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Suche ein solides Video-Stativ für leichte Kameras



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Frage von NiemandBesonderes:


Hi zusammen,

ich hab bald wieder etwas Geld um mein Dreh-Equipment auszubauen und da dachte ich mir es ist allerhöchste Zeit, dass ich mir vernünftige Stative leiste und da wurd mir empfohlen, dass ich hier mal nach Empfehlungen frage.

Ein Einbeiner hat erstmal Vorrang, da ich eins für einen längerfristigen Job brauch, wo es nicht wirklich lohnt sich 10-12 mal eins zu mieten, aber falls noch ein brauchbares Dreibeinstativ in das relativ enge Budget von rund 500-600€ passen würde, wäre das das absolute Optimum.

Jetzt bin ich mir aber gar nicht so sicher, was ich mir holen sollte, da ich mir für Aufträge immer richtig dicke Stative geliehen hab, die eigentlich für deutlich größere Kameras, wie ne FS7 gedacht sind.

Auf die Stative soll nämlich nur eine a7s, die selbst mit kompletten Rig und relativ schweren Objektiven maximal auf 2-2,5kg kommt.
Die Stative die ich sonst genutzt hab, wären da ja absoluter overkill.

Meine aktuelle Überlegung wären das Manfrotto XPro-Einbein mit dem 500er-Kopf und das 502AM-Dreibein mit dem 502er Kopf zu holen.
Manfrotto eigentlich nur, weil ich damit (abgesehen von Sachtler, die ja weit ausserhalb des Budgets sind) die meiste Erfahrung gemacht hab.

Alles zusammen wäre ich damit bei ~625€ und gerade noch im Budget, aber ich hab viel gutes von den günstigeren Herstellern wie Wallimex, Cullimann oder Benro gehört, aber bin mir da mega unsicher, da mir extrem oft eingetrichtert wurde, dass man gerade bei Stativen nicht sparen sollte.

Was meint ihr? Gibt es in der Preisklasse ernsthafte Konkurenz zu den Manfrotto-Stativen, die ich mir anschauen sollte?
Gibt es bei den günstigeren Marken einen guten Geheimtipp, wo ich n bischen was sparen kann ohne schlechtes Gewissen zu haben?
Sollte ich mit dem Dreibein vlt. noch etwas warten und sparen?

Ich hoffe ihr könnt mir da etwas bei der Entscheidung helfen.



Antwort von cantsin:

Das wäre die Empfehlung bei Einbein:
https://www.youtube.com/watch?v=nUov05OJaaE

Bei einem klassischen Videostativ wäre ein Geheimtipp dieses unter verschiedenen Markennamen verkaufte China-Stativ in Verbindung mit einem Manfrotto Nitrotech-Kopf:







Antwort von Tscheckoff:

Einbeinstativ -> Irgendeines mit nem kleinen Fluidkopf oben drauf und Füßen ja (Cobra 2 muss ich mir auch noch ansehen). Gebrauchten Manfrotto 128LP oder 128RC oben drauf und fertig.
Dreibeinstativ -> Irgendein 75er Schalen Stativ (das halbwegs gut steht) und oben drauf nen Benro BV4 oder besser noch den BV6 (der geht bis 6kg). TOP Dämpfung und spottbillig (auch gebraucht teils noch billiger zu haben).

Da kommst du hin problemlos mit deinen 500 bis 600€. Die BV4 und BV6 Köpfe sind zwar aus Plastik ...
Wenn man aber drauf aufpasst (Tasche nicht vergessen zu besorgen), dann halten die ewig.
Mein BV4 ist jetzt schon 3 Jahre alt und läuft immer noch wie am ersten Tag ^^.








Antwort von Darth Schneider:

Klar kann man beim Stativ sparen, warum denn auch nicht.
Ich habe mir das da unten gekauft, und bin zufrieden. Klar mit einem 600€ Manfrotto oder mit einem Sachtler kann das günstige Siuri wahrscheinlich nicht mithalten. Muss es auch nicht, bei dem Preis.
Aber es ist äusserst stabil, der Kopf ist einfach aber gut und macht smoothe Bewegungen, und man könnte ihn auch austauschen.
Man kriegt 6Jahre Garantie, es trägt bis zu 10 kg, wiegt selber nur 4kg und kommt dazu sogar noch mit einer anständigen Tasche.
https://www.digitec.ch/de/s1/product/si ... v-12424048
Ich würde es sofort wieder kaufen.
Gruss Boris



Antwort von Frank Glencairn:

NiemandBesonderes hat geschrieben:

Auf die Stative soll nämlich nur eine a7s, die selbst mit kompletten Rig und relativ schweren Objektiven maximal auf 2-2,5kg kommt.
Die Stative die ich sonst genutzt hab, wären da ja absoluter overkill.
Dann würde ich dir zu einem Kopf raten der mindestens 4-5 Kilo trägt, ansonsten ist das rausgeschmissenes Geld.



