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Infoseite // Corona-Pandemie beschleunigt das Ende der klassischen Fotografie



Frage von ruessel:


https://www.foto-schuhmacher.de/artikel ... -2020.html
Nachdem es in der Fotobranche seit 2010 steil bergab ging, war 2019 das schlechteste Jahr seit den frühen 1970ern zu verzeichnen.

Juli 2020: - 51,9% Rückgang der Produktion und -43,7% Rückgang bei der Verschiffung im Vergleich zum Vorjahresmonat. - Aber die positive Trendwende verstärkte sich im Juli bei spiegellosen Systemkameras und der Gruppe der Kompakt- sowie Bridge-Kameras. DSLR stürzten hingegen wieder ab.

- Produktion Gesamtzahlen: - 51,9% im Vergleich zum Juli 2019.
- Produktion Kompakt- und Bridge-Kameras: - 56,2% im Vergleich zum Juli 2019.
- Produktion DSRL: - 70,9% im Vergleich zum Juli 2019. Die Zahlen fielen gegen den sonstigen Trend völlig aus dem Rahmen.
- Produktion spiegellose Kameras: - 21,4% im Vergleich zum Juli 2019. Eine sehr positive Entwicklung.
- Weltweite Verschiffung Gesamtzahlen: - 43,7% im Vergleich zum Juli 2019.
- Verschiffung nach Europa: - 43,8% im Vergleich zum Juli 2019.

Alle Firmen litten schwer. Canon gab es als einzige Firma früh und offen mit dem ersten Quartalsverlust in seiner Firmengeschichte zu. Nikon kämpfte verzweifelt an allen Fronten, da es als Konzern von allen Marktteilnehmern im größten Maße von dem Sektor der dedizierten Kameras abhängig ist. Vor allem die großen Firmen wie Sony, Panasonic und Fujifilm verschleierten ihre massiven Probleme hingegen weitgehend, weil ihre Fotosparte insgesamt untergeordnet und absolut gesehen klein ist. Olympus stieg erwartungsgemäß aus, indem es den eigenen Kamerabereich an eine Investment-Gesellschaft veräußerte.
Steigende Preise sind sowohl die Folge modernster Technik als auch immer geringerer produzierter Stückzahlen. Gewöhnen Sie sich alle daran. Fotografie wird teurer.


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Antwort von Bruno Peter:

Jeder von uns sei deshalb aufgerufen sich korrekt zu verhalten:

https://www.infektionsschutz.de/coronav ... h.html?L=0

Ich habe während der letzten drei Wochen das Gegenteil beobachtet und
erlebt in verschiedenen Situationen.

Die Feierbiester und Ignoranten der Hygieneregeln sind verantwortlich für den
erneuten Ausbruch der lokalen Infektionen in den Hotspots als Superspreader.

Wenn das nicht gestoppt wird geht es in der Keller mit der Wirtschaft und den
Arbeitsplätzen.

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Antwort von ruessel:

Fast alle Menschen weltweit gingen auf Distanz. Filme im Fernsehen und auch manche Fotos aus früherer Zeit (also bis Dezember 2019 produzierte) muten mit ihrer körperlichen Nähe und Enge heute bereits merkwürdig bis befremdlich an. https://www.foto-schuhmacher.de/artikel ... -2020.html

geht mir unterbewusst auch so.... Das fehlt noch: Stimmen die fordern - "wird zeit das alte Filme via CGI korrekt überarbeitet werden!"





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Antwort von Jott:

"Bruno Peter" hat geschrieben:
Die Feierbiester und Ignoranten der Hygieneregeln sind verantwortlich für den
erneuten Ausbruch der lokalen Infektionen in den Hotspots als Superspreader.
Und die Verharmloser und Leugner werden immer mehr. Gewissenlose Ärzte versenden ungültige Maskenbefreiungs-Atteste für Leute, die keinen Bock drauf haben, ihre Mitmenschen schützen.

Trotzdem läuft's noch halbwegs gut in Deutschland. Möge es dabei bleiben.

Übrigens: in Italien zum Beispiel kommt kein Rechtspopulist auf die Idee, wie hier gegen Hygieneregeln und das "diktatorische Regime" Stimmung zu machen. Die hatten ihre Lektion gelernt. Klammer zu.


Wie auch immer: den Niedergang der Fotobranche würde ich nicht mit Corona in Verbindung bringen, sondern ganz einfach mit der jährlich sprunghaft ansteigenden Foto- und Videoqualität der Smartphones.

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Antwort von Bluboy:

In Krisenzeiten muß man sich sdhon weas einfallen lassen.

https://www.pcgameshardware.de/Panorama ... t-1358021/

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Antwort von cantsin:

Ein paar Dinge in diesem Analyse-Text liegen sachlich daneben, wie z.B. die Befürchtung, dass eine EU-Datenschutzregulierung von Gesichtserkennung einen Rückschlag für Fototechnologie bzw. das Aus von Gesichtserkennungs-Autofokus bedeuten wird. Das ist natürlich totaler Quatsch, weil es beim Datenschutz nur um personenbezogene Gesichtserkennung, -identifizierung und dementsprechende Datenspeicherung geht (also, hypothetisch: eine Person erkennen und ihren Namen bzw. ihre Identität in den EXIF-Daten speichern), die eine Kamera weder selbständig macht, noch kann.

