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Empfehlung: DSLR/DSLM für Video >30Min + gute Portraitfotografie



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Frage von salbei:


Hi zusammen,

ich suche eine DSLR/DSLM (insb. wegen der Tiefenunschärfe und guten Looks), die ich hauptsächlich für Konzertaufzeichnungen (3-4h am Stück) einsetzen möchte. Deshalb darf Sie nicht nach 30 Minuten abschalten und sollte keine Begrenzung hinsichtlich Videolänge haben. Gute LowLight Eigenschaften und eine gute Automatik (inkl. sehr guter Autofokus) wären da auch sehr hilfreich.
Zusätzlich sollte diese Kamera auch ab und an gut für Portraitfotografien nutzbar sein.
Preislicher Rahmen inklusive Objektiv(e) wäre so bis 3000€ - ich hoffe da gibt es was für den Amateurbereich.

Hab mir schonmal die Black­magic Design Pocket Cinema Camera 4K angeschaut, aber die soll ja was Fotos angeht gar nicht brauchbar sein...

Danke schonmal im Voraus für Tipps!



Antwort von mash_gh4:

ich kann nicht recht nachvollziehen, warum bei derartigen konzertaufnahmen unbedingt autofokus-fähigkeiten gefragt sein sollten, aber ansonsten dürften vermutlich einige der besseren panasonic geräte ganz gut in das geforderte schema passen. die können nämlich tatsächlich ohne qualitätseinbußen recht lange zeit durchgehend filmen, sogar ohne batteriewechsel...



Antwort von AndySeeon:

salbei hat geschrieben:
Hab mir schonmal die Black­magic Design Pocket Cinema Camera 4K angeschaut, aber die soll ja was Fotos angeht gar nicht brauchbar sein...
Für Fotos unbrauchbar, außerdem hat die keinen brauchbaren Autofokus und für mehrstündige Aufnahmen benötigst Du dann noch externe Stromversorgung und je nach Qualitätsanspruch externe Speichermedien - was allerdings bei Deinen Ansprüchen für die meisten "Cinema-" Kameras gelten dürfte. Drei Stunden durchgehende Aufnahmen sind nicht ohne...

Gruß, Andreas








Antwort von Jott:

Kauf dir zwei moderne 4K-Camcorder (z.B. Sony AX 43), wegen: Laufzeit unendlich, Camcorder überhitzen nicht, sehr gute Zoomoptik ist dabei, und Tiefenunschärfe wäre für Konzertmitschnitte sowieso kontraproduktiv. Wieso gleich zwei? Zwei Standorte/Perspektiven, damit du auch was Interessantes schneiden kannst. Gleich eine dritte wäre noch besser, wenn's schick werden soll. Mehrere gleiche Kameras bedeutet: keinerlei Anpassungsgefummel, das wohlige Gefühl der Professionalität stellt sich ein. Das Budget reicht ja locker.

Und vom Rest des Geldes kaufst du dir noch eine schöne Fotoausrüstung!



Antwort von Jan:

Drei bis Vier Stunden schafft auch so keine DSLM, eine DSLR ist mir gar nicht bekannt, die kein Videolimit hat, immer maximal 30 Minuten. Sony Modelle überhitzen nach spätenstens zwei Stunden, Der Akku der meisten Kameras macht nicht viel länger als 90 Minuten, man könnte da eine Stromversorgung nutzen. Panasonic DSLM ist nicht selten richtig schwach beim Nachführ-AF, da müssen nicht mal Personen durch das Bild rennen, da reicht schon leichte Bewegung.


