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DV .DIF Format nutzen oder konvertieren



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Frage von Ditschy:


Hallo zusammen,

nach einigen Studen erfolgloser Recherche hoffe ich, dass mir hier jemand weiterhelfen kann und meine Frage nicht zu dämlich ist:

Um die Jahrtausendwende habe ich einige Kurzfilme auf Mini-DV erstellt die ich jetzt gerne remastern möchte. Die alten Bänder haben inzwischen teilweise Aussetzer aber das Festplattenarchiv ist noch vorhanden.

Dort sind die Dateien in einem DV Format gespeichert, jeweils 4 separateDateien je clip: .dif / .wav /.dat

Mit einem alten "Fast DV Player" den ich noch auf der Festplatte gefunden habe kann ich die Clips ansehen aber alle Versuche sie in Virtualdub oder Davinci zu öffnen sind gescheitert. Ich kann partout keine Software zur Konvertierung finden. Habt ihr eine Idee mit welcher Software ich die diese Dateien (möglichst verlustfrei) konvertieren kann?, am besten mit Windows oder Mac, ich kann aber auch ein Linux System aufsetzen falls es dort eine elegante Lösung gibt.

Mein Ziel ist es die Videos letztlich mit Topaz AI zu deinterlacen und interpolieren. Mit DV Avi Dateien habe ich da sehr gute Erfahrungen gemacht, dif hingegen wird nicht gelesen.

Ich hoffe auf eure Vorschläge!

Viele Grüße,
Ditschy



Antwort von prime:

dif = Video (sollte jeweils die größte Datei sein)
wav = Audio (sollte die 2. größte Datei sein)
dat ? wahrscheinlich Metadaten

Evtl. kann man es mit ffmpeg zusammenführen in avi/mov. So in etwa: ffmpeg -i "datei.wav" -i "datei.dif" -acodec copy -vcodec copy "fertige_datei.avi" Das ganze wäre verlustfrei was Audio/Video betrifft. Die Metadaten werden dabei nicht wieder miteingepflegt.



Antwort von Ditschy:

Danke für die schnelle Antwort! Mein erster Versuch mit ffmpeg. Es funktioniert für den Video Teil, aber die AVI enthält keinen Ton.

Die Dateien:

Video.dif
Audio_a1.wav
Audio_a2.wav

Mein Versuch: ffmpeg -i video_a1.wav -i video_a2.wav -i video.dif -acodec copy -vcodec copy test.avi

Nachfolgend der Output von ffmpeg:

D:\>ffmpeg -i video_a1.wav -i video_a2.wav -i video.dif -acodec copy -vcodec copy test.avi
ffmpeg version N-105049-g9cfc7a2440-20211231 Copyright (c) 2000-2021 the FFmpeg developers
built with gcc 11.2.0 (crosstool-NG 1.24.0.498_5075e1f)

Guessed Channel Layout for Input Stream #0.0 : mono
Input #0, wav, from 'video_a1.wav':
Duration: 00:08:12.40, bitrate: 768 kb/s
Stream #0:0: Audio: pcm_s16le ( / 0x0001), 48000 Hz, mono, s16, 768 kb/s
Guessed Channel Layout for Input Stream #1.0 : mono
Input #1, wav, from 'video_a2.wav':
Duration: 00:08:12.40, bitrate: 768 kb/s
Stream #1:0: Audio: pcm_s16le ( / 0x0001), 48000 Hz, mono, s16, 768 kb/s
Detected timecode is invalid
Estimating duration from bitrate, this may be inaccurate
Input #2, dv, from 'video.dif':
Duration: 00:08:12.40, start: 0.000000, bitrate: 28800 kb/s
Stream #2:0: Video: dvvideo, yuv420p, 720x576 , 25000 kb/s, 25 fps, 25 tbr, 25 tbn
Stream #2:1: Audio: pcm_s16le, 48000 Hz, stereo, s16, 1536 kb/s
Output #0, avi, to 'test.avi':
Metadata:
ISFT : Lavf59.12.100
Stream #0:0: Video: dvvideo (dvsd / 0x64737664), yuv420p, 720x576 , q=2-31, 25000 kb/s, 25 fps, 25 tbr, 25 tbn
Stream #0:1: Audio: pcm_s16le ( / 0x0001), 48000 Hz, stereo, s16, 1536 kb/s
Stream mapping:
Stream #2:0 -> #0:0 (copy)
Stream #2:1 -> #0:1 (copy)
Press to stop, for help
frame=12310 fps=4196 q=-1.0 Lsize= 1824035kB time=00:08:12.40 bitrate=30346.2kbits/s speed= 168x
video:1731094kB audio:92325kB subtitle:0kB other streams:0kB global headers:0kB muxing overhead: 0.033771%








Antwort von cantsin:

Hast Du das transcodierte Resultat auch mal in VLC (oder mpv) abgespielt? Es könnte sein, dass Dein Videoplayer Probleme mit unkomprimierten Audiostreams im .avi-Container hat.

