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Infoseite // Imagefilm für ein kleines Pharmaunternehmen

Blackmagic URSA Broadcast G2

Frage von GaToR-BN:


Hallo Filmemacher,

ehrlich gesagt habe ich etwas Muffensausen mich hier der Kritik zu stellen und doch will ich gerne weiter lernen.
Ich selbst komme ich aus dem Bereich der Stockphotography, der sich in den letzten Jahren ja nicht so großartig entwickelt haben. Die People-Clips (Apotheke & Co.) kommen entsprechend von Extern.
So versuche ich jetzt, als Einzelkämpfer für kleine Filme einen Fuß in die Tür zu bekommen.

In dem Projekt ging es um einen günstigen Imagefilm für ein Unternehmen in der Nachbarschaft. Etwas Unglücklich bin ich über die Licht- und Tonverhältnisse, da der gebuchte Raum sehr viel Hall hatte und ich mit meinen kleinen Lampen gegen die Sonne wenig Mittel hatte. Evtl. hätte ich die Lampe (Godox SL60) ohne Softbox einsetzten können. Viel Zeit (und Spaß) hatte ich dagegen an den Stop-Motion-Animationen der Packungen.

Also was fällt euch positiv/negativ auf? Was stört evtl. den Fluss? Wo kann ich jetzt noch was verbessern? Wie wirkt der Film auf euch?

https://www.idenos.de/video/pharmavital-f0_975.mov

PS: Der Kunde ist bereits jetzt zufrieden und doch stecke ich da gerne noch mal etwas Zeit rein.

Grüße aus Bonn,

Martin

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Antwort von 3Dvideos:

Die Licht- und Farbkorrektur verdient noch einmal besondere Aufmerksamkeit. Ein Problem ist eine Übersättigung um ein Drittel.

Die Hautfarbe des Chefs schwankt von Einstellung zu Einstellung. Er sieht aus, als hätte er erhöhte Billirubin-Werte, hätte einen Leberschaden, Hepatitis oder Medikamentenschäden. Für einen Pharmachef kommt das nicht so gut.

Die Ursache dafür können unzureichende Tutorials im Internet zu Resolve sein. Der "Teal and orange"-Look hat eben auch seine Nachteile. Daher sollte man am Vektorskop mal behutsam mit dem Rotwert runtergehen.

Außerdem ist der Chef im Gegenlicht unterbelichtet. Eine zu schwache Lampen-Ausstattung darf dafür keine Ausrede sein. In der Post kann man das noch normalisieren.

Die Rebounce-Effekte bei den Übergängen wirken sehr unruhig, eher wie eine Filmstörung. Weniger wäre da mehr.

Dann sieht man beim Re-Timing typische Feinruckler.

Das könnte mindestens fürs nächste Projekt relevant werden. Denn der jetzige Kunde ist ja bereits zufrieden.

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Antwort von dnalor:

Also, erst mal Glückwunsch für deinen ersten Imagefilm. Wenn der Kunde zufrieden ist, ist das doch auch schon mal ein gutes Gefühl. Ich habe schon schlechtere Filme gesehen, trotzdem ist noch Luft nach oben.

Was mir auf die Schnelle auffällt:

- Die Farben der zugekauften Clips unterscheiden sich sehr von den selbstgedrehten Clips. Also insgesamt ist der Clip nicht in einer Farbwelt.
- Die zugekauften Clips sind teilweise sehr beliebig und unterstützen oft die Story nicht.
- Die Musik ist ziemlich eintönig.
- Die Erzählteile wirken für mich manchmal sehr für sich selbst gestellt und abgehackt. Da sagt er einen kurzen Satz und dann kommt erst mal nix mehr. DAs wirkt auf mich nicht rund.
- die Übergänge sind sehr beliebig, da ist weniger mehr.
- Kamerafahrten teils ruckelig.

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Antwort von 3Dvideos:

Hier gibt es den Chef normalisiert. Die Werte wirken dann auch im Gesamtkontext harmonisch.

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Antwort von GaToR-BN:

3Dvideos hat geschrieben:
Hier gibt es den Chef normalisiert. Die Werte wirken dann auch im Gesamtkontext harmonisch.
Hey Danke. Das ist echt nett von dir!

Wie war hier dein Workflow zu dem Ergebnis? Die Hauttöne von Hintergrund in einer Node separieren und dann einzeln bearbeiten?
Sieht bei mir etwas blass aus. Werden Morgen vorher mal meinen Monitor mal prüfen!

Falls jemand einen Link zu einem besonders gutem Tutorial zum Graden oder einem Hinweis zu "richtigen" Tool zur Problemlösung geben kann, wäre das großartig.
Wahrscheinlich die Hauttöne von Hintergrund in einer Node separieren und dann einzeln anpassen?

Bei den Übergängen habe ich es wirklich übertrieben. Ist hilfreich so klar zu hören. Danke!

Grüße, Martin

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Antwort von GaToR-BN:

Hallo Filmemacher,

ich habe die Farben versucht zu korrigieren und auch etwas die Schärfe und Farbe zwischen dem gedrehten Material und die externen Clips zu vereinheitlichen. Auch habe ich die Übergangseffekte reduziert und ein paar Clips ausgetauscht. Beim nächsten Projekt werde ich mehr auf Studiolicht setzen, damit ich eine einheitliche Basis habe.

Gibt noch viel zu lernen. Das ist jetzt die letzten Version:
https://vimeo.com/516677341/a2bf221896

Noch mal Danke für das konkrete Feedback von euch.

Grüße, Martin

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Antwort von 3Dvideos:

Keine Ursache. Gern geschehen.

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Antwort von 3Dvideos:

Vielleicht nachträglich noch ein Tipp zum Workflow: Dass man ein bisschen Rot wegnehmen muss, hatte ich ja bereits schon gesagt. Ansonsten muss man mal wirklich alle Instrumente der Farbbearbeitung ausprobieren.

Auch bei der 3D-Farbstanze ( Greenscreen ) sollte man versuchen, über das simple Toolangebot hinauszugehen. Dafür gibt es unterschiedliche Wege. Zwischenrendern ist die umständlichere Möglichkeit. Aber es genügt, ein paar Nodes mehr zu setzen. Es lohnt sich, Luma und Chroma getrennt zu bearbeiten.



Mag die These der Überlegenheit in diesem Punkt von Resolve gegenüber Magix und PD gewagt erscheinen, wird man durch Test feststellen, dass Magix deutliche Farbränder um das ausgestanzte Objekt hinterlässt und bei PD Greenscreen allenfalls eine Demoversion ist.

Space


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