu werden.

Um etwas überhaupt wissen zu können, muss man zuallererst zu der Erkenntnis kommen, dass man es bis dato nicht weiß, und diese Hürde nehmen wenige. Es ist einfacher, sich einzureden, dass man es hinreichend gut weiß, dass man eine irgendwie angemessene Vorstellung hat. Der Weg des geringsten Widerstandes, auf bayrisch passt scho, verhindert Wissenszuwachs. Dieser Effekt wurde von den beiden Sozialpsychologen Dunning und Kruger nach sich selbst Dunning-Kruger-Effekt genannt und oft von den Leuten als Synonym für Dummheit benutzt, die damit selbst den Effekt demonstrieren. Denn es geht nicht um Dummheit, sondern darum, dass der so genannte gesunde Menschenverstand sich seine Grenzen selbst zieht.

So ist es einfacher, auf die doofen Virologen zu schimpfen, die heute das und morgen was anderes sagen (weil sie es morgen besser wissen, was nicht heißt, dass sie heute dumm sind).

Da wir zwar Erkenntnisse haben, aber keine all-umfassenden und keine garantiert für die Zukunft gesicherten, ist die beste Übung keine aussichtsschwache Gedankenakrobatik, sondern Erfahrungszuwachs. Erfahrungen lassen uns wachsen, vor allem sozial.

In einem Managerkurs machten wir ein Spiel, bei dem es darum ging, mit sechs Leuten einen ausgeklappten Zollstock mit den Zeigefingerspitzen über den Kopf zu halten und schlicht und einfach auf dem Boden abzulegen. Einzige Regel: keiner darf den Fingerspitzenkontakt zu irgendeiner Zeit verlieren. Ich verrate die Erfahrungs-Erkenntnis, die das Spiel (das zwischen 10 und 60 Minuten dauert, weil ein Scheitern inakzeptabel ist) bringt:
1. Es geht nicht ohne - gemeinsam erarbeitete - Regeln (die sehr unterschiedlich sein können, nur der Erfolg zählt).
2. Es geht nicht ohne Korpsgeist.
3. Die Vorstellung des Scheiterns bewirkt das Scheitern.
4. Die Vorstellung des Erfolges scheint den zweifelnden, ängstlichen Verstand zu anästhesieren und den Körper ganz motorisch seine Arbeit machen zu lassen. Soviel zum gesunden Menschenverstand.



Antwort von markusG:

Jott hat geschrieben:
Der Selbsttest nutzt halt niemandem etwas, du könntest ja irgend einen rumliegenden Negativtest mitbringen. Kann von sonst jemandem sein, man könnte so sogar eine Infektion verbergen.
Ist schon logisch, dass Selbsttests nur zum Eigeninteresse taugen und nirgends anerkannt werden.
Ich weiß es ist sehr wahrscheinlich problematisch in punkto Rechtsicherheit und Organisation, aber ich habe schon Friseure gesehen die im Schaufenster damit geworben haben, Vor-Ort Tests anzubieten.

Dann wiederum sollen Arbeitgeber ein Testangebot stellen:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... en-1888764
Die Art der Tests ist egal - es können Schnell- oder Selbsttests sein.
Könnte also durchaus - rein rechtlich - reichen direkt vor Ort einen Test zu machen.

Man kann ja nicht für jeden Dreh ein komplettes Testzentrum aufziehen...

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ich meine, für jemanden der so einen Hass auf alles hat, was nicht 100% regierungstreu ist
Abseits von den Vorgaben der Regierung gibt es auch sowas wie Logik oder Solidarität...da braucht es keinen Marschbefehl von Merkel...
Man kann sich aber auch wie ein bockiges Kind anstellen und darf sich nicht wundern dann auch als solches wahrgenommen bzw. behandelt zu werden.



Antwort von Jott:

Vor Ort testen ist ja wieder was anderes. Das funktioniert ja, sofern das Personal drauf achtet, dass keine Taschenspielertricks abgezogen werden!



Antwort von Pianist:

Es kommt immer darauf an, was jemand verlangt. Also wer eine Veranstaltung organisiert, legt fest, wie sein Konzept aussieht. Oder eine Behörde legt fest, welche Anforderungen sie an externe Dienstleister stellt, die ins Haus kommen. Meine Putzfrau macht morgens bei mir ihren Test, den ihr Arbeitgeber ihr mitgibt. Er ist ja verpflichtet, zweimal pro Woche ein Testangebot zu machen, nur dass die Mitarbeiterinnen dort eben nie im Büro sind, sondern von zuhause direkt zu den Einsatzorten fahren.

In Brandenburg dürfen Friseure selbst gemachte Tests anerkennen, oder selbst welche anbieten, in Berlin wohl nicht. Meiner Meinung nach sollte man auch ein wenig Vertrauen zu den Leuten haben, dass sie das ordentlich machen. Ich würde, wenn verlangt, einfach meinen Namen, das Datum und die Uhrzeit auf den Teststreifen schreiben und mitbringen.

Aber wenn es irgendwo zum Konzept gehört, dass Fremdtests mit Mail-Nachweis verlangt werden, muss ich das eben machen. Zur Vollständigkeit gehört allerdings auch die Erkenntnis, dass bisher alle, die mich um einen externen Test gebeten haben, den Nachweis überhaupt nicht angeschaut haben.

Ist aber auch egal - die Hauptsache ist doch, dass man alle Aktionen bestmöglich absichert, um das Risiko zu minimieren.

Matthias



Antwort von Bluboy:

die tägliche Pressekonferenz

...Wir müßen davon ausgehen dass uns das Virus noch länger begleitet
...nicht Jeder wird einen vollständigen Impfschutz erreichen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) über die Forschungsförderung in der Corona-Pandemie.

Jens Span meint gar, das Virus wir bleiben, wir müßen mit dem Virus leben

:-(((



Antwort von markusG:

Bluboy hat geschrieben:
Jens Span meint gar, das Virus wir bleiben, wir müßen mit dem Virus leben

:-(((
Ja nu? Grippe war im Mittelalter ein Todesurteil, nun steckt es jeder halbwegs Gesunde locker weg. Wir müssen also mit der Grippe leben. Mit der aktuellen Medizin sollte das alles in den Griff zu bekommen sein. Lass dich nicht kirre machen!

Allerdings müssen bzw. sollten wir unsere Lebensweise überdenken, damit solche Zoonosen nicht die Überhand nehmen. Aber da höre ich schon jemanden "Diktatur!" in die Tastatur hauen ;)



Antwort von Frank Glencairn:

Bluboy hat geschrieben:

Jens Span meint gar, das Virus wir bleiben, wir müßen mit dem Virus leben
Natürlich, was denn sonst? Das haben doch alle die ein Bisschen Ahnung haben vom ersten Tag an gesagt.
Noch nie in der Geschichte ist ein Coronavirus einfach "verschwunden" - so funktioniert die Natur nicht.



Antwort von Pianist:

Die Leute aus dem entsprechenden Spektrum äußern sich ja gelegentlich abfällig über die Tatsache, dass der RKI-Chef einen veterinärmedizinischen Hintergrund hat. Meiner Meinung nach ist das aber goldrichtig, wenn man weiß, wie viel Ungemach durch Erreger droht, die aus dem Tierreich kommen.

Matthias



Antwort von Frank Glencairn:

markusG hat geschrieben:

Aber da höre ich schon jemanden "Diktatur!" in die Tastatur hauen ;)
Da hau ich lieber "Größenwahn" in die Tasten.
Zoonosen durch "unsere" Lebensweise verhindern wollen?
Was kommt als nächstes? Vulkanausbrüche gesetzlich verbieten?

Es erstaunt mich immer wieder, wie weit viele mittlerweile von grundlegendem Naturverständnis entfremdet sind,
und das bei gleichzeitigen Schuldkomplexen, die dann durch Askese und Flagellantentum befriedigt werden wollen.
Ich bin schuld an allem, und nur durch Verzicht komm ich ins reine Licht. Ablasshandel, Puritaner, Heilsversprechen, Tabus.
Die ewig Gestrigen wollen die Aufklärung zurück drehen. Willkommen im neuen Mittelalter.