- Ansonsten auf den ersten Blick eine gute Website, die die wirtschaftlichen Realitäten und Zwänge der Kameraindustrie IMHO gut - und schonungslos - analysiert. Auch die anderen Artikel auf der Site lohnen sich zu lesen, wenn man z.B. eine langfristige Kaufentscheidung für ein bestimmtes Kamerasystem treffen muss und dessen Zukunftschancen einschätzen will.

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Antwort von TomStg:

Jott hat geschrieben:
Gewissenlose Ärzte versenden ungültige Maskenbefreiungs-Atteste für Leute, die keinen Bock drauf haben, ihre Mitmenschen schützen.
Dir ist schon klar, dass die aktuelle Empörung über gewissenlose Ärzte ein paar Jahrzehnte zu spät kommt?
Der Schaden, den gewissenlose Ärzte mit ihren Gefälligkeitsattesten anrichten, die zu so merkwürdigen Krankheitsverläufen führen, bei denen Montags und Freitags besondere Häufigkeiten auftreten, ist für unsere Gesellschaft ein Vielfaches größer, als die paar läppischen Mundschutznummern.

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Antwort von Jott:

Ja, aber aktuell ist es halt diese Maskennummer. Und erwähnenswert, weil hinter dem entsprechenden Ärzteverein zwei wohlbekannte Nasen der Querszene stehen.
Egal - ich halte es durch, mit Maske durch den Edeka zu laufen wie alle anderen, ohne mich in einer Diktatur zu fühlen. Mag anderen anders gehen! :-)

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Antwort von MrMeeseeks:

"Bruno Peter" hat geschrieben:

Die Feierbiester und Ignoranten der Hygieneregeln sind verantwortlich für den
erneuten Ausbruch der lokalen Infektionen in den Hotspots als Superspreader.

Wenn das nicht gestoppt wird geht es in der Keller mit der Wirtschaft und den
Arbeitsplätzen.
Und wie soll das gestoppt werden? Die Anzahl der aktuell infizierten ist lächerlich gering und dennoch gibt es eine Maskenpflicht. Mich stört es Null die Bohne eine Maske zu tragen aber deiner Logik nach müsste wir alle Masken tragen bis das Virus nicht mehr existent ist, was nicht passieren wird.

Das heißt also wir tragen die nächsten 50 Jahre alle täglich eine Maske. Am besten wir desinfizieren jeden und alles und prügeln unser Immunsystem nieder bis das ganze Volk so angreifbar ist wie die aktuelle Risikogruppe.

Maske auf und Hände desinfizieren, das löst schon die meisten Probleme. Die ständigen alten Leute die überall polemisch Panik verbreiten sind aber eine echte Plage fürs Land.

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Antwort von Bluboy:

In Würzburg gibts derzeit mehr Viren als Einwohner, da hat Bruno allen Grund zur Vorsicht zu mahnen

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Antwort von Jörg:

Die ständigen alten Leute die überall polemisch Panik verbreiten sind aber eine echte Plage fürs Land. mich plagen solche Abwiegler wie du mehr...

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Antwort von Frank Glencairn:

MrMeeseeks hat geschrieben:

Das heißt also wir tragen die nächsten 50 Jahre alle täglich eine Maske. Am besten wir desinfizieren jeden und alles und prügeln unser Immunsystem nieder bis das ganze Volk so angreifbar ist wie die aktuelle Risikogruppe.

Maske auf und Hände desinfizieren, das löst schon die meisten Probleme. Die ständigen alten Leute die überall polemisch Panik verbreiten sind aber eine echte Plage fürs Land.
Ja, das ist so ziemlich das Glaubensbekenntnis der Zeugen-Coronas.
Immer wieder erstaunlich was Angstmacherei und Medienhetze mit einfach gestrickten Leuten so alles anrichten kann.

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Antwort von Jörg:

Immer wieder erstaunlich was Angstmacherei und Medienhetze mit einfach gestrickten Leuten so alles anrichten kann. soso, wer sich und andere schützt, ist also einfach gestrickt.
Ist mir zehnmal lieber, als euer Strickzopfmuster...

btw
noch diese Woche wird weltweit das einmillionste Opfer zu beklagen sein.
Soviel noch mal zum Thema einfach gestrickt.

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Antwort von tehaix:

Jörg hat geschrieben:
soso, wer sich und andere schützt, ist also einfach gestrickt.
Ist mir zehnmal lieber, als euer Strickzopfmuster...

btw
noch diese Woche wird weltweit das einmillionste Opfer zu beklagen sein.
Soviel noch mal zum Thema einfach gestrickt.
Du weißt doch, wir einfach gestrickten Schafe sehen einfach nicht, was "die da oben" WIRKLICH vorhaben.