Antwort von Kevin Reimann:

15 € Blitzangebot auf Amazon. Trägt bestimmt auch einen Zementsack. Das Teil oben lässt sich knicken. Wirklich lächerlich, dass viel Stative zwar ne Handy-Halterung haben, aber das Handy nur quer rein passt. Man braucht also oft noch eine drehbare Halterung.



Antwort von Tscheckoff:

@NiemandBesonderes: Btw. - Hätte hier auch noch einen Sachtler CINE DSLR Kopf mit GA752 Quick-Lock Stativ liegen (inkl. ner Tasche).
Falls du interesse hast -> Einfach eine private Nachricht schicken. Könnte ich recht günstig abgeben (steht nur hier rum) ^^.
Stativ ist ähnlich der SpeedLock von Sachtler (nur ein Verschluss pro Bein) und der Kopf ist ähnlich dem FSB6 (kommt aber mit der Sachtler 165 DSLR Sonder-Platte). LG



Antwort von ratoe66:

Mit dem Teil bin ich neulich unterwegs gewesen
http://www.mantona.de/produkte/videosta ... omit-2300/
... irgendwas mit 300 € (netto) ... kann man mit arbeiten.



Antwort von cantsin:

ratoe66 hat geschrieben:
Mit dem Teil bin ich neulich unterwegs gewesen
http://www.mantona.de/produkte/videosta ... omit-2300/
... irgendwas mit 300 € (netto) ... kann man mit arbeiten.
Das ist das gleiche Ding, das ich weiter oben verlinkt hatte, in dem Fall mit Walimex-Branding. Mein eigenes Exemplar hatte ich bei Calumet mit Calumet-Markennamen gekauft (AFAIK ist es dort allerdings nicht mehr im Sortiment) und damals nur 60 EUR für das Stativ ohne den Kopf bezahlt.

Das ist ein solides und sehr brauchbares Alustativ. Den Kopf kann man, wie gesagt, upgraden.



Antwort von Tomx_x:

Hallo NiemandBesonderes,
bei mir steht ein Vinten Pro-Touch PT520 mit einem mit einem Pro5 Kopf. Hat auch eine Tasche. Ist was von Manfrotto und Vinten gelabelt. So gut wie neu.
Sieht ähnlich wie auf dem Bild von Cantsin. Geht günstig weg.
Bei Interesse PN, mache auch Bilder.

Einen Dolly habe ich auch für das Teil.
LG Thomas



Antwort von NiemandBesonderes:

Erstmal danke für die schnellen Antworten. :)

Von dem ifootage hab ich schon öfter gehört, aber ich dachte eigentlich, dass das diese Drehverschlüsse hat, aber hatte ich wohl falsch in Erinnerung.

Das Quick-Release-System klingt aber schon sehr interessant.
Cantsin, hast du Erfahrung mit dem?

Ich frag mich vorallem, ob die Pins, die in das QR reinkommen irgendeine Standardfassung haben, die man adaptieren kann oder ob das etwas eigenes von iFootage ist.

Ich überleg nämlich, ob man das iFootage vlt. als Ton- oder Lichtstativ nutzen könnte, wenn ich es bei einem Dreh nicht als Kamerastativ brauche.

Das macht aber nicht viel Sinn, wenn ich dafür jedes mal den Fluid-Head abschrauben müsste.
Mit Kopf wird das ja vermutlich zu kopflastig sein, als das man es unbemannt stehen lassen könnte, selbst wenn da nur ein Mikro oder ein kleines Spitzlicht drauf wäre.


Was die Dreibeiner angeht, mach ich mich erstmal etwas schlau und überleg dann ob bzw. auf welche Angebote ich zurückkomme.