Antwort von Bluboy:

Da wart ich lieber bis Morgen, da kommt bestimmt einer der sagt im Juli kriegen wir unser altes Leben wieder zurück

;-)



Antwort von Axel:

Bluboy hat geschrieben:
die tägliche Pressekonferenz

...Wir müßen davon ausgehen dass uns das Virus noch länger begleitet
Es ist eine Pandemie. Zu deutsch Weltseuche. Sofern wir uns nicht komplett abschotten, die Grenzen dichtmachen, betrifft es uns, wenn am anderen Ende der Welt eine Mutation entsteht. Irgendwann unterscheidet sich die Spike-Gestalt der Mutation hinreichend, um die Impfstoffe wirkungslos zu machen. Das sollte keine absolute Katastrophe sein, aus mehreren, komplexen Gründen, aber es ist ärgerlich und kostet auf jeden Fall Menschenleben und lässt die ganze Pandemie in die nächste Runde gehen ("begleitet uns noch länger") . Die Gründe, warum wir nicht schon vorher alle 7 Komma sowieso Milliarden Menschen durchimpfen, sind ebenso vielfältig und komplex, aber einer der wichtigeren Faktoren ist wohl, dass wir bei einer globalen Bedrohung noch nicht global genug darauf reagieren. Es wurde immer behauptet, wenn die Marsianer uns angreifen, dann wachsen wir als Art zusammen und vergessen unsere säkularen Zwistigkeiten. Das wäre, wie gesagt, mal eine gute Übung, um zusammenzuarbeiten. An zukünftigen globalen Katastrophen mit Ausrottungspotenzial dürfte kein Mangel herrschen.



Antwort von markusG:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Es erstaunt mich immer wieder, wie weit viele mittlerweile von grundlegendem Naturverständnis entfremdet sind,
Die "Natur" ist ein komplexes System, und das auftreten von Zoonosen lernt man nicht mal eben in der Schule. Dazu gehört schon eigenständige Bildung. Genauso wie die Zusammenhänge der Globalisierung. Oder trennst z.B. fleißig den Müll zwecks Recycling? Schon mal hinterfragt ob das überhaupt so funktioniert?
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ich bin schuld an allem
Das behauptet keiner, aber man ist Teil des Systems. Schau doch z.B. mal woher dein Wildlachs kommt und was das für Auswirkungen hat. Viele Prozesse hat man nicht persönlich zu verantworten, ist ihnen aber praktisch ausgeliefert. Dafür ein Bewusstsein zu schaffen ist der erste Schritt für eine positive Veränderung.

Da dir Grundlagen zu fehlen scheinen wie Zoonosen entstehen empfehle ich dir dich in dem Bereich mal zu Bilden. Kann sein dass du dir die Welt schönredest - es gibt aber eben nur eine Realität.

Verantwortung sollte man bis zum Erwachsenenalter eigentlich gelernt haben. Aber einige bleiben eben auf Lebzeiten ein Kind.



Antwort von Frank Glencairn:

markusG hat geschrieben:
Oder trennst z.B. fleißig den Müll zwecks Recycling? Schon mal hinterfragt ob das überhaupt so funktioniert?
Nach allem was du so über mich weißt - seh ich aus wie jemand der Müll trennt? :D



Antwort von Funless:

Pianist hat geschrieben:
In Brandenburg dürfen Friseure selbst gemachte Tests anerkennen, oder selbst welche anbieten, in Berlin wohl nicht.
Auch in Berlin bieten Friseure Selbsttests vor Ort an, die dann auch anerkannt werden. Zusammen mit diesem Test muss der Kunde ein Formular mit seinen Kontaktdaten etc. ausfüllen auf dem auch das Testergebnis vermerkt ist.



Antwort von Pianist:

Schon klar, aber in Brandenburg darf ich wohl auch selbst zuhause testen, mir das Ergebnis als Eigenbeleg dokumentieren und damit zum Friseur gehen.

Matthias



Antwort von markusG:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Nach allem was du so über mich weißt - seh ich aus wie jemand der Müll trennt? :D
Nach allem was ich über dich weiß würde es mich nicht wundern wenn du deinen eigenen Staat ausrufst :D

Aber sagen wir mal du wirst zum Selbstversorger. Nun kriegt man vielleicht noch Windenergie halbwegs selber hin, aber bereits bei Photovoltaik musst du dir Gedanken machen wo es herkommt. Oder dich mit deinem Nachbarn auseinandersetzen wenn dieser seinen Garten dünkt und damit auch dein Grundwasser beeinflusst. Oder das Grundwasser beeinflusst weil Nestle nebenan Grundwasser abpumpt. Oder Regen für dein selbst angebautes Gemüse ausbleibt weil die Auswirkung durch den Klimawandel nicht von dir als Individuum ausgeht, sondern von der Menschheit als Gesamtes.

Es geht nicht um Verbote, Dogmen usw., sondern um systemisches Denken. Genauso wie wir uns als Gesellschaft eine Demokratie erkämpft haben (natürlich nicht überall, aber so als Modell für bspw. Deutschland). Das passiert nicht auf individueller Ebene, genauso wenig rettet Friedrich-Uwe den Regenwald wenn er statt Avocados nun Birnen aus dem Garten isst.

Man kann das als Größenwahn abtun, "man kann ja eh nichts ändern" (man spricht auch von Erlernter Hilflosigkeit) usw.; aber die Schaffung einer Demokratie, die Bemühungen von Aktivisten zeigt doch dass es eben keine Utopie ist. Es ist eine Kraftanstrengung komplexe Strukturen zu ändern.

Also: du persönlich bist vielleicht nicht an den Zoonosen direkt "schuld", aber du bist durch das Verhalten anderer davon betroffen (scheinst also mit deinem eigenen Staat noch nicht vorangekommen zu sein :P). Und du kannst Teil der Lösung für künftige Vermeidung von Zoonosen sein. Nicht als Einzelkämpfer. Davon scheinst du ja auszugehen. So hat sich die Menschheit aber nicht entwickelt.



Antwort von carstenkurz:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Natürlich, was denn sonst? Das haben doch alle die ein Bisschen Ahnung haben vom ersten Tag an gesagt.
Noch nie in der Geschichte ist ein Coronavirus einfach "verschwunden" - so funktioniert die Natur nicht.

Doch, das erste SARS-CoV ist zumindest aus der menschlichen Population verschwunden.

'Verschwunden' stimmt natürlich nicht kategorisch bei einem Virus, das sich auch in zahlreichen Tieren vermehren kann. Es mutiert dort ggfs. hin zu einer für den Menschen ungefährlichen Variante. Jedenfalls musste man mit dem ersten SARS-CoV nicht leben lernen.

Die Welt wird sich nach SARS-CoV2 jedenfalls darauf einrichten müssen, dass in Zukunft früher und radikaler dicht gemacht wird. Also bestimmte Länder, die man bisher vollkommen frei bereisen durfte, immer mal wieder für ein paar Wochen oder Monate komplett dicht sein werden. Das hat Auswirkungen für Tourismus, Auslandsgeschäfte, und zum Teil auch für private Beziehungen. Da wird man sich auf verschiedene Art und Weise drauf einstellen müssen.



Antwort von Pianist:

carstenkurz hat geschrieben:
Die Welt wird sich nach SARS-CoV2 jedenfalls darauf einrichten müssen, dass in Zukunft früher und radikaler dicht gemacht wird. Also bestimmte Länder, die man bisher vollkommen frei bereisen durfte, immer mal wieder für ein paar Wochen oder Monate komplett dicht sein werden. Das hat Auswirkungen für Tourismus, Auslandsgeschäfte, und zum Teil auch für private Beziehungen. Da wird man sich auf verschiedene Art und Weise drauf einstellen müssen.
Ja, diese These halte ich für absolut zutreffend. Aber besser mal eine Weile irgendwo dichtmachen, als wieder zwei Jahre überall das gesamte Leben runterzufahren...

Matthias



Antwort von Frank Glencairn:

markusG hat geschrieben:

Man kann das als Größenwahn abtun, "man kann ja eh nichts ändern"
Dinge auf die man keinen Einfluß hat, kann man eben nicht ändern - irgendwann versteht man die eigene Unbedeutsamkeit, und akzeptiert diese auch.