Zum Thema: Vielleicht handhaben es die Foto-Hersteller mit Corona wie viele andere Institutionen auch - und nehmen es als eine elegante Entschuldigung dafür, weshalb die Zahlen immer schlechter werden. Gut, die Pandemie wird schon ihr übriges dazu getan haben, aber wie viele andere ja schon bemerkt haben, ging es in der Branche schon länger bergab.

Das Verhalten erinnert mich ein wenig an Berliner Ämter:

2020: "Oh, tut uns Leid, wegen der Corona-Pandemie dauert es bis zu zwölf Wochen, einen Termin zu bekommen"
2015: "Oh, tut uns Leid, wegen der Flüchtlinge dauert es bis zu zwölf Wochen, einen Termin zu bekommen"
2010: "Termin könnense aba erst in zwölf Wochen haben"

Oh well...

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Antwort von Jott:

Jörg hat geschrieben:

noch diese Woche wird weltweit das einmillionste Opfer zu beklagen sein.
Soviel noch mal zum Thema einfach gestrickt.
Es gibt sicher auch irgendwo eine einfach gestrickte Statistik, die nur auf 347 Opfer weltweit kommt. Und die waren obendrein selber schuld, weil sie eine Maske aufgesetzt hatten.

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Antwort von Jörg:

Gut, die Pandemie wird schon ihr übriges dazu getan haben, aber wie viele andere ja schon bemerkt haben, ging es in der Branche schon länger bergab. wenn ich überschlage, welche Summe ich seit covidausbruch in Video-/Rechnergerätschaften
ausgegeben habe...
Aber ich habe schon immer azyklisch gehandelt.
An mir liegts nicht;-))

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Antwort von Frank Glencairn:

Jörg hat geschrieben:

soso, wer sich
Selbst der einfältigste sollte mittlerweile mitbekommen haben, daß die einfachen Masken einen selbst nicht schützen,
Jörg hat geschrieben:
..und andere schützt,
und die höherwertigen schützen wegen dem Ventil die anderen nicht - da bläst du deine Viren allen anderen direkt ins Gesicht.

Bei den Stoff/OP-Masken im übrigen auch - einfach mal Zigarettenrauch oder Vape mit so ner Maske ausatmen, dann siehst du was die abhalten - überhaupt nix - du verbreitest diene Viren damit völlig unkontrolliert überall wo du gehst und stehst.
Das einzige wo die vielleicht was bringen, ist bei Leuten mit Husten/Schnupfen. Aber die Aerosole gehen da vorbei wie nix.

Trotzdem sehe ich überall die Leugner, die sich ängstlich ihre selbst genähten Stoff-Fetzen übers Gesicht ziehen, wenn jemand oben ohne in der Nähe ist, obwohl selbst solchen Leuten mittlerweile klar sein sollte, daß die für Vieren so durchlässig sind, wie ein Maschendrahtzaun für ne Mücke. Die einzige Erklärungsmöglichkeit, die mir für so eine irrationales Verhalten einfällt ist blockiertes Denkvermögen durch Angstmacherei, das schon fast religiöse Züge hat. Ähnlich wie das schon fast roboterhafte Desinfizieren der Hände an diesen Pumpsatation, an den Ausgängen von Geschäften. Wie Weihwasser beim Verlassen der Kirche.

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Antwort von Jörg:

und die höherwertigen schützen wegen dem Ventil die anderen nicht - da bläst du deine Viren allen anderen direkt ins Gesicht. mal reflektieren:
wenn alle eine solche Maske tragen würden, hätte niemand Viren in sich, die er anderen
ins Gesicht blasen könnte?

ich weiß, jetzt kommt dein kontra:
weil ja nie alle diese Maske tragen...
so kann man dann getrost volle Kanne an den Baum fahren.

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Antwort von Frank Glencairn:

Jörg hat geschrieben:

mal reflektieren:
wenn alle eine solche Maske tragen würden, hätte niemand Viren in sich, die er anderen
ins Gesicht blasen könnte?
Ja genau.

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Antwort von cantsin:

Vielleicht sollten wir die Diskussion von den unproduktiven Corona-Glaubenskriegen zurückbringen auf den oben verlinkten Artikel.

Da stehen ein paar interessante Dinge drin, bei denen mich interessieren würde, ob die wirklich stimmen:

- "Preisdumping bei den Modellen mit Spiegeln wird jedoch die Nachfrage nach den neueren und kaum höherwertigen Modellen ohne Spiegel negativ beeinträchtigen. Letztendlich werden die Hersteller gezwungen, die Produktion der meisten alten Spiegelmodelle einzustellen, um die neuen spiegellosen Modellreihen zu retten. Aber das führt zu rechtlichen Problemen. So darf in Deutschland ein Produkt nur als neu verkauft werden, das noch produziert wird. Das führt zwangsläufig zu weiterem Preisdumping bei DSLRs. Das ist inzwischen eine sogenannte Catch-22-Situation: Egal, was das Management jetzt noch macht, es hat nur nachteilige Folgen."