AF bei Konzert ist sehr gefährlich, ich sage nur Nebel, der einmal meine ersten Konzertaufnahmen komplett unbrauchbar gemacht hat, damit kommt kein AF klar. Ist auch nicht so schwer, vor Konzertbeginn manuell die Entfernung einzustellen, besonders wenn man von weiter hinten filmt. Dann kann es auch nicht passieren, dass der AF bei Licht und Nebel oder bei vor und zurückgehen eines Künstlers Problem bekommt. Bei weiter hinten filmen haben wir das nächste Problem, dazu brauchst du ein großes Tele. Tele sind meist lichtschwach, da ist ein Camcorder mit F2,8 im Tele nicht viel lichtschwächer wie eine DSLM mit F5,6 oder F6,3 im Tele.

Dafür ist ein Camcorder die beste Wahl, wenn möglich mindestens 12x ZoomZoom im Glossar erklärt, außer ihr filmt aus dem Bühnengraben. Reine Camcorder aus dem Profibereich sind auch möglich, wird nur eng werden mit dem Budget. Ich würde da auch in Richtung Sony AX53/Sony FDR-AX700 gehen, oder bei mehr Anspruch an die Ausstattung die Sony HXR-NX200 oder PANASONIC HC-X 1.

Für die Portraits einen DSLM kaufen, das ist nicht schwer beim Gebrauch einer lichtstarken Optik.



Antwort von suchor:

oder, wenn auch nicht wirklich optimal, eine Sony A73 mit einem Atomos Ninja-V . Aufzeichnung auf den Ninja. Dieses Setup habe ich als 2bzw. 3 Kamera bei Theater/Konzert usw.. Überhitzt ist mir die noch nie. Allerdings kommt der Strom dann von der Steckdose. Autofocus aber abstellen, der macht manchmal lustige Sachen. A73 ist meine Hauptkamera für die normal Fotogeschichten.
LG



Antwort von Jan:

Das günstigste Tele ab 300mm ohne Adapter kostet bei Sony E-Mount Vollformat ab grob 1000€ und ist nicht mal lichtstark. Das ist zu beachten, wenn die Kamera weiter hinten stehen soll oder muss. Das brandneue Tamron 70-300 III RXD kostet zwar nur etwas mehr als 600€, hat aber auch nur F6,3 im Tele.



Antwort von ahuba:

Hi, vllt hilft dir dieser kürzlich entstandene Thread weiter.

Freundliche Grüsse

viewtopic.php?f=48&t=151377



Antwort von elephantastic:

Hat die Futji XT3/4 nen Limit? ggf. mit Ninja 5?
Wenn die Kamera stationär steht, solltest du die halt (über einen Dummy) an die Steckdose packen.



Antwort von ahuba:

Die Panasonic Kameras ab GH4R dürften sich sicher parallel zur Aufnahme via Powerbank laden lassen. Bei meiner NX1 geht das.



Antwort von mash_gh4:

ahuba hat geschrieben:
Die Panasonic Kameras ab GH4R dürften sich sicher parallel zur Aufnahme via Powerbank laden lassen. Bei meiner NX1 geht das.
über USB geht das leider nur mit den allerneuesten lumix modellen.
aber z.b. die G91 kann es und kommt auch ohne zeitbegrenzung daher.

bei den professionelleren GH modellen, die ja durchaus sinn machen, um mehr manuelle einstellungs- und aufzeichnungsmöglichkeiten zur verfügung zu haben, ist das bisher leider noch nicht möglich.



Antwort von beiti:

salbei hat geschrieben:
ich suche eine DSLR/DSLM (insb. wegen der Tiefenunschärfe und guten Looks), die ich hauptsächlich für Konzertaufzeichnungen (3-4h am Stück) einsetzen möchte.
Gute LowLight Eigenschaften und eine gute Automatik (inkl. sehr guter Autofokus) wären da auch sehr hilfreich.
Zusätzlich sollte diese Kamera auch ab und an gut für Portraitfotografien nutzbar sein.
Von diesen Vorgaben wirst du ein paar Abstriche machen müssen. Das betrifft sowohl den Autofokus als auch die Tiefen-Uschärfe.
Aber Autofokus ist, wie hier schon gesagt wurde, für Bühnenaufnahmen ohnehin nur bedingt zu gebrauchen. Das stimmt bereits für die derzeitigen Spitzenreiter von Canon und Sony mit Augen-AF und allem Komfort – und erst recht für den pumpanfälligen Kontrast-AF der Panasonics. Also lieber manuell fokussieren. Das ist bei Bühnenaufnahmen viel einfacher als wenn man z. B. spielende Kinder oder rennende Hunde filmt.
Die Sache mit der Tiefen-Unschärfe kann schön sein, aber man sollte nicht übertreiben. Klar, man kann den damit verbundenen Look mögen, aber man handelt sich mit allzu knapper Schärfentiefe eben auch Probleme ein.
Das gilt insbesondere für Video – wobei ich auch für Porträts dazu raten würde, das Spiel mit den Schärfeebenen eher dezent einzusetzen (man findet nicht viele normale Betrachter, die es mögen, wenn bei Fokus auf die Augen bereits die Ohren und die Nasenspitze komplett unscharf sind). Also mein Tipp wäre, die Hintergrund-Unschärfe eher mit mittlerer BlendeBlende im Glossar erklärt, langer BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt und großem Abstand zum Hintergrund zu erzeugen; da wird der Hintergrund auch schön unscharf, aber zwischen Augen und Ohren/Nasenspitze kriegt man weniger Schärfeabfall als bei Verwendung kurzer Brennweiten und großer Blendenöffnungen.

Mein Tipp wäre:
Panasonic GH5 mit passendem ZoomZoom im Glossar erklärt fürs Filmen (z. B. 12-60/2.8-4 – vorausgesetzt, du kommst am oberen Ende mit KB-Äquiv. 120 mm aus) und dann noch eine etwas längere, nicht zu lichtschwache Festbrennweite für Porträts (z. B. das Olympus 1,8/75).








Antwort von leobaby:

hallo,
warum hier nicht Panasonic fz 2000,
ich habe drei davon und filme Konzerte ohne Limit und den Akku wechsele ich nach einer Stunde oder ich nehme Netzteil mit und ich kann durchgehend aufnehmen in bester Qualität, oder Panasonic GH4R-version.Ich habe keine Probleme mit Hitze gehabt. ich nehme sogar alle in 4K auf.



Antwort von Jan:

Mit der musst du halt Akkus wechseln oder ein Akkudummy einbauen, um sie mit Strom versorgen. Der Nachführ-AF bei Pana ist aber eh nicht gut, aber die Sache mit gewünschten ZoomZoom im Glossar erklärt passt dort.



Antwort von leobaby:

Ja richtig, ein Akkudummy sollte man haben, aber hier alles preiswerter als Camcorder und die Qualität ist auch sehr gut. FZ 2000 ist sehr zuverlässig.
AF brauche ich nicht, weil im Konzert alles sowie so zu dunkel ist .



Antwort von mash_gh4:

bevor man zu einer bridge-kamera wie der fz2000 greift, würde ich eher einen gebräuchlichern camcorder nutzen. ich kann eigentlich nur gravierende nachteile und einschränkungen in dieser bauform erkennen, auf die man sich besser nicht einlassen sollte.



Antwort von Darth Schneider:

Was denn für Einschränkungen beim filmen hat denn jetzt die Bauform der Panasonic FZ2000 ?
Die 4K Pocket Bauform ist ja eigentlich, bis auf den ausklappbaren Bildschirm fast die selbe, nur ein wenig breiter.
Auch die Gh5, die Sony Alphas, die Fujis, die Canons....Alle Hybrid Kameras haben auch diese Bauform. Und alle Cams wären mir jetzt viel lieber als irgend ein überteuerter Camcorder der nix kann, womöglich noch mit Mini Sensor...;)