Die anderen verlegen sich aufs Leugnen, stampfen dann trotzig mit den Füßen auf den Boden, brüllen "ich will aber" und verlangen im selben Satz von anderen, ihr Leben zu ihrem Nachteil (Kosten/Verbote/Einschränkungen etc.) zu ändern.

Daß China trotzdem weiter lustig hunderte von Kohlekraftwerke baut, und die erbrachten Kosten/Verbote/Einschränkungen etc. dabei nicht nur völlig wirkungslos verpuffen, sondern sich auch noch über die dummen Deutschen totlachen, die ohne Not ihren rohstoffarmen Industriestandort in ein Schwellenland verwandeln, ist offensichtlich, wird aber von den üblichen Verdächtigen ebenfalls geleugnet.

Das Schlimme daran ist, wen es trifft.
Trifft das jetzt diejenigen, die sich Neuwagen im 5stelligen Bereich leisten können, diejenigen die Solardächer auf ihren Häusern und Wallboxen für ihre Teslas leisten können und von weniger Spritverbrauch, weniger Steuer und auch noch massiven Subventionen profitieren?
Oder trifft das die Aldi Kassiererin, mit ihren 1250,- Öcken die sie raus bekommt, die gezwungen ist eine 10 Jahre alte Gebauchtkarre zu fahren?

Was ist die Antwort?
Wer sich keinen Tesla, kein Solardach und kein Haus leisten kann, soll mehr zahlen, damit "wir" im Alleingang die Welt retten können.

Deine ganzen Änderungsphantasien beruhen allein auf einer Umverteilung von unten nach oben und auf einer weiteren Belastung von Geringverdienern, denn das sind diejenigen denen es wirklich weh tut - diejenigen die sowieso schon wenig haben und damit kaum über die Runden kommen, denen soll das wenige jetzt auch noch weggenommen werden, sie sollen verzichten auf unabhängige Individualmobilität, Fleischkonsum, Ferienreisen (und was der Kinderhüpfburg sonst noch alles einfällt). Ganz großes Kino.

Und für was? Für nix.

Selbst wenn wir Deutschland komplett still legen und einen Park draus machen, wird das Null Einfluß auf das Klima haben, einfach weil wir völlig unbedeutend sind.



Antwort von markusG:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Dinge auf die man keinen Einfluß hat, kann man eben nicht ändern - irgendwann versteht man die eigene Unbedeutsamkeit, und akzeptiert diese auch.
Demnach sind für dich auch demokratische Wahlen unbedeutend? Graßwurzelbewegungen? NGOs?
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
ihr Leben zu ihrem Nachteil (Kosten/Verbote/Einschränkungen etc.) zu ändern.
Das Ding ist: der Nachteil der einen kann geringer sein als die der anderen. Konkret: was die letzten Jahrzehnte passiert ist schränkt das Leben derer ein, die noch kommen werden, viel mehr ein, als das was verlangt wird um das zu begrenzen (quasi Schadensbegrenzung - der Schaden ist längst da, auch in DE). Und in dem Zeitraum der letzten 200 Jahre war es maßgeblich Europa (und natürlich die USA) die für die Entwicklung zuständig waren. Die langfristigen Auswirkungen der Industrialisierung war bereits in einer Zeit bekannt, als China weit von der industrienation entfernt war als sie jetzt war. Zum Thema Kohlekraftwerke:
Kraftwerke von Vattenfall und RWE zählen zu den schlimmsten Klimakillern Europas. Das geht aus einer Auswertung der EU-Kommission hervor, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Einzelne Braunkohlemeiler stoßen so viel CO2 aus wie ganze Staaten.Unter den zehn klimaschädlichsten Anlagen in Europa sind allein fünf deutsche Braunkohlekraftwerke.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... 62028.html
Vereinfacht gesagt bist du wenn du Strom "dreckiger" Anbieter beziehst (ob direkt oder indirekt) mitverantwortlich für den Klimawandel, anteilmäßig. Wie bei allem: die Menge machts.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Daß China trotzdem weiter lustig hunderte von Kohlekraftwerke baut, und die erbrachten Kosten/Verbote/Einschränkungen etc. dabei nicht nur völlig wirkungslos verpuffen
Reinstes Whataboutism um das eigene Nichtstun zu rechtfertigen. Reine Abwehrhaltung. Wie wäre es sich dafür einzusetzen China unter Druck zu setzen? nicht du persönlich - aber z.B. mit dem Einfluss deiner demokratischen Werkzeuge. "Man kann ja eh nichts ändern" - wie gesagt a.k.a. Erlernter Hilflosigkeit - ist nichts als Bequemlichkeit. Die auch tatsächlich "natürlich" ist, aber zum Glück immer mal wieder durchbrochen wird. Die (teil)erfolgreiche Klage vor dem Verfassungsgericht hat es ja gezeigt dass es nicht, aber es muss bei weiterm noch mehr geschehen. Wie gesagt: systemisch denken.

Dir passt es nicht dass deine Nachbarn ständig Grillen und der Rauch zu dir rüberzieht? Reden hilft nicht? Gewalt ist keine Lösung? Der Nachbar ist "stärker"? Vielleicht mal mit anderen Geschädigten zusammen tun? Den Bürgermeister einschalten? Alles andere ist Kapitulation. Ohnmacht. Die Leidtragenden sind dann v.a.D. die Folgegenerationen. Das wäre dir natürlich bewusster wenn du selber Kinder hättest, über deren Zukunft du dir hoffentlich Gedanken machen würdest. Mal grob vereinfacht.
Das Schlimme daran ist, wen es trifft.
Dafür gibt es Mechanismen. Der aktuelle Stand ist aber dass Auswirkungen bereits jetzt die Ärmsten der Armen am heftigsten trifft.
Was ist die Antwort?
Unabhängig von rein markttechnischen Mechanismen: z.B. der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetztes. Das wurde ja über einen langen Zeitraum abgebaut, gleichzeitig die Autoindustrie mit einer Subvention nach der anderen vollgepumpt. Statt an die Gesamtbevölkerung wurde an die Rendite gedacht.
sie sollen verzichten auf unabhängige Individualmobilität, Fleischkonsum, Ferienreisen
Dass diese Dinge so billig sind liegt einzig daran dass es auf Pump ist. Die gesellschaftlichen Kosten die noch folgen werden bei einem "weiter so" wird die Armen umso heftiger treffen. Tut es jetzt bereits. Es ist zurecht auch eine Diskussion über soziale Gerechtigkeit, die angestoßen werden muss. Leider sehe ich aktuell nur eine Partei die das überhaupt auf der Agenda hat :(
Selbst wenn wir Deutschland komplett still legen und einen Park draus machen, wird das Null Einfluß auf das Klima haben, einfach weil wir völlig unbedeutend sind.
"Selbst wenn ich mein Kreuzchen mache wird das null einfluss auf die Wahl haben, weil ich einfach völlig unbedeutend bin". Wie gesagt: systemisch denken. Deutschland ist z.B. ein enorm wichtiger Handelspartner von China und hat - in der Theorie - einen nicht unwichtigen Hebel. Vom Rest der Welt ganz zu schweigen.

Es sei dir gesagt: in China leben auch Menschen. Und stell dir vor was die für einen Einfluss haben. Siehst du ja. Fabriken produzieren nicht von alleine Abgase...

*edit:
Zum Thema Sozialverträglichkeit:
https://www.econstor.eu/bitstream/10419 ... 692562.pdf

...und es kam iirc auch in dem Video von Lesch vor



Antwort von Bluboy:

MarkusG
...Es sei dir gesagt: in China leben auch Menschen. Und stell dir vor was die für einen Einfluss haben. Siehst du ja. Fabriken produzieren nicht von alleine Abgase...

schreib doch mal welche Vorteile dir der Staat bietet.
och meine außer dass er 50% Deiner Einkünfte kassiert



Antwort von carstenkurz:

Bluboy hat geschrieben:
schreib doch mal welche Vorteile dir der Staat bietet.
och meine außer dass er 50% Deiner Einkünfte kassiert

Den Aquädukt!