- Alternativ kannst Du übrigens statt in .avi mit ansonsten denselben ffmpeg-Parameter in den .mov-Container transcodieren (einfach die Endung der Zieldatei im ffmpeg-Kommando entsprechend ändern). Wahrscheinlich hast Du damit weniger Kompatibilitätsprobleme, und der .mov-Container wird auch von Schnittprogrammen wie Resolve i.d.R. besser geschluckt.



Antwort von Ditschy:

Habe die AVI in VLC und in Davinci Resolve getestet. Davinci zeigt eine leere Tonspur. Den mov container habe ich gerade ausprobiert, gleiches Ergebnis leere Tonspur.

Das Einfügen der Tonspur in den avi oder mov container scheint also noch nicht zu funktionieren mit dem Befehl. Leider kenne ich mich zu wenig aus um den Output zu interpretieren was ich anders machen kann, tippe auf den "timecode is invalid, estimated duration from bitrate" Fehler als Ursache. Hast du / habt ihr noch eine Idee?

Wenn alle Stricke reißen kann ich natürlich die Tonspur händisch im Schnittprogramm hinzufügen, würde das bei der großen Anzahl von Dateien aber gerne umgehen.



Antwort von cantsin:

Ich hab' das mal testweise mit einer alten DV-Datei probiert, und sie per ffmpeg erst in eine reine Videostream-Datei sowie zwei Mono-.wav-Dateien zerlegt und anschliessend wieder mit dem o.g. Kommando zusammengefügt. Das ging problemlos, und auch Resolve importiert die so erzeugte .mov-Datei einschließlich Audiospur.

Ich nehme mal an, dass bei Deinen Dateien die jeweiligen Laufzeiten von Video und Audio nicht 100% identisch sind und ffmpeg deshalb daraus keine synchrone Videodatei bauen kann.



Antwort von TheBubble:

Falls die DIF-Datei die original via Firewire empfangenen DV Daten enthält, braucht man keine WAV Tonspur. VLC sollte die Datei wiedergeben können, man kann sie aber natürlich auch in einen AVI Container verpacken, wenn erforderlich. Achtung: Hier gibt es zwei Varianten! Einmal mit und einmal ohne zusätzliche und dadurch doppelt vorhandene Tonspur (die im Idealfall allerdings bereits bezüglich evtl. zu vieler oder zu weniger Samples korrigiert sein sollte).



Antwort von prime:

TheBubble hat geschrieben:
Falls die DIF-Datei die original via Firewire empfangenen DV Daten enthält, braucht man keine WAV Tonspur.
Ja und wenn ich die Ausgabe von ffmpeg richtig lese, dann ist in der DIF Datei schon Stereo Audio drin. Also einfach die wav Dateien weglassen und nochmal probieren.



Antwort von Ditschy:

Danke für die hilfreichen Kommentare. Es stimmt, bei den direkt über Firewire empfangenen Dateien (alles Rohmaterial) ist die Tonspur in der .dif Datei enthalten. Ich kann die WAV Dateien verwerfen und mit ffmpeg (ffmpeg -i input.dif -c copy output.mov) den Container ändern.

Meine Testdatei war allerdings ein Export von Premiere im gleichen Format ("FAST DV Codec"). Seltsamer Weise ist dort dann die Tonspur in der Dif vorhanden aber leer, es geht also kein Weg daran vorbei irgendwie die WAVs einzubinden. Ich probiere nun mal wie man die Tonspur in der DIF verwerfen kann, meine Theorie ist, dass die vorhandene aber leere Spur das Problem ist.



Antwort von prime:

DIF (mit Ton, der aber verworfen werden soll) + wav Dateien, geht mit ffmpeg auch in einen Schritt aber bin gerade nicht am PC bei meiner Sammlung ffmpeg Schnipsel. In zwei Schritten würde es so gehen: ffmpeg -i Datei.dif -c copy -an fertige_datei.mov -an = Audio deaktivieren

Dann nochmal wie oben mit der wav Datei verheiraten (statt dif dann die avi/mov Datei als Quelle).



Antwort von Erik01:

Hatte das Problem vor ein paar Jahren auch. Ich meine mich zu erinnern, dass ich einfach die Dateiendung (.dif) auf .dv geändert habe. Dann konnte die Datei in Premiere gelesen werden (Resolve geht nicht). Weiß aber tatsächlich nicht mehr zu 100%, ich vorher noch was gerendert habe...




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