Also ich hab mich damals auch mit der näher Fz2000 auseinander gesetzt und den Vorgänger hatte ich mal ausprobiert.
Das sind sehr gute Kameras zum filmen und mit der Bauform denke ich gibts da gar nix zu meckern. Die Fz 2000 hat ein hervorragendes Objektiv, kein 30Min Aufnahme Limit und liefert über HDMIHDMI im Glossar erklärt sogar noch 10 BitBit im Glossar erklärt 4:2:2...und fotografieren tut sie auch noch.
Gruss Boris



Antwort von mash_gh4:

abgesehen davon, dass die genannte kamera, ganz ähnlich wie die GH4 mittlerweile einfach nur den stand der technik vor 5 jahren repräsentiert -- was speziell in puncto empfindlichkeit bzw. rauschen nicht ganz optimal ist --, besitzt sie eben auch nur einen 1"-sensor und ein fest verbautes super-zoom objektiv, was nicht unbedingt für alle einsatzzwecke optimal sein muss.
im gegensatz zu den meisten camcordern gibt's hier auch leider keine wirklich relevante stabilisierung, die auf videobedürfnisse zugeschnitten wäre. es kann schon sein, dass manchem kollegen eine solche lösung, wo man wirklich kaum mehr etwas ändern kann, trotzdem irgendwie sympathisch erscheint. genauso, wie eben auch camcorder von einer großen mehrheit gegenüber den "viel-zu-komplizierten" systemkameras bevorzugt werden. das ist schon o.k.! -- trotzdem: ich persönlich kann es keineswegs nachvollziehen oder gar empfehlen, sondern eben wirklich nur die ganz offensichtlichen nachteile anführen.



Antwort von Darth Schneider:

Nun bei dem tiefen Preis man auch nicht alles erwarten.;)
Aber mit so manchem teureren Camcorder kann die auch heute locker immer noch mithalten.
Und was die Stabilisierung betrifft, für Konzerte ist doch ein Stativ immer besser...Mit einem Einbein Modell ist man auch flexibel genug.

https://www.digitec.ch/de/s1/product/pa ... ra-5908331

Sicher nicht perfekt, aber für nicht mal 700€ gibt es keinen besseren, neuen Camocorder.

Gruss Boris



Antwort von mash_gh4:

wie gesagt: eine G91 halte ich in dem zusammenhang für deutlich zeitgemäßer und durchaus auch erschwinglich, wenn auch nur als einstiegslösung, die man ggf. längerfristig durch eine GH5 od. deren nachfolger ergänzen wird, so fern einem das system zusagt.

dass man in dem fall für die optiken trotzdem gleich einmal mehr einplanen sollte als für die gehäuse, ist leider einer realität geschuldet, die tatsächlich über die angestrebte qualität entscheidet. wenn einem dieser aspekt nicht sonderlich bedeutsam erscheint, gibt's abseits davon aber ohnehin jede menge durchschnittskost.



Antwort von Darth Schneider:

Die G91 ist besser, ganz klar.
Das Problem denke ich sind dabei, wie du oben andeutest die Objektive, wenn es ein gutes ZoomZoom im Glossar erklärt sein soll wird es dann schnell viel teurer. Da kostet dann das Objektiv schnell mehr als die Kamera.
Und ob jetzt die G91 schon mit einem relativ günstigem Panasonic 14-140mm besser ist als die Fz2000...? Bin ich mir nicht sicher.
Gruss Boris








Antwort von mash_gh4:

ja -- gute optiken sind leider immer eine ernsthafte investition.

ich persönlich würde allerdings im falle von portraits (vozugsweise: 85mm od. 105mm KB-äquivalent, also 42mm od. 60mm in MFT), aber auch bei bühnenaufnahmen mit wenig licht, weit eher zu lichtstarken und optisch hochwertigen festbrennweiten greifen als zu zooms mit sehr großem brennweitenabdeckungsbereich.

natürlich muss man manchmal auch ein bisserl schneller sein, weshalb irgendeines dieser 0815 kit-objektive, wie man sie beim kauf der gehäuse meist recht günstig dazu bekommt, in ergänzender weise durchaus auch sinn machen kann. dort aber, wo man wirklich ernsthaft arbeiten will und ein maximum an qualität anstrebt, kommt man damit alleine meist nicht sehr weit.

ich denke, dass man im rahmen jener preisvorstellungen, wie sie hier im eingangsposting genannt wurden, durchaus auch hochwertige und erweiterbare einstiegslösungen realisieren kann, die sich nicht unbedingt an der untersten schublade günstiger camcorder orientieren.