Antwort von Pianist:

Bluboy hat geschrieben:
schreib doch mal welche Vorteile dir der Staat bietet.
Die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber ich sehe mich zu einer Antwort genötigt: Die Bundesrepublik Deutschland bietet mir die Basis für ein gutes selbstbestimmtes Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand. Bei uns hat jeder die Möglichkeit, eine gute schulische, berufliche und akademische Bildung zu erlangen. Man kann bei uns frei seine Meinung äußern, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen (auch wenn einige Leute das Gegenteil behaupten). Man kann zu vernünftigen Bedingungen arbeiten, das Verhältnis zwischen Löhnen und Lebenshaltungskosten ist viel besser als in zahlreichen anderen Ländern. Man kann sich selbständig machen und profitiert von verlässlichen Regeln und relativ guter Infrastruktur, bis hin zu ziemlich hoher öffentlicher Sicherheit. Und wir haben einen ausgewogenen Sozialstaat, der Hilfen für alle Menschen bietet, die es schwerer haben und die sich wenigstens minimal helfen lassen wollen. Wir haben auch ein ausgeprägtes Bewusstsein für bürgerschaftliches Engagement. In keinem anderen Land auf der Welt setzen sich so viele Menschen für andere Menschen ein.

Mir ist vollkommen schleierhaft, was in den Köpfen einiger Leute von den extremen Rändern vor sich geht, wenn die das alles vollkommen anders sehen und immer wieder davon schwafeln, dass sie auswandern wollen. Ich möchte definitiv in keinem anderen Land leben. Natürlich leben wir nicht im Paradies, aber wir sind relativ nahe dran. Und die Politik hat die Aufgabe, alles immer noch ein Stück besser zu machen. Da kann man unterschiedliche Schwerpunkte haben, die durch verschiedene Parteien unterschiedlich stark vertreten werden, aber grundsätzlich geht es darum, nach vorne zu blicken und Probleme zu lösen. Am besten so rechtzeitig, dass es noch zu schaffen ist.

Matthias



Antwort von Kevin Reimann:

Leider ist die Seite von Michael Krüger (ist oder war Geophysiker am Alfred-Wegener-Institut) abgeschaltet. Alle Autoren auf dem Server, angeblich seit 1 Jahr Wartungsarbeiten.

Ich habe aber eine Seite gefunden, auf der noch eine Arbeit von ihm per Pdf-Datei abrufbar ist.

http://www.vernunftkraft-hessen.de/word ... n-koennen/

Ich hatte die Arbeit auch mal unter Harald lesch verlinkt, ob er "diesen widerlichen Klimaleugner" nicht mal zerpflücken könnte. Konnte er natürlich nicht, da Krüger nur Zahlen der Klimapaniker benutzt hat und die sich selber ins Bein geschossen hätten.



Antwort von Bluboy:

Pianist
So hab ich das eigentlich auch gelernt
Da frag ich mich aber, woher die ganzen Unruhestifter kommen



Antwort von Drushba:

"Kevin Reimann" hat geschrieben:
Ich hatte die Arbeit auch mal unter Harald lesch verlinkt, ob er "diesen widerlichen Klimaleugner" nicht mal zerpflücken könnte. Konnte er natürlich nicht, da Krüger nur Zahlen der Klimapaniker benutzt hat und die sich selber ins Bein geschossen hätten.
Heisst Du auch in echt Kevin?))



Antwort von carstenkurz:

Bluboy hat geschrieben:
Da frag ich mich aber, woher die ganzen Unruhestifter kommen
Die sind eine natürliche Reaktion darauf. So wie unter 100% sterilen Bedingungen aufwachsende Kinder Autoimmunkrankheiten entwickeln.



Antwort von iasi:

Pianist hat geschrieben:
Bluboy hat geschrieben:
schreib doch mal welche Vorteile dir der Staat bietet.
Die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber ich sehe mich zu einer Antwort genötigt: Die Bundesrepublik Deutschland bietet mir die Basis für ein gutes selbstbestimmtes Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand. Bei uns hat jeder die Möglichkeit, eine gute schulische, berufliche und akademische Bildung zu erlangen. Man kann bei uns frei seine Meinung äußern, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen (auch wenn einige Leute das Gegenteil behaupten). Man kann zu vernünftigen Bedingungen arbeiten, das Verhältnis zwischen Löhnen und Lebenshaltungskosten ist viel besser als in zahlreichen anderen Ländern. Man kann sich selbständig machen und profitiert von verlässlichen Regeln und relativ guter Infrastruktur, bis hin zu ziemlich hoher öffentlicher Sicherheit. Und wir haben einen ausgewogenen Sozialstaat, der Hilfen für alle Menschen bietet, die es schwerer haben und die sich wenigstens minimal helfen lassen wollen. Wir haben auch ein ausgeprägtes Bewusstsein für bürgerschaftliches Engagement. In keinem anderen Land auf der Welt setzen sich so viele Menschen für andere Menschen ein.

Mir ist vollkommen schleierhaft, was in den Köpfen einiger Leute von den extremen Rändern vor sich geht, wenn die das alles vollkommen anders sehen und immer wieder davon schwafeln, dass sie auswandern wollen. Ich möchte definitiv in keinem anderen Land leben. Natürlich leben wir nicht im Paradies, aber wir sind relativ nahe dran. Und die Politik hat die Aufgabe, alles immer noch ein Stück besser zu machen. Da kann man unterschiedliche Schwerpunkte haben, die durch verschiedene Parteien unterschiedlich stark vertreten werden, aber grundsätzlich geht es darum, nach vorne zu blicken und Probleme zu lösen. Am besten so rechtzeitig, dass es noch zu schaffen ist.

Matthias
Gut beschrieben.

Aber dennoch gibt es in D eben diesen Hang zu übermäßigen Reglementierung. Irgendwann wird man auch noch einen WC-Führerschein einführen. Darmentleerung erst nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung.



Antwort von Kevin Reimann:

[
Heisst Du auch in echt Kevin?))


Jawohl, der Name ist Programm. Herr Lesch bzw. sein TerraTeam (?) und Stefan Rahmstorf auf seiner "Klimalounge" antworten sehr wohl auf Fragen im Kommentarbereich, wenn sie ihnen passen oder schmeicheln. Aber das wusstest Du bei der deinem Bildungshorizont sicherlich schon.



Antwort von Drushba:

"Kevin Reimann" hat geschrieben:
[
Heisst Du auch in echt Kevin?))
Jawohl, der Name ist Programm. Herr Lesch bzw. sein TerraTeam (?) und Stefan Rahmstorf auf seiner "Klimalounge" antworten sehr wohl auf Fragen im Kommentarbereich, wenn sie ihnen passen oder schmeicheln. Aber das wusstest Du bei der deinem Bildungshorizont sicherlich schon.



Ein Klima-Kevin.)) Arbeite doch mal dran, dass Harald Lesch und sein Team Dir antworten. Eventuell kommts auf die Fragestellung an, die nicht unbedingt mit dem Vornamen kongruent sein sollte.))



Antwort von Kevin Reimann:

Ich dachte Du würdest jetzt als Klimaexperte die Fragen von Krüger beantworten, lieber Drushba. Reicht es (mal wieder ) intellektuell nur für die billige Kevin-Nummer?



Antwort von Drushba:

"Kevin Reimann" hat geschrieben:
Ich dachte Du würdest jetzt als Klimaexperte die Fragen von Krüger beantworten, lieber Drushba. Reicht es (mal wieder ) intellektuell nur für die billige Kevin-Nummer?
Nein, ich heisse ja nicht Klima-Kevin.)) Und ich habe keinen Anlass am Klimawandel zu zweifeln, leider. Auch wenn das Zweifeln in diversen Kreisen schick ist, die derzeit die gesamte Erdscheibe stattdessen als von einem "great reset" bedroht ansehen. ;-)



Antwort von markusG:

Uff ich glaube wir können langsam mal den Thread splitten (lassen)^^ ist mal wieder sehr schnell eskaliert alles :D



Antwort von Frank Glencairn:

markusG hat geschrieben:

Demnach sind für dich auch demokratische Wahlen unbedeutend? Graßwurzelbewegungen? NGOs?
Wahlen: ja so ziemlich unbedeutend.
Zu einer Mehrheit langt es sowieso bei keiner Partei, und welche Farbkombination auch immer am Ende eine Koalition schließt, das Ergebnis für den Bürger ist weitgehend das selbe - alles wird teurer, alles wird schlechter, was erlaubt war wird verboten (oder verteuert). Das ganze unterscheidet sich dann nur in Nuancen und bestenfalls Schwerpunkten. Sicher wie das Amen ist jedenfalls, daß es die Reichen am wenigsten treffen wird und die Armen/Mittelstand am härtesten.