Aktuell tendier ich halt eher dazu mir etwas günstiges wie das Sirui zu holen und dann später den Kopf mit etwas wie dem Nitrotech abzugraden, aber das waren jetzt so viele Vorschläge, dass ich noch nicht ganz durch bin.^^



Antwort von Tscheckoff:

QR System ist sicher kein "Standard" von der Stange. Aber man kann sicherlich die Platten zusätzlich bekommen.
Dann kannst du die Adapter auf Lichter, Mikrofon-Halterungen oder sonst was drauf montieren (und das Stativ so auch anderwertig verwenden ja).
Das QR System ist ja auch scheinbar einer der großen Vorteile vom iFootage Cobra ...

Achtung - Fürs "alleine stehen lassen" sind solche Dinger NICHT geeignet. Da muss man neben sein und auf ner geraden Fläche stehen.
Ein Windstoß und das Ding liegt am Boden. Den Fehler haben schon einige Leute gemacht. Es gibt Monopods (auch einen von Manfrotto) mit sehr breitem Stand.
Der ist dann aber nicht wirklich für Video geeignet sondern da kann man nur drei sehr lange Stangen ausklappen um den Monopod wo hinstellen zu können.
(Den hatte ich schon - Da klappern dann aber die Stangen innen drinnen rum - Muss man mit einem GummibandGummiband im Glossar erklärt immer fixieren damit sie still bleiben ^^.
Und wirklich leicht ist das Ding dann auch nicht mehr - Der Punkt ist: Ein Monopod sollte ja auch so leicht wie möglich sein - Meiner Meinung nach ...)

Als Tonangel oder um mal was aufzuhellen von oben (handheld) - Klar. Kein Problem.
Aber zum Hinstellen besser ein separates kleines Lichtstativ besorgen (das gute alte Manfrotto 5001B oder das neue 5002BL z.B.).

Du kannst jetzt btw. auch was günstigeres nehmen ja. Aber ein gutes Stativ hat man für Jahre / Jahrzehnte teilweise sogar.
Den Benro BV4 bzw. BV6 kann z.B. man mit fast allem unter 1000€ vergleichen (von der Dämpfung her). Nur die Bauweise ist eben aus Plastik.
Da muss man eben mehr aufpassen. Ansonsten sind die Dinger aktuell unschlagbar. Sind auch besser als die Nitrotech btw. (habe selbst den BV4 und den 608er hier.
Der 608er Nitrotech ist besser verarbeitet und hat den stufenlosen Gewichtsausgleich. Die zwei Benro Köpfe dafür aber die deutlich besseren Fluid-Kartuschen ^^.)

LG








Antwort von NiemandBesonderes:

Schade, dass das kein Standard-Pin ist.


Es war eher die Überlegung, so ein Kopflicht wie ein Aputure MC oder maximal ein Shotgun-Mic draufstecken zu können und auch nur in einer kontrollierten Drehsituation, aber ja klar: ne echte Alternative zu nem typischen Licht-/Mikro-stativ ist das echt nicht.
Aber in solch Situation macht es dann wohl eh keinen großen Stabilitätsunterschied, ob der Kopf drauf ist oder nicht.

So ein weiterer Teleskopstab ist aber immer nützlich.


Die BV4/6-Köpfe find ich nicht. Es gibt die ausschließlich auf Amazon und dort auch nur im Bundle mit diesen Einzelrohrbeinen ohne Spinne.
Hast du vlt einen Link, wo man die Köpfe einzeln aufgeführt sind oder gibt es die nur in diesen Bundles?

Ich hätt eigentlich schon gerne eins mit Spinne. Ich versteh auch nicht so wirklich, was der große Vorteil von dieser Beinart sein soll.
Manfrotto hat ja auch zig Versionen davon.
Man kommt zwar etwas tiefer mit der Kamera, aber ich stell mir das viel umständlicher beim ausrichten und insgesamt deutlich instabiler vor.
Und das mit der Tiefe ist ja auch kein wirkliches Argument, wenn man eine längenverstellbare Spinne hat.
Also nur Nachteile?


Das Dreibein will ich halt in erster Linie um 2 Kurzfilm-Ideen und ein paar andere Projekte, die ich jetzt schon viel zu lange vor mich herschiebe, umzusetzen.
(Bzw. will ich das machen, sobald das mit Corona etwas weiter abgeflacht ist, aber das sieht aktuell ja relativ vielversprechend aus.)

Wär das eine normale Arbeitsinvestition würde ich auch so lange sparen, bis ich genug für was richtig langfristiges zusammen hab, aber ich denk mir es ist besser einfach mal anzufangen.