Antwort von Darth Schneider:

Gerade bei Bühnenaufnahmen finde ich ein ZoomZoom im Glossar erklärt schon sehr praktisch, um die BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt schnell zu ändern, dazu kommt, meistens ist es sehr dunkel im Zuschauerraum und je nach dem was man filmt, bleibt doch für Objektiv Wechsel gar keine Zeit.
Also und ich bin froh das ich mich nicht mehr mit den billigen Kit Zooms
(Panasonic 35-70 und dem 12-60) herumschlagen muss.
Mit dem neuen Olympus 12-100 geht die Filmerei viel besser, schon alleine wegen der tollen Fokus und ZoomZoom im Glossar erklärt Ringe und wegen der Grösse. Die Bedienung der ganzen Kamera ist mit so einer hochwertigen Linse um Welten besser.
Aber das kostet halt....
Ich freue mich schon damit im Theater filmen zu können, wenn wir dann wieder dürfen.;)
Gruss Boris



Antwort von mash_gh4:

ja -- einige dieser kostspieligeren olympus PRO objektive sind sicher empfehlenswert.

ich kenne viele kollegen, die mit festbrennweiten nicht viel anfangen können. da scheiden sich wirklich die geister. mir dagegen sind halt zooms -- auch die relativ luxurösen ausgaben -- weiterhin eher suspekt. meist sind es doch gleich mehrere blenden lichtempfindlichkeit und spürbar bessere abbildungsleistung, die man damit verliert/gewinnt.

optiken wechseln im dunkeln sollte man zwar auch heute noch fast so selbstverständlich beherrschen, wie früher einmal die paar handgriffe in völliger dunkelheit beim entwickeln od. dem nachfüllen von filmmaterial in magazine, aber natürlich gibt's fälle, wo es sinnnvoll erscheint, einfach auch noch eine zweite kamera mit alternativer brennweite griffbereit zu haben, um keinen lärm zu verursachen etc.



Antwort von cantsin:

Noch mal zur Ausgangsfrage:
salbei hat geschrieben:
ich suche eine DSLR/DSLM (insb. wegen der Tiefenunschärfe und guten Looks), die ich hauptsächlich für Konzertaufzeichnungen (3-4h am Stück) einsetzen möchte. Deshalb darf Sie nicht nach 30 Minuten abschalten und sollte keine Begrenzung hinsichtlich Videolänge haben. Gute LowLight Eigenschaften und eine gute Automatik (inkl. sehr guter Autofokus) wären da auch sehr hilfreich.
Zusätzlich sollte diese Kamera auch ab und an gut für Portraitfotografien nutzbar sein.
Preislicher Rahmen inklusive Objektiv(e) wäre so bis 3000€ - ich hoffe da gibt es was für den Amateurbereich.
Welche Art Konzerte willst Du aufzeichnen? D.h. was sind deren Lichtbedingungen?

Wenn Du Rock-/Jazz-/Clubkonzerte auf kleinen und mittelgroßen Bühnen, in Innenräumen, abends, mit Bühnenlicht im Sinn hast, brauchst Du eine Kamera, die bei 24 oder 25p und BlendeBlende im Glossar erklärt 2.8 im Bereich von ISO 3200-12800 noch brauchbare (d.h. nicht zu verrauschte) Bilder liefert. Damit scheiden aus meiner Sicht alle hier angedachten Kompaktkameras mit kleineren Sensoren kategorisch aus, und MFT-Kameras sind bereits am Limit: Eine GH4/5 in Verbindung mit einem Standard-Zoom ist z.B. deutlich zu lichtschwach für diese Drehsituationen.