So genannte Graswurzelbewegungen entpuppen sich meistens als Astroturfing.

NGOs sind das Gegenteil von Demokratie, da sie auf die Gesetzgebung Einfluß nehmen, ohne vom Souverän ein Mandat bekommen zuhaben.
Selbsternannte Gesetzgeber die mit Geld/Gewalt/Druck ihre eignen Interessen durchsetzen wollen - geht gar nicht.


markusG hat geschrieben:

Konkret: was die letzten Jahrzehnte passiert ist schränkt das Leben derer ein, die noch kommen werden, viel mehr ein, als das was verlangt wird um das zu begrenzen
Ja, sag das mal der Aldi Kassierein die sich demnächst ihre alte Karre nicht mehr leisten kann, weil aus "GlobalWarming" Gründen ihre KFZ Steuer so weit erhöht wird, daß sie die Steuer nicht mehr bezahlen kann.

Ja soll sie doch mit dem Bus fahren - kommt dann als Antwort. Ja sollen sie doch Kuchen essen, könnte man genau so sagen.
Menschenverachtendes Geschwätz.

Und die - die noch kommen werden blah...
Die müssen wie tausende anderer Generationen vor ihnen selbst zusehen wie sie ihre Probleme lösen.
Warum sollten gerade die da ne Ausnahme sein?

markusG hat geschrieben:

Und in dem Zeitraum der letzten 200 Jahre war es maßgeblich Europa (und natürlich die USA) die für die Entwicklung zuständig waren. Die langfristigen Auswirkungen der Industrialisierung war bereits in einer Zeit bekannt, als China weit von der industrienation entfernt war als sie jetzt war.
Die Langfristigen Auswirkungen der Industrialisierung (vor allem Öl- und Kohlenutzung) sind vor allem weniger Krankheiten, längeres Leben, weniger Armut, besser Bildung, bessere Erträge, weniger Kindersterblichkeit, Entstehung eine Mittelstandes, unabhängige Individualmobilität etc.
Die Vorstellung man könne den Energie/Ressourcenverbrauch 200 Jahre zurück drehen (als es nur einen Bruchteil der Weltbevölkerung gab, und die eine sehr geringe Lebenserwartung hatte) ohne auf das Niveau eines Dritte-Welt-Landes zurück zu gehen, ist absurd.


markusG hat geschrieben:

Wie wäre es sich dafür einzusetzen China unter Druck zu setzen?
Andere Länder "unter Druck" zu setzen - am Deutschen Wesen wieder mal?
Ich bin strikt dagegen mich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen,
da ich ja auch nicht will, daß andere Länder sich bei uns einmischen. Oder fändest du es etwa gut,
wenn China Deutschland "unter Druck" setzen würde, um chinesische Interessen hier durchzudrücken?


markusG hat geschrieben:
Dir passt es nicht dass deine Nachbarn ständig Grillen und der Rauch zu dir rüberzieht?
Erstmal könnte mich nix weniger stören als grillende Nachbarn, im Gegenteil, ich würde rüber gehen, und fragen ob ich auch was bekomme :-)
markusG hat geschrieben:
Vielleicht mal mit anderen Geschädigten zusammen tun? Den Bürgermeister einschalten? Alles andere ist Kapitulation. Ohnmacht.
In einem Wort, einen Lynchmob aufstellen, und bei der Obrigkeit verpetzen, um die eigenen Interessen durchzusetzen.
Cancelculture im Idealbild des Deutschen Spießer Blockwarts.



Antwort von Bluboy:

+++ 275 Schnellteststellen in München +++

In München gibt es aktuell 275 Standorte, an denen man einen kostenlosen Corona-Schnelltest machen kann. Diese Zahl setzt sich aus 154 Teststationen, die von 76 verschiedenen Teststellenbetreiber organisiert werden, und 121 Apotheken, in denen man sich mittels Antigen-Schnelltestung auf das Coronavirus untersuchen lassen kann, zusammen.

39% der über 16jährigen haben zudem die erste Dröhnung.



Antwort von markusG:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Wahlen: ja so ziemlich unbedeutend.
Tja du bist ja gegen Sozialismus, die andere Seite wäre Diktatur. Das perfekte System muss noch gefunden werden...dann wiederum: es ist alles ein Kompromiss, wir leben in einer Mehrheitsgesellschaft. Dass du zurückstecken musst ist der Preis der gesellschaftlichen Teilhabe...
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
alles wird teurer, alles wird schlechter, was erlaubt war wird verboten (oder verteuert).
Kannst ja mal die Schweden oder Finnen fragen wie die das so empfinden. Da gibt es ja CO2 Steuern seit den 90ern...
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
So genannte Graswurzelbewegungen entpuppen sich meistens als Astroturfing.
Schöne Pauschalisierung...
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
NGOs sind das Gegenteil von Demokratie, da sie auf die Gesetzgebung Einfluß nehmen, ohne vom Souverän ein Mandat bekommen zuhaben.
Selbsternannte Gesetzgeber die mit Geld/Gewalt/Druck ihre eignen Interessen durchsetzen wollen - geht gar nicht.
Du verwechseltst da gerade was mit Konzernen ;) Oder was ist denn z.B. an Reporter ohne Grenzen oder Amnesty International antidemokratisch?
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ja, sag das mal der Aldi Kassierein die sich demnächst ihre alte Karre nicht mehr leisten kann, weil aus "GlobalWarming" Gründen ihre KFZ Steuer so weit erhöht wird, daß sie die Steuer nicht mehr bezahlen kann.
Kannst dir gerne mal durchlesen was ich verlinke. Aber darf nicht sein was du dir nicht vorstellen kannst, gell? Klar Finnland und Schweden ist inzwischen von Armut überflutet...
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ja soll sie doch mit dem Bus fahren - kommt dann als Antwort. Ja sollen sie doch Kuchen essen, könnte man genau so sagen.
Menschenverachtendes Geschwätz.
In Städten ist das kein Luxus, sondern Notwendigkeit: du scheinst ja scheinbar ländlich zu wohnen. Städte ersticken derweil im Individualverkehr. Individualverkehr ist aber nunmal individuelle Freiheit mit gesellschaftlichem Schaden, also im Endeffekt schädlich für die Gesellschaft und damit letzten Endes Menschenverachtend. Mit dem eigenen Egoismus zwingt man anderen die Inkaufnahme von gesundheitlichem Schaden auf. Kannst ja mal mit Stadtbewohnern reden...
Für alles andere muss es Regelungen geben - z.B. Gratistickets für Geringverdiener.

Also nochmal: mit deinem Anspruch auf individuelle Freiheit beschneidest du die Freiheit anderer auf körperliche Unversehrtheit. Du persönlich, mit deinem Verhalten. Mit Folgekosten für die gesamte Gesellschaft. DAS ist menschenverachtend.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Die müssen wie tausende anderer Generationen vor ihnen selbst zusehen wie sie ihre Probleme lösen.
Warum sollten gerade die da ne Ausnahme sein?
Es gibt auch Menschen die mehr als von A nach B denken können und sich eben um Mitmenschen sorgen - auch Generationsübergreifend. Aber klar, das wird in einer Gesellschaft voller Narzissten natürlich immer unwichtiger - deswegen haben wir ja den ganzen Schlamassel.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Die Langfristigen Auswirkungen der Industrialisierung (vor allem Öl- und Kohlenutzung) sind vor allem weniger Krankheiten
Da gibt es keinen logischen Zusammenhang. Die medizinischen Fortschritte sind nicht direkt mit der Industrialisierung gekoppelt. Und das kannst du ausserdem mal den Opfern des Great Smokes erklären...generell denjenigen die jedes Jahr an Umweltverschmutzung sterben
https://www.tagesschau.de/ausland/eurep ... schmutzung.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Die Vorstellung man könne den Energie/Ressourcenverbrauch 200 Jahre zurück drehen (als es nur einen Bruchteil der Weltbevölkerung gab, und die eine sehr geringe Lebenserwartung hatte) ohne auf das Niveau eines Dritte-Welt-Landes zurück zu gehen, ist absurd.
Für dich gibt es immer noch bloß schwarz/weiß, oder wie?