- "Die Produktion hätte zwar 2019 bereits massiv gesenkt werden müssen. Das haben sogar die japanischen Manager vollmundig selbst angekündigt. Aber bis einschließlich Oktober 2019 wurde sie erhöht und weiter die Lager überfüllt. Auch in den Folgemonaten wurde sie nur zögerlich reduziert." "Obwohl die Lager weltweit voll sind, werden die Hersteller dennoch zu spät reagieren und noch monatelang auf Halde produzieren. Dies wird den Preisdruck weiter erhöhen."


Auf einer anderen Seite der Website steht:

- "Können die Sensoren mit 1-Zoll noch relativ schnell und leicht von den technischen Fortschritten bei Smartphone-Sensoren profitieren, so wird die Adaption moderner Sensortechnik bei MFT bereits viel teurer und zeitaufwändiger. D.h. die oben erwähnten Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E / R&D) laufen den Herstellern davon. Die hohen und ständig weiter steigenden Kosten für moderne Technik lassen sich in der Micro-Four-Thirds-Klasse nicht mehr einspielen. Viele Kunden halten die Preise von bis zu 2.000 Euro für eine Kamera mit derart kleinem Sensor heute bereits für übertrieben hoch."

Der Mann heißt Dr. Joachim Schumacher, lebt in Konstanz, ist seinen auf der Website ausgestellten Fotos zu folge nur ein sehr mäßig begabter Amateurfotograf, nennt sich Wirtschaftsanalytiker und könnte identisch sein mit dem Joachim Schumacher, der mit einer 1998 an der Universität Konstanz eingereichten und 2205 Seiten langen Doktorarbeit im Fach Geschichte den bisherigen deutschen Längenrekord einer akademischen Abschlussarbeit hält. Mitteilungsfreudig auf seiner Website ist er in jedem Fall. Stutzig macht allerdings, dass er keine Quellen für seine Behauptungen angibt.

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Antwort von MLJ:

@cantsin

Zitat:
"Vielleicht sollten wir die Diskussion von den unproduktiven Corona-Glaubenskriegen zurückbringen auf den oben verlinkten Artikel."
Zitat Ende.

Sehr gute Idee und würde das auch sehr begrüßen da wir genug andere Threads hier haben was Corona betrifft.

Zitat:
"Stutzig macht allerdings, dass er keine Quellen für seine Behauptungen angibt."
Zitat Ende.

Das hat mich auch gewundert beim lesen des Artikels. Daher habe ich den Artikel sehr skeptisch aufgenommen was den Inhalt angeht.

Cheers

Mickey

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Antwort von pillepalle:

Ich lese da lieber den Kaffeesatz, als Theorien über den Untergang der klassischen Fotografie durch Corona :) Das sich der Markt verändert war offen gestanden doch schon vor Corona klar. Genauso das dies den globalen Kameramarkt betrifft. Dabei redet man aber im Wesentlichen vom Massenmarkt, also den Kameras die auch in großen Stückzahlen produziert und verkauft werden. Professionelle Anwender werden weiterhin mit dezidierten Kameras fotografieren, auch wenn die vielleicht noch ein wenig teurer werden. Die Kameras die in geringen Stückzahlen verkauft werden sind heute auch schon teuer.

VG

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Antwort von cantsin:

MLJ hat geschrieben:
Das hat mich auch gewundert beim lesen des Artikels. Daher habe ich den Artikel sehr skeptisch aufgenommen was den Inhalt angeht.
Z.B. ist seine Behauptung, dass in Deutschland Produkte, die nicht mehr hergestellt werden, nicht als Neuprodukte verkauft werden dürfen, mir völlig neu und nicht sonderlich plausibel klingend. Weiß da jemand mehr?

Bei seinen Behauptungen über die Datenschutzprobleme von Gesichtserkennungs-AF schreibt er offenkundigen Müll. Das hat so ein bißchen die Anmutung von einem obsessiven Truther, der im Duktus objektiver Wissenschaftlichkeit (und in der Tat mit ungehemmten Mitteilungsdrang und allwissender Dozentenattitüde) schreibt, aber eigentlich nur Vermutungen verbreitet.

Und für seine Behauptungen über die R&D-Probleme und Entwicklungs- und Lizenzkosten von bestimmten Sensortypen bräuchte er wirkliche Insider-Quellen, weil das ein Bereich ist, der beinahe komplett unter nicht-öffentliche vertragliche Absprachen und Geschäftsgeheimnisse von Konzernen fällt.