Da wäre als Minimum eine GH5s (oder Blackmagic Pocket 4K) mit durchgängigem f2.8-Zoom angesagt, oder besser noch f2.0-Festbrennweiten und über Speedbooster adaptierte Objektive.

IMHO steckt aber in Deinem Plan, Konzerte mit einer Kamera 3-4 Stunden nonstop aufzunehmen, ein grundsätzliches Problem:

- Erstens geht so etwas technisch am besten mit professionellen Kameras wie der Canon C200/C300 und Sony FS5/FX6, weil die wirklich für den Dauerbetrieb ausgelegt sind und mit APS-C/s35 auch die nötige Sensorgröße und Lichtstärke haben. Eine gebrauchte C100 oder C300 der ersten Generation mit einem gebrauchten F2.8-EF-Zoom dürfte sich vielleicht noch für 3000 Euro realisieren lassen und wäre IMHO anderen Lösungen vorzuziehen.

- Aber abgesehen von der Technik, gibt es da IMHO ein konzeptuelles Problem. Wenn Du mit einer Kamera stundenlang nonstop drehst, um einen Konzertabend vollständig zu dokumentieren, hast nur zwei Optionen:

(a) Du stellst die Kamera auf ein Stativ und filmst im Weitwinkel statisch - sozusagen im Überwachungskamerastil - die Bühne ab. So ein Video ist dann brauchbar für interne Dokumentationszwecke, aber unansehnlich als Konzertvideo;

(b) Du bewegst die Kamera (auf Stativ/als Hand- oder Schulterkamera) und änderst Einstellungen und Brennweiten (per ZoomZoom im Glossar erklärt oder Objektivwechsel). Dann ist aber Deine Nonstop-Aufnahme nicht als solche zu gebrauchen (es sei denn, als Amateurvideo der untersten Kategorie - oder als technische Steadycam-Meisterleistung auf dem Niveau des Films "Victoria"), sondern Du musst Dein Material schneiden. Wenn Du das tust, kannst Du auch mit einer Kamera drehen, die nicht mehr als 30 Minuten Nonstopaufnahme zulässt, weil Du für Brennweiten- und Perspektivwechsel sowieso die Aufnahme zwischendurch stoppen kannst (was Dir anschließend auch den Schnitt einfacher macht).

Wenn Du tatsächlich ganze Konzerte ungekürzt und ansehnlich dokumentieren willst, brauchst Du mindestens zwei Kameras. Du kannst dann auch eine statisch im Weitwinkel nonstop unbemannt filmen lassen und mit der zweiten dynamisch unterwegs sein und hast dann die Weitwinkel-Aufnahme als Fallback für alle Drehunterbrechungen (oder unbrauchbaren Bilder) der dynamischen Kamera.

Ein absolutes No-Go aus meiner Sicht (aber wiederum typisch für Videoamateure) ist, die Kamera aufs Stativ zu stellen und dann während einer stundenlangen Einstellung auf die Bühne rein- und rauszuzoomen und zu schwenken.

Außerdem solltest Du Dir bei Konzertaufnahmen dringend Gedanken über die Tonaufzeichnung machen (und auf jeden Fall das Budget für einen externen Audiorecorder einplanen)...

- Ansonsten wäre auch eine pragmatische Lösung, eine Blackmagic Pocket mit EF-Speedbooster für die Videos anzuschaffen, eine preiswerte (ggfs. gebrauchte) Canon DSLR für die Fotos, und an beiden nur mit EF-Objektiven zu arbeiten (z.B. dem Canon 17-55mm/2.8).