Kannst dich ja mal mit skandinavischen Modellen auseinandersetzen (z.B. das finnische Kalasatama) wie man Klimaverträglichkeit mit Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit kombinieren kann. Es ist möglich. Die Erwartung von heute auf morgen Veränderungen zu schaffen ist vielleicht ambitioniert - das hält die Skandinavier aber nicht ab. Oder die Niederländer (wo moderne Sozialwohnungen einen Bruchteil derer in DE kosten...)

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Andere Länder "unter Druck" zu setzen - am Deutschen Wesen wieder mal?
Nö, am globalen Interesse. nicht umsonst treffen sich die Staaten regelmäßig zu solchen Verhandlungen. "Druck" im Sinne von Sanktionen ist dann halt die nächste Eskalationsstufe, gefolgt von militärischer Intervention. Alles schonmal dagewesen, aber meist aus nationalistischen Gründen. Der Klimawandel ist aber ein globales Problem, das aber auch in China inzwischen Thema ist wo massiv in Photovoltaik investiert wird oder öffentlicher Nahverkehr nicht als "menschenverachtend" gilt...

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ich bin strikt dagegen mich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen,
da ich ja auch nicht will, daß andere Länder sich bei uns einmischen. Oder fändest du es etwa gut,
wenn China Deutschland "unter Druck" setzen würde, um chinesische Interessen hier durchzudrücken?
Also ich finde es gut dass sich andere Staaten eingemischt haben und die Naziherrschaft beendet haben. Es kommt immer auf die Legimitation an - die natürlich subjektiv ist. Beim Thema Klimawandel dagegen gibt es globalen Konsens...nur eben mit unterschiedlicher Priorität.

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Erstmal könnte mich nix weniger stören als grillende Nachbarn, im Gegenteil, ich würde rüber gehen, und fragen ob ich auch was bekomme :-)
Das ist dann Punkt 1 (Reden) :)
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
In einem Wort, einen Lynchmob aufstellen, und bei der Obrigkeit verpetzen, um die eigenen Interessen durchzusetzen.
Bollocks. Wieso kommst du gleich zum lynchen? Das habe ich doch in dem Beispiel extra ausgeschlossen. Es ging darum dass Schädigung durch Fremde eben geregelt werden muss. Lass es mal kein Grill sein, sondern der Nachbar verbrennt Autoreifen. Ist ja seine Freiheit. Die giftigen Gase ziehen aber zu dir rüber. Bei dem von mir beschriebenen Prozess wird es geregelt, dass alle beteiligten ihre Rechte und Pflichten geregelt kriegen - ob durch persönliche Absprache, Gerichte, oder Staaten. Nennt sich Zivilisation, Gesetze wurden eben dafür eingeführt sich nicht gegenseitig an die Gurgel zu gehen wie es davor der Fall war.

Und ehrlich gesagt glaube ich dass du der erste wärst der die Mistgabel aufhebt und Selbstjustiz übst - da du nicht an die Staatsmacht glaubst und auf deine "Freiheit" bestehst...



Antwort von markusG:

iasi hat geschrieben:
Aber dennoch gibt es in D eben diesen Hang zu übermäßigen Reglementierung.
An anderer Stelle wird zu viel dereguliert - siehe Wohnungsmarkt. Total vor die Wand gefahren.



Antwort von Mantas:

Respekt MarkusG, wieviel Mühe du dir hier gibst. Hilft nur nix.



Antwort von markusG:

Naja ist leider alles zwischen Tür und Angel da ich gerade ordentlich den Schreibtisch voll hab und auch mal zum Arbeiten kommen muss^^
Würde das ja auch gerne alles irgendwie mal vernünftig diskutieren, mit mehr Recherche usw., aber dann wiederum ist das hier auch der falsche Ort dafür, und da gibt es sicher Menschen die mehr im Thema drin sind. Und Frank macht sich ja auch die Mühe elaboriert zu antworten, also alles gut.

Aber jetzt halt ich auch mal die Schnauze, es geht ja eigentlich um Impfung für Medienschaffende^^



Antwort von Frank Glencairn:

markusG hat geschrieben:

jede Menge Zeugs...
Okay - wie schon bei dem anderen Thread, time out - keine Chance das die Diskussion zu irgendwas führt, außer im OT zu landen.
Du lebst in ständiger Angst vor irgendwelchen Bedrohungen, wo ich nicht mal Bedrohungen sehe, geschweige denn Angst davor habe.
Das bedeutet daß deine ganze Prämissen für mich gar nicht funktionieren, und deshalb auch deine Lösungen nicht.

Wir sind deshalb so verschieden, leben offensichtlich in so verschiedenen Welten, und nehmen die Welt so unterschiedlich wahr,
daß wir hier nie einen Konsens finden können.

Wenn überhaupt müßten wir die Diskussion bei einem Bier (am Grill) fortsetzen, weil das hier erstens nicht der Ort für sowas ist, und ein persönliches Gespräch dafür sowieso immer besser ist, als in einem Forum.

Lassen wir's dabei - bringt uns ja nicht weiter.



Antwort von roki100:

Heute ist schon wieder Mittwoch! Und auch am Mittwoch ist ein freundliches Miteinander angesagt.



Antwort von Pianist:

Drushba hat geschrieben:
Und ich habe keinen Anlass am Klimawandel zu zweifeln, leider.
Dass es nicht gut ist, weiterhin Unmengen an Kohlenstoffverbindungen freizusetzen, sollte eigentlich klar sein. Ich weiß nicht, ob wir Menschen es gemeinsam hinbekommen, die Erderwärmung zu verlangsamen. Die Auswirkungen gerade in ärmeren Ländern werden jedenfalls katastrophal sein. Eins weiß ich aber genau: Es kann nicht verkehrt sein, wenn man sein eigenes Verhalten ein wenig optimiert, um beispielsweise weniger Strom zu verbrauchen, weniger Benzin und Diesel zu verbrennen und so weiter. Vielleicht auch weniger Fleisch essen, und bei allem, was man kauft, mehr als bisher auf Qualität und Entstehungsgeschichte achten. Der Trend geht ja auch in die Richtung, dass immer mehr Menschen sowas wichtig finden, und ihren Beitrag leisten. Wenn ganz viele das machen, dann bleibt das durchaus nicht ohne Effekt.

Einfach nur zu sagen: "Ich ändere nichts, weil ich eh nichts ändern kann" ist jedenfalls keine Lösung. Aber natürlich alles mit Augenmaß, und nicht mit blindem Aktionismus. Es kann ja nun auch nicht sein, dass wir uns in Höhlen zurückziehen, uns möglichst nicht vom Fleck rühren, und auf den Tod warten. Aber bei allem, was wir tun, können wir schon versuchen, es besser als bisher zu machen.