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Antwort von ruessel:

Da stehen ein paar interessante Dinge drin, bei denen mich interessieren würde, ob die wirklich stimmen: ganz unten sind doch die Quellen angegeben.... viel Spaß beim suchen. Ich sehe das alles eher als seine persönliche Meinung, wie hier im Forum auch alles. interessant ist es trotzdem.....

Weiterführende Literatur und Quellen

Image Sensors World - Englisch - 2010 - Liste der Anbieter bei Bildsensoren
Canon to Sell CMOS Sensors to Other Companies for the First Time - Englisch - 01.09.2016
Sony Semiconductor Solutions Corporation to be Established - Reinforcing Devices Segment Sonys original Presseverlautbarung - Englisch - 06.10.2015
40% of All Camera Sensors Sold in 2014 Were Made by Sony - Englisch - 01.05.2015, gibt Fakten wieder, die auf dem Wall Street Journal beruhen, dessen Artikel allerdings nicht frei zugänglich ist.
Sony: 'Our company has a vision which is more important than profit alone' - Englisch - Interview Sony mit der US-Fachzeitschrift DPReview, 11.12.2017
Sony Thailand factory tour Q&A: Mapping out the future of the interchangeable-lens camera (updated) - Englisch - Original wurde entfernt, hier nur noch das Google Cache.
Top 10 manufacturers of CMOS Image Sensors (2012 market share) - Englisch - 17.02.2014
Kleine Liste wichtiger CMOS-Hersteller - Englisch -
Image Sensor Market Analysis By Technology (CMOS And CCD), By Application (Automotive, Consumer Electronics, Industrial/ Defense, Security & Surveillance, And Medical), And Segment Forecasts Till 2024 - Englisch -
Sony buys Toshiba's image sensor business for $155 million - Englisch - 04.12.2015
Sony and Toshiba Sign Definitive Agreements for the Transfer of Semiconductor Fabrication Facilities - Englisch - Offizielle Presseverlautbarung - 04.12.2015
Image Sensor Market worth 24.80 Billion USD by 2023 - Englisch -
Yole 2016 Market Report and Rankings - Englisch -
MEMS and Sensors for Automotive - Market and Technology Trends 2017 - Englisch - April 2017
3D Imaging and Sensing 2017 - Englisch - April 2017
Status of the CMOS Image Sensor Industry 2017 - Englisch - Juni 2017
Camera Module Industry Market and Technology Trends 2017 - Englisch - November 2017 - listet über 30 Sensor-Hersteller weltweit und bietet sehr optimistische Schätzzahlen.
i-micronews - Englisch - Kurze Zusammenfassungen der kaufbaren Berichte
CMOS Image Sensors Technologies & Markets - 2010 Report - Englisch - 2010
Global Image Sensor Market Will Reach USD 20.81 Billion by 2022: Zion Market Research - Englisch - 25.09.2017
Pixels for Geeks: A peek inside Nikon’s super-secret sensor design lab - Englisch - 17.08.2018
Sony Investor Relations - Englisch
Canon Investor Relations - Englisch
Nikon Investor Relations - Englisch


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Antwort von Frank Glencairn:

cantsin hat geschrieben:
So darf in Deutschland ein Produkt nur als neu verkauft werden, das noch produziert wird.
Das ist ein bisschen arg kurz gegriffen.

Tatsächlich bezieht sich die Aussage auf ein Urteil des BGH von 2003.

Demnach gilt ein Auto 12 Monate nach seiner Produktion nicht mehr als "fabrikneu" - neu ist es natürlich immer noch, und es darf auch noch verkauft werden, nur halt nicht als "fabrikneu".
Der Bundesgerichtshof weist darauf hin, daß nach der Verkehrsanschauung die Lagerdauer ein wesentlicher Gesichtspunkt für die Wertschätzung eines Kraftfahrzeugs ist. Eine lange Standdauer ist für einen Neuwagenkäufer ein wertmindernder Faktor. Das Kraftfahrzeug unterliegt einem Alterungsprozeß, der mit dem Verlassen des Herstellungsbetriebes einsetzt. Grundsätzlich verschlechtert sich der Zustand des Fahrzeugs durch Zeitablauf aufgrund von Materialermüdung, Oxydation und anderen physikalischen Veränderungen. Selbst eine Aufbewahrung unter optimalen Bedingungen vermag dies nur zu verlangsamen, aber nicht zu verhindern. Im Regelfall ist deshalb davon auszugehen, daß eine Lagerzeit von mehr als 12 Monaten die Fabrikneuheit eines Neuwagens beseitigt. Ob das ganze bei Kameras überhaupt greift, ist nochmal ne andere Frage.

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Antwort von ruessel:

Als promovierter Wissenschaftler analysiere ich sachlich und neutral u.a. ökonomische Fakten sowie Vorgänge und ziehe daraus Schlüsse für die Foto-Wirtschaft. Alle meine diesbezüglichen wirtschaftlichen Prognosen trafen bisher ein, die meisten sogar früher und schärfer (= negativer), als ich es voraussagte.