Antwort von Jan:

Ein Teil hat wohl noch nie ein Konzert gefilmt, hier werden dauernd Weitwinkel empfohlen? Bis auf den Bühnengraben und wenn man direkt auf der Bühne unterwegs sein darf, braucht man sonst immer ein Tele, ich habe das Jahrelang gemacht. Klar kann man mittig weiter hinten eine Kamera mit Weitwinkel als Totale aufbauen, nur erkennt man dann nicht viel, außer eine Gruppe kleiner Menschen. Der Großteil aller bekannten Festivals und Konzertaufnahmen werden mit Kameras mit Tele von weiter hinten gemacht, teilweise auch werden Kameras direkt ganz am Rand einer großen Bühne rechts und links aufgebaut, die filmen auch fast alles im Telebereich, ganz beliebt bei vielen bekannten großen Festivals. Wenn es möglich ist, kann man mit Steady mit Weitwinkel direkt auf der Bühne filmen, das wird aber nicht oft möglich sein.


Extreme Lichtstärke ist gar nicht mal das Problem, weil ein normales Konzert meist schon gut ausgeleuchtet ist. So schlecht sahen meine Konzertaufnahmen mit meiner Anfangskamera Panasonic GS 500 aus dem Consumerbereich nicht aus, also normale Bühnenbeleuchtung Innen. Diese GS500 ist nicht besser als heute eine Sony AX53 von der Lichtstärke her. Klar hat es später geholfen, als wir zu Sony DSR PD-170 gewechselt haben, auch wegen XLRXLR im Glossar erklärt, weil nichts ist schlimmer als Klinken und Cinch-Verbindungen im professionellen Tonsektor.

Das Problem sind dann eher extreme Lichtwechsel während des Konzerts oder wenn es nur rotes oder blaues Licht per Strahler gibt. Rauch/Nebel sind auch der Tod für jeden AF.


Grundsätzlich sollte der Threadstarter sagen, was das für eine Bühne (Größe, Beleuchtung) ist und wo er stehen darf/möchte.



Antwort von Darth Schneider:

Filmt er die Konzerte immer im gleichen Haus auf der selben Bühne, und von der selben Stelle aus ?
Nicht ganz unwichtig.
Gruss Boris



Antwort von cantsin:

Jan hat geschrieben:
Ein Teil hat wohl noch nie ein Konzert gefilmt, hier werden dauernd Weitwinkel empfohlen?
Das kommt auf die Größe der Bühne an bzw. des Clubs an. Aber richtig, ich hätte "Totale" schreiben müssen.

Wie gesagt, man kann dem TO keine sinnvollen Empfehlungen geben, wenn er seine Einsatzzwecke nicht genauer spezifiziert.



Antwort von Darth Schneider:

Er schreibt, drei, vier Stunden am Stück, dann filmt er Operetten ? ;)))
oder Open Air Festivals., wobei dort gibt es Pausen zwischen den Acts.
Moderne Konzerte von Bands sind normalerweise nicht vier Stunden...Und wenn doch, so lange, dann wohl eher weniger am Stück, sondern mit Pause..
Gruss Boris



Antwort von salbei:

Hallo zusammen,

vielen Dank schonmal für die vielen Beiträge.
Grundsätzlich habe ich immer noch weitere Kameras im Einsatz, um dann später ein Multikamera-Schnitt zu machen. Da ich auch Actioncams o.Ä. im Einsatz habe, ist mir die gleiche Kamera aus allen Perspektiven nicht so wichtig.
Das kontinurierliche Filmen erleichtert mir halt die Synchronisation später, da ich selten mit Timecode-fähigen Geräten arbeite. Natürlich dauern die Rock/Pop-Konzerte, Theateraufführungen und Musicals nicht 4h, aber das war mehr so als grober Rahmen zu verstehen. Man wünscht sich natürlich immer möglichst flexibel zu bleiben und die Kamera dann vielleicht auch mal für Steadycam Shots oder andere Dinge nutzen zu können. Aber dass geht aus den genannten Gründen ja nicht immer...

Danke euch! Ich werde mich da mal mit den genannten Varianten ein bisschen einlesen.









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