Matthias



Antwort von markusG:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Du lebst in ständiger Angst vor irgendwelchen Bedrohungen, wo ich nicht mal Bedrohungen sehe, geschweige denn Angst davor habe.
Ich weiß nicht ob Bedrohungen immer erst Roland Emmerich Niveau erreichen müssen :D Wenn ich aber mitbekomme dass der Wasserdruck nachlässt weil das Grundwasser nicht mehr ausreichend aufgefüllt wird, dann ist das in erster Linie ärgerlich. Aber wenn man sich dann mal umschaut und nicht in der eigenen Bubble bleibt sieht man die globalen Ausmaße, erst recht im globalen Süden. Aber allein ein Gespräch mit lokalen Bauern & Förstern kann viele Einblicke liefern die man als Laie so nicht hat. Wir mögen in einer privilegierten Lage sein, so das Angst vielleicht der falsche Begriff ist. Aber man sollte mindestens aufhorchen.Wir leben in einer globalisierten, verknüpften Welt.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
und ein persönliches Gespräch dafür sowieso immer besser ist, als in einem Forum.
Das sowieso -_- aber c'est la vie. Aber schon spannend. Zum Thema unterschiedliche Lebensrealitäten und resultierenden Sichtweisen usw. hat ja mal die Zeit (iirc) behandelt und Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten zusammengebracht. Aber du hast ja sicher auch grillende Nachbarn mit Kindern mit denen du dich darüber unterhalten kannst, das ist dann vlt. näher dran :)

Egal, weiter mit dem Impfsaft hier B) *Prost*



Antwort von iasi:

Pianist hat geschrieben:
Drushba hat geschrieben:
Und ich habe keinen Anlass am Klimawandel zu zweifeln, leider.
Dass es nicht gut ist, weiterhin Unmengen an Kohlenstoffverbindungen freizusetzen, sollte eigentlich klar sein. Ich weiß nicht, ob wir Menschen es gemeinsam hinbekommen, die Erderwärmung zu verlangsamen. Die Auswirkungen gerade in ärmeren Ländern werden jedenfalls katastrophal sein. Eins weiß ich aber genau: Es kann nicht verkehrt sein, wenn man sein eigenes Verhalten ein wenig optimiert, um beispielsweise weniger Strom zu verbrauchen, weniger Benzin und Diesel zu verbrennen und so weiter. Vielleicht auch weniger Fleisch essen, und bei allem, was man kauft, mehr als bisher auf Qualität und Entstehungsgeschichte achten. Der Trend geht ja auch in die Richtung, dass immer mehr Menschen sowas wichtig finden, und ihren Beitrag leisten. Wenn ganz viele das machen, dann bleibt das durchaus nicht ohne Effekt.

Einfach nur zu sagen: "Ich ändere nichts, weil ich eh nichts ändern kann" ist jedenfalls keine Lösung. Aber natürlich alles mit Augenmaß, und nicht mit blindem Aktionismus. Es kann ja nun auch nicht sein, dass wir uns in Höhlen zurückziehen, uns möglichst nicht vom Fleck rühren, und auf den Tod warten. Aber bei allem, was wir tun, können wir schon versuchen, es besser als bisher zu machen.

Matthias
Es gibt eben nun einmal zu viele Menschen. Und auch trotz Corona werden es ständig mehr. Dabei steigt der Bedarf des unersättlichen Einzelnen.

Von Natur muss doch sowieso niemand mehr reden - 3/4 der festen Erdoberfläche sind schon umgestaltet - in D doch fast schon 100%.
Die Deutschen schimpfen über die Brasilianer, weil die nun das machen, was wir schon vor einem Jahrtausend erledigt hatten.

In ärmeren Ländern leben die Menschen ständig in katastrophalen Zuständen.
30 Mio. Corona-Tote? 30 Mio. Kinder sterben jährlich an Unterernährung.



Antwort von Drushba:

Pianist hat geschrieben:

Dass es nicht gut ist, weiterhin Unmengen an Kohlenstoffverbindungen freizusetzen, sollte eigentlich klar sein. Ich weiß nicht, ob wir Menschen es gemeinsam hinbekommen, die Erderwärmung zu verlangsamen. Die Auswirkungen gerade in ärmeren Ländern werden jedenfalls katastrophal sein.
Wenn ich ganz ehrlich bin, sehe ich keine Chance mehr. Es müsste so viel so schnell geändert werden, dass es einfach nicht mehr zu machen ist. Und dann seh ich die Kids von Freunden, die voller Elan sind und hoffen, doch noch was reissen zu können. Da möchte ich nicht den Spielverderber geben und lieber noch symbolisch ein Apfelbäumchen mitpflanzen. Auch das mit den notwendigen Einschränkungen stimmt schon. Bei mir bedeutet das, fast nur noch Fahrrad und Bahn zu fahren, ausser zum Dreh. Fast kein Fleisch mehr kaufen, ausser bei Einladungen (schmeckt dann komischerweise auch nicht mehr so gut, wenn mans nicht mehr gewohnt ist). Ist halt nur ein Tropfen und es würde wohl auch nicht reichen, wenn die Mehrheit so (leicht eingeschränkt) lebte. Und die Marktwirtschaft läuft weiter, als wäre alles nie anders gewesen. Allein Beton verursacht in der Herstellung 3x soviel CO2 wie Flugverkehr und erodiert ganze Landstriche. Trotzdem wird gebaut wie nie. Und sollte der CO2-Anstieg demnächst tatsächlich gestoppt sein, dann werden immer noch die Meere überfischt und zerstört, die Wälder gerodet, die Äcker und Gewässer vergiftet, etc und sämtliche Ökosysteme auch ohne zuviel CO2 erledigt. Das Schlimme ist, dass das jeder von uns schon auf dem Schulhof wusste, lange vor Greta. Wir haben halt trotz besserem Wissen unsere Pausenbrote gefressen statt Freitags zu streiken, allenfalls mal ein paar nutzlose Wortwechsel mit verbeamteten Besserwissern geführt und die Jüngeren baden die damalige Passivität unserer Generation jetzt aus. Hab da schon ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich zur Punk- und nicht zur Polohemdfraktion gehörte. Aber eigentlich sogar eben drum.) Also ganz realistisch: Was tun?

PS: Die Leugner des Klimawandels passen ja wie von der Industrie finanziert in dieses Sznenario hinein. Tastatur-Söldner im Dienste des weiter-so Wirtschaftskreislaufs. Allerdings kann man als Nichtverschwörungstheoretiker ohne irgendeinen Zweifel sehen, dass diese Leute von selber so geworden sind und keinen Scheck von aussen dafür erhalten (evtl. von ein paar PR-Agenturen abgesehen, die von der Industrie fürs Gegenfeuern tatsächlich bezahlt werden). Das macht eigentlich noch mehr Angst, denn was wir bräuchten wäre ja eine klare Position der Erkenntnis und der Vernunft, auf deren Grundlage wir Lösungen erarbeiten könnten. Und selbst das Offensichtliche ist als Konsens in breiter Masse nicht möglich...



Antwort von iasi:

Drushba hat geschrieben:
Pianist hat geschrieben:

Dass es nicht gut ist, weiterhin Unmengen an Kohlenstoffverbindungen freizusetzen, sollte eigentlich klar sein. Ich weiß nicht, ob wir Menschen es gemeinsam hinbekommen, die Erderwärmung zu verlangsamen. Die Auswirkungen gerade in ärmeren Ländern werden jedenfalls katastrophal sein.
Wenn ich ganz ehrlich bin, sehe ich keine Chance mehr. Es müsste so viel so schnell geändert werden, dass es einfach nicht mehr zu machen ist. Und dann seh ich die Kids von Freunden, die voller Elan sind und hoffen, doch noch was reissen zu können. Da möchte ich nicht den Spielverderber geben und lieber noch symbolisch ein Apfelbäumchen mitpflanzen. Auch das mit den notwendigen Einschränkungen stimmt schon. Bei mir bedeutet das, fast nur noch Fahrrad und Bahn zu fahren, ausser zum Dreh. Fast kein Fleisch mehr kaufen, ausser bei Einladungen (schmeckt dann komischerweise auch nicht mehr so gut, wenn mans nicht mehr gewohnt ist). Ist halt nur ein Tropfen und es würde wohl auch nicht reichen, wenn die Mehrheit so (leicht eingeschränkt) lebte. Und die Marktwirtschaft läuft weiter, als wäre alles nie anders gewesen. Allein Beton verursacht in der Herstellung 3x soviel CO2 wie Flugverkehr und erodiert ganze Landstriche. Trotzdem wird gebaut wie nie. Und sollte der CO2-Anstieg demnächst tatsächlich gestoppt sein, dann werden immer noch die Meere überfischt und zerstört, die Wälder gerodet, die Äcker und Gewässer vergiftet, etc und sämtliche Ökosysteme auch ohne zuviel CO2 erledigt. Das Schlimme ist, dass das jeder von uns schon auf dem Schulhof wusste, lange vor Greta. Wir haben halt trotz besserem Wissen unsere Pausenbrote gefressen statt Freitags zu streiken, allenfalls mal ein paar nutzlose Wortwechsel mit verbeamteten Besserwissern geführt und die Jüngeren baden die damalige Passivität unserer Generation jetzt aus. Hab da schon ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich zur Punk- und nicht zur Polohemdfraktion gehörte. Aber eigentlich sogar eben drum.) Also ganz realistisch: Was tun?
Es sind doch nicht die Kids der Freunde, die darunter leiden werden - sie gehören doch sowieso eher auch zu den Verursachern.