Jeder darf gerne anderer Meinung sein und hoffen, glauben, oder wünschen, dass es doch noch anders kommt. Aber es hat wenig Sinn, mich emotional anzugreifen, nur weil von mir publizierte ökonomische Fakten Ihren persönlichen Wünschen widersprechen und Ihrem eigenen Selbstwertgefühl einen vermeintlichen Schaden zufügen. Ganz hart muss festgehalten werden, dass sich kein Weltkonzern mehr um die Sonderwünsche der Europäer, insbesondere die Befindlichkeiten der Deutschen schert.

Falls meine Analysen Ihnen den fotografisch erforderlichen Schönheits-Schlaf rauben, dann lesen Sie diese einfach nicht mehr. Jeder darf sich gerne in die "deutsche Märchenlandschaft" zurückziehen und träumen. Er wird dann allerdings in ein paar Jahren unsanft aus seiner Traumwelt geweckt werden.
Als "halber" Engländer fällt mir ferner auf, dass vor allem in Kontinentaleuropa und dort wiederum vor allem in Deutschland viele Menschen / Fotografen der Meinung - ja sogar tiefen Grundüberzeugung - sind, dass alles, was sie gerne hätten, der Staat oder eine gemeinnützige Organisation ihnen (preiswert oder sogar möglichst kostenlos) gefälligst zur Verfügung zu stellen, herzustellen und zu liefern zu habe.
https://www.foto-schuhmacher.de/in-eigener-sache.html

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Antwort von pillepalle:

Mein Gott... das Ende naht! Schnell noch ein paar Kameras kaufen :)

VG

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Antwort von cantsin:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ob das ganze bei Kameras überhaupt greift, ist nochmal ne andere Frage.
Wohl kaum, wenn man sich z.B. Leica-Boutique-Fotoläden ansieht, die eine 15.000 Euro-Leica S-E oder eine 36.000 Euro teure Leica M-P Brass Edition 35 garantiert nicht als Gebrauchtware verkaufen werden bzw. müssen, wenn die länger als 12 Monate im Laden liegt.

Falls meine Analysen Ihnen den fotografisch erforderlichen Schönheits-Schlaf rauben, dann lesen Sie diese einfach nicht mehr. Jeder darf sich gerne in die "deutsche Märchenlandschaft" zurückziehen und träumen Also, in der Tat, ein Truther...

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Antwort von ruessel:

Also, in der Tat, ein Truther... mit guten Themen.
Der Bit-Betrug bei RAW-Dateien


Zunehmend wird in den Werbebroschüren und im Marketing - vor allem bei spiegellosen Kameras - schamlos mit dem RAW-Format Schindluder getrieben.
Das RAW-Datei-Format wird vornehmlich von anspruchsvollen Fotografen verwendet, da man damit unter gewissen Bedingungen eine höhere Bildqualität aus der Aufnahme - nachträglich in der Postproduction am PC - herausarbeiten kann, resp. das Bildergebnis in einer umfassenderen Weise künstlerisch nachbearbeiten kann.
Deshalb zielt der Betrug hier eindeutig auf diese anspruchsvolleren Fotografen ab, die bereit sind, mehr Geld für eine etwas höhere Bildqualität resp. mehr Freiheiten in der Nachbearbeitung zu investieren. Daneben zielt es natürlich auf die unkritischen Testzeitschriften, die nur die Datenblätter der Kameras kopieren, statt die Kameras selbst zu testen.
Der Trick funktioniert ganz einfach: RAW-Dateien sind nicht genormt. D.h. man darf eigentlich alles so bezeichnen, was einem irgendwie gearteten freien Firmenstandard entspricht. Die Kamerahersteller resp. deren Marketing-Abteilungen nutzen diese Freiheit zunehmend großzügig aus und definieren ständig neue RAW-Formate.
Inzwischen bieten fast alle Kameras verschiedene RAW-Datei-Formate an. Der Hintergrund hierzu lag ursprünglich in der riesigen Dateigröße der RAW-Dateien im Vergleich zu den klassischen JPEG-Dateien. Das hielt viele Fotografen früher davon ab, RAW zu verwenden, da u.a. die eigene früher kleine und teure Speicherkarte in der Kamera sowie die Festplatte auf dem eigenen PC schnell damit angefüllt wurden. Deshalb erfand man RAW-Formate, die komprimiert waren und kleinere Dateien lieferten. Die Reduktion der Dateigröße wird i.d.R. dadurch erzielt, dass man die Bit-Tiefe der Datei verringert.
Dies klingt ganz harmlos: 11 oder 12 Bit statt den 14 Bit. Was machen schon 2-3 Bit aus? Das sind ja maximal nur 1/7 resp. 1/5 der Bits. - Nein.
Das binäre System ist ziemlich kompliziert, und wird von kaum jemandem wirklich verstanden resp. in seinen Auswirkungen im Alltag gedanklich umgesetzt. Hierzu gibt es einen bezeichnenden Witz:
Es existieren genau 10 Arten von Menschen:
Diejenigen, welche binäre Dateien verstehen.
Und diejenigen, welche binäre Dateien nicht verstehen.