Dazu kommt, dass ich mir für sowas wie Interviews, wo ich die Kamera ja eh feststelle, kein Stativ mehr mieten muss, also macht es auch beruflich Sinn.



Antwort von Tscheckoff:

Du kannst es schon machen (was kleines drauf montieren und wo hinstellen). Aber ohne eine Sicherung (mit nem Gurt oder nem Klettband) würde ich das nicht empfehlen.
Nicht nur wegen des möglichen Geräte-Schadens - Sondern umso wichtiger sind potentielle Personenschäden. Das kann ganz schön ins Geld gehen wenn man nicht aufpasst.

Den BV4 kriegt man relativ leicht auch in Deutschland (den BV6 leider etwas schwerer ja). Nennen sich dann BV4H und BV6H (H steht wohl für "Head").
Hier z.B.: https://www.nefal.tv/de/benro-bv4h-video-head-4kg-6663 - Ansonsten gebraucht Ausschau halten. Die Sets inkl. Beinen kriegt man oft zwischen 200 und 300€.
(Die BV4 Sets auch sogar noch günstiger ab und zu. Aber dazu muss natürlich auch etwas am Gebrauchtmarkt vorhanden bzw. verfügbar sein ...)

Stativ direkt (die Beine) kannst du eines mit Spinne nehmen ja. Wenn aber eines mit Mittelspinne (ich bin kein Fan von Bodenspinnen da die "nerviger" sind bez. der Handhabung).
Am besten irgendein gebrauchtes besorgen - Neu wird das sonst zu teuer. Vielleicht ein günstiges Set auf Ebay ersteigern wie schon hier verlinkt wurde.
(Auch wenn der Kopf vielleicht zum werfen ist bei manchen Sets - Einfach den BV4 oder BV6 oben drauf montieren und den Kopf für ein paar Euros wieder verkaufen.)
Notfalls passt der BV4 aber auch auf Flachbodenstative (wenn man den Gewindestift unten entfernt). Aber wenn ist es denke ich sinnvoller gleich ein 75mm Halbschalenstativ zu holen.

Die Manfrottos ohne Spinne sind eigentlich ganz ok (das MPro 535 aus Carbon hab ich selbst auch hier stehen - Ich hab zu viele Stative ich weiß ^^ *g*).
Das ist auch ohne Spinne ziemlich robust. Die fehlende Spinne hat auch den Vorteil, dass man sich ganz nah auch ans Stativ z.B. ran setzen kann.
(Ist schon "nett" wenn man stundenlang wo mitfilmen möchte / muss - Mit ner Spinne muss man dann wieder aufpassen, dass man nicht anstoßt. Also hat auch seine Vorteile ^^.)

Das 535er kriegt man übrigens auch recht leicht gebraucht. Preislich nur vermutlich außerhalb des Möglichen. Alternativ das kleinere MVT535AQ aus Alu ansehen.
(Das kleinere AQ Modell hat 4 Sektionen und nicht 3 - Dauert also länger aufzubauen und ist auch schwerer da es aus Alu ist. Aber dafür auch um WELTEN günstiger mit ca. 280€ Neupreis.)
Ansonsten eben wie gesagt nach gebrauchtem mal Ausschau halten (hauptsache erst mal 75mm Schale damit man den Kopf verwenden kann).
Nimm nur z.B. nicht die kleineren Sachter ACE Stative oder das Manfrotto MVT502AM - Die sind alle recht instabil (auch die günstigeren Benro Doppelrohr-Varianten sind nicht gerade das Gelbe vom Ei) ...

Für den Anfang ist der BV4 oder BV6 btw. eh perfekt. Auf ein halbwegs stabiles Gebrauchtstativ und besser wirds nicht mehr (hatte schon genügend Köpfe in den Händen um das sagen zu können ...).
Den BV4 werde ich wohl auch immer als Zweitkopf behalten. Billiger und auch leichter gehts einfach nicht mehr - Der sitzt gerade auf dem Sachter TT = Manfrotto MPro 535 ^^. Ist also ne gute Investition.
Das mit dem immer leihen ist auch so ne Sache ja. Kurzfristig mal was anzugehen ist da dann oft nicht möglich (bzw. das nervt nur mit der Zeit - Besonders wenn man den Verleih nicht gerade um die Ecke hat).

LG




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