Es ist zwar bitter, wenn es die Urlaubsinsel vielleicht irgendwann nicht mehr gibt, auf der die Kids mit ihren Eltern so schöne Ferien verlebt hatten. Aber richtig unangenehm wird es doch eher für die Menschen, die dort gelebt hatten.

Es ist doch bezeichnend, welche Milliarden- ja Billionenbeträge plötzlich locker gemacht werden können, wenn sich so ein Virus in Europa breit macht. Aber wenn in fernen Ländern Krisen gibt, belässt man es bei der 5€-Weihnachtsspende, während die lieben Kleinen mehr als reichlich beschenkt werden.

Aber was soll´s. Während die Jüngste zum 18.Geburtstag ein E-Auto bekommt und die Umwelt rettet, verbrennt irgendwo eine Familie alte Autoreifen, damit es in der Hütte nicht zu kalt wird.



Antwort von markusG:

Drushba hat geschrieben:
Allein Beton verursacht in der Herstellung 3x soviel CO2 wie Flugverkehr und erodiert ganze Landstriche.
Zwar nicht der einzige der darüber nen Beitrag gebracht hat, dennoch:
https://www.youtube.com/watch?v=AsvAsB1HDTM&t=1s
Drushba hat geschrieben:
Trotzdem wird gebaut wie nie
Genau das gleiche Problem: statt zu sarnieren wird geplättet und neu aufgebaut. Ökologische Folgekosten werden dann gerne in die Zukunft verlagert. "Aber die Rendite"...
zum Bild https://imgur.com/gallery/tsCYc
Drushba hat geschrieben:
Das Schlimme ist, dass das jeder von uns schon auf dem Schulhof wusste, lange vor Greta.
Es ist ja auch nicht so dass nicht nichts passiert ist. Nur eben nicht genu, war ja "nicht so dringend".
Drushba hat geschrieben:
Also ganz realistisch: Was tun?
Jedenfalls kein Status Quo:
Ressourcen aufgebraucht: Ab heute bräuchten wir eine zweite Erde
https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit ... uchten-wir
Fullstop wäre vielleicht effektiv, aber alles andere als realistisch, daher vermute ich dass es ein sukzessiver Wandel wird. Wer weiß, vielleicht werden Mechanismen entwickelt um das als neues Wirtschaftsziel - quasi als "Grünes Wachstum". Gibt dazu ja auch Modelle. Dafür müsste aber das Attribut "Gier" aus der Menschheit verschwinden...
Drushba hat geschrieben:
Also ganz realistisch: Was tun?
PS: Die Leugner des Klimawandels passen ja wie von der Industrie finanziert in dieses Sznenario hinein. Tastatur-Söldner im Dienste des weiter-so Wirtschaftskreislaufs. Allerdings kann man als Nichtverschwörungstheoretiker ohne irgendeinen Zweifel sehen, dass diese Leute von selber so geworden sind und keinen Scheck von aussen dafür erhalten (evtl. von ein paar PR-Agenturen abgesehen, die von der Industrie fürs Gegenfeuern tatsächlich bezahlt werden). Das macht eigentlich noch mehr Angst, denn was wir bräuchten wäre ja eine klare Position der Erkenntnis und der Vernunft, auf deren Grundlage wir Lösungen erarbeiten könnten. Und selbst das Offensichtliche ist als Konsens in breiter Masse nicht möglich...
Tja da ist noch ein Bärendienst notwendig was Bildung angeht. Ich fand das Futurium in Berlin ziemlich gut - allerdings auch relativ hochschwellig. Viele haben den Teller dermaßen voll mit Alltagsproblemen dass sie nicht den Luxus haben darüber hinwegzuschauen; aber auch die gilt es abzuholen, wie eben mit Corona / Impfen. Es hat niemand was davon wenn das ganze ein akademisches Gehabe bleibt.


p.s.: empfehlenswert auch die Kurzdoku von Arte:
https://www.youtube.com/watch?v=f6m1i6v7xkM



Antwort von Bluboy:

Solche Leute brauchen Wir

https://www.gruene.de/aktionen/mach-mit ... zfeuerwehr



Antwort von Jott:

Wer den Klimawandel als Lüge sehen will, findet seine Argumente hierzulande am besten über Naomi Seibt. Der von der AfD hofierte Jungstar wurde bis vor Jahresfrist vom Heartland-„Institute“ angeheuert und dafür bezahlt, deren Ziele professionell nach Deutschland zu tragen und die Energiewende zu bekämpfen. Mit großem Erfolg, jede Menge Klimaleugner beziehen sich auf die Einser-Abiturientin Naomi. Die sich als Selbstdenkerin inszeniert, was aber Quatsch ist, auch wenn man mal nachschaut, was die Mutter so treibt.

Was ist das Heartland-„Institute“? Klingt so harmlos:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/The_Heartland_Institute

Seibt funktioniert prächtig als bezahlte Desinformationsschleuder. Läuft. Und wenn man schon mal dabei ist: Covid-Leugnen und Impfpanik gehören jetzt natürlich auch zum Portfolio, wie die szeneübliche Prise Antisemitismus und QAnon-Geraune. Was YouTube dazu veranlasst hat, ihren Kanal dicht zu machen. Aber sie hat ja eine nette Website und einen dermaßen rechtslastigen Telegram-Kanal, dass er droht, vom Rand der Erdscheibe zu kippen.

Gerne besuchen und sich bilden! :-)



Antwort von Axel:

markusG hat geschrieben:
Ökologische Folgekosten werden dann gerne in die Zukunft verlagert. "Aber die Rendite"...
Eine Wende ist nur möglich, wenn der Kapitalismus stark reguliert wird. Bei "uns" ist er Selbstzweck und die eigentliche Staatsform (nicht nur Wirtschaftsprinzip).
markusG hat geschrieben:
Dafür müsste aber das Attribut "Gier" aus der Menschheit verschwinden...
Ist ja glaube ich eine der sieben Todsünden, also ganz offenbar ein inherentes Übel, etwas für uns liebe Knuddel ganz Charakteristisches. Ich glaube nicht, dass man das ändern kann. Es ist aber in "unserer" Gesellschaft so, dass Gier belohnt wird. Jeff Bezos hat an der Pandemie exakt so viel verdient wie sämtliche US-amerikanischen Privathaushalte verloren haben. Er tröstet sich gerade mit einer 127 Meter langen Segelyacht für eine halbe Milliarde Dollar. Wegen der Segel kann auf dem Schiff kein Hubschrauber landen. Deswegen gibt es ein zweites Service-Schiff, das vom Rumpf des großen aufgenommen werden kann. Erinnert mich an Stromberg aus The Spy Who Loved Me.

Nun ist es mir herzlich egal, ob Bezos sich auf seinem privaten Alp-Traumschiff zu Tode langweilt, obwohl man natürlich mit der Kohle andernorts viel Gutes hätte tun können. Wichtiger finde ich, dass der Mythos nicht nur hinterfragt, sondern restlos zerstört wird. Amazon hat die Welt nicht besser gemacht. Alle Superreichen haben zu einer gierigeren, ungerechteren und unsicheren Welt beigetragen. Dasselbe gilt für Großkonzerne, besonders Pharma. Das muss alles zerschlagen werden.



Antwort von markusG:

Jott hat geschrieben:
Wer den Klimawandel als Lüge sehen will, findet seine Argumente hierzulande am besten über Naomi Seibt.
Oh Gott die gibt es noch? Die als "Anti Greta" titulierte Person? Ich finde es total befremdlich so einen Personenkult-Zirkus zu veranstalten. Mit Trump als neuen "Führer" hatte das ja schon ziemlich bedenkliche Dimensionen angenommen...aber vielleicht brauchen einige halt auch ein wenig extra Drama in ihrem Leben^^




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