Falls Sie den Witz nicht verstanden haben, gehören Sie zu letzteren.

Die Grundlagen bestehen darin, dass es sich um ein Potenzsystem auf der Basis 2 handelt. D.h. jedes Detail wird potenziert. Bei der Bit-Farbtiefe handelt es sich um die Summe der Potenzen. Dies erklärt, warum vermeintlich kleinste Unterschiede sich riesig auswirken.
1 Bit bedeutet 2 Möglichkeiten (eben die binären Zustände 1 und 0, siehe den Witz oben) oder in der Fotografie 2 Bildwerte je Pixel auf dem Sensor. Dies gilt dann auch noch für die jeweils 4 Pixel eines Bayer-Sensors, wodurch wir bereits bei 2 Werten für 1 blauen Pixel, 2 Werten für 1 roten Pixel und 4 Werten für die 2 grünen Pixel sind. Denn das gilt natürlich für jede Farbe. Sie erkennen bereits hier, wie schnell das anwächst. Das erste Bit steht somit für insgesamt 8 Bildwerte für einen daraus gemischten Farbwert (RGB).
2 Bit bedeutet 2 hoch 2 = 4 Bildwerte.
3 Bit bedeutet 2 hoch 3 = 8 Bildwerte.
4 Bit bedeutet 2 hoch 4 = 16 Bildwerte.
5 Bit bedeutet 2 hoch 5 = 32 Bildwerte.
6 Bit bedeutet 2 hoch 6 = 64 Bildwerte.
7 Bit bedeutet 2 hoch 7 = 128 Bildwerte.
8 Bit bedeutet 2 hoch 8 = 256 Bildwerte. Das entspricht den JPEG-Bildern.
9 Bit bedeutet 2 hoch 9 = 512 Bildwerte.
10 Bit bedeutet 2 hoch 10 = 1.024 Bildwerte.
11 Bit bedeutet 2 hoch 11 = 2.048 Bildwerte.
12 Bit bedeutet 2 hoch 12 = 4.096 Bildwerte.
13 Bit bedeutet 2 hoch 13 = 8.192 Bildwerte.
14 Bit bedeutet 2 hoch 14 = 16.386 Bildwerte.

Eine Firma drosselt bis heute ihre RAW-Dateien auf 11 Bit.
Der Unterschied zu 14 Bit ist gravierend.
Alle Bit von 1 bis 11 aufaddiert (das bedeutet 11-Bit-Farbtiefe nämlich) ergeben zusammen 2.048 Möglichkeiten = Farbtiefe = Bildinformationen je Pixel.
14 Bit bedeuten hingegen 16.384 Bildwerte je Pixel. In einem 14-Bit-Foto sind folglich 8-mal mehr Bildinformationen enthalten, als in einem 11-Bit-Foto.
Dieser gravierende Unterschied ist in der Bildqualität des Fotos sichtbar.
Eine andere Firma drosselt ihre RAW-Dateien auf 12 Bit.
Der Unterschied zu 14 Bit ist ebenfalls gravierend.
Alle Bit von 1 bis 12 aufaddiert bedeuten zusammen 4.096 Möglichkeiten = Farbtiefe = Bildinformationen je Pixel.
14 Bit bedeuten hingegen 16.384 Bildwerte je Pixel. In einem 14-Bit-Foto sind folglich 4-mal mehr Bildinformationen enthalten, als in einem 12-Bit-Foto.
Auch dieser gravierende Unterschied ist in der Bildqualität des Fotos (zumindest bei niedrigen ISO-Einstellungen) sichtbar.

Allerdings haben diese Bildreduktionen für die Marketing-Abteilung einen Werbewert, da die damit verbundenen 11- oder 12-Bit-Dateien viel kleiner sind. Dadurch wiederum lassen sie sich schneller in der Kamera verarbeiten und auch schneller speichern. Daraus folgt wiederum, dass man die Serienbildgeschwindigkeit der Kamera (landläufig als Dauerfeuer bekannt) erhöhen kann. Letzteres ist jedoch werbewirksam, da damit auf dem Papier schnell Zahlen erreicht werden, die sonst nur sündhaft teure Sport-Profi-Kameras mit Doppelprozessoren erreichen.
Dieser RAW-Betrug findet sich heute in sehr vielen Prospekten: Viele der angegebenen Papier-/Prospekt-Werte beziehen sich nur auf 11 oder 12 Bit-RAW.
Das ist absolut unerträglich und für die moderne hochwertige Sensorklassen sowie der damit möglichen hohen Bildqualität unwürdig.
Dass man in anderen Fotobereichen (wie z.B. Mittelformat-Kameras) inzwischen zu 16-Bit-Aufzeichnung übergeht, hat seinen nicht nur messbaren, sondern im Bild sichtbaren Grund. Nur damit kann man die bei neuen Sensoren mögliche Bildqualität tatsächlich übertragen.
Nochmals im Klartext: 14-Bit reichen bereits heute nicht mehr aus. Und ein Rückschritt zu 12 oder sogar 11 Bit ist lächerlich.
Für 12 Bit (oder sogar 11 Bit) lohnt sich der gesamte Aufwand der RAW-Nachbearbeitung nicht. Dann können Sie auch gleich in den heute deutlich verbesserten JPEG-Modi fotografieren.
Verwendet man allerdings höherwertige 14 Bit-RAW-Dateien, sinken die hochgejubelten Papier-Leistungen jener Kameras auf die üblichen mittelmäßigen Werte der Konkurrenten ab. 1/3 bis zu 50% der fiktiv dazugerechneten Pseudo-Leistung sind dann weg.


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Antwort von cantsin:

ruessel hat geschrieben:
Also, in der Tat, ein Truther... mit guten Themen.
Ich würde sagen, mit hanebüchenem Unsinn!


Der Bit-Betrug bei RAW-Dateien


Eine andere Firma drosselt ihre RAW-Dateien auf 12 Bit.
Der Unterschied zu 14 Bit ist ebenfalls gravierend.
14 Bit bedeuten hingegen 16.384 Bildwerte je Pixel. In einem 14-Bit-Foto sind folglich 4-mal mehr Bildinformationen enthalten, als in einem 12-Bit-Foto.
Auch dieser gravierende Unterschied ist in der Bildqualität des Fotos (zumindest bei niedrigen ISO-Einstellungen) sichtbar.

Allerdings haben diese Bildreduktionen für die Marketing-Abteilung einen Werbewert, da die damit verbundenen 11- oder 12-Bit-Dateien viel kleiner sind. Dadurch wiederum lassen sie sich schneller in der Kamera verarbeiten und auch schneller speichern.
Für 12 Bit (oder sogar 11 Bit) lohnt sich der gesamte Aufwand der RAW-Nachbearbeitung nicht. Dann können Sie auch gleich in den heute deutlich verbesserten JPEG-Modi fotografieren.
Das ist riesiger Quatsch. Ein Kamerasensor muss erst einmal mehr als 12 Blendenstufen Dynamik schaffen, damit mit sich die Speicherung von mehr als 12bit überhaupt lohnt. Das trifft sowieso nur auf wenige High End-Vollformat-Sensoren zu. Die meisten Kameras haben daher auch nur 12bit DACs - würden die höher auflösen, würden sie in den Extra-Bits nur Bildrauschen abspeichern.

Und selbst wenn Sensor und DAC mehr als 12bit Daten (also echte Bildinformation, nicht nur Rauschen) liefern, kann man die im RAW-Format immer noch mit logarithmischer statt linearer Kurve abspeichern und schneidet dadurch den Dynamikumfang nicht ab. Man komprimiert dann zwar Werte, aber da lineare Speicherung in den unteren, rauschenden Blendenstufen unnötig viel Speicherplatz vorhält, verliert man kaum messbare Signalqualität - erst recht nicht in den Schönwetter-Postkartenfotos, die dieser Blogger macht.

Die Aussage, dass sich bei 12bit "der gesamte Aufwand der RAW-Nachbearbeitung" ggü. 8bit-JPEG nicht lohne, ist hanebüchener Unsinn, denn wie man in seiner eigenen Rechnung sieht, hat das die 16fache Bildinformation pro Farbkanal. (Und für Dinge wie voll flexiblen, nachträglichen Weißabgleich ohne Banding im Resultat braucht man mindestens 12bit.)

Und wenn er rechnen könnte, wüsste er auch, dass die vermeintliche schnellere Speicherung von 12bit ggü. 14bit bei unkomprimierten Daten gerade mal 16.6% Geschwindigkeitszuwachs bringt. Bei komprimierten Daten dürfte dieser Unterschied in der Praxis meistens sogar noch kleiner sein.

Der Mann muss derselbe verstrahlte Typ mit der 2000-Seiten-Dissertation sein. Der "SPIEGEL" zitierte damals seinen Doktorvater mit der Aussage: "Das passiert, wenn jemand unsägliche Materialsammlungen zusammenschleift und es nicht fertigbringt, das zusammenzukürzen."

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Antwort von markusG:

pillepalle hat geschrieben:
Mein Gott... das Ende naht! Schnell noch ein paar Kameras kaufen :)
Ich finde den Threadtitel auch etwas irreführend. Es geht ja gar nicht um die Fotografie, sondern um die Kamerahersteller. Dass diese sich wandeln müssen, teilweise auch die Segel streichen...das gab es ja früher genauso, sie Konica oder Kodak.

Im Zweifel kann man ja wieder analog fotografieren und mit Kaffee entwickeln :P okay der Nachschub an Kaffee und Film wird ja genauso beeinträchtigt sein...vielleicht doch mit malen/zeichnen anfangen